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Packhäuser konnten nur mit großer Anstrengung ; dürfte eine Mittheilung darüber, wie dies möglich | von der Feuerwehr erhalten werden, haben jedoch r1***1- auch durch Feuer und Wasser gelitten. Der 1 Totalschaden beträgt ungefähr eine Million Mark, s Das niedergebrannte Packhaus ist bei 8 Gesell- t schaffen mit 600 000 Mark versichert.

Berlin, 26. September. Die Zahl der alljährlich wiederkehrenden Fälle, daß Personen beim Kegelschieben durch irgendwelchen verhäng- uißvollen Zufall verunglücken, läßt sich leider um einen neuen vermehren. Ein hiesiger Restaurateur Z. schob vor einigen Wochen mit einer Anzahl Freunde seinen regelmäßigen Stamm Kegel. Hierbei hatte Z. das Unglück, sich beim zu tiefen Aufsetzen einer Kugel einen großen Splitter von dem Aufsatzbrett unter den Nagel des Mittel­fingers der rechten Hand zu jagen. Seine Be­mühungen, den Splitter selbst zu entfernen, waren vergebliche, und so ließ er es bei der Hoffnung bewenden, daß der Körper ihn früher oder später selbst ausstoßen werde. Allmählich jedoch zeigte sich an dem verletzten Finger eine Entzündung, die sich dann auch dem Arme mittheilte uud schließlich so schlimm wurde, daß Z. schleunigst nach der Charttä geschafft werden mußte. Hier ist er an einer Blutvergiftung am Sonnabend gestorben.

Auf dem vor einigen Tagen abgehaltene» Viehmarkte in Sandstedt (Prov. Hannover) verlor ein auswärtiger Landmann seine Brief­tasche, in der sich 1000 Mk. in Papiergeld be­fanden. Eine Fraw fand dieselbe und händigte sie dem Verlierer wieder ein. In der Freude seines Herzens kaufte derselbe der ehrlichen Frau einen Pfefferkuchen für 50 Pfg.

Die durch die Ueberschwemmungen im Süden Frankreichs hervorgerufenen Verluste werden auf 5060 Millionen FrancS beziffert. Die Zahl der Ertrunkenen beträgt 40. Ueberall werden Aufforderungen zur Unterstützung der Nothletdenden erlassen.

Paris, 27. Septbr. Fortgesetzt treffen trostlose UeberschwemmungSberichte aus Süd- Frankreich ein. Im Departement Ardeches allein sind 60 Menschenleben verloren, der Schaden be­ziffert sich auf sechs Millionen, Tausende von Arbeitern find brodlos.

18615 Mark Ersparnisse hat in einem Jahr die Bollesche Meierei iu Berlin durch veränderte Fütterung ihrer Pferde erzielt, und

gewesen ist, nicht nur für alle Pferdebesitzer, sondern auch für weitere Kreise von Interesse sein. Die dort stehenden 150 Pferde erhielten früher täglich 8 Kilogramm Hafer und 8 Kilogramm Mais; der hohen Haferpreise wegen ist aber seit einem Jahr den Thieren täglich 2 Kilogramm Getreideschlemme, 2 Kilogramm getrocknete Bier- treber und 9 Kilogramm Mais gereicht worden. Die mit dieser veränderten Fütterung gemachten Erfahrungen sind ausgezeichnet. Die Pferde befinden fich sehr wohl und es kommen sogar weniger Verdauungsstörungen vor wie früher.

Den Roman einer Cassirerin erzählt der »Bester Lloyd" wie folgt: Ilona Jozsa, die hübsche Tochter eines in den sechziger Jahren verstorbenen armen Veßprimer Schusters, war nach Hamburg als Kaffeehauscassirerin ge­kommen. Dort machte sie die Bekanntschaft eines jungen Preußen, der ihr endlich Herz und Hand anbot. Das Mädchen sagte nicht Nein und wird nun die Gattin des Waffenfabrikanten Rudolf Bellau, eines mehrfachen Millionärs, der in Nürnberg ein riesiges Etablissement besitzt. Die | Braut erhielt von ihrem Bräutigam 10000 Mk., um nach Veßprim zu reisen und die zur Hochzeit nothwendigen Dokumente zu beschaffen. Die künftige Million ärsgatti» weilt gegenwärtig be­reits in ihrer Vaterstadt.

N e w - N o r k, 25, September. Der seit Jahrhunderten erloschene Vulkan Mombacho in Nicaragua ist plötzlich wieder in Thätigkeit getreten, und die umliegenden fünf Städte find von einem Erdbeben halb zerstört worden. Die Einwohner fliehen entsetzt. In dem verlassenen Gebiet treiben sich Diebesbanden umher. Um diesem Unwesen zu steuern, entsandte die Regierung Militär dorthin und proclamtrte das Standrecht. Heute begannen mächtige Rauch­säulen aus dem alten Krater aufzusteigen.

Professor (in der Klasse):Es riecht hier so eigenthümlich brenzlich Kiesemann, riechen Sie nichts?"Nein, Herr Professor I" AberKiesemann, Sie alsPrimus sollten'S doch riechen!"

(Kindermund.) »Aber Onkel Fritz, Du hast ja Deine Augen noch alle beide!* »Warum sollt' ich denn nicht, Du Närrchen?" »Ei die Mama hat doch gestern gesagt, Du hättest ) eins auf Schwester Helene geworfen."

- (Ein Pantoffelheld.) Arzt: »Ä^ ich Ihnen lieber Pillen oder Tropfen verschreiben?' W Patient (zu seiner Gattin): »Liebe Amalid H was ist Dir am ang en eh mst en?"

(Verunglückte Werbung.) Sir! Mein Vater hat Dir meine Hand verweigert. Wie kam das? Er: Sehr schnell . . . Sir: Wahrscheinlich hast Du die Sache zu plump an­gefangen und bist gleich mit der Thür ins Hans