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In den Kämpfen Deutschlands gegen Dänemark 1864 wurde Schleswig-Holstein wiedererrungen und dieses stammverwandte, teure Land, ein Juwel in Deutschlands Krone, dieser wieder eingefügt; nicht zum wenigsten durch Bismarcks Fürsorge. Am 15. September 1865 erhob König Wilhelm seinen bewährten Ratgeber in den erblichen Grafenstand.

Im Mai 1866 versuchte die Hand eines Bösewichts dem Leben des thatkräftigen Mannes ein jähes Ende zu bereiten, glücklicherweise ohne Erfolg. Der siegreiche Krieg gegen Oesterreich uud die demselben verbundenen deutschen Länder schuf denNorddeutschen Bnnd", dessen Bundeskanzler Bismarck am 14. Juli 1867 wurde.

Den für Deutschland glorreichen Krieg mit Frankreich im Jahre 187071 endete Bismarck am 26. Februar durch Unterzeichnung des mit Thiers festgestellten Friedensvertrages.

Der 21. März 1871 rankte einen neuen Lorbeer um die Stirn Bismarcks. An diesem Tage wurde der erste deutsche Reichstag er­öffnet und Bismarck in den erblichen Fürstenstand erhoben. Gleich­zeitig wurde er Kanzler des neuen deutschen Reichs, dessen Kaiser König Wilhelm am 18. Januar, dem 170. Gedenktage des preußischen Königtums, geworden.

Unter den Segnungen des Friedens feierte Fürst Bismarck am 28. Juli 1872 in Varzin das Fest der Silberhochzeit, umgeben von seinen beiden Söhnen Herbert und Wilhelm, sowie seiner Tochter Marie.

Ein tiefes Weh durchzuckte das Herz des eisernen Kanzlers, als am 9. März 1888 der Todesengel den edlen Kaiser Wilhelm der Erde entriß. Unter heißen Thränen nahm er von dem Erhabenen an dessen Sarg Abschied. Neunundneunzig Tage nach dem Regierungs­antritt Kaiser Friedrichs sank auch dieser in das nur zu frühe Grab und ein jugendstarker Kaiser, Wilhelm II., bestieg den Thron. Am 18. März 1890 legte Fürst Bismarck sein Amt in die Hände des Kaisers, um auszuruhen von der übermächtigen Arbeit, welche seine höchste Lebensfreude gewesen.

Durch die innigste Verehrung des deutschen Volkes geweiht, dem Varzin schnell zum Mecca geworden, ist der heutige Geburtstag des Fürsten, des Ehrenbürgers unzähliger Städte, ein deutscher Festtag und dieser weckt das heiße Hoffen:

Erst achtzig und bann hundert!

Zu kurz noch ist die Frist Für ihn, der so bewundert, So ganz unsterblich ist!

Ein Abend in Dar;in.

lDcr finge Tyras hat die im Walde verlorenen Handschuhe des Leibarztes Dr. Schwenninger anfgefpürt und heimgebracht)

u den Anserwählten und Berufenen im noch ertragen können. Was dem Bismarckschen auch so schlagfertig an, daß man an eine Borbe- Reich des Humors gehörten Männer Humor einen ganz besonderen Wert verleiht, ist. reitung glauben könnte und doch sind alle diese wie Alkibiades, Julius Cäsar, Pitt, daß er wie jeder echte Humor harmlos, wenn Aeußerungen Kinder des Augenblicks.

Fox. Friedrich der Große, Tallehrand, auch zielbewußt erscheint. Er wendet denselben Schon als Bismarck noch am Berliner Stadt-

Wie Alkibiades, I

Palmerston und Otto

Schon als Bismarck noi) am Berliner Stadt"

von Bismarck, der letztere überragt sogar seine sämtlichen Kollegen hont Genieland.

Durch alle seine Reden und schriftlichen Aeuße­rungen, ja durch sein ganzes Leben inebt sich ein eigenartiger humo­ristischer Zug, welcher die Persönlichkeit des Alt- Reichskanzlers oft in einem würdig-reizvollen Licht zeigt und sie weit über die Kleinseligkeit und Eingeschrünktheit alltäg­licher Geister erhebt, die weder Spaß verstehen

Dem Kanzler des Reichs

^as unserm Kaiser Wilhelm zum größten Ruhm gedieh, Und was die beste Stütze des Thrones ihm verlieh, Und was ihn hat umgeben mit Herrlichkeit und Macht, Und was ihn hat erhoben auf Deutschlands hohe Wacht:

Das war das scharfe Auge, des Geistes Adlerblick, Sein stets gesundes Urteil, das Glück und das Geschick, Daß er, ein weiser Seher, sich auserkoren hat Die größten Geister alle zu seinem hohen Rat.

Nicht brauch' ich sie zu nennen, sie sind ja allbekannt, Es sind die besten Namen, die jemals man genannt; hell glänzen ja die Sterne: Fürst Bismarck, Moltke, Roon, Die drei granit'nen Säulen der deutschen Nation.

Und Bismarck insbesondre, ihm gelte dieses Lied, Er ist der deutschen Einheit gewaltig kühner Schmied; Er hat gesümpft, gestritten für dieses Ideal, Ob ihn auch arg bedräute der Gegner große Zahl.

Nichts hat ihn abgelenket von dem erhab'nen Ziel. Nicht scheute er den Einsatz im blufgen Würfelspiel. Wohl hatt' er das Bewußtsein und sagt' es frank und frei, Daß er derBestgehaßte" im deutschen Volke sei.

Doch fühlte er im herzen so sicher auch zugleich, Daß all' das anders werde im neuen deutschen Reich; Daß man es Dank ihm wisse in nicht zu ferner Zeit, Daß nimmer er erlahmte in der Parteien Streit.

Und was er sprach, ist Weisheit, ein jedes Wort durchdacht, Und was er schrieb, ist würde und Vaterlandes Macht;

Gewichtig seine Stimme im großen Völkerrat, weil er als Ehren-Makler sich stets erwiesen hat.

Für Vaterlandes Ehre setzt' er sein Alles ein, Er war der beste Hüter, der sicherste Wardein; Ruht nun auch seine Arbeit, der Größte bleibt er doch, Des deutschen Reiches Kanzler, Fürst Bismarck lebe hoch!

Josef Seiler.

gcricht arbeitete, gab er Proben seines urwüch­sigen Humors: Eines Tages faqte er zu einem keifenden Weibe:Wenn Sie nicht still sind, lasse ich Sie hinauswerfen!" Der Vorsitzende Rat er­blickte in dieser Drohung einen Eingriff in seine Machtbefugnis und rief: Herr Auskultator, hier hat niemand das Recht, hinauswerfen zu lassen, als ich!" Worauf jener wiederholte:Wenn Sie nichtstill sind, lasseichSie durch den Herrn Stadtge­richtsrat hinauswerfen!"

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