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Gratisbeilagen:Illustrirtes Sonntagsblatt" u.Illnstrirte lan-wirthschaftliche Beilage".

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Amtlicher Theil.

Hersfeld, den 30. März 1897.

Gemäß § 82 der Kreisordnung für die Provinz Hessen- Nassau vom 7. Juni 1885 wird das Ergebniß der am heutigen Tage im Saale des hiesigen Rathhauses stattge- fundenen Kreistagssitzung, welche im Kreisblatt Nr. 34 d. Js. bekannt gemacht worden ist, nachstehend zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

P u n k t 1 der Tagesordnung. Der Kreis­haushalts-Etat für das Jahr 1897/98, welcher hierunter abgedrnckt ist, wurde auf eine Einnahme und Ausgabe von 29392 Mark 12 Pfg. festgestellt.

Punkt 2 d er Tagesordnung. An dem landespolizeilich genehmigten Projekt zum Bau eines Durch­lasses im Orte Eitra fand sich nichts zu bemerken uub wurde beschlossen, für die Gemeinde Eitra eine Unterstützung in Höhe der Hälfte der erforderlichen Kosten, eventuell auch in einem höheren Betrage, aus communalständischen Mitteln zu beantragen.

P u n k t 3 der Tagesordnung. An dem Kostenanschlag über die Ausbesserung des Bohlenbelags der Brückenfahrbahn der Fuldabrücke bei Mecklar fand sich auch nichts zu bemerken. Bezüglich der zu beantragenden Unterstützung wurde derselbe Beschluß wie bei Punkt 2 gefaßt.

Punkt 4 der Tagesordnung. Das vorge­legte Projekt nebst Kostenanschlag über die Ausführung eines Cementrohrkanals in Station Nr. 6, 2 + 50 des Landwegs Friedewald-Widdershausen innerhalb der Ge­markung Herfa wurde begutachtet und waren auch zu

diesem Bemerkungen nicht zu machen. Hinsichtlich der zu beantragenden Unterstützung aus CoMmunalfonds wurde ein gleicher Beschluß wie zu Punkt 2 gefaßt.

Punkt 5 der Tagesordnung. Als Ver­trauensmänner für den Ausschuß bei den Amtsgerichten Friedewald, Hersfeld, Niederaula und Schenklengsfeld zur Mitwirkung bei der in 1897 stattfindenden Auswahl der Schöffen und Geschworenen für das Jahr 1898 wurden gewählt:

Für den Amts g eri chtsb ezirk Friedewald.

1. Apotheker Siebe in Friedewald.

2. Bierbrauer L. Zinn daselbst.

3. Gutsbesitzer Heinrich Hoßbach zu Hof Weißenborn.

4. Bürgermeister Küchenmeister in Heringen.

5. Gutsbesitzer Gliemeroth in Wölfershausen.

6. Bürgermeister Wiegand in Hamrode.

7. Bürgermeister Brandenstein in Heimboldshausen.

B. Für den Amtsgerichtsbezirk Hersfeld.

1. Bürgermeister Strauß in Hersfeld.

2. a. D. Braun daselbst.

3. Tuchfabrikant Friedrich Braun daselbst.

4. Rentier Balthasar Knauff daselbst.

5. Bürgermeister Jffland zu Mecklar.

6. Döring zu Sieglos.

7. Bätz zu Kalkabes.

C. Für den Amtsgerichtsbezirk Niederaula.

1. Bürgermeister Nahn in Niederaula.

2. Landwirth Jakob Herwig daselbst.

3. Gastwirth Stein daselbst.

4. Bürgermeister Nuhn in Asbach.

5. Eckhardt in Niederjossa.

6. Groscurth in Hattenbach.

Haushaltr-Etat

7. Bürgermeister Neuber in Beiershausen.

D. Für den Amtsgerichtsbezirk Schenklengsfeld.

1. Bürgermeister Rüger in Schenklengsfeld.

2. Mohr in Conrode.

3. Reinhard in Landershausen.

4. Lingemann in Philippsthal.

5. Westphal in Wüstfeld.

6. Schneider in Schenksolz.

7. Ruppel in Oberlengsfeld.

Punkt 6 der Tagesordnung. Mit Prüfung der Kreis-Communalkassenrechnung für das Jahr 1896/97 beauftragte man die Herren Fabrikbesitzer Eduard Braun und Jakob Seelig öahier.

