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N irouillenführer rief dem Flüchtling das dreimalige Halt optl naA und schoß darauf. Zaremba stürzte in einer Ent- Ant fernung von etwa 80 Meter von dem Schützen todt °E nieder. Die Kugel war ihm durch den Hinterkopf ge- UeU drungen, hatte dann noch die am Zeughause stehende ä u Litsaß-Säule durchbohrt und war in der Thüre des Zeug-

M Hauses stecken geblieben.

toilii _ Eine Familientragödie hat sich in S o - goft fingen abgespielt. Der Arbeiter Ferd. Goebeler lebte mit seiner Frau in Unfrieden. G. war des Lebens teilii unter diesen Umständen überdrüssig geworden und äußerte N verschiedentlich zu seinen Bekannten, er werde der Ge- liitli schichte bald ein Ende machen. Als seine Kinder am eitei 25. Juli aus ihrem Schlafzimmer in das elterliche Schlaf- " d> gemach traten, fanden sie ihren Vater am Bettpfosten d>! erhängt vor, während die Mutter blutüberströmt an : K der Erde lag. Goebeler hatte seiner Frau mit einem £1 ' Beile d e n Schädel zertrümmert und sich dann idk selbst entleibt. Die Frau lebte noch und wurde ins >4« städtische Krankenhaus geschafft. Ihr Zustand ist indes eine hoffnungslos G. war etwa 31 Jahre alt; seine Frau

* zählt 29 Jahre.

* Am Dienstag Abend T^U U^r brach zu Bremen ich in den Mühlenwerken von Erling, welche in un- btt mittelbarer Nähe des Freihafens gelegen sind, ein großes ist« Feuer aus, das die Getreidemühle, sowie zwei Nach- itt barhäuser vollständig zerstörte. Auch große Mehl- und ufa Getreidevorräthe wurden vernichtet. Unglücksfälle von nur Personen sind nicht vorgekommen, der Materialschaden bt ist sehr bedeutend.

ttti Hamburg, 27. Juli. Heute Morgen ging lii hier ein schweres Gewitter nieder. Zur Arbeit gehende di Leute suchten unter einem Baume Schutz, in den der « Blitz einschlug. Ein Mann wurde erschlagen, ein anderer M gelähmt.

e" g Philippopel, 29. Juli. (Prozeß Us Boitschew.) Obwohl die Verkündigung des Urtheils oH erst heute Vormittag erfolgen soll, versammelte sich der ke- Gerichtshof gleich nach Mitternacht, um das Verbiet zu eir fällen. Darnach wurde Rittmeister Boitschew einstimmig bfi des vorbedachten Mordes unter Zubilligung mildernder ) Umstände für schuldig befunden, ebenso Novelic. Der W Gensdarm Bogdan wurde des Mordes ohne Vorbedacht, I» ebenfalls unter Zubilligung mildernder Umstände, schuldig lhl erkannt. Nicola Boitschew wurde freigesprochen. Das igl Urtheil gegen Rittmeister Boitschew und Novelic lautet eii auf lebenslänglichen schweren Kerker, gegen Bogdan und jfi Wassilew auf sechs Jahre acht Monate.

M Das außerordentliche Aufsehen, das der Vorgang !ÜI mit den 25 lebendig Begrabenen in Tvrnowka ge- zk macht hat, hat naturgemäß, die öffentliche Aufmerk­samkeit aus die Lage der zahlreich in Rußland vor- i^ handenen Sektierer gelenkt, wobei stch herausgestellt hat, «^ daß Fälle, wo mehrere Personen beschließen, gemein- schaftlich und freiwillig in den Tod zu gehen, gar nicht in so außergewöhnlich sind, wie man meinen sollte. So e[ wird jetzt aus Ostsibirien geschrieben, daß unter den in lt die Gegend von JakutSk verbannten Skopzen (Selbst­verstümmlern" eine von der Regierung streng ver- Ä folgte, scheußliche geheime religiöse Sekte) vor längerer 1 Zeit das Gerücht verbreitet worden sei, sie dürsten weder

die Stadt Jakutsk besuchen, um Lebensmittel zu kaufen und verkaufen, noch das jedem von ihnen zur Ansiedel­ung überwiesene Gebiet auch innerhalb der engsten Grenzen verlassen. Beides erwies sich übrigens als richtig und hatte zur Folge, daß zahlreiche Angehörige der Sekte beschlossen, sich dieser Verfolgung durch frei­willigen Hunger-, Feuer- oder Kreuzestod zu entziehen. Und trotz der vom General-Gouverneur von Jakutsk an­geordneten Aufhebung beider Verbote blieben ungefähr 10 Personen bei dem einmal gefaßten Vorhaben, ver- theilten ihre Habe den Armen und enthielten sich jeglicher Speise in Erwartung des Antichrist, sodaß es des ge­waltsamen Eingreifens der Behörde bedurfte, um sie von ihrem Wahnwitze abzubringen.

