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Herssti-el lieiüblatt.
__________Mit wöchentlicher Hratis-Meilage „Illustrirtes Hluterhalkungsblatt".__________
Nr. 20. Smuibend den 14. Februar 1891.
Erstes Blatt.
Amtliches.
Bekanntmachung
wegen Ausreichung der Zinsscheine Reihe XXI zu den Preußischen S1^ "/yigen Staatsschuldscheinen von 1842 und der ZinSscheine Reihe II zu den Schuldverschreibungen der Preußischen konsoli- dirten 4°/eigen Staatsanleihe von 1881.
Die ZinSscheine Reihe XXI Nr. 1 biS 8 zu den Preußischen B^^tgen StaatSschuldscheinen von 1842 über die Zinsen für die Zeit vom 1. Januar 1891 bis 31. Dezember 1894, sowie die ZinSscheine Reihe II Nr. 1 bis 20 zu den Schuldverschreibungen der Preußischen konsoli- dirten 4°/etgen Staatsanleihe von 1881 über die Zinsen für die Zeit vom 1. Januar 1891 bis 31. Dezember 1900 nebst den Anweisungen zur Abhebung der folgenden Reihe werden vom 1. Dezember d. I. ab von der Kontrolle der StaatSpaptere Hierselbst, Oranienstraße 92/94 unten links, Vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage und der letzten drei Geschäftslage jeden Monats, auSge- reicht werden.
Die ZinSscheine können bei der Kontrolle selbst in Empfang genommen oder durch die Regie- rungshauptkassev, sowie in Frankfurt a/M. durch die KreiSkasse bezogen werden. Wer die Empfang- Nahme bei der Kontrolle selbst wünscht, hat derselben persönlich oder durch einen Beauftragten die zur Abhebung der neuen Reihe berechtigenden Zinsscheivanweisungen mit einem für jede der beiden genannten Schuldgattungen getrennt aufzustellenden Verzeichnisse zu übergeben, zu
(Unbefugter Nachdruck verboten.)
Aus heiterm Himmel.
Von J. Hütten.
_ , , ^(Fortsetzung.)
, Doch wachen Sie sich um mich keine Sorge; ich fühle mich hier wohl und werde den Kotillon mit meiner Frau tanzen."
, »Ich hoffe, das ist nicht Ihr letztes Wort," sagte Scheppwitz sich nähernd; „ich wollte soeben Ihre Frau Gemahlin um diesen Tanz bitten." „Versuchen Sie es," meinte Felix lächelnd. „Ich hindere meine Frau nicht, und va fie sehr besorgt um meine Gesundheit ist und immer fürchtet, ich könnte mir zu viel zumuthen, geht fie vielleicht auf den Tausch ein."
Demzufolge suchte Scheppwitz Dora auf und trug seine Bitte vor, erhielt aber einen ablehnenden Bescheid. Auch als er ihres Mannes Worte wiederholte, blieb sie bet ihrer Weigerung. »Ja, ich nehme sehr Bedacht auf seine Gesundheit,- sagte sie ruhig, „aber beim Kotillon steht es uns ja frei, ab und zu eine Tour zu übergehen, falls Felix sich ermüdet fühlen sollte, und so möchte ich lieber bei unserer Verabredung bleiben."
Er trat etwas pikiert zurück, grade als Frau .von Mohrthal vorüberrauschte. Sie wandte sich
welchem Formulare ebenda und in Hamburg bei dem Kaiserlichen Postamts Nr. 1 unentgeltlich zu haben sind. Genügt dem Einreicher eine numerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das Verzeichniß einfach, wünscht er eine ausdrückliche Bescheinigung, so ist es doppelt vorzu- legen. Im letzteren Fall erhalten die Einreicher das eine Exemplar mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sofort zurück. Die Marke oder Empfangsbescheinigung ist bei der Ausreichung der neuen ZinSscheine zurückzugeben.
In Schriftwechsel kann die Kontrolle der Staatspapiere sich mit den Inhabern der Zinsscheinanwei- sungen nicht einigsten.
Wer die ZinSscheine durch eine der oben genannten Provinzialkaffen beziehen will, hat-derselben die Anweisungen mit einem doppelten Verzeichnisse einzureichen. Das eine Verzeichniß wird mit einer Empfangsbescheinigung versehen sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der ZinSscheine wieder abzuliefern. Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Provinzialkaffen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu bezeichnenden sonstigen Kassen unentgeltlich zu haben.
Der Einreichung der Schuldverschreibungen bedarf es zur Erlangung der neuen ZinSscheine nur dann, wenn die Zinsscheinanweisnnaen abhanden gekommen sind, in diesem Falle sind die Schuldverschreibungen an die Kontrolle der Staatspapiere oder an eine der genannten Pro- vtvzialkassen mittelst besonderer Eingabe einzu- reichen.
Berlin, den 28. October 1890.
Königliche Hauptverwaltung der Staatsschulden. I. 2457. gez. SydoW.
