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Erscheint wöchentlich drei Mal DienStag, Donnerstag und Sonnabend.

Abonnenlentspreis

Vierteljährlich 1 Mark 40 Psg.

exel. Postaufschlag.

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Die JnsertionSgebühren betragen für den Raum einer Gpaltzeile 10 Pfg., im amllichen Theile 15 Pfg.

Reklamen die Zeile 20 Pfg.

Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.

HeOlher teM.

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Gratisbeilagen:)llnstrirtes Sonntag-blatt^^ u.Illnstrirte landwirthschaftliche Beilage".

«r. 48.

Smatend itH 24. A-ril

1897.

Bestellungen auf das Hersfelder Kreisblatt

mit den Gratisbeilagen Jllustrirtes Sonntagsblatt" -«» Mnstrirte landwirthschaftl. Beilage" für die Monate Mai und Juni werden von allen Kaiserlichen Postanstalten, Landbriefträgern und von der Expedition angenommen.

Amtlicher Theil

Hersseld, den 21. April 1897.

Das diesjährige Ober-Ersatz-Geschäft für den hiesigen Kreis findet am

Donnerstag den 6. Mai b, Js. unb

Freitag den 7. Mai d. Js.

jedesmal von Morgens präcis 7 Uhr an, im Saale des Gastwirths B. Bolender hier- selbst statt.

Die Herren Ortsvorstände der Stadt- und Landge­meinden, einschließlich der Herren Gutsvorsteher, des hiesigen Kreises werden angewiesen, die ihnen demnächst zugehenden Vorladungen an die betreffenden Militair- pflichtigen denselben alsbald auszuhändigen.

Gleichzeitig erhalten Sie den Auftrag, mit den Mili-

tairpflichtigen in den besagten Terminen pünktlich zu erscheinen, den Letzteren auch zu eröffnen, daß diejenigen, welche bei Ausrufung ihrer Namen im Musterungslocale nicht anwesend sind, oder überhaupt ohne genügende Entschuldigung fehlen, neben einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen, die im § 26 bezwse. 66 der Wehrordnung bezeichneten Verluste sowie nach Lage der Sache die sofortige Einstellung als unsichere Heerespflichtige zu gewärtigen haben.

Beim Ober-Ersatz-Geschäft werden sämmtliche in Be­tracht kommende Reklamationen der Ober - Ersatz - Com­mission zur Entscheidung vorgelegt, weshalb alle Familienglieder, auf deren Arbeits­oder Nichtarbeitsfähigkeit es bei Beur­theilung der Reklamation ankommt, (also auch die etwaigen jüngeren oder älteren Brüder des Reklamirten) imTermin mit zu­erscheinen haben, widrigenfalls eine Berücksichtigung der betreffenden Re­klamation nicht stattfinden kann.

Besonders wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß bei den zur Vorstellung kommenden Leuten, welche behaupten an Epilepsie zu leiden, die in § 65, 6 der Wehrordnung vorgeschriebenen 3 Zeugen zur Stelle sind und daß die Zeugen mit dem Vorzustellenden nicht ver­wandt sein dürfen; auch müssen die Zeugen über die in letzterZeit vo rgekommenen Anfälle unterrichtet sein. Wenn ärztliche Atteste zur Vorlage kommen, so müssen sich dieselben ebenfalls über neuere Anfälle aussprechen und von einem beamteten Arzte ausgestellt sein.

Die Herren Ortsvorstände haben das Vorstehende in ihren Gemeinden wiederholt veröffentlichen und nament­lich zur Kenntniß der betreffenden Militairpflichtigen und deren Angehörigen bringen zu lassen, auch haben Sie den Militairpflichtigen noch besonders einzuschärfen, daffsie mit vollständig reinem Körper und reiner Wäsche zu erscheinen haben.

Sodann sind dieselben noch anzuweisen, die in ihr en Händen befindlichen Loofuugsscheine mit zur Stelle zu bringen, da anderenfalls der Betrag von 50 Pfg. für die Ausstellung eines Duplikat- Scheines gezahlt werden müßte.

J. II. Nr. 1514. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 21. April 1897.

Nachstehend veröffentliche ich die Nachweisung über die Ergebnisse der Frühjahrskörung der Zuchtbullen im Kreise.

Ich nehme hierbei wiederholt Veranlassung, auf das Ausschreiben vom 30. Oktober 1894 J. I. Nr. 5448 Kreisblatt Nr. 129 hinzuweisen und den Polizeibe­hörden sowie der Gendarmerie des Kreises die strenge Durchführung der Polizeiverordnung vom 17. Januar 1879 Kreisblatt Nr. 8 zur Pflicht zu machen. I. I. Nr. 2378. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungsrath.

Nachweisung über die Körung der Zuchtbullen vom Jahre 1897 (Frühjahrs-Körung).

's

Gemeinde.

Anzahl der anzu- körenden Bullen.

Namen der Eigenthümer.

Datum der Körung.

Resultate der Körung.

Bemerkungen.

Alter und Race der Bullen.

Nähere Bezeich­nung der Bullen nach Farbe und Abzeichen.

Befund der Bullen.

1

Hersfeld

1

Oeconom Friedrich Friedrich

10. April

A. Körungsbezirk Hers

ifeld.

Nicht erschienen.

