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Lombenö Kn 26. Zamiar

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f)eil Dir, Wilhelm, unferni Kaiser I" braust es bcuf durch's deutsche £anb

Don der deutschen Alpen Höhen bis zum fernen Eiderstrand IDobl in Millionen Herzen glüht lebendig dieses Wort, Mohl auf Millionen Sappen schwingt es sich begeisternd fort Aller Augen sind gerichtet auf den stolzen Aaiserthron, Alle Stämme Deutschlands grüßen Ihn, den echten Zotlernsohn,

Der gleich feinen großen Ahnen wirkt zu Deutschlands Ruhm und Ehr', Daß des deutschen Adlers Schwingen rauschen stolz vom Fels zum Meer'

Aber nach dem Ruhm der Schlachten hat noch nimmer Er begehrt, Und des blufgen Lorbeers Reiser hat noch nimmer Er verehrt' Stets nur war dem holden Frieden all' sein Sinnen zugewandt, Ihn zu hegen und zu wahren, ist des Kaisers Herz entbrannt. Friedenswerke will er bauen für sein Dolf und für sein Reich, Und in diesem edlen streben kommet Ihm kein And'rer gleich Sdfu^ den Schwachen, Trost den Armen! schallt sein Spruch laut durch die Welt

Segne Gott für solches Malten Ihn, den hohen Friedensheld!

Drum gegrüßt, Du unser Kaiser, der Du unser Hoffen bist, Deutschlands Söhne Dir vertrauen unentwegt zu jeder Frist; Dir zu dienen, Dir zu folgen, sind sie alle treu bereit, Bist Du doch der mäcbtge Hüter von des Reiches Herrlichkeit Nun wohlan, so laßt die Fahnen weh'n zu Kaisers Ehrentag, Und der Donner der Geschütze klinge durch den kahlen Hag, Aber lauter noch erschalle Deutschlands Ruf; gleich Sturmgebraus: Heil und Segen Dir, o Kaiser, Dir und Deinem ganzen Haus!"

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Amtliches.

Hersfeld, den 22. Januar 1895.

Die Herren Ortsvorstände erhalten hierdurch die Weisung, das im § 8 Abs. 3 des Reglements vom 4. März 1875 (Amtsblatt Nr. 15) vorgeschriebene Ver-

(Unberechtigter Nachdruck verboten.)

Willenlos

Kriminalerzählung von

E r n st Kronberg.

(Fortsetzung.)

Aber er entführte doch Elly und hielt sie gewaltsam gefangen, wir Alle hörten doch den Ausruf in jenem schrecklichen unterirdischen Raum als wir zuerst auf die Spur des theueren Mädchens kamen!" rief Gar- dener erregt.

,Das sagen Sie so in Jhrein jugendlichen Leicht- schürzte der Detective, sich die Hände reibend. Wer sagt Ihnen denn, daß Missis Elly wirklich eut- suhrt worden ist? Sie behauptet ja, die Ehefrau dieses verdammten Bigg zu sein. Sie ist aber die einzige umnö^ belastend wider den Schurken aufzutreten

Aber sie ist doch Gott, wie soll ich nur sagen geisttg erregt und und" stammelte Frank, der nicljt gleich das richtige Wort zu finden vermochte.

Ja, mein Lieber, gerade dieser augenblicklich geistes­gestörte Zustand kommt unserm Freunde Bigg vortrefs- Uch zu Stätten," brummte Garnett.Die junge Dame kommt als Zeugin gar nicht in Betracht, nennt sie sich einmal Maud Bigg, erkennt ihre langjährigen Be­

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B. Neuendorff.

zeichniß derjenigen noch nicht geimpften Kinder, welche in ihren Gemeindebezirken nicht geboren, sondern dahin verzogen sind, bis zum 10. Februar d. I S. mir einzureichen.

Die Herren Standesbeamten werden angewiesen, unter Benutzung des ihnen in den nächsten Tagen zu­gehenden Formulars die vorgeschriebenen Jinpslisten

dienten nicht mehr, während diese in ihr eidlich ihre Herrin rekognoszirt haben, auf der anderen Seite schüttelt sie zu jeder Frage des Richters, ob sie gewaltsam ent­führt worden sei, den Kopf und hüllt sich in Schweigen"

O arme, arme Elly!" rief Frank in tiefer Erregung und machte Miene augenblicklich sein Lager zu verlassen.

Der Arzt und Garnett hatten Mühe, ihn zurückzu- halten. Der letztere schilderte noch daö Vordringen der Polizei in die Räume dernassen Sieben", in denen sich eine Menge längst vermißter gestohlener und ge­raubter Gegenstände vorgefunden hatten.

