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Wohnung und Garten in Lharlestown (Seite 9). In einer ungemein fruchtbaren und deshalb Pflanzenreichen Gegend, bespült vom Meer und umrauscht von den beiden Flüssen Ashley und Cooper, haben Ansiedler den Grund zu dem ersten Handelsplatz Süd-Karolinas, Charlestown «sprich Tscharlst'u) gelegt Nicht der befestigte sichere Hafen und die flotte Schiffahrt allein haben der Stadt einen Namen gemacht, sie ist berühmt geworden durch die Erzeugnisse, welche die Landwirtschaft dem kräftigen Boden abgewon- iicil Baumwolle, Reis und Tabak namentlich werden in großen Massen und von vorzüglicher Güte hier geerntet. Ein Blick auf unser Bild zeigt einen Teil des stattlichen Hauses, das ein Pflanzer sich erbaut. Eine kräftige Palme, einsam wie das Gebäude, beschattet die saftige Pflanzenwelt, die durch einen wohlbeuserten Bach noch gekräftigt wird. Ur- Wüchsigkeit verkündet die Umgebung des HauseS, die der reiche Besitzer von seinen sorgfältig gepflegten Pflanzungen als Erinnerungszeichen frühe« rer Tage zurückbehalten.
s a M nt e I Körner.
Die einfachste und älteste Nachtlainxe. Wer auf Reisen oder sonst irgendwie den Bedarf einer Nachtlampc empfindet, wie z. B. bei unvermuteter Kranheit, oder aus andern Gründen, kann sich leicht ohne jegliches st nnstwerkzeug eine Lampe herstellen, welche lange nnb ruhig brennt. Zu diesem-Zweck nimmt man eine kleine Handvoll gewöhnlichen trockenen Kochsalzes, das man in ein Weinglas oder eine Tasse schüttet, formt aus gedrehter Watte einen länglichen, sehr dünnen Docht, den man in das Salz pflanzt, so daß er den Boden des Gefäßes berührt
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Brennöl
unb an der Spitze aus dem nagelförmig gehäuft; Salz hervorsteyt. Hierauf gießt man so viel Brenn (fein Petroleum) auf das Salz, als es bequem
nnfzusaugen vermag und zündet den Docht an. ?sit dieser nicht zu dick und zu weit vorstehend, so daß sich nur ein kleines Flämmchen entwickeln kann, brennt eine derart hergestellte Lampe die ganze Nacht hindurch. Solche Lampen brannten — wenn auch in größerem Maßstabe — die alten Acgypter zu Sats unter freiem Himmel rings um die Häuser her, wie Herodot in dem zweiundsechzigsten Kapitel des zweiten Buches seiner Geschichte beschreibt. An jenem Fest der Lampen- erleuchtung brannten jedoch nicht allein Lampen zu Sats, sondern in ganz Aegypten, wie bei uns die Kerzen am Tannenbaum in der Weihnachts- nacht. Herodot fügt hinzu: „Weshalb aber dieser Nacht Licht und Ehre zugefallen ist, darüber giebt es eine heilige Sage." — Leider verschweigt uns der Bater der Geschichte die fromme Legende.
Ein Londoner Friedensrichter that neulich folgende geheimnisvolle Aeußerung: „Sie müssen wissen, mein Herr, daß ich zwar eine Frau von ihrem Mann, aber nicht einen Ehemann von seiner Ehefrau trennen kann " Dies ist weniger spaßhaft, als es klingt. Ein unglücklicher Gatte, welcher nicht nur unter dem Pantoffel gestanden, sondern auch mit einer Bratpfanne von seiner liebenden Gattin bearbeitet worden war, dachte an das Mittel, welches seiner Frau ohne Zweifel
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zu Gebote gestanden hatte, wenn die Umstände die entgegengesetzten gewesen wären Er wendete sich deshalb an einen Friedensrichter, beantragte eine Scheidung und erhielt obige Antwort. Ob nun die Männer geduldiger sind als die Frauen, es steht fest, daß Anträge wegen Scheidung häufiger von Frauen, als von Männern, ausgehen. Sicherlich hat die Gesetzgebung den Friedensrichtern nur eine einseitige Befugnis eingeräumt. Eine Bewegung zu Gunsten der Männer steht bald zu erwarten.
wahrscheinlich. A.: „Da kommt unser Lokaldichter, der Assessor Pseffermünz. Er ist, wie immer, nach der neusten Mode gekleidet." — B: „Wahrscheinlich hofft er, auf diese Art ein moderner Dichter zu werden."
fassende Aehnlichkeit. Agent (nachdem er sich endlich den Eintritt erzwungen hat): „Ich erlaube mir, mich Ihnen vorzustellen — ich bin Agent einer Lebensversicherung." Hausherr: „So — dazu passen Sie; Sie haben eine große Achnlichkeit mit dem Tode!" Agent: „Wieso?" Hausherr: „Na, ganz einfach, weil niemand vor Ihnen sicher ist."
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Auflösung
der viersilbigen Verstell-Scharade in der
Z: « ersten Nummer dieses Quartals:
3^ Reifemufter, Musterreise. i W
IpmTiiMItiii11ii111111111m IO• mhTFiiinTiiimiiiiTtTiTin
Silben-Rätsrk.
