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Gleichstellung mit dem vornehmen Besitzer des „Perseus" vermochte sie zn begreifen. Da­neben konnte sie sich allerdings des Verdachts nicht erwehren, daß einige seiner vorherigen Bemerkungen nur auf eine Neckerei Walters abzielten. Als sie nun ihr Versprechen mit einem Handschlag ihrer zart behandschuhten Rechte bekräftigte, geschah es mit der unklaren Empfindung, daß sie vielleicht in nicht allzu ferner Zeit in die Lage kommen könne, ihn an sein Versprechen zu erinnern.

(Fortsetzung folgt.)

Zur Geschichte der Kan;c. - ^gelegentlich sei- neS Besuches in Hannover wies der Kaiser im Offiziers­kasino des dortigen Königs-Ulanen- Regiments beson­ders nachdrücklich auf die Bedeutung der Lanze hin.

Bekanntlich ist die Einführung der Lanze auch bei dem bisher damit nicht ausgerüsteten Teil der Kavallerie im preußischen Heere angeordnet worden, und so ist die ur­alte Waffe ivieder mehr zu Ehren ge­kommen. — Graf Montecucculi, der vielfacheSiegerüber die Türken, nannte die Lanze die Köni­gin der Waffen. Bis zur Einfüh­rung der Fener- waffeu war die Lanze die Haupt- nud Lieblingswuffe der schmerbepauzer- ten Reiterei ge­wesen; an ihre Stelle traten dann die neuen Feuer- ivaffeu, wie Faust­rohre, Karabiner, Arkebusen.

Die Lanze war so vollkommen aus der Reiterei ge= schwunden, daß wir im dreißigjährigen Kriege derselben nir­gend begegnen. Aber mit dem Verlust der blanken Waffe war auch der echte Rei- lergeist geschwunden. Erst nachdem einige berühmteFeldhcrreu der damaligen Zeit,

dieselbe wieder zu uns, wozu die polnischen Volksstämme besonders beitrugen.

Unter „Ulan" verstand man früher den Führer einer mit Lanzen bewaffneten Reiter­schar.

Friedrich der Große hat zuerst während des Krieges um den Besitz von Schlesien Ulanenregimenter errichtet, welche aber den gestellten Anforderungen nicht entsprachen und mit ihrer Waffe, der Lanze, nicht umzugeheu

lumenduft im Kämnierlein Mag zur Nacht gefährlich sein, Loch, was mir am Tag geschehen, Nein, das kann ich kaum versteh'».

>vie zum Beispiel Pappeuheim und Cromwell, eingesehen hatten, daß die Bedeutung der Ka­vallerie in dem Gebrauche der blanken Waffe, besonders beim Angriff, liege, trat dieselbe wieder in ihre alten Rechte. ' Es sollte aber lrotzdem noch eine lauge Zeit vergehen, ehe wirkliche Lanzenreiter in den Heeren zu finden waren.

Die von Osten heranstürmenden slavischen Reiterscharcu trugen die Lanze, und so kam

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Gefährlich

Lachend stieg aus Blumenflor Eine Lilie schlank empor, Die, ich weiß nicht, wie es kam, Mich im Nu gefangen nahm.

eine allgemeinere Verbreitung durch die Aus­rüstung der Landwehrkavallerie. Der Name „Ulan" verbreitete im Feldzug 1870/71 in Frankreich allgemeinen Schrecken, und in der französischen Presse wurden über diese Waffe die falschesten Gerüchte verbreitet. In der Hand eines gewandten Mannes ist die Lanze eine furchtbare Waffe, besonders der Kavallerie des Feindes wird sie verderblich werden; beim Angriff kann der Ulan den Gegner rasch er­reichen, im Hand­gemenge ist sie viel­leicht weniger über­legen, aber desto wirksamer bei der Verfolgung.

DieWunden der Lanze sind viel ge­fährlicher als die­jenigen, welche der Säbel oder der Pallasch schlägt; ein Lanzenstich setzt eher außer Gefecht, als jede andre Wunde, mit der blanken Waffe hervorgc- bracht. Die Her­stellung der Lanzen ist schwierig, man hat schon längst darauf verzichtet, sie aus einem Stück herzustellen, es mit verschiedenen Holz­arten, ja mit Bam­bus, versucht.

Schwierig ist auch das Anbringen der eisernen Spitze, wo­mit die wichtige Frage des Schwer­punktes verbunden ist; hat die Lanze mehr Vorderge- wicht, so wird die Last um so wuchti­ger sein, erfordert dann aber desto mehr Kraft in der Handhabung. —

DiepreußischeLanze wiegt zwei Kilo­gramm und ist 3,3 Meter lang. Die Lanze hängt an ei­nem ledernen Arm- riemen und steckt in einem bei dem Steigbügel ange­brachten Lanzeu- schuh, enthebt also die Reiter der fort­währenden Hand­habe; beim Angriff wird dieselbe ge­fällt. Die kleine Lanzenflagge am obern Ende des Schaftes in deuLau- desfarben ist noch eine mittelalterliche

^M

Veilchenäuglein unverwandt Haben wir ins Herz gebrannt, Und ein Rosenlippenpaar Hat berauscht mich ganz und gar.

Acmil Kindt.

verstanden; sie wurden deshalb zu Husaren umgewandelt. Ausländische Lanzenreiter wur­den hierauf in das preußische Heer aufgeuom- men, wozu nach der dritten Teilung Polens eine große Anzahl bäuerlicher Edelleute trat, eine Truppe, von welcher die heutigen Ulanen­regimenter ausgingen, deren Name nach der Hecresumgestaltung infolge des Tilsiter Frie­dens endgiltig beibehalten wurde.

Im Jahre 1813 erhielt die Lanze noch

Ueberlieferung, damals bezeichnete sie den Rang des Ritters. __________

Für Küche und Maus.

Kartoffel» und frische Zwetschen. Man kocht die Kar­toffeln mit einem Stück Butter oder Fett und Salz gar, giebt dann gut gewaschene, entsteinte Zwetschen hinzu, doch nur soviel, daß die Kartoffeln eine angenehme Saure erhalten, lägt diese weich kochen und rührt die Kartoffeln gut durch. Beilage, was man gerade hat.

Speise von saurer Sahne. */4 Liter saure Sahne, 6 Ei. dotter hinein, einen halben Eßlöffel Kartoffelmehl, das Weiße zu Schnee, Zucker nach Geschmack, % Stunde gebacken.