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Erscheint wöchentlich drei Mal DienStag, Donnerstag und Sonnabend.
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MonnelnentSpreis vierteljährlich 1 Mark 40 Pfg. cxcl. Postaufschlag.
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Gratisbeilagen: „Illnstrirter Ssnntagsblatt" n. „Illuftrirte lanvwirthschaftliche Verlage".
K. III SmMi St» 23. Silur M.
Erstes Blatt.
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„Mustrirtes Sonntagsblatt" -n» „Jllnstrirte landwirthschastl. Beilage" für die Monate Februar und März werden von allen Kaiserlichen poftanftalten, Landbriefträgern und von der Expedition angenommen.
Amtlicher Theil.
Hersfeld, den 21. Januar 1897. Diejenigen Herren Ortsvorstände, welche noch mit
Bekanntmachung.
Nachdem die von unserer Hauptkasse -aufgestellte Rechnung über die Elementarlehrerwittwen- und Waisen-Kaffe unseres Bezirks für das Rechnungsjahr 1895/96 revidirt, den Kaffenkuratoren mit den Belägen vorgelegt, von denselben als richtig anerkannt und darauf abgeschlossen, auch die Entlastung ertheilt worden ist, theilen wir nachstehend die Hauptergebnisse gemäß § 48 der Statuten der bezeichneten Kasse den Kaffenmitgliedern mit:
Zusammenstellung
der Einnahmen und Ausgaben der Elementarlehrerwittwen- und Waisenkaffe des Regierungsbezirks Caffel für das Etatsjahr 1895/96.
Soll
Dagegen ist
Mithin
d § ö
3
ÖD ö ö
3 GQ
ÖD
A
wirkliches Soll.
Titel
Gegenstand.
Jsi.
Rest.
Mk.
Mk.
Ps.
Mk.
W.
Mk. M
Mk.
Pf-
Mk.
Pf-
Mk.
Pf.
Mk
Pf.
Einnah in e.
—
—
21048
75
21048
75
—
—
—
21048
75
I.
Kapitalzinsen......
21048
75
—
—
—
—
22939
10
22939
10
528
10
—
—
93467
20
II.
Jahresbeiträge der Gemeinden .
23467
20
- - —
—
—
—
237
86
273
86
—
—
15
—
258
86
III.
Sonstige Einnahmen ....
258
86
—
—
—
—
37290
43
37290
43
189
28
—
—
37479
71
IV.
Zuschuß aus der Staatskasse .
37479
71
—
—
—
—
81552
14
81552
14
717|38
15
—
82254
52
Summa der Einnahme .
82254
52
—
—
702
38
Ausgabe.
—
—
65
62
65
62
—
—
56
62
9
—
I.
Verwaltungskosten ....
9
—
—
—
437
50
81480
52
81918
02
702
50
375
—
82245
52
II.
Pensionen .......
82245
52
—
—
—
—
6
—
6
—
—
—
6
—
—
—
III.
Sonstige Ausgaben ....
437
50
81552
14
81989
64
702 50| 437|62
82254
52
Summa der Ausgabe .
82254
52
—
—
264 88
(Vergleicht sich mit der Einnahme)
Caffel, den 7. Januar 1897.
Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen. F l i e d n e r.
Hersfeld, den 18. Januar 1897. Wird veröffentlicht.
I. 289. Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
In der mit Genehmigung des Herrn Regierungs- Präsidenten eingerichteten Lehrschmiede des Hufbeschlag- Lehrmeisters Carl Ebel zu Wommen im Kreise Eschwege beginnt mit dem 15. Februar cr. ein neuer Lehrkursus. Die Dauer desselben beträgt 2 Monate; die Abgangs- Prüfung erfolgt am 10. April er.
Zu jedem CursuS dürfen 6 Schüler zugelassen werden, und können jetzt noch Personen Aufnahme finden.
Zur Aufnahme sind erforderlich: a) ein polizeiliches Führungsattest und b) der Nachweis über die praktische Ausbildung als Hufbeschlagschmied.
Der im Voraus an den Husbeschlag-Lehrmeister zu entrichtende Beitrag beträgt 50 Mark. DaS nöthige Eisen und die erforderlichen Kohlen liefert derselbe. Für Wohnung und Beköstigung sorgt jeder Schüler selbst.
Die JnsertionSgebühren betragen für den Raum einer Spaltzeile
Erledigung der Verfügung vom 9. Februar 1884 No. 1721, Kreisblatt Nr. 20, die Revision der Feuerungsanlagen betreffend, im Rückstände sind, werden mit Frist b i s zum 2 6. d. M t S. hieran erinnert.
I. 460. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Dem Königlichen Landrathsamt zu Hersfeld theile ich ergebenst mit, daß unter dem Viehbestände des SchlofferS und LandwirthS Schach in Berka a/W. die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist.
Eisenach, den 15. Januar 1897.
Der Großherzogliche Direktor des III. Verwaltungsbezirks. An das Königliche Landrathsamt zu Hersfeld.