Punkt? der Tagesordnung. Die in An­regung gebrachte Berathung über den der Stadt Hersfeld zum Ausbau von Zufuhrwegen nach dem Bahnhöfe be­willigten Zuschuß fand statt und wurde mit 16 gegen 4 Stimmen beschlossen, die Angelegenheit vorläufig zu ver­tagen, da man erst abwarten müsse, in welcher Weise das neue Eisenbahnprojekt zur Ausführung gebracht werde.

Außer der Tagesordnung kam ein Kosten­anschlag über den Umbau eines defekten Kanals in Station Nr. 12, 5 des Hersfeld-Nippaer Landwegs in der Ge- markung Oberlengsfeld zur Vorlage. An demselben fand sich ebenwohl nichts zu erinnern. Bezüglich der Unterstützung wurde derselbe Beschluß gefaßt wie bei Punkt 2 der Tages­ordnung.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses:

Freiherr von Schleinitz,

Königlicher Landrath, Geheimer Regierungs-Rath.

I. A. 985.

des Kreises Hersfeld für das Rechnungsjahr 1897198.

Jahre

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Mithin künftig

Bezeichnung der £ in nahmen.

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Mk.

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mehr

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Pf.

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Bemerkunge n.

I.

II.

Ueberschösse (Kassenbestand) ... .......

Aus nutzbarem Streit Vermögen:

1) 3°/0 Zinsen von der in das Preußische Staatsschuldbuch (Abthei­lung V Konto-Nr. 51) eingetragenen Buchschnld über 60000 Mk. 1800,00 Mk.

2) 3°/0 Zinsen von den bei der städtischen Sparkasse in Hersfeld laut

Schuldbuch B Nr. 17729 verzinslich angelegten Geldern (z. Zt. etwa 20000 Mk.)......... 600,00

3) 3°/0 Zinsen von den bei der städtischen Sparkasse in Hersfeld laut

Schulllbuch B Nr. 16470 verzinslich angelegten Beständen aus den landwirthschaftlichen Zöllen....... 400,00

917

45

917

45

Anmerkung zu II. 1. WirNiches Krns- vermogen ! Bezüglich der Entstehung und ver­zinslichen Anlegung dieses Vermögens stehe die Erläuterung in dem Etat für 1893/94.

Anmerkung zu II. 3. Diese Bestände betragen z. Zt. etwa noch . . 85000 Mk. wovon aber die bereits bewilligten Unterstützungen rc. mit . . . 71400

III.

IV.

Einnahmen aus gemeinnützigen Einrichtungen und Anstalten des Kreises:

Aus der Wasenmeisterei...........

Dem Kreise überwiesene Gebühren:

1) Pauschquanta, Kopialien und haare Auslagen in Verwaltungsstreitsachen vor dem Kreisausschusse............

2) Für Jagdscheine...........

3) Für doppelte Ausfertigung von Impf- und Jagdscheinen . . . .

2800

45

67

2000

3

80

60

2800

45

49

1670

3

26

80

80

17

330

80

26

in Abzug zu bringen sind, so daß noch ein eigentlicher Bestand von etwa......... 13600 Mk.

vorhanden ist. Nur von diesem sind die Zinsen in Einnahme gestellt, da man nicht wissen kann, wann die bewilligten Gelder, welche selbstredend auch bei der Sparkasse in Hersfeld verzinslich angelegt sind, gezahlt werden müssen.

Die Wasenmeistereigerechtsame ist nach Ver­trag vom 29. Februar 1888 dem Peter Schneider dahier (ASpenknüttel) für die Zeit vom 14. Juni 1887 bis dahin 1897 verpachtet.

Diese Einnahme betrug

in 1894/95 . 76,90 Mk. /

. 1895/96 . 39,40 , 202,80 Mk.

1896/97 etwa 86,50 , 1

Der dreijährige Durchschnitt beträgt somit

Diese Einnahme betrug

in 1894,95 . 1485,00 3)«.,

. 1895/96 . 2113,50 . 5998,50 Mk.

. 1896/97 etwa 2400,00 . '

Der dreijährige Durchschnitt beträgt somit 1999,50 3)«.

Zn übertragen

4916

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