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eiuzelnen besonders dringende» Fällen für Lehrer an staatlichen höheren Schulen, deren Kassen die s Mittel dazu bieten, mäßige Beihilfen zu ge- i währen.

* Bezüglich der Nachricht, daß ein Mädchen zum dritten Male aus der Erziehungsanstalt in Treysa eutflohen und ins Wasser gegangen sei, erläßt Herr Pfarrer Sardemann als Vor­steher dieser Anstalt folgende Berichtigung:Das Mädchen, welches einen, nicht drei Fluchtversuche gemacht hat, ist ein verwahrlostes Kind, daS längere Zeit in einer Familie in der Nähe von Treysa untergebracht war, dort aber so gründ­lich verzogen ist, daß die Unterbringung in einer Anstalt nothwendig wurde. Es ist nicht in's Wasser gegangen, sondern auf der Flucht ( bei dem Versuch, über einen Graben zu springen# in denselben gefallen. Seine Absicht : war, zu der Familie, die es erst vor wenigen : Wochen an die Erziehungsanstalt abgegeben, zu- 1 rückzukehren. 1

y .Hersfeld, 20. März. Mit dem 1. April d. I. erhält die hiesige Handwerksschule den Namen : gewerbliche Fortbildungsschule" : unb geht aus der staatlichen Verwaltung in die Verwaltung der Stadt Hersfeld über. Das bis- , herige Königliche Vorsteheramt erlischt, dagegen , tritt ein neugewählter Schulvorstand in Wirksam­keit, der aus den Herren Bürgermeister Braun (Vorsitzender), Superintendent Dr. V i a l, _ Laudes-Bauinsp.ctor Xylander, Apotheker Dr. Müller, Bauunternehmer N o l l und Schreinerweister Pforr besteht Als aufsichts- führender Lehrer fungnt Herr Ha Ptlehrer B u ch m a n n. Außer oemselv n unterr chten noch die Herren L hrer Hallen beiger und Ickier und Bauführer Buraer an der Schule - Heute Nachmittag 5 Uhr Mt n sich d« M t- glieder des neugewählten SchulvorstandeS oe« Lehrern und Schülern der Anstalt vor. Herr Bürgermeister Brauu hielt eme k rz An- spräche an die Schüler und sprach b«c Hoffn .ua aus, daß die Fortbildungsschule zum Wohl der Schüler und zum Gedeihen der Stadt beitragen möge. Darauf wurden die einzelnen Herren vor­gestellt. Zum Schluß entließ der Herr Haupt­lehrer Bach wann die Schüler am heutigen ; Schluß des Schuljahres, indem er die Erwartung anssprach, daß dieselbenl.m_ neubegmueuden Schuljahr recht zahlreich erscheinen und durch' Fleiß, Aufmerksamkeit und gute Leistungen sich auszeichnen möchte». Wir bemerken noch, daß die Anmeldung der in die gewerbliche Fortbildungsschule neu eintretenben Lehrlinge bet dem Herrn Hauptlehrer B a ch m a n n stattzu- finden hat.

(:) Hersfeld, 19. März. (Schöffen­gericht.) Wegen Entwendung einer Quant»ät Weiden erhielt der Tagelöhner Heinrich Klee von Mecklar eine Geldstrafe von 6 Mk. ev. 2 Tage Hast. Den Lohgerberlehrling Conrad Wille und den Georg Möller von hier be­legte der Gerichtshof wegen groben Unfugs mit einer Geldstrafe von je 6 Mk.Unter der An­klage der gemeinschaftlichen Körperverletzung standen die Fabrikarbeiter Heinrich F e y, Rein­hard Gutberlet, August Jean Glas und der Schneider Carl Glas. Jean Glas erhielt 3 Monate, die übrigen Angeklagten je 2 Mouate Gefängniß. Der Tagelöhner Friedrich August Schmidt aus Giebigeustecu bet Halle a./I. wurde wegen Bettelus zu 14 Tagen Haft verurtheilt.

Nicht auf das Verhalten der Nachbarn ein; ihr! ungünstigen Lichte erscheinen.

ffibropt» lau mit nnhprem ß^hiptp. Kpitr hnH» Dora aber wollte es bedünken, als gehöre der Freundin Glück zur Vollendung ihres eigenen. Wie oft, wenn sie später in dem so lange ge­haßten und vermiedenen Wehrkitten zusammen-

Wlag auf anderem Gebiete. Felix hatte Schweiz nicht nur seine alten Studien

Wieder ausgenommen, sondern seine Beobachtungen auch in schöner Form niedergeschrieben, und dies Werk war bei seiner Rückkehr fast bis zum Schluß gediehen, den er nun unter freundlicheren Verhältnissen, ermuthigt durch Doras freudiger »me, hinzufügte. Es gewährte ihm eine efrtedtguug, daß diese Arbeit ihm Lob und Anerkennung von bedeutenden Gelehrten eiutrug.