Der kürzlich verstorbene Senator Islam G. Harris, eins der bekanntesten Ocginale der Vereinigten Staaten, haßte nichts so wie schlechten Whisky. Ec und der gleichfalls schon verstorbene SenatorBeckvon Kentuckywaren große Feinde, beide aber gleich anerkannte Sachverständige fürBourbon"-Whisky. Sie pflegten häufig Chamberlins Hotel heimzusuchen, weit berühmt als Tummelplatz selt­samer Geister. John Chamberlin hielt sehr auf einen guten Tropfen für seine Gäste und für sich. Da hatte er einstmals, wie dieMagd. Ztg." erzählt, ein kleines Fäßchenganz was Altes" zugesandt bekommen. Beck saß gerade in einem Eckchen, als Chamberlin mit einer Probe hereintrat. Er wünschte das Urtheil des Sach­verständigen. Beck schlürfte ein Schlückchen, rollte es auf der Zunge und sah dann den Bonifaz an:Hm, guter Tropfen, aber schmeckt merkwürdig nach Eisen!" Chamberlin schaute ihn ungläubig an, nahm selbst einen Schluck und schüttelte den Kopf; das war ihm ein Räthsel! In dem Augenblick kam Harris herein. Chamberlin ging sogleich auf ihn zu und lud auch ihn zum Kosten ein. Der Senator von Tennessee ließ sich auf einen Sessel nieder, nahm das Glas und ließ den braungoldigen Trank bedächtig über die Lippen gleiten; er schnalzte mit der Zunge und strich sich den langen, weißen Piraten-Schnurr- bart.Nicht schlecht," brummte er grimmig vor sich hin, aber der Stoff hat 'nen sonderbaren Beigeschmack nach Leder!" Jetzt sprang der Wirth wüthend auf, lief in den Keller und ließ sogleich das ganze Fäßchen ab­zapfen. Auf seinem Grunde fand man einen kleinen Teppichnagel mit lederner Kappe. Beck hatte das Eisen herausgeschmeckt, aber Harris sogar das winzige Leder- stückcherr!

Faustin I. oder Soulouque, der Kaiser von Haiti, der durch seinen übertriebenen Pomp und seine Nachahmung großer Männer ebenso lächerlich, wie durch seine Grausamkeit verhaßt geworden, konnte auch Gnade üben, wenn man es nur verstand, ihn auf die rechte Weise zu behandeln. Das erfuhr ein junger Franzose, der sich zur Theilnahme an einer Verschwörung gegen den Machthaber hatte verleiten lassen und entdeckt wor­den war. Soulouque hatte den Befehl gegeben, ihn au­genblicklich zu erschießen, bewilligte ihm aber endlich auf sein Bitten noch vorher eine Audienz.Sagen Sie, wie behandeln die europäischen Herrscher die Leute, die ihren Kaiser verrathen?" herrschte der Monarch den Unglück­lichen wüthend an. Dieser faßte sich rasch und erwi­derte:Ich will es Ihnen sagen! Die einen lassen sie

richten und verurtheilen, die andern und das sind die größten - vergeben ihnen und versuchen es, den Schuldigen durch ihre Gnade an sich zu fesseln. Es giebt einen Kaiser, der sich dadurch unsterblich gemacht hat!"Einen großen Kaiser?" fragte Soulouque rasch. Ja, Sire, ein Kaiser, der seinem Jahrhundert sei­nen Namen gegeben hat!" Und nun erzählte er die Ge­schichte von der Verschwörung Ciceros gegen Augustus und beffen Verzeihung, mit etwas dramatischem Schwünge, der ihm aus Corneilles Dichtung geläufig war. Sou­louque hatte schweigend und nachdenklich zugehört.Das ist schön! Das ist groß!" rief er dann aus,so will auch ich es machen, auf daß man auch mich einen Au­gustus nenne!" Und die Eitelkeit des Mulattenkaisers rettete dem schlauen Franzosen auch wirklich das Leben.

(Angenehme Anstellung.) Erster Dienst­mann:Du wirst ja immer dicker, hast wohl viel Ein­nahmen?" Zweiter Dienstmann:Das nicht, aber ich bin bei einem Herren engagiert, den die Frau nicht gern von Hause fortläßt, bei dem muß ich alle Tage der gute Freund sein, der ihn ins Hofbräu abholt."

(Stoßseufzer.) Ein Familienvater:Was, Hüte braucht Ihr schon wieder? Hauben wären für Euch viel dringender!"

Verfälschte schwarze Seide, f" Ät kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort (namentlich glimmen dieSchußfäden" weiter, wenn sehr mit Farbstoff erschwert) und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Leiden- Fabriken G. Henneberg, (k. u. k. Host.) Zürich »erfenbeg gern Muster von ihren ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefern einzelne Roben und ganze Stücke Porto- und steuerfrei ins Haus.

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Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer Hottesdienst.

Sonntag den 1. August.

Vormittags: Herr Pfarrer Martin. Nachmittags: Herr Pfarrer Feyerabend.

Gottesdienst in der Baptisten-Kapelle.

Sonntag den 1. August. Morgens 9 Uhr: Predigt von H. Braun. - Mittags i/2l Uhr: Kinder-Gottcsdienst. Nachmittag» 3 Uhr: Bibelstunde und Abendmahl. Abends 8 Uhr: Predigt von H. Braun. Montag */«9 Uhr: Misstons-Betstunde. Mittwoch Abend» '/,9 Uhr: Betstunde.

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3ch nehme hiermit die von mir gegen Herrn Bürgermeister Berk zu Kirchheim erhobe- nen Beschuldigungen zurück und erkläre, daß dieselben die Un­wahrheit enthielten.

Kirchheim, den 28.Juli 1897. Elisabeth« Hartwig.

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