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Htlsseldtl Brrisblatt.
__________Mit wöchentlicher Kratis-Meilage ,Mustrirt«s IiuierhaltungsSlatt".__________
Nr. 25. fErstes Blatt s Sonnabend den 27. Februar 1882.
Amtliches.
Bekanntmachung, die Hauptergebnisse der Rechnung der Elementarlehrer-Witwen- und Waisenkasse des Regierungsbezirks Cassel für das Rechnungsjahr 1. April 1890/91 betreffend.
Nachdem die vorgedachte, von der Königlichen Regierungs-Hauptkasse hier aufgestellte Rechnung revidirt, den Kassen-Curatoren nebst den Belägen vorgelegt, von denselben als richtig anerkannt und daraufhin abgeschlossen, sowie die Entlastung von uns ertheilt worden ist, theilen wir deren Hauptergebnisse nach § 48 der Statuten den Mitgliedern dieser Witwen- und Waisenkasse in Nachstehendem mit.
Z u s a m m e n st e l l u n g der Einnahme und Ausgabe bei der Elementarlehrer-Witwen- und Waisenkasse des Regierungsbezirks Cassel für das Rechnungsjahr 1. April 1890/91.
Soll
Dagegen ist
Mithin wirkliches Soll
Titel
Gegenstand
Ist
Rest
Nach der vorigen Rechnung
Nach dem Etat
M.
Pf.
Ueber- haupt
M. |W.
Zugang
Abgang
M.
Pf.
M.
Ps.
M.
Pf.
M.
Ps.
M.
Pf.
M.
Pf.
—
Einnahme.
Bestand nach der vorigen Rechnung .....
27
50
5830
_
5857
50
_
_
5830
___-
27
50
I
Antritts- und Gehaltsverbesserungsgelder 20. .
—
27
50
—
—
21791
28
21791
28
—
731
96
21059
32
lla
Kapitalzinsen . . . .
21059
32
—
—
685
72
—
—
685
72
Ilb
Abgelegte Kapitalien
685
72
—
27912
_
27912
786
25
27912
786
25
III
Jahresbeiträge derKassen- mitglieder.....
444
59
341
66
_
_
22456
22456
1091
54
__
23547
54
IV
Jahresbeiträge der Gemeinden .....
23547
54
—
—
——
—
300
86
300
86
57
—
—
—
357
86
V
Sonstige Einnahmen
357
86
—
—
—
—
—
—
—
—
31859
61
-
31859
61
VI
Zuschuß aus der Staatskasse ......
31859
61
—
—
27
50
78290
14
78317
64
34480|12
34473
96
78323
80
Summa der Einnahme
77954 64
369
16
33
92
33
92
6
16
25
42
8
50
I
Ausgabe. Verwaltungskosten . .
8
50
____
.—
—
18200
18200
—
—
17544
80
655
20
II
Zur Anlegung als Kapital
655
20
--
—
62
50
59206
98
59269
48
18076
36
62
50
77283
34
III
Pensionen.....
77283
34
__
—
—-
849
24
849
24
—
841
64
7
60
IV
Sonstige Ausgaben . .
7
60
62
50
78290
14
78352
64
18076
36
18474
36
77954
64
Summa der Ausgabe Mit der Einnahme verglichen bleibt Bestand .
77954
64
—
—
| ~398
—
—
—
Cassel, den 19. Februar 1892.
Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen. Opitz.
Hersfeld, den 24. Februar 1892.
Diejenigen Herreu Ortsvorstände, welche mit Erledigung meiner Verfügung vom 19. Januar d. I. (Kreisblatt Nr. 11) betreffend die Einreichung der ErhebungSformulare für die Ermittelung des Ernteertrages vom Jahre 1891 noch im Rückstände sind, werden hieran mit Frist bis spätestens zum 1. L Mts. bei Metdung von 3 Mk. Strafe erinnert.
I. 331. Der Königliche Lauddath.
I. V.:
—-____________Braun, KreiSdeputirter.
Unter dem Rindvieh des Rudolf W i e g a n d dahier ist die Maul- und Klauenseuche auSge- brochen.
PhilippSthal, den 26. Februar 1892.
