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an Stelle der letzteren beziehen, in Zukunft Beihilfen gewähren zu können. Ich verkenne nicht, daß die Um= stände nur die Berücksichtigung einer kleinen Anzahl dieser Kriegstheilnehmer gestatten. Es ist aber Mein lebhafter Wunsch, daß wenigstens denjenigen Männern der Dank des Vaterlandes bethätigt werde, die als vor-, zugsweise bedürftig anzusehen sind. Ich beauftrage Sie, Mir nähere Vorschläge darüber zu machen, in welcher Weift^iese Meine Absichten unter verfassungsmäßiger Mitwirkung des Bundesraths und des Reichstags zur Ausführung zu bringen sein werden.

Berlin, den 22. März 1895.

Wilhelm 1 R.

Fürst zu Hohenlohe.

An den Reichskanzler.

Aus dem Reichstag.

Berlin, 23. Mär;. Bei Beginn der heutigen Sitzung ersuchte der Präsident v. Levetzow um die Ermächtigung, dem Fürsten BiSmarck zu dessen 80. Geburtstage dieGlückwünsche des Hauses überbringeu zu dürfen. Abg. Graf H o m - p e s ch (Ctr.): Die be«ltragte Beglückwünschung gelte der politischen Persönlichkeit des Fürsten BiSmarck und sei demnach ein politischer Akt. DaS Centrum könne sich aber an einer unterschiedlosen Billigung der Grundsätze der Politik des Fürsten BiSmarck nicht betheiligen, umsoweniger, als Fürst BiSmarck ein unthrilbareS Ganze sei. Die Centrumspartei sei somit zu ihrem Bedauern außer Stande, dem Vorschläge des Präsidenten zuzustimmen. Abg. v. Bennigsen (naUib.): Seinen politischen Freunden erscheine es als eine Ehren­pflicht, dem Fürsten BiSmarck, dem Deutschland seine Einheit und seine politische Macht in erster Linie verdanke, die Glückwünsche auS- zudrücken. Viele Tausende rüsteten sich jetzt in der Heimath und in der Ferne, den 80. Geburtstag des großen Staatsmannes zu feiern, und es wäre unbegreiflich und unverständlich, wenn sich der deutsche Reichstag, der ohne die erfolgreiche Thätigkeit des Fürsten gar nicht existiren würde, von der Feier ausschließen wollte Es wäre ein trauriges Zeichen fu^ die Vertretung der deutschen Nation, wenn sie in diesem Augenblicke die Erinnerung an politische Kämpfe nicht unbe­fangen zuiücktreten ließe vor der Würdigung der historischen Persön­lichkeit des Fürsten BiSmarck. Abg. Richter (frs. Vo kSp.): Schon die Art, wie die Anhänger deS Fürsten BiSmarck die Geburtstagsfeier zu politischen Zwecken auSzunutzen suchen, verhindere die freisinnige VolkSpartei, der angelegten Beglückwünschung zuzustimmen. Auch seine, deS Redners, Partei verkenne durchaus nicht die großen Ver­dienste des'sten um das deutsche EinigungSwerk und um die aus­wärtige Politik, aber die Persönlichkeit BiSmarckS könne und müsse ganz ungeteilt beurtheilt werden. Er sei der Träger einer inneren Politik, die im Gegensatz zum Liberalismus und Parlamentarismus gestanden habe; er habe Jnteressenkämpfe entzündet und geschürt, die auf alle politischen Kreise demoralisirend gewirkt hätten, die Gegenwart schwer belasteten und um die Zukunft mit Besorgniß erfüllten. Die freisinnige VolkSpartei könne daher bfm Ersuchen des Präsidenten keine Folge geben. Abg. Frhr. v. Manteuffel (kons.): Er bitte, dem Wunsche des Präsidenten zu entsprechen. DaS deutsche Volk würde eS nicht verstehen, wenn der deutsche Reichstag unter den Gratulanten in FriedrichSruh fehlen würde, wenn den Vater des Reichstags sein Kind nicht beglückwünschen wollte. Der großen Per­sönlichkeit gegenüber sollten kleinliche Bedenken in den Hintergrund treten. - Abg. Singer (sozd.): Seine Partei könne dem Vorschläge nicht zustimmen, da sie zur Betheilung an der Geburtstagsfeier keine Veranlassung habe. Die Zoll- und Steuerpolitik des Fürsten BiSmarck habe schwere Schädigungen gebracht und zu einer Politik der Sonder- interesscn und der internationalen Gegensätzlichkeit geführt. Insbe­sondere habe der Fürst keinen Anspruch auf den Dank und die Aner­kennung der Sozialdemokratie. Abg. Rickert (frs. Ver.): Seine Partei sei nahezu einmüthig bereit, die Ermächtigung zur Beglück­wünschung des Fürsten zu ertheilen. Abg. Fürst R a d z i w i l l (Pole): Sein« Fraktionsgenossen erblickten in dem Vorschlag eine eminente politische Kundgebung, an der sie aus Rücksicht darauf, daß sich das Wirken des Fürsten BiSmarck in zu schroffem Gegensatz mit ihren Bestrebungen gestellt habe, nicht theilnehmen könnten. Abg. v. Kardorfs (ReichSp.): Fürst BiSmarck werde den Widerspruch der Abgeordneten Singer und Richter gegen den Vorschlag deS Präsi­denten wohl verschmerzen. Wenn jene Herren den Versuch machten, daS Votum des Reichstags auf das Niveau des Votums der Berliner Stadtverordnetenvcrsammlung herabzudrücken, so sei dies außerordentlich erklärlich, aber wenn die Majorität^deS Hauses einen Beschluß in diesem Sinne lassen sollte, so würde sie damit den Richstag vor ganz Europa, vor der ganzen Welt, ja für alle Jahrhunderte der Zukunft unsterblich lächerlich machen. Abg. Frhr. v. Hod enberg (Welse): Seine Gesinnungsgenossen würden nicht Theil nehmen an der Beglück­wünschung des Mannes, der Hannover zu einer preußischen Provinz gemacht habe. (Zuruf: Gott sei Dank, daß er es dazu gemacht hat.) Abg. Graf zu Inn - und Knyphausen (kons.): Die Worte des Vorredners paßten nicht auf alle Hannoveraner. Als Vertreter