Cassel, den 5. November 1890.
Die vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die Formu
huldvoll an ihn: „Ich hoffe, Herr von Schepp- Witz, Sie lassen unsere jungen Mädchen nicht vergeblich warten, sondern mischen sich auch unter die Tanzenden."
„Gew>ß, gnädige Frau," erwiderte er schnell, „ich wollte soeben Ihr Fräulein Tochter zum Kotillon engagieren."
„So wünschte ich, sie hätte den Tanz noch nicht vergeben," sagte Frau von Mohrthal und hatte die Genugthuung, gleich darauf zu sehen, daß Scheppwitz wirklich seinen Namen auf Annas Karte schreiben durfte. Die Aufmerksamkeiten, die er ihrer Tochter erwies, seit er in Emilien- Hof häufiger mit ihr zusammentraf, schmeichelten ihrem mütterlichen Herzen und eröffneten ihr eine angenehme AuSsicht für die Zukunft.
Scheppwitz hielt sich geflissentlich von Dora fern. Wohl mußte er sich sagen, daß fie ihm nie ein Recht gegeben hatte, sich als ihren Ritter zu betrachten, aber doch verletzte ihn ihre zwiefache Abweisung in hohem Maße. Der Ballsaal war ihm verleidet, er zog sich früh in eines der Rauchzimmer zurück, wo mau ihn mit offenen Armen empfing. Dort mußte er in den ausgezeichneten, feurigen Weinen, welche Mohrthal seinen Gästen vorletzte, den Herren Bescheid thun, und konnte seiner schlechten Laune durch bissige Bemerkungen Über die Damen Ausdruck
lare zu den in derselben gedachten Verzeichniffen bei der Regierung? - Hauptkasse hier und den sämmtlichen Stenerkaffen des Regierungs-BezirkS unentgeltlich zu haben sind.
Königliche Regierung. • ___________gez. Rothe.______________
Hersfeld, den 9. Februar 1891.
Den Königlichen Herren Lokalschulinspectoren übersende ich in den nächsten Tagen die mir von der Königlichen Regierung zu Cassel unter dem 28. Januar d. J. B. 1232 unter Hinweis auf den im Dezember-Heft des Centralblatts für die gesammte Unterrichtsverwaltung in Preußen von 1890 abgedruckten Allgemeinen Erlaß deS Herr« Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medi- cinal - Angelegenheiten vom 18. October 1890 U. III. a. 1038 mitgetheilten und für die Schulen des hiesigen Kreises bestimmten Exemplare deS Ergänzungshefts zum Seminar-Lesebuche mit dem ergebensten Ersuchen, die Uebermittelung an die einzelnen Schulen gefälligst veranlassen und für die Eintragung dieses Heftes in das Schul- iovsntar Sorge trogen zu wollen.
1304. Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz.
" Hersfeld, den 12. Februar 1891.
Diejenigen Herren Ortsvorstände deS hiesige« Kreises, welche mit der Erledigung meiner Verfügung vom 30. Mai 1879 Nr. 6474, im KreiS- blatt Nr. 44, das Einbtuden der Kretsblätter betreffend, noch im Rückstände find, werden hier«« mitFristbiszum22. d. M t s. erinnert. 1521. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz.
Hersfeld, den 12. Februar 1891.
Diejenigen Herren Ortsvorstände des hiesigen Kreises, welche mit der Erledigung meiner Verfügung vom 9. Februar 1884 Nr. 1721, im KreiS- blatt Sir. 20, die Revision der FeuerungSanlagen
geben. Er fand das dankbarste Publikum; jeder seiner Scherze wurde mit Jubel unD Lachen ausgenommen, biS Schnitze bazwische« rief: „Seht doch einer den Heiligen! Thut er, als verachte er alles Weibliche und weiß ihm doch sehr gut zu huldigen! Jetzt, Scheppwitz, lassen Sie uns einmal Ihr Urtheil über Frau Dr. Meißner hören." , „
„Ich hoffe, Ihre beiden Sätze sollen keine« inneren Zusammenhang haben," rief der An- geredete, gereizt durch die Erwähnung dieser Frau und noch mehr durch daS völlige Schweigen, das Schultzes Worten folgte unb ibm bewies, daß man allgemein ihn mit ihr in Verbindung brächte.
„Ich habe nichts gesagt" lenkte der dicke Herr sofort ein, während Romeyke verwundert sagte: „Natürlich immer DiScrettou, wenn es fich um Damen handelt, aber hier unter uns, Scheppwitz —" doch durch die drohende Haltung der jungen Mannes eingeschüchtert, brach er ab und meinte: „Es ist nicht ein einziger unter uns, der Ihnen nicht den Umgang mit der schönen Frau gönnte und Sie zugleich um ihre Gunst
beneidete."
„Ich frage weder nach dem einen, noch nach dem andern," war die hochmüthige Entgegnung.
„Was fällt Ihnen ein, Scheppwitz?" yUf