2

Kathu«

1

Landwirth Paul

l*/4 Jahr, Simmenthaler Kreuzung

dunkelroth mitweißem Kops und Füßen

jetzt noch zu schwach

3

Kohlhausen

1

Landwirth Philipp Stuckhardt

Nicht erschienen.

4

Obergeis

1

Gutsbesitzer Baron v. Uslar

2 Jahre, Simmenthaler Race

gelb mit weißen Flecken

gut

5

Wilhelmshof

1

Domainenpachter F. Oldenburg

1' /4 Jahr, Frankenrace

dunkelroth ohne Abzeichen

gut

1

Asbach

1

Landwirth J. Hrch. Schäfer 11.

9. April

B. Körungsbezirk Nieder

raula.

Nicht erschienen.

2

Hattenbach

1

Landwirth Conrad Reuber

l1^ Jahr, Simmenthaler Kreuzung

gelb mit Blässe

tauglich

3

HedderSdorf

1

Ziegeleibes. J. H. Schimmelpkeng

1'/, Jahr, Simmenthaler Kreuzung

*

4

Kirchheim

1

Oeconom W. Schlabach

l1/, Jahr, Simmenthaler Kreuzung

Rothschack

,,

In 3 Monaten sprungsähig.

5

If

1

Derselbe

1 Jahr, Simmenthaler Kreuzung

gelb mit Blässe

ff

6

Niederjossa

1

Heinrich Stollberg

2 Jahre, Simmenthaler Kreuzung

ff

11

Friedewald |

1 1

Gutsbesitzer Heinrich Hoßbach 1

13. April l

C. Körungsbezirk Friedewald.

Nicht vorgeführt.

Gethsemane

Gutsbesitzer Jul. Weitemeyer

l/t Jahr, Franken Kreuzung

rothgelb

brauchbar

1

SchenklengSfeld

1

Müller George Bein

114. April

D. Körungövezirk Schenkle l1/, Jahr, Simmenthaler Race

ngsfeld.

Gelbschack

gut

sprungsähig Ende Juli 1897.

2

Oberlengsfeld

1

Rittergutsbesitzer Freih. v. Uslar-

l/a Jahr, Simmenthaler Race

Rothschack

gut

3

PhilipPSthal

1

Gleichen.

Landwirth Beruh. Lingcmann

1*/« Jahr, Simmenthaler Race

Gelbschack

gut

sprungsähig Ende Juli 1897.

4

Nansbach

1

Landwirth Joh. Rügcr

l*/4 Jahr, Simmenthaler Race

Rothschack

gut

5

Schenksolz

1

Landwirth George Koch

l3/4 Jahr, Simmenthaler Race

Rothschack

gut

sprungsähig Ende Juli 1897.

6

Unterwcisenborn

1

Landwirth Johs. Scheer

ff

l*/4 Jahr, Simmenthaler Race

Gelbschack

gut

7

1

Landwirth Joh«. Rüger.

1 Jahr 4 Monate, Simmenthaler Race

ff

gut

Nichtamtlicher Theil.

Der griechisch-türkische Urieg.

Auf ältern Karten verläuft die Grenze zwischen Griechenland und der Türkei ziemlich horizontal mit wenig Abbiegungen von dem Golfe von Arta nach dem südlichen Theile des Golfes von Volo, deckt sich also ungefähr mit der Grenze des alten Hellas, das bei den Thermopylen an den östlichen Gestaden endete, während die von Norden nach Süden durch das Pindnsgebirge geschiedenen Landschaften Epirus und Thessalien der Graecia antiqua ganz zur Türkei gehörten. Eine bald

nach dem Berliner Kongresse von 1878 vorgenommene Grenzberichtigung brächte den südlichen Theil von Thes­salien, die Ebenen von Phersala und Larissa mit der Hafenstadt Volo an Griechenland.

Zu Beginn des gegenwärtigen griechisch-türkischen KriegeS waren die Hauptquartiere beider Heere in Elassona und in Larissa, die Vorposten standen an den Gebirgs­pässen, welche die Grenze bilden. Hier war der Schau­platz der ersten Kämpfe zu Ende der vorigen Woche bis zum 21. April. Sie endeten damit, daß die Türken die Pässe, namentlich den Melunapaß, der von Elassona her den nächsten Weg nach der Ebene von Larissa bildet, einnahmen und gegen Turnavo vorrückten. Auch Turnavo scheint am Mittwoch in die Hände der türkische» Armee

unter Edhem Pascha gefallen zu sein, so daß nunmehr der Entscheidungskampf um das von den Griechen be­festigte Larissa bevorsteht.

Ein anderer Kriegsschauplatz befindet sich im Westen im Golf von Arta (ambrakischer Meerbusen) am südlichen Ende von Epirus. Hier halten sich die Türken in der Defensive und sind die Griechen insofern im Vortheil, als ihre Operationen zu Lande durch ein Geschwader von Kriegsschiffen unterstützt werden. Sie haben die türkische Festung Prievesa am Eingänge des Golfes bombardiert, aber bis jetzt noch nicht eingenommen. Die Erfolge, die die Griechen in Epirus erringen, werden ihnen nichts nützen, wenn sie auf dem Hauptkampsplatze im Osten, bei Larissa, wie wahrscheinlich, geschlagen werden.