schien nun plötzlich zu bereuen, etwas gesagt zu haben. Er wollte Ausflüchte machen, aber die ließ der Fuhr- Herr nicht gelten. In brüsker Weise forderte er ihn auf, alles zu sagen, was er wußte, die ganze volle Wahrheit. Da kam es denn heraus, daß die Geld­sendungen, welche aus Italien und der Schweiz an Max gekommen waren, von der Hand Mariannens adressirt worden waren.

Aber dabei dachte ich mir nichts besonderes," meinte der Buchhalter,da Ihre junge Frau auch manchmal in Ihrem Auftrage an mich fchrieb."

«Ja, ja, ich diktirte ihr zuweilen," versetzte Eich- mann, wie von einem ^Traume zur Wirklichkeit zurück­erwachend, während seine Brust sich beklommen hob und senkte.Stobbe, es ist nicht möglich, was sie da sagen! Meine Frau soll an meinen Sohn Geld geschickt haben?"

Der Buchhalter blickte unter sich, er bestand einen heftigen inneren Kampf. Dann näherte er sich plötzlich, kurz entschlossen, dem Fuhrherrn und nahm ihn bei der Hand.Ich warne Sie, Herr Eichmann, gar zu vertrauensselig zu fein," versetzte er.Hüten Sie sich vor Ihrem Sohn, so entartet er auch ist, hübsch und stattlich ist er . . . und ich fürchte, er legt Ihnen ein Kukuksei in's Nest!"

Ein halb erstickter Aufschrei drang über die Lippen des Fuhrherrn; dieser trat einen Schritt zurück, starrte mit verzerrtem Gesicht auf den Sprechenden und hob dann in jäher Wuth die eine Faust wie zum Schlage.

Das sagen Sie nicht noch einmal! Wer meines Weibes Ehre verletzt, schilt mich einen Buben", brächte er stöhnend hervor.Jetzt will ich nichts dagegen haben, wenn Sie heute noch austreten. Ich habe Sie für einen Ehrenmann gehalten, aber jetzt merke ich, daß

der deutschen Nation werde er an der Beglückwünschung theilnehmen.

