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sie sagen, wer die Wäsche gestohlen. Diese erklärt, die Wäsche werde sich wohl finden, und wenn sie sich nicht bald vorfinde, werde der Dieb eine schlimme Nase bekommen.

Ein unerhörter Vorfall ereignete sich, demOber- schles. Anz." zufolge, dieser Tage in A l t h a m mer, Kr. Pleß. Bei einem Hochzeitstanze entstand zwischen jungen Leuten und mehreren älteren Personen ein Streit, weil die jungen Leute von den älteren nicht mitDu" angeredet sein wollten. Plötzlich richtete der Arbeiter Josch aus Althammer gegen mehrere Leute eine Stock­flinte mit dem Rufe:Gebt Acht, ich schieße!" Bald darauf fiel ein Schuß und, in die Schulter getroffen, sank der frühere Stellenbesitzer Kulawik aus Halemba zu Boden. Es folgte ein allgemeiner Angriff, bei welchem Stühle, Gläser u. s. w. als Vertheidigungswaffen dienten. Als nun gar ein wohlgezielter Schuß die brennende Hängelampe getroffen und das Glas, sowie das umher­spritzende brennende Petroleum eine große Panik hervor­gerufen hatte, stürzte Alles wild durch Thüren und Fenster ins Freie. Mittlerweile fiel in dieser Aufregung noch ein dritter Schuß. Das Beispiel des Josch befolgten noch zwei Arbeiter, indem diese nun ihre Revolver hervorzogen und von der Straße aus ein Feuer auf das Haus eröffneten, wobei etwa acht bis zehn Schüffe fielen. Josch wurde festgenommeu.

In der Nacht znm Sonntag wurde in Gülpen von Wilddieben ein dortiger Polizeibeamter e r - schössen, welcher mit der Aufsicht über die Gemeinde­forsten betraut war. Der Erschossene wurde am Sonntag in einem Felde gefunden.

DieKonstanzer Abendzig." berichtet über ein neuerdings stattgohabtes eigenartiges Duell: Sitzt da der Tagelöhner W. Eckert, den alle Welt schon längst für einen Wilderer hielt, der aber dem Jagd- aufsichtspersonal niemals den Gefallen thun wollte, sich erwischen zu lassen, in der Wirthschaft seines heimath­lichen Dorfes und unweit von ihm der Jagdaufseher, sein natürlicher Feind. Begreiflicherweise kommt es als­bald zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen Bei­den. Dieselbe führt aber nicht, wie es sonst bei der Einfachheit der ländlichen Sitten öfter vorkommen soll, zu rohen Thätlichkeiten, sondern zu einer regelrechten Herausforderung zum Zweikampf auf Revolver, auf der Stelle auszusechten! Der Wilderer, der seinen Revolver stets bei sich trug, begiebt sich in den Hof des Wirths­hauses, um auf seinen Gegner zu warten, während der Jagdaufseher sich nach Hause verfügt, um sich ebenfalls mit seinem Revolver zu bewaffnen. Auf dem Rückweg zum Kampfplatz begegnet er dem Polizeidiener, der sich ihm anschließt. Diesem erklärt er auf Befragen sein Vorhaben und ersucht ihn, in dem bevorstehenden Zwei­kampf sein Sekundant zu sein. Der Polizeidiener hält die Sache für Scherz, muß sich aber, als Beide in die Nähe des zum Austrag des Ehrenhandels bestimmten

Platzes kommen, von dem blutigen Ernst der Lage über­zeugen. Denn dort steht ganz kaltblütig der alte Wil­derer, der, nebenbei bemerkt, seinerzeit um die rechte Hand gekommen und ein schwächlicher, unansehnlicher Mensch ist, und erwartet, mit dem Revolver in der Lin­ken, den Gegner. Jetzt schlägt sich der Arm des Gesetzes ins Mittel und verhindert durch sein energisches Ein­schreiten den Austrag des Zweikampfes.

In Tutlingn fiel, wie man derMagdeb. Ztg." schreibt, vergangene Woche beim Bahnwärterhause an der Stuttgarterstraße ein Meteorstein zur Erde. Der Fall war mit schußähnlichem Knall verbunden. Bahn­wärter Bacher fand den Stein in der Erde. Der Stein ist graufarbig, etwa 4 Zentimeter dick, 9 Zentimeter lang und wiegt 580 Gramm.

Der Kaiser von Rußland hat, derSchles. Ztg." zufolge, der Ehrenkompagnie und dem Musikkorps des Grenadierregiments Kronprinz Friedrich Wilhelm I (2. Schlesisches) Nr. 11, welche bei der Ankunft der russischen Majestäten in Breslau auf dem Oberschlesi- schen Bahnhof aufgestellt waren, ein Gnadengeschenk von 500 Mark zur Vertheilung bewilligt.

