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frtisblott.
Mit wöchentlicher Gratis-Beilage „Mustrirtes Lonntagsblatt".
Mr. 105.
Donnerstag den 7. September
1893.
Amtliches.
miniötiium bet gtifitithoi, Untmubt«. und Medizinal.
Anqelkgenheiten.
Berlin, den 19. August 1893.
Unter Bezugnahme auf unseren Runderlaß vom
„ —, _ / Min. d. In. H. 3020. i
t». März d. I«. u n I be-
' Mrn. d. g. Aug. 2279. • stimmen wir hierdurch, daß von dem bestehenden Verbot der Ein- und Durchfuhr gebrauchter Kleider sowie gebrauchter Leib- und Bettwäsche aus Rußland fortan nicht nur das Gepäck der Reifenden, sondern auch das Mobiliar der umziehenden Personen (Umzugsgut) ausgeschlossen bleibt. Dagegen sind die vorbezeichneten Gegenstände bei ihrer ' Einführung in das preußische Staatsgebiet einer sanitätspolizeilichen Besichtigung und, insofern sich bei derselben der Verdacht einer Infektion mit Cholerakeimen ergiebt, der ordnungsmäßigen DeS- infeetron auf Koste»» der Besitzer zu unterwerfen. - Ew. Hochgeboren ersuchen wir ergebenst, die | hiernach erforderlichen Veranlassungen sogleich zu treffen.
Der Minister des Innern.
In Vertretung, gez: Braunbehrens.
Der Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal Angelegenheiten
Im Aufträge, gez: von Weyrauch.
An den Königlichen RegierungS-Präsidenten Herrn Grafen Clairou b’yaunonville Hochgeboren zu Caffel. M. d. I. 1L Nr. 10488. M. d. g A. M. Nr. 8505.
♦
Caffel, den 29. August 1893.
Abschrift laffe ich Ew. Hochwohlgeboren rc. unter Bezugnahme auf meine Verfügung vom 11. März d. Is — A. II. 2293 — jur gefälligen Kennt-
Uurbeubürtig.
Neman soe H. »ee Zi»gler.
(Fortsetzung.)
„Machen Sie die Comteß glücklich, Herr zur Sretten, so wird sich vielleicht der Groll der Eltern besiegen lassen Und nun, Muth, ich will so viel es geht, Ihnen die Wegs ebnen.”
Sie trennten sich, uns Hoheuthal begab sich zurück in das Wildensieiafche Haus, wo ihm Therrfe entgegentrat; als sie in fein Antlitz sah, halb ängstlich forschend, halb auch völlig überzeugt, da glitt ein Heller Strahl über dasselbe, und sie rief erschütternd aus:
„Sie haben ihn gesehen und gesprochen Eduard, und Sie reinen nun, daß ich nimmer von ihm lassen kann"
„Ich weiß. es, Therefe, und ich bin überzeugt, daß ;nr Stellen Ihrer würtig ist. Gott mache Euch beide recht. recht glücklich."
Wie segnend legte er dre Hand auf Therefens Haupt, und doch zuckte es in seinem Herzen so schmerzlich.
Sporeukl irrende Schritte kamen naher, and unbefangen trat 0uf Rudolr ein, der soeben erst Hohenrhal's Ankunft erfahren holte.
„Grüß Gott. Eduard," rief er erneut, „sage nur. Men'ch, was rührt Dich i» ployl-ch her, und Therefe Mt*? Ja ' grecht doch. rü ei» Unglück geschehen?"
nißnahme und weiteren Veranlagung ergebenst zugehen.
Der Regierung--Präsident.
H a u f f o n v i l l e.
An die sämmtlichen Königl. Landkäthe des Regierungsbezirks und den Königlichen Polizei- Präsidenten hier, sowie an die sämmtl. Königl. Kreisphyfiker. A. II. 7655.
* *
*
Hers selb, den 4. September 1898.
Wird mit Bezug auf die Bekanntmachung des Herrn RegierungS-Präfideuten vom 11. März d. J. — Kreisblatt Nr. 34 — hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
I. 5340. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz.
Caffel, den 1. September 1893.
Königliches Landrathsamt beehre ich mich unter Danksagung für die bisherigen Bemühungen er- geben» zu benachrichtigen,'daß »er Zwangszögling Wilhelm Friedrich Louis sollst ein von Jranters- Haufen inzwischen aufgegriffen ist, weshalb ich mein Ersuchen vom 7. August d. Is II. Nr. 3714 als erledigt hierdurch zurückziehe
Der Landes-Direktor.
An Königliches Landrathsamt zu Hersfeld.
II. 390«
♦
Hersfeld, den 4. September 1893.
Wird den Herren OrlSpolireiverwaltern und der Königlichen Gendarmerie des Kreises mit Bezug auf bas Ausschreiben vom 9. August cr. I. 4955 (Kreisblatt Nr. 94) zur Kenntnißnahme mit getheilt.
I1. Nr 5370. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz.