Abg. Liebermann von Sonnenderg (dtschsoz. Ref.): Freudigen Herzens gebe er die Zustimmung zu dem Vorschläge des Präsidenten, denn es sei dies eine Pflicht der Dankbarkeit, die alle Deutschen dem großen Baumeister des Reiches schuldig seien. ES wird nunmehr über den Vorschlag des Präsidenten namentlich abge- stimmt. ES stimmen 146 Abgeordnete mit ja, 163 mit nein; der Vorschlag ist somit abgelehnt. Piäsident v. Levetzow (kons.): Dieses Resultat veranlasse ihn, daS Präsidium des Hauses niederzu- legcn. (Stürmischer Bestall und Händeklatschen.) Erster Vize-Präsi­dent Frhr. v. Bnol-Berenberg ;@tr.) übernimmt den Vorsitz mit dem Bemerken, daß er auf die Erklärung des bisherigen Präsidenten am Schluß der Sitzung bei der Feststellung der Tagesordnung für die nächste Sitzung zurückkommen werde. Abg. v. B e n n i g s c n (natlib.) theilt mit, daß der zweite Vne-Präsident Bürklin (natlib.) sich nicht erklären könne, da er gegenwärtig in der Schweiz weile. Der Redner wolle sich aber mit ihm in Verbindung setzen, um seine Ent­scheidung einznholen; eS sei jedoch nicht zu zweifeln, daß er dem Bei­spiel deS Präsidenten folgen werde. (Lebhafter Beifall.) Abg Richter (frs. Volksp.) bemerkt, er habe das Vertrauen, daß daS Präsidium künftig auch ohne die beiden Herien die Geschäfte des HauseS zu führen im Stande sein werde. (Unruhe.) - Hierauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein und erledigt die Etats für die Verwaltung der Eisenbahnen, für Stempelabgaben und für Zölle und Verbrauch­steuern. Bci dem l Pieren Etat wird nach dem Anträge der Kommission der Voranschlag für die Einnahmen aus der Zuckersteuer von 2 903 000 Mark erhöht und eine vom Abg. A u e r (svzd.) beantragte Resolution, nach welcher bei der Bierbereitung die Benutzung von Surrogaten verboten werden soll, angenommen. .

Politische Nachrichten.

Berlin, 22. März.

Heute Vormittag begaben sich die Kaiserlichen Majestäten zur Einweihung der zum Gedächtnisse weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta unter dem Protektorate Ihrer Majestät der Kaiserin Auguste Victoria erbauten Gnadenkirche im Jnvalidenpark. Nachmittags gedachten beide Majestäten gegen 3 Uhr im Mausoleum zu Charlottenburg am Sarge weiland Sr. Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm I. einen Kranz niederzu­legen. Abends findet bei den Majestäten im Elisabeth­saale des königlichen Schlosses ein größeres Diner zu etwa 80 Gedecken statt, zu welchem die hier anwesenden fremden Fürstlichkeiten und deren Gefolge geladen sind.

Se. Majestät der Kaiser hat an den Fürsten von Vismarck nachstehendes Telegramm abgesandt:

An den Fürsten von Bismarck Herzog von Lauenburg.

Friedrichsruh.

Eurer Durchlaucht spreche Ich den Ausdruck tiefster Entrüstung über den eben gefaßten Beschluß des Reichs­tags aus. Derselbe steht im vollsten Gegensatz zu den Gefühlen aller Deutschen Fürsten und ihrer Völker.

gez.: Wilhelm I. R."

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Sr. Majestät ist darauf, folgendes Telegramm zuge­gangen:

Ab Friedrichsruh 23./3. 95. 7 Uhr 15 Min. Nachm.

Sr. Majestät dem Kaiser und Könige Berlin.

Eure Majestät bitte ich den ehrfurchtsvollen Ausdruck meiner Dankbarkeit für die Allerhöchste Kundgebung ent­gegen zu nehmen, durch welche Euere Majestät jede mir noch unbekannte Unerfreulichkeit meiner alten politischen Gegner zum Anlaß einer erfreulichen Genugthuung für mich umwandeln. gez.: v. Bismarck."