In Wien ist folgende Meldung des österreichischen KriegsschiffsAlbatros" aus Cooktown (Australien) eingelaufen: Ein mit wiffenschaftlichen Forschungen betrautes Schiffsdetachement wurde am 10. d. in dem Gebirge der Insel Gualdacanar von Eingeborenen überfallen. Der das Detachement begleitende Geologe F o u l l o n , der See- kadet Beaufort und zwei Matrosen wurden g e t ö d t e t, vier Mann schwer und zwei leicht ver­wundet. Viele Eingeborene wurden erschossen, der Rest entfloh.

Aus Valladolid wird gemeldet: Als am Sonntag 4 Arbeiter, die auf dem Schießplätze von H o y o s eine Bombe gefunden hatten, dieselbe öffnen wollten, e x p l o d i r t e die Bombe, und die Arbeiter erlitten schwere Verletzungen.

Enttäuschung. Gast: Ich bin immer stolz, wenn ich eine von Ihren Cigarren geraucht habe. Wirth (geschmeichelt): Ach, was Sie sagen! Gast: Ja, gewiß, die Sorte verträgt nicht Jeder.

Arzt:Der Patient ist noch sehr schwach, geben Sie ihm die Nahrung durch den Federkiel." Frau: Ja, aber wenn er Leberknöpfla will, wie bring i dia durch de Federkiel?"

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Standesamtsbezirk Niederaula.

Monat August 1896. Eheschließungen.

Am 28. Heinrich Diebel, Ackermann und Schreiner zu Mengs- hausen, mit Anna Marie Schaake zu Hatterode. 31. Jsaak Gold­meier, Kaufmann zu UttrichShausen, mit Malchen Levi, Haushälterin zu Niederaula.

Geburtsanzeigen.

Am 2. Anna, T. des Wagners Heinrich Diebel zu Niederjossa. 4. Elise Marie, T. deS LandwirthS Heinrich Meckbach zu Nieder- josia. 11. Georg Karl Hermann, S. des GastwirthS Ferdinand GroScurth zu Hattenbach. Heinrich, S. des SchubmacherS Heinrich Diebel zu Niederjossa. 23. Heinrich, S. des Arbeiters Andreas Schlitt zu Hattenbach. 24. Christine, T. des Schmieds Philipp Schmermund zu Niederaula. 30. Anna Margrethe, T. und Hein­rich, S. des Arbeiters Heinrich Hofmann in Hattenbach.

S t e r b e f a l' l e.

Am 1. Philipp Karl Wilhelm, S. de« Molkereiverwalters Georg

Adolf Wolf zu Niederjossa, 9 Monate alt. 19. Anna Margrethe, T. des Schuhmachers JvhS. Fischer !zu Hattenbach, 7 Jahre alt. 21. Heinrich, S. des Arbeiters Andreas Schlitt zu Hattenbach, 1 Tag alt. 29. Anna Eva, T. des WeißbinderS Jakob Schrön zu Nieder­aula, 18 Jahre 10 Monate alt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer Hottesdieng.

Sonntag den 20. September.

Vormittags: Herr Pfarrer H o s b a ch. Nachmittags: Herr Kandidat Landgrebe.

Mittwoch den 23. September Abendgottesdienst: Herr Pfarrer Schafft.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag den 20. September.

Vormittags 8*/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 2*/2 Uhr: Andacht.

Gottesdienst an Werktagen 6</4 Uhr Morgens.

Gottesdienst in der Baptisten-Capelle.

Sonntag den 20. Septbr., Morgens 9 Uhr: Predigt von M. Gute.

Mittags '/l Uhr: Kinder-GotteSdienst, Nachmittags 3 Uhr: Bibel­stunde. Abends 8 Uhr: Predigt von M. Gute. Mittwoch Abend« i/,9 Uhr: Betstunde.

= Weizen 13 Mk. Pfg. bis 13 Mk. 80 Pfg. (Durch - schnittspreis 13 Mk. 40 Pfg.) Roggen 11 Mk. 20 Pfg. bis 12 Mk. 50 Pfg. (Durchschnittspreis 11 Mk. 85 Pfg.) Hafer 12 Mk. Pfg. bis 14 Mk. 50 Pfg. (Durch­schnittspreis 13 Mk. 25 Pfg).

MmimchW.

In den nächsten Tagen gelangt der am 1. Oktober d. Js. in Kraft tretende

Wintclslthtplliu des diesseitigen Direktionsbezirks zur Ausgabe. Derselbe liegt in der Zeit vom 18. d. Mts. bis 1. Oktober d. J. in den Büreaus der diesseitigen Stationen zur Einsichtnahme offen. Die wich­tigeren Abweichungen gegen den seitherigen Fahrplan sind darauf in einer Zusammenstellung an­gegeben.

Irankfurt a./M. im Septem­ber 1896.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

Ein Mädchen

für Küche und Hausarbeit auf sofort gesucht. Lohn 40 Thaler.

Von wem, sagt die Expedition b. Bl.

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