Den größten Einfluß aber hatte die befreiende Wendung von Wertzaers Gcsch ck auf Anna und Radowsky. Mit einer Energie, die früher niemand dem schüchternen Mädchen zugetraut hätte, vertrat sie ihre Liebe zu dem jungen Manne. Ihr Vater gab seine Einwilligung von Herzen gern und auch Frau von Mohrthal leistete nicht so hartnäckigen Widerstand, wie man von ihr hätte erwarten sollen. Die letzten Er­fahrungen mit Scheppwitz hatten die würdige Dame sehr aufgeregt, uno der Gedanke, welch' ein Unglück seine Verbindung mit Anna gewesen Wäre, ließ ihr die Ehe ihrer Tochter mit dem geliebten bürgerlichen Manne in einem weniger

t Kleittettfee, 18. März. Am 15. d. Mts. wurde der seitdem 23.November v.J.verschwundene Michael Keulmann aus Hönebach in dem in hiesiger Gemarkung belegenen Säulingssee als Leiche aufgefunden. 2C. Keulmann war dem Trunke sehr ergeben und ist daher, da ein Ver­brechen nicht vorzuliegen scheint, anzunehmen, daß derselbe in trunkenem Zustande in den See ge­rathen ist und hierbei seinen Tod gefunden hat.

Cafsel, 19. März. Eine militärische Feier fand gestern Vormittag auf dem Frie­drichsplatz statt, die Uebergabe der neuen Fahne an das Landwehr-Bataillon. Die Generalität, die Landwehr- und Reserveofficiere waren bei der feierlichen Ueberreichung zugegen. Der commandirende General des 11. Armeecorps, Se. Excellenz General der Infanterie von Grol« man», hielt eine Ansprache an das Bataillon, wonach Parade stattfand. Die Zutheilung von Fahnen an die Landwehr beruht auf einem kaiser­lichen Befehl vom letzten Jahre. (Tgbl.)

Cafsel, 17. März. Am 31. d. Mts., dem dritten Ostertag, findet imCasseler Hof" die zweite Jahresversammlung derLehrer an städtischen Fortbildungsschulen in Hessen" statt. Dieser Verein, welcher die Hebung und Förderung der städtisches Fort- dtldungs- und Haüdwerkerschulcn bezweckt, wurde voriges Jahr in Cassel gegründet. Der Vor­sitzende bleiben ist Herr Rector Schanze in Eschwege.

Altenritt«, 19. März. Heute früh brach hier Feuer aus, bei welchem eine Scheune und Stallung gänzlich abbrannten, das Dach vom Wohnhaus beschädigt wurde. Auch 4050 Schafe Lm n tn den Flammen um.

J. ftät, 17. März. Gestern Nachmittag machte e i. Lieft irr Einwohner, welcher früher. Gärtner auf Osm Fürsteustein gewesen war, seinem Leben iuÄ Er ängev ein Ende. Um diese unselige Ehat ungestört ausführen zu können, hatte er zwei seiner Kinder nach Eschwege geschickt.

HofgeisMar, 18. März. Ein sehr beklagens- werther Unglücksfall ereignete sich heute Vormit­tag in dem benachbarten Kelze. Der Klempner- lehrliug M e i l von hier stürzte beim Anbringen einer Rinne aus einer unbeträchtlichen Höhe herab, wodurch sein Tod augenblicklich eintrat.

Fritzlar, TS^März. Die Wintersaaten haben durch starke Fröste sehr gelitten, rkMMMÄsNft dies bei dem hauptsächlich angebauteu englischen Waizen der Fall, welcher zum großm Theile umgepflügt werden muß, während der einheimische rothe Walzen sich besser gehalten und einen be- souberu Schade» nicht genommen hat.

Verwischtes.

Wieder ist ein Mittel gegen die Tuberkulose aufgefunden worden. Der Entdecker ist der Dr. Iulius Pick in Wie». DieInternat, kl. Rundschau" schreibt darüber: Von der Thatsache ausgehend, daß die Tuber­kulose bei den Rauchfangkehrern, so lange die- ftiben ihrem Berufe nachgehen, eine äußerst seltene Erscheinung ist, hat Dr. Pick therapeutische Ver­suche mit Kohlenruß angestellt. Es hat sich hierbei ergeben, daß nicht dem Kohlenstaub als solchem, sondern gewissen in demselben enthaltenen Substanzen organischer Natur die immunisirende Eigenschaft gegenüber der Tuberkulose zukommen muß. Dr. Pick gelang es, diese wirksamen Sub-

saßen, gedachten sie der vergangenen Zeiten mit Ernst der schweren Erlebnisse, mit Lächeln Annas thörichter Thräume, und gestanden ein­ander, daß alle ihre Hoffnungen und Erwartungen sich mehr als erfüllt hatten.

Mochten aber Weißners sich noch so wohl bei diesen braven Menschen fühlen, am liebsten waren sie doch zu Hause. Ihr Glück blieb ungetrübt und erschien ihnen größer, als gleich nach der Hochzeit, obwohl ste es auch damals mit frohem Herzen genossen hatten. Die Erlebnisse dieser beiden Jahre hatten ste fester als irgend etwas verbunden und ein fröhliches Geschlecht blühte unter ihren Augen auf.

Kirchliche Nachrichten.

Gottesdienst Sonntag den 22. März. Vormittags: Herr Pfarnr HoSbach. Nachmittags: Herr Pfarrer Schaub.

stanzen durch Destillation des Kohlenrusses in Lösung zu erhalten. Das so gewonnene Prä­parat stellt eine braune, klare Flüssigkeit dar, von schwach sauerer Reaction, bitterem Geschmack und schwachem Rußgeruch. Diese Flüssigkeit enthält weder Blausäure noch Kreosot, wenig­stens nicht in Mengen, die leicht nachweisbar sind. Die Versuche, welche mit dieser Flüssigkeit an mehreren Kranken angestellt wurden, haben bisher recht günstige Heilwirkungen ergeben. Besonders bemerkenswerth ist folgender Fall. Ein Oberlehrer aus Landskroo, 45 Jahre alt, leidet seit etwa zwei Jahren an Husten und Stimmlosigkeit in Folge einer Tuberkulose der Lunge und des Kehlkopfes. Dr. Pick ließ diesen Kranken die in Rede stehende Flüssigkeit zum Theil inhaliren, zum Theil innerlich einuehmen; und siehe da, der Erfolg dieser Behandlung war ein ganz auffallender. Nach einer etwa fünf­wöchigen Behandlung war der Husten und der Auswurf geschwunden, der Kranke begann wieder mit lauter Stimme zu sprechen."

London. Nach einer Meldung deS Reuterschen Bureaus" aus Gibraltar stieß der englische DampferU t o p i a", von Triest nach New-Iork, mit 700 italienischen Auswanderern unterwegs, in der Bucht bei einem Südweststurme mit den englischen PanzerschiffenA n s o n* und Rodney" zusammen und sank. Mehr all 200Personen, darunter Frauen und Kinder, sollen das Leben eingebüßt haben; die Schiffsmannschaft soll gerettet sein. Sämmt­liche im Hafen von Gibraltar liegenden Kriegs­schiffe, darunter die schwedische CorvetteFreya", setzten Boote zur Rettung der gefährdeten Per­sonen aus. Viele wurden auf diese Weise ge­rettet. Mehr als 180 Personen wurden von den Schiffen ausgenommen; andere wurden ans Land gefitzt, wo sie vorläufig in den Hospitälern unter­gebracht sind. London, 18. März. Nach einer Depesche vonLloyds" aus Gibraltar von heute wird die Zahl der Passagiere und Mann­schaften derUtopie*# die in den Wellen um« kamen, auf nahe an 500 geschätzt. BiS jetzt sind 318 Personen als gerettet gemeldet, und 90 Todte aufgefuudeu. Nach weiteren Meldungen aus Gibraltar vom 18. d. M. AbendS konnten die Rettungsboote wegen des starken SturmeS an dieUtopta* nicht herankommen und mußten sich

Meilen Fort gerissenen auf« ften der englischen und schwedischen Boote wetteiferten miteinander in den Bemühungen, die Ertrinkenden zu retten. Die Panzerschiffe ließen electrtsches Licht auf dir See fallen. Die Zahl der Ertrunkenen wird gegenwärtig auf 576 angegeben, darunter befinden sich zwei englische Seeleute von einer Schaluppe des englischen Panzerschiffes Jmmortalit^", welche an die Felsen geschleudert wurde.

(Die vertauschte Braut.) Unter diesem vielverheißenden Titel erzählt der »Pest. Ll." folgende Geschichte: Die Gemeinde Siklo bei Arad ist die einzige in Ungarn, wo die Zahl der Männer genau so groß ist wie die der Frauen, nämlich je 1416. Es kann also dort jeder Mann seine Lebensgefährtin finden, nur Vassilte Angyel war dies nicht im Stande, und er ging nach Szekudvar, um dort eine Braut zu suchen. Unter den drei Töchtern einer Familie wählte.er die schönste und jüngste zur Lebens­gefährtin. Als glücklicher Bräutigam kehrte er nach Siklo zurück; am Sonntag erschien er wieder in Szekudvar und führte, nicht nur von Liebe etwas trunken, die Braut zum Altar, vor dem der Pope in üblicher Weise die Trauung vor« nahm. Als der Schleier von der Braut fiel, machte Angyel die Entdeckung, daß er betrogen sei; denn man hatte ihm nicht die jüngste, sondern die älteste der drei Schwestern angetraut. Er raisonnirte sofort und raisonnirte am nächsten Tage; aber es war ihm nicht mehr zu helfen, und er mußte sich in sein Schicksal ergeben.

I Verfälschte schwarze Seide. Man |

, verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu

Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hell- bräunlicher Farbe. Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen dieSchußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff er­schwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik- Däpüt von G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich versendet gern Muster von seinen ächten Sciden- stofsen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke Porto- und zollfrei in's HauS. Doppelte« Briefporto nach der Schweiz.