DieN. Allg. Ztg." schreibt unterm 22 d. Mts. Die heutige Wiederkehr des Geburtstages unseres un­vergeßlichen großen Kaisers Wilhelm I. ruft in besonderem Maße eine einerseits wehmüthige, andererseits festliche Stimmung in uns hervor, weil sie in die Zeit fällt, in der wir uns anschicken, die 25 jährigen Gedenktage der glorreichen Kämpfe zu begehen, in denen unter der Führung Wilhelms I. das deutsche Volk sich die Ver­wirklichung seines Sehnens, die Wiederherstellung des zu fester Kraft zusammengeschlossenen Deutschen Kaiser­

irgend eine mir nicht bekannte Ursache Sie zum schmach­vollen Verläumder hat harabsinken lassen Gehen Sie!"

Er deutete mit befehlender Geberde nach der Thür.

Der letze Blutstropfen war aus dem Gesicht des Verletzten gewichen.Nein, ich bin kein Verläumder, ich bin nur ein guthmüthiger, schwacher Tropf, der Sie hat schonen wollen und nun eine empfindliche Lehre für seine Schwachheit bekommt," entgegnete Stobbe.

Er ging von neuem an den unbeweglich Stehenden heran und schaute diesem in die drohend aus ihn herab­blitzenden Augen. Vorhin erst überraschte ich Ihr Weib mit Ihrem Sohne. Sie hing ihm am Halse und weinte und schluchzte."

Da ging ein Schwanken durch die Gestalt des Fuhr­herrn, er taumelte und mußte sich mit einer Hand an der Wand festhaltenf um nicht umzusinken. Das dauerte sekundenlang, dann kam wieder ein halberstickter Schrei über seine Lippen; er schnellte auf den alten Mann zu.

Daß ich Dich zerschmetterte!" schrie er auf, während er die Fäuste emporhob.Lügner! Daß Du erstickst an Deiner Lüge!"

Aber der Buchhalter schaute ihm furchtlos ins Ge­sicht.Ich lüge nicht, ich habe noch nie gelogen, das wissen Sie all' die langen Jahre. Ich sah es mit meinen Augen, und wenn ich es Ihnen sage, so ge­schieht es nicht um Rache zu nehmen, sondern weil mir Ihre Ehre heilig ist. Nochmals, hüten Sie Ihres Hauses Ehre, denn sie ist hart bedroht!"

Eichmann machte eine Bewegung als ob er zur Thür hinauseilen, und die Angeschuldigten zur Rede stellen wollte. Dann besann er sich aber. Schwer auf­athmend blieb er stehen.

