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Hersseldtl Irwlliitt.
Mit wöchentlicher Hratis-Aeilage „Illustrirtes Anterhaltungsblatt".
Nr. 56. - ~ Dienstag den 12. Mai "° 1891.'
Amtliches.
., _ , , _ Bekanntmachung
Die Hauptergebnisse der Rechnung der Elementarlehrer-Witwen- und Waisenkasse des Regierungs- Bezirks Cassel für das Rechnungsjahr 1. April 1889/90 betreffend.
Nachdem die vorgedachte von der Königlichen Negierungs-Hauptkasse hier aufgestellte Rechnung revtdirt, den Koffen-Curatoren nebst den Belägen vorgelegt, von denselben als richtig anerkannt und daraufhin abgeschlossen, sowie die Entlastung von uns ertheilt worden ist, theilen wir deren Hauptergebnisse nach §. 48 der Statuten den Mitgliedern dieser Witwen- uud Waisenkasse in Nachstehendem mit:
v „ Zusammenstellung
der Einnahme und Ausgabe bei der Elementarlehrer-Witwen- und Waisenkaffe des Regierungs- BezirkS Cassel für das Rechnungsjahr 1. April 1889/90.
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8
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9716
18
11049
14
15
20780
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Gegenstand
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9716
18
9716
18
5830
16879
14
5970
42
10908
72
I.
21791'2821791
27912
22456
300
28
27927
5681
902
20,
25
27883
86
86
22456 —
30086
59
96
84
3824
98
32
78290
14
99070
46
10552 39
33854
27472 48
902
43
25
14
Ha.
Ilb.
III.
28
22515
96
IV.
384
3824
86
98
V.
VI.
75768
57
Einnahme.
Bestand nach der vorigen Rechnung . .
Antritts- und Gehalts- verbefferungsgelder
Kapitalzinsen . . .
Abgelegte Kapitalien .
Jahresbeiträge- der Kaffenmitglieder .
Jahresbeiträge der Gemeinden ....
Sonstige Einnahmen .
Zuschuß aus der Staatskasse . . .
Summa der Einnahme
9716
10881
27472
902
18
22
48
25
27
50
43
14
2251596
38486
3824 98
7574107
2750
33 18200
92
33 18200
92
23301,89
1562 17132'50
18
30
106750
I.
II
59206
849
98
24
59206
849
98
24
15326134
66479
74533
184
32
45
III.
IV.
'8290
14
78290
14
15326134|
17812,91
75803
57
| || 2486,57
Ausgabe.
Verwaltungskosten . Zur Anlegung als Kapital ..... Pensionen . . . . sonstige Ausgaben . Summa der Ausgabe Mit der Einuahme verglichen bleibt Bestand
18
30
1067
74470
184
50
82
45
62
50
7574107
62
50
Cassel, den 25. April 1891.
Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen. Opitz.
auf die Bestimmung zu 1 vom Lehrer besonders zu beachten.
4) Brustkranken Schulkindern ist vorkommenden Falls das gewünschte Wegbleiben aus der Schule zum Zwecke längerer Kuren bereitwilligst zu gestatten.
Schließlich bemerken wir, daß die Vorstände von Pensionaten, Krippen und Kleinktnderbewahr-An- stalten hiervon zur thunlichsteu Nachachtung in Kenntniß zu setzen sind und namentlich eine Einwirkung auf dieselben in der Richtung wüvschenswerth erscheint, daß schwindsüchtige Lehrer und Lehrerinnen nach Möglichkeit von der Ausübung der Kinderpflege ausgeschlossen oder doch wenig- stenS zur Beobachtung der erforderlichen Sicher- Heitsmaßregeln angehalten werden.
Ew. Hochwohlgeboren wollen als geschäftS- leitendes Mitglied des SchulvorstandeS diese Verfügung sämmtlichen Lokalschuliuspectoren deS Kreises zur Kenntnißnahme mitthetleu.
Königliche Regierung, Abtheilung für Mchen- und Schmfücheu.
Opitz.
An a) sämmtliche Landräthe, b) sämmtliche Stadtschul- deputationen, c) sämmtliche KreiSschulinspectoren bei Regierungsbezirks. J. B. 4269.
* * *
Hersfeld, den 9. Mai 1891.