„Nein, Rudolf," sagte Hohenthal und reichte ihm mit festem Drucke die Hand, „aber ich komme zu ernster Rücksprache — ich habe soeben meine Verlobung mit Grünn Therefe — gelöst!"
„Hohenthal, bist Du von Sinnen? Was soll das heßen? Es in nicht Dein Ernst!"
„Doch," der Baron bis vor Schmerz in die Lippen, um nicht laut aufzustöhnen; „die Gräsin zürnt mir auch nicht darüber —"
»Nein, Baron, das ist zuviel! Tiefe» Edel- muth kann ich »»chr anuehrnen. Rudolf soll die ganze Wahrheit erfahren. Ich selbst habe den Herrn Baron gebeten, mich freigugeben,” erklärte Therefe schlnch;ead.
Graf Rudolfs Antlitz zog sich unheilvoll drohend zusammen.
„Das sind ja eigenthümliche Entschlüsse, denen Doch wohl mehr als eine Laune za Grunde liegt."
„Allerdings!" enrgegn-te Therefe fest und richtete sich hoch and stolz in die Höhe, „jeder Zoll eine Tochter der Wsidensteins. ich habe ein gesehen, daß '.4 den Baron n.cht lieben kann, weil mein Herz einem Anderen gehört."
„Einem — Anderen!" Wie ein Du^äraül stek eine Ahnung der Wahrheit in des Grafen Seele, doch ftftrr unterdriwfte er dieselbe denn es konnte, es sollte nicht rein'
»Und ich dank es Eomt-ß, das sie mir dies mittherlte, mir Wären sonst beide an iüt*f h g'- marden. TeshalL m uL hur„ nüsa^si am es
Hersselb, den 4. September 1893.
Mit Rücksicht auf den im laufenden Jahre | allgemein bestehenden Futtermangel wird das Einzelhüten des Viehes in diesem Jahre ausnahmsweise unter der ausdrücklichen Bedingung im Kreise gestattet, daß die erforderlichen Sicherheitsmaßregeln genau beobachtet werden.
I. I. Nr. 5343. Der Königliche LandratH
Freiherr von Schleinitz.
Politische Nachrichten.
S e. Majestät der K a i s e r hat bei seinem Erscheinen auf lothringischem Boden sowohl seitens der Metzer Einwohnerschaft als auch bei der ländlichen Bevölkerung des Metzer Kreises einen so herzlichen und begeisterten Empfang gefunden, wie er auch in einem altdeutschen Theile des Reiches gewiß nicht schöner ausgefallen wäre. Wenn man erwägt, daß gerade in der lothringischen Hauptstadt die Protestbewegung gegen die Zugehörigkeit Elsaß-Lothringens zum neuen deutschen Reiche ursprünglich den festesten Rückhalt besaß und wenn man weiter den Umstand in Betracht zieht, daß die französisch sprechenden Bewohner dieses westlichsten Gebietes der Reichslande gegenüber ihren deutschen Landsleuten noch immer die Mehrheit bilden, so kann die dem Schirmherrn des Reiches in Metz und Umgebung gewordene freudige Aufnahme in Alt- deutschland nur um so größere Genugthuung hervorrufen Offenbar bekundet die festliche und enthusiastische Begrüßung, die dem Kaiser jetzt in den ehemaligen Domänen des el'aß-lothringiichen Protestlenhumes zu Theil geworden ist, einen fortschreitenden Aufschwung des deutschen Gedankens auch in diesen Bezirken der Reich-lande,
den Eltern so schonend wie möglich miljulheilea."
TherefeuS Hände umschiaugen des Bruders Arm, mit den blauen Märchenaugen blickte sie ihn stehend an uud, wahrend heiße Thränen über ihre Wangen rollte», sagte sie fest und deutlich:
„Ich liebe Friedrich zur Stellen und werde sein Weid werden. Rudolf hast Du kein gutes Wort für mich?"
Er zuckte zusammen, eine Blutweae schoß über die siustere Stirn, und mit harter, jäher Bewegung schüttelte er ihre Hand ab.
„Wenn Du Mich! im Wahnsinn redest, Therefe, dann allerdings habe ich sein Wort für Dich — höchstens eines der tiefsten Verachtung."
„Gemach, Rudolf," warnte Hohenthal, de« Finger hebend, gedenke wohl, was Da sprichst! Ein Wort w-egt schwer im Leben."
„Hohenthal," tief der Graf schneidend, „Tu sprichst für sie, Du, dessen ganzes Lebensglück dieser Bühnenheld vernichtete? .Hast Tu denn Fischblut in den Adern, Mensch, oder hältst Du nrchcs meh: auf Namen und Vaovenschild V
„C doch," sagte der Baron ernst, mägterd teure Lappen schmerzlich zuckten, ^ich bin ein Aristokrat, der niemals einen Fleck aus dem Wappen dulden würde, was ihm die Verfahren erworben haben, and wenn T: wüßtest, n ; ßarchtvar ich geLimpft, dann würdest Tn nicht wirr Fi-schöLut reden.”
„Und dennoch willst Tu Thores rer ich«, rLe