Ich danke Ihnen, Stobbe," seine Stimme klang

reichs, erstritten hat. So hat denn auch der in den Bahnen seines erlauchten Großvaters wandelnde Enkel- sohn, der wie dieser alle seine Gedanken auf die Wohl­fahrt und Größe des Vaterlandes gerichtet hält, unser kaiserlicher Herr, die Feier des heutigen Tages sinnig und pietätvoll mit der Erinnerung an die ruhmvollen Thaten der Jahre 1870 und 71 durch die hochherzige Anregung des Allerhöchsten Erlasses in eine besondere Beziehung gesetzt. Wir haben reichlichen Anlaß, diesem kaiserlichen Fingerzeig in der Weise zu folgen, daß wir uns an dem heutigen Geburtstage unseres alten Helden­kaisers in die Erinnerung an die große Zeit versenken und uns ernsthaft mit der Frage beschäftigen, was wir zu thun haben, um das ruhmvoll Errungene ebenso ruhmvoll zu bewahren. An inneren Wirren und Meinungsstreit der Parteien hat es auch unter der Re­gierung Kaiser Wilhelms I. nicht gefehlt. Das lebendige Vaterlandsgefühl aber das aus allem Hader und allen Schlacken des Tagesgezänks heraus in der Stunde der Gefahr jedesmal in einer mächtigen Flamme lodernd emporschoß, hat damals, wenn wir uns nicht täuschen, tiefer und in breiterer Ausdehnung geglüht. Die Be­strebungen, dieses rege Vaterlandsgefühl in den Herzen ganzer Klassen der deutschen Bevölkerung zu ersticken, waren jedenfalls damals noch nicht so unverhüllt und so fanatisch, wie heute, an der Arbeit und hatten noch nicht dieselben wie wir hoffen wollen, nur scheinbaren Erfolge aufzuweisen. Wollen wir uns derer, die vor 25 Jahren in Treue gegen den König und in voller Hingabe an die von dem Vaterlandsgedanken geforderte Pflicht gekämpft, geblutet und das Leben gelassen haben, würdig erweisen und ihr Werk fortsetzen, so müssen wir diese Bemühungen, den Baden, auf dem das deutsche Reich steht, zu unterwühlen, unter Zurückdrängung des Parteihaders niedertreten. Wir müssen ihnen vor allen Dingen das beste eigene Beispiel patriotischen Verhaltens entgegensetzen. Nach dieser Seite aber haben wir gerade jetzt ein schmerzlich berührendes Schauspiel vor Augen. Ein Teil unserer Mitbürger auch außerhalb der Kreise der Sozialdemokratie kann sich um alter parteipoli­tischer Fehden willen nicht entschließen, dem Fürsten Bismarck zu seinem 80. Geburtstage ein Wort des Glück­wunsches und der Huldigung darzubringen. Das ist ein Mißklang gerade in diesem Jubeljahr, ein Beweis von Trübung der patriotischen Denkart, deren erstes Kenn­zeichen es doch ist, daß sie Groll, Mäkelsucht und alles Kleinliche in den Erwägungen hinter sich läßt. An der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches, an diesem Werk, das den Zentrumsangehörigen mit gleicher Freude und gleichem Stolz wie den Konservativen und den Na­tionalliberalen erfüllt, hat Fürst Bismarck einen hervor­ragenden Antheil: welcher Deutsche, er mag über andere Stücke der Politik und andere Bethätigungen des ersten Reichskanzlers denken, wie er will, kann das vergessen und unserem alten, großen Staatsmann den Dank dafür versagen? Welcher Deutsche, der das Andenken Wil­helms I. in Ehren hält, kann seinem größten erfolg­reichsten und mit unzähligen Aeußerungen der Dankbar^ feit von ihm überhäuften Mitarbeiter, die so nach dem Zeugnis des berufensten Gewährsmannes schuldige Ehr­ung vorenthalten? Ein Volk, das über seine großen Söhne nicht groß zu denken und zu urtheilen vermag und mit dem Maßstab kleiner Rankünen an ihnen herum- hantirt, steigt von seiner Höhe herab; man muß im Aus­land irre an uns werden, wenn wir mit solchen Beweisen, der Undankbarkeit so wenig Empfindung für die natio­nalen Wohlthaten, die wir als Frucht der Arbeit dieses Mannes genießen, an den Tag legen.

Die Matrikularbeiträge für das Jahr 1895/96 belaufen sich im ganzen auf 428 044 365 Mark. Davon geht ab der Ueberschuß des Etatsjahres 1893/94 im Betrage von 14 476 980 Mark, so daß die baar an

wie aus einer anderen Welt herüber, so dumpf und be­klommen hörte sie sich an.Bitte, schließen Sie Ihre Bücher unten ab, ich komme nach einer Weile. Ihrem Austritte noch am heutigen Tage steht nichts im Wege!"

Der Buchhalter verbeugte sich, aber er blieb auf der Stelle wie gebannt stehen. Nach kurzen Sekunden machte er, während ein thellnahmsvoller Ausdruck in seinen Zügen erschien, eine Bewegung auf den Fuhr­herrn zu, als wenn er diesen bei der Hand ergreifen wollte.

Gehen Sie, gehen Sie!" lallte Eichmann mit kaum vernehmlicher Stimme.

(Fortsetzung folgt.)

Aus M a c z e i k o w i tz (Kreis Kattowitz) geht derBeuth. Ztg." folgende kaum glaubliche Nachricht zu: Am 16. März gerieth der 20 Jahre alte Schlepper Kuklas mit seinem Vater, einem siebzigjährigen Greise, in Streit. Im Verlauf desselben wurde der Bursche gegen seinen Vater handgreiflich. Er drückte ihn an die Stubenthür und, nachdem er den Kopf des alten Mannes an eine Thürklinke festgebunden, soll dann der Unmensch die Hände seines Vaters in i t Nägeln an die Stubenthür fest genagelt haben. Auf das herzzereißende Geschrei des (Gemarterten eilten Leute herbei, die den Greis von der Folter befreiten.

New-Orleans, 21. März. In derInter­nationalen Baumwollenpresse" brach heute eine große Feuersbrunst aus, die 20,000 Ballen Baumwolle zerstörte. Der Schaden wird auf 300,000 Dollar geschätzt.