Wird den Königlichen Herren Lokalschnlinspec- toten des hiesigen Kreises zur gefälligen Kennt- uißnahme und entsprechenden weiteren Veranlassung ergebenst mirgetheilt.
4729. Der Königliche Landrath.
In Vertretung: Braun, Kreisdeputirter.
Homberg, den 1. Mai 1891.
Königliches LandrathSamt benachrichtige ich ergebenst, daß unter dem Rindvieh des Christian Heinrich HaaS zu Oberhülsa die Maul- und Klauenseuche ausgebrocheu ist.
Der Landrath v o n G e h r e n.
Au Königliches Landrathsamt zu HerSfeld. Nr. 3343.
Hersseld, den 8. Mai 1891.
Wird veröffentlicht.
4739. Der Königliche Landrath.
In Vertretung: Heeg, Kreissekretair.
Cassel, den 27. April 1891.
Der Herr Ober-Präsident hat zur Verhütung der Tuberkulose durch Erlaß vom 3. Februar d. J. unter Bezugnahme auf das von dem Herrn Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten mitgetheilte, (im Amtsblatt vom 11. v. Mts. Nr. 10 Seite 36 auszugsweise abgedruckte) Gutachten der Wissenschaftlichen Deputation für das Medi- cinalwesen eine Reihe von Vorschriften erlassen.
Indem wir hierauf verweisen und unsere Runderlasse vom 5. September und vom 28. October 1876 B. 9891 und B. 10519, betreffend Rein- Haltung sämmtlicher zur Schule gehörigen Räume und Aborte, in Erinnerung bringen, treffen wir behufs möglichster Vorbeugung von Krankheiten noch folgendewetter gehende, streng durchzuführende Anordnungen:
1) Lehrer wie Schüler haben zur Entleerung ihres Auswurfs im Schulgebäude sich der
in geeigneter Beschaffenheit und genügender Zahl aufzustellenden Spucknäpfe zu bedteuen.
2) Die gründliche Reinigung der Schulräume hat anstatt, wie bisher, vierteljährlich, von jetzt an alle sechs Wochen und das Kehren der Schulräume anstatt wie bisher wöchentlich zweimal, fortan mindestens dreimal in der Woche zu erfolgen.
Bei dem Kehren der Schulräume ist der Staub thunlichst zu vermeiden, und zwar entweder durch nasses Aufwischen oder durch vorherige hinreichende Besprengung mit reinem Wasser. — Wo herkömmlich die Reinigung der Schulräume durch die Schuljugend besorgt wird, dürfen nur Mädchen aus der Oberklasse im Alter von 12 bis 14 Jahren hierzu benutzt werden.
3) OefterS hustende Schulkinder sind in Bezug
Aus dem Reichstage.
Berlin, s. Mai. In der heutigen (116.) Sitzung bei Reichstages wurde bei der Gefammtabstimmung die Novelle zur Gewerbeordnung gegen die Stimmen der Socialdemokraten genehmigt. Es folgte die dritte Berathung der Znckcrstcuervorlage. Reichskanzler v. C a P r i v i erklärt die bisherige Besteuerung des Zuckers für unhaltbar, die Regierung sei geneigt, den Antrag Orterer (5jährige Ausfuhrprämie) anzünchmcn. Falls der Antrag nicht angenommen würde, wird die Borlage wiederkehren, ob mit denselben Vorschlägen, fei fraglich. Er wolle keineswegs drohen, wünsche nur den Zuckerinteressenten klar zu machen, daß die Regierung im nächsten Zähre über die UebcrgangSzeit ander« denken könnte. Die Landwirthschast soll nicht geschädigt werden. Die Abg. Mirbach, Richter und Hatzfeld sprechen gegen den Antrag Orterer, KoSciclSki gegen die Aufhebung der Prämien. B c n n i g f c n erklärte, die Mehrzahl seiner Freunde sei für den Antrag Orterer, welcher ein schonender Uebergang sei. Die Regierung würde innerhalb scchS-Jahrc» keinen Versuch einer Aenderung machen. Der Reichskanzler erklärt diese Voraussetzung für richtig. Bei der Specialdebatte wird der Antrag Orterer mit 146 gegen 143 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten die Socialdemokraten, Freisinnigen, Volks»