Der Bürgermeister Ltn gema nu.
reitet es stets besondere Freude, wenn Ich mit Märkern zusammen sein kaun. Umsomehr ist biel der Fall, wenn das gesammte Land Brandenburg, n so würdiger Weise vertreten, sich hier zusammen- findet. Die Worte, die soeben gesprochen worden sind, und welche Ihre treuen Gesinnungen Mir von neuem offenbaren, haben Mir sehr wohl gethan. Es ist Mir in Meiner schweren Arbeit doppelt angenehm und auch zu gleicher Zeit anregend, wenn in so warmer Weise Meine Bestrebungen für das Wohl Meines Volkes dankbare Anerkennung finden. Es ist ja leider jetzt Sitte geworden, an allem, was seitens der Regierung geschieht, herumzuuörgeln und herum- zumäkeln. Unter den nichtigsten Gründen wird den Leuten ihre Ruhe gestört und ihre Freude am Dasein und am Leben und Gedeihen unseres gesummten großen deutschen Vaterlandes vergällt. Aus diesem Nörgeln unb dieser Verhetzung entsteht schließlich der Gedanke bei manchen Leuten, als sei unser Land das unglücklichste und schlichtest regierte in der Welt, und sei eS eine Qual, in derselben zu leben. Daß dem nicht so ist, wissen wir Alle selbstverständlich besser. Doch wäre es dann nicht besser, daß die mißvergnügten Nörgler lieber den deutschen Staub von ihren Pantoffeln schüttelten und sich unseren elenden und jammervollen Zuständen auf das Schleunigste entzögen? Ihnen wäre ja dann geholfen, und uns thäten sie einen großen Gefallen damit. Wir leben in einem Uebergangszustande! Deutschland wächst allmählich aus den Kinderschuhen heraus, um in das Jünglingsalter etnzutrctev; da wäre es wohl au der Zeit, daß Wir uns von unseren Kinderkrankheiten freimachten. Wir gehen durch bewegte und aufregende Tage hindurch, in denen das Urtheil der großen Menge der Menschen der Obffctivität leider zu sehr entb-hrt. Ihnen werden ruhigere Tage folgen, insofern unser Volk sich ernstlich zusammennimmt, in sich geht und unbeirrt von fremden Stimmen auf Gott baut und die ehrliche fürsoraeude Arbeit seines angestammten Herrschers. Ich möchte dieses Ueber- gaugsstadium mit einer kleinen Geschichte vergleichend beleuchten, welche ich einmal gehört habe. Der berühmte englische Admiral Sir Frauc-s Drake war in Central-Amerika gelandet nach schwerer, stürmisch bewegter Reise, er suchte und forschte nach dem anderen großen Ocean, von dem er überzeugt war, daß er vorhanden sei, den die meisten seiner Begleiter jedoch als nicht existirend annahmen. Der Häuptling eines Stammes, dem das eindringliche Fragen und Forschendes Admirals ausgefallen, von der Macht seines' Wesens eingenommen, sagte ihm: «Du suchst das große Wasser; folge mir, ich werde es Dir zeigen", und nun stiegen die Beiden trotz warnenden Zurufs der übrigen Begleiter einen gewaltigen Berg hinan. Nach furchtbaren Beschwerden an der Spitze angelangt, wies der Häuptling auf die Waff rfläche hinter ihnen und Drake sah die wildbewegten Wogen des zuletzt von ihm durchschifften Meeres vor sich. Darauf drehte sich der Häuptling um, führte den Admiral um einen kleinen Felsvorsprung herum, und plötzlich that sich vor seinem entzückten Blicke der vom Gold der ausgehenden Sonne bestrahlte Wasserspiegel des in majestätischer Ruhe sich aus- breitenden Stillen Oceans auf. — So sei eS auch mit uns! Das feste Bewußtsein Ihrer, Meine Arbeit treu begleitenden Sympathie stößt mir stets neue Kraft ein, bei der Arbeit zu beharren und auf dem Wege vorwärts zu schreiten,
Der Kaiser aus dem Festmahl der braudenburgischen Stände.
Berlin, 24. Februar. Das Fest des Prm vinziallandtags der Mark Brandenburg fand heute Nachmittag in den glänzend dccorirten Räumen des Kaiserhofes statt. Anwesend waren Se. Majestät der Kaiser, Prinz Heinrich, Reichs- tagsprästdent von Levetzow, Landrath von Born- stedt, Minister Herrfurth, Oberpräsident von Achenbach, General von Versen.
Nach der ersten Rede des Laudraths von Bornstedt, welcher dem Kaiser die Huldigung der Mark Brandenburg darbrachte, hielt Se. Majestät folgende Ansprache:
Sie haben in althergebrachter Weise, zu Ihrer Arbeit zusammengekommen, als gute Brandenburger Ihres Markgrafen nicht vergessen. Dafür sei Ihnen mein herzlicher Dank gesagt. Mir be