Das alte Diebesnest ist heute vom Erdboden ver­schwunden!" schloß Garnett seine Mittheilungen. Eines Morgens brannte es in dernassen Sieben" und aller Bemühungen zum Trotz ließ sich das Feuer nicht löschen, das Raubgemäusr brannte ane, jetzt be­zeichnet nur noch eine schaurige, in sich selbst zusammen­gebrochene Trümmerstätte den Platz, auf dem sich das weitläufige Haus einmal erhoben hat und^die Entstehung des Brandes ist genau so dunkel geblieben, als die vielen Geheimnisse, welche der alte^Smiles mitMich in'S Grab genommen hat!"

Aber Frank hörte nur zerstreut zu; sein Sehnen und Empfinden weilte bei Elly, er vermochte den Augen­blick kaum mehr zu erwarten, in welcher er der Gelieb­ten wiederum entgegentreten durfte.

durch Eintrag der im Jahre 1894 geborenen, noch lebenden Kinder (Spalte 2 bis 5) vorzurichten und b i 5 z u m obigen Termine gleichfalls mir einzureichen. Bei Aufstellung dieser Listen ist noch zu beachten, daß die Impflinge einer jeden Gemeinde zusammen in un­mittelbarer Reihenfolge eingetragen werden.

Gleichzeitig ersuche ich die Herren Lokalschulinspektoren, unter Benutzung des ihnen zugehenden Formulars durch Eintragung der sämmtlichen Schüler, welche im laufenden Jahre das 12. Lebensjahr zurücklegen werden, die Listen ; für die Wiederimp f u n g seitens der Herren Lehrer vorrichten und hieruächst dieselben bis späte st ens ; z u m 1 5. k. M t s. einreichen zu lassen.

Falls Schüler sich vorfinden sollten, von welchen ein Nachweis der Erstimpfung nicht erbracht werden kann, sind solche in einem Begleitschreiben besonders namhaft zu machen.

I. A. 149. Der Königliche Landrath

Freiherr »von S ch l e i n i tz , Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 23. Januar 1895.

Diejenigen Herren Ortsvorstände, welche mit der Er­ledigung meiner Verfügung vom 5. Juli 1882 Nr. 8773, im Kreisblatt Nr. 53 betreffend die Führung des Ver- : zeichnisses über die Psucytfeuerwehr noch im Rückstände ' sind, werden hieran mit Frist bis zum 28. -. Mts. I bei Meidung von 3 Mk. Strafe erinnert.

J. Nr. 8773 82. Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

N Gcbiirtstligc

Seiner MjW H V" unB Königs.

Der 27. Januar ist der Tag, an dem alle Deutschen im Reiche und im Auslande den Träger des höchsten Symbols der deutschen Einheit mit dem Rufe: Heil dem Kaiser! feiern, der Tag, an dem insbesondere das preußische Volk in heißen Wünschen und Gebeten dem angestammten Herrscher seine Verehrung barbringt.

In weiten Kreisen herrscht die Ueberzeugung, daß wir in einer ernsten, an Gefahren und inneren Nöthen reichen Zeit leben. Fortgesetzt werden gegen die Grund­lagen des Staates und der Gesellschaft Elemente des Hasses und der Unzufriedenheit genährt und die edelsten Güter, Religion, Sitte, Vaterlandsliebe dem Herzen des Volkes zu entreißen versucht. Die Nothwendigkeit eines

Zehntes Kapitel.

Licht!

Das Menschenleben setzt sich aus einer Kette zu­sammen, deren einzelne Glieder vom Gespenst der Ent­täuschung zusammengeschmiedet worden sind. Auch die frohe Hoffnung, mit welcher Frank ©arbeitet zuversicht­lich der unter solch furchtbaren Umständen dem sicheren Verderben entrissenen geliebten Braut wieder gegenüber- trat, sollte sich alsbald' iu's Gegentheil verwandeln.

Alle Bemühungen Frank'S, die Geliebte zur Rücker- innerung zu bewegen, blieben nutzlos Verständnißlos starrte die unglückliche Elly auch ihn au; zuweilen frei­lich blickte sie ihn mit eigenthümlich traurigen Augen an und dann, wenn er besonders eindringlich zu ihr sprach, legte sie wohl die Hand an die Schläfe, als ob sie sich auf Klänge besinnen wollte, welchen sie früher so gern gelauscht hatte. Aber dabei blieb es auch, im nächsten Augenblick verfiel sie in den alten, trüben Stumpfsinn und erlahmend mußte Frank sich schließlich gestehen, daß die gerettet geglaubte Braut ihm von neuem und diesmal für immer verloren bleiben würde, falls der Himmel nicht ein Wunder geschehen ließ.

Bei den eigenthümlichen Justizverhältnissen der Ver­einigten Staaten und der hochgradigen Bestechlichkeit der meisten Beamten konnte es nicht Wunder nehmen, daß Bigg über die Vorgänge außerhalb seiner Gesüng- nißzelle unterrichtet blieb; der Vetter des unglücklichen