Aus den Silben:
el gi kar la lo log ma nel ni os ri rif sa ta tro za
find 6 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen den Namen eines berühmten deutschen Komponisten, die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen eine seiner Opern nennen. Die Wörter bezeichnen: 1) Held einer Oper von Ander, 2) einen männlichen Vornamen, 3) einen Stoff, 4) einen Mann der Wissenschaft. 5) einen Berg in der Schweiz, 6) ein Preisver- zeichnis _________
Zweisilbige Scharade.
Weil ihr die erste Silbe zufällt, Ist die zweite das Ganze; Fällt sie ihr zu Ist sie das Ganze nicht mehr
Rätsel.
Ein edler Trank, für jung und alt, Wird von zwei Silben umschlossen, Die beide ganz gleich in Klang und Gehalt. Das Ganze ist einst durch ehrne Gewalt Aus tiefem Thale entsprossen.
«Auslösungen folgen in nächster Nummer.)
Ein echter deutscher Edelmann. Man hatte Napoleon im Feldzuge 1806 von einem jungen preußischen Offizier erzählt, welcher sich gegen acht französische Chasseurs längere Zeit allein verteidigt hatte und sich nicht ergeben wollte. Endlich hatte er, wegen einiger flachen Hiebe anf den Arm und Ermattung, den Säbel niifjt mehr führen können und war entwaffnet worden. Nun schien er trostlos zu sein, wiewohl mau ihn aus Achtung seiner tapfern Verteidigung ungemein gut behandelte. Napoleon verlangte ihn zu sehen und redete ihn, nachdem er ihn einige Minuten aufmerksam betrachtet hatte, mit den Worten an: „Junger Mann, die Franzosen ehren den Tapfern, er sei Freund oder Feind. Ich will Ihnen jetzt einen Beweis davon geben. In Ihrem Alter muß es
freilich schmerzlich sein, der Führung der Waffen entsagen zu müssen. Es giebt keine preußische Armee mehr, und es wird
feine wieder erstehen, ich biete Ihnen in dem siegreichen französischen Heer Dienste an." Der junge Offizier, welcher die ganze Zeit über in ehrfurchtsvoller Stellung mit niedergeschlagenen Augen, gsstanden hatte, trat jetzt rasch einen Schritt vor- wärts, sah Napoleon starr an und sagte: „Sire, ich danke Ew. Majestät für diese Gnade, ich kann sie aber nicht annehmen. Ein braver Deutscher dient nur seinem Vaterlandes" Der Kaiser fragte ihn nun noch mancherlei über das Regiment, in welchem er gestanden unb dergleichen und bot ihm an, auf sein Ehrenwort hin sich auf- zuhnltcn, wo er wolle; allein auch dafür dankte der Offizier mit den Worten: „Da ich hoffe, daß Preußen noch nicht
ganz verloren ist, und sie Kriegsgeschichte Bei
spiele von dem unerwartetsten Schicksalswechsel
enthält, kann ich mich nicht entschließen, mich durch mein Ehrenwort zur Unthätigkeit selbst zu verbinden und muf; mir gefallen lassen, was der Sieger über mich verhängt." Der Kaiser empfahl hierauf dem Gouverneur, General Clarke, dafür 3ti sorgen, daß der junge Mann, der ein besseres Los zu verdienen scheine, in Berlin bis auf weitere? bleiben, zu den Ueberresten der preußischen Armee jedoch nicht trimmen dürfe. Als er sich entfernt hatte, sagte Napoleon: zJetzt haben Sie, meine Herren, einen echten deutschen Edelmann gesehen."
Das geeignetste Bad. Kranker: „Ich bin infolge der übergroßen Anstrengung der vergangenen Woche furchtbar abgespannt unb geschwächt und möchte gern in einen Kurort gehen. Welches Bad würden Sie mir empfehlen, Herr Doktor?" Arzt: „Was haben Sie denn eigentlich für einen Beruf?" 'Kranker: „Ich bin Dauerläufers" Arzt: '„So? Dann gehen Sie, bitte, in ein Sohlbad!"
Auflösungen aus voriger Nummer:
der Schach-Aufgabe:
Weiß.
1. D. h8—h7
2. S. a4—b6
3. D. h7—g6:£
Schwarz. K. 65—eß beliebig.
B.
1. — — —
2. D. h7—f7f
8. D. f7—b7, 1
i.---K. SS—°4
2. D. h7—f5 beliebig
3. D. 15—fl, d342
e4—e3, • beliebig res».
S. a4—c3m
Eine Aufgabe von klassischer Einfachheit!
des Krebsworträtsels: Main, Niam-Niam; dcs Buchstabenrätsels: Ruh, (Stift, Kuß: des gahlcn-Buchstabenrätsels: „Flensburg", Lunge, Ebers, Reger, Suc, Besen, Urne, Rubel, Grube.
Nachdruck au» dem Inhalt d Bl. verboten. Gesetz vom J1. VI. 70.
Redigiert von so. 6errmann, Berlin. Gedruckt unb herausgegeben von
5 ring A gabrruboie, Berlin S. 42, Prinzenstr. 86.