* * *
Hersfeld, den 20. Januar 1897. Wird veröffentlicht.
I. 284. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Die Lehrschmiede ist berechtigt, Prüfungszeugnisse auszustellen, von deren Beibringung der Betrieb des Hufbeschlag-Gewerbes abhängig ist.
Die von jedem Schüler zu entrichtende Prüfungsgebühr beträgt 10 Mark.
Anmeldungen sind an den obengenannten Lehrschmiede- meister zu richte».
Eschwege, den 18. Januar 1897.
Der Königliche Landrath
v. K e u d e l l.
Hersfeld, den 20. Januar 1897.
Nach Mittheilung des Landrathsamtes zu Ziegenhain ist unter dem Rindviehbestande des Ackermanns Conrad Schaacke zu Hatterode die Maul- und Klauenseuche aus
gebrochen und daher für die Gemeinde Hatterode und deren Feldmark GemarkungSsperre angeordnet worden. I. I. Nr. 276. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Politische Nachrichten.
Inland.
Berlin, 21. Januar.
Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin haben gestern dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe und deffen Gemahlin persönlich ihre Theilnahme an dem Tode der Enkelin des fürstlichen Paares, der Prinzessin Maria, der zehnjährigen Tochter des Erbprinzen und der Erbprinzessin Hohenlohe-Schillingsfürst, die auf Schloß Podiebrad in Böhmen gestorben ist, ausgesprochen. — Heute unternahm das Kaiserpaar den ge- wohnten gemeinsamen Spaziergang durch den Thiergarten. Darauf hörte der Kaiser den Vortrag des Kriegsministers v. Goßler und arbeitete, anschließend daran, mit dem Chef des Militärkabinels, General von Hah nke. Abends um 8 Uhr findet bei den Majestäten da» alljährlich übliche Bo-kchafterdiner statt. Morgen Vormittag gedenkt der Kaiser sich Mr Rekruten-Besichtigung beim 1. Garde-Regt. z. F. nach Potsdam zu begeben.
Der König von Sachsen gedenkt, einer Einladung des Kaisers folgend, an dem für den 22. März geplanten Feste zur Erinnerung an den 100. Geburtstag Kaiser Wilhelms des Großen in Berlin theilzu- nehmen.
Der Reichstag hat am Donnerstage eine Interpellation des Wegerechts der Fischdampfer berathen. Staatssekretär v. Bötticher erläuterte wiederholt die Sachlage, um die Besorgnisse der Interpellanten zu beschwichtigen, wie auch, um den gegen die deutschen Vertreter in Washington erhobenen Vorwurf mangelnder Fachkenntniß zu entkräften. Darnach nahm das Haus die Berathung des Etats des Reichsschatzamts wieder auf. Graf Posadowsky legte in fast einstündiger Rede die Gründe dar, die den Bundesrath veranlaßt haben, der Resolution auf Einführung eines Quebrachoholz- zolles keine Folge zu geben.
Zur Feier des GeburtstagesdesKaiser« findet im Reichstage am 27. Januar ein Festmahl statt, an dem mit dem Vorstände Mitglieder aller Fraktionen außer den Sozialdemokraten theilnehmen.
. Die BudgetkommiffiondeSReichstageS hat die Interpellation Lieber über die Zunahme der Pensionirungen der Offiziere besprochen. Der Kriegsminister v. Goßler erwiderte, seit zehn Jahren sei in Betreff des Zuganges der pensionirten Offiziere keine Erhöhung erfolgt. Auf die Behauptung BebelS, die Pensionirungen erfolgten zu frühzeitig, erwiderte der Kriegsminister, zu frühe Pensionirungen fänden nicht statt. Niemand, der beim Avancement Übergängen, sei gezwungen, abzugehen.
Zwischen dem Justiz- und dem Unterrichtsministerium in Preußen finden Verhandlungen über Maßregeln statt, welche eine stärkere Ausnutzung der ersten Semester des juristischen Studiums durch die Studenten herbeiführen soll.
In diesen Tagen soll im Reichsamt des Innern eine Konferenz stattfinden, die über etwa zu ergreifende Vorsichtsmaßregeln gegen die P e st g e f a h r berathen soll.
In diesem Jahre steht eine Reihe von Militär- j u b i l ä e n bevor. Generalfeldmarschall Graf Blumenthal wird am 30. Juli das Jubiläum seiner siebzigjährigen Dienstzeit feiern, Generaloberst Frhr. v. Los am 7. April und Prinz Albrecht am 8. Mai das der fünfzigjährigen Dienstzeit begehen. Diese Tage werden von der ganzen preußischen Armee gefeiert werden.
Dem „Hainb. Korresp." wird die Angabe, Krupp in Essen arbeite unter der Maske für Spanien bereits Tag und Nacht an dem n e u e n S ch n e l l f e u e r g e s ch ü tz für die deutsche Armee, als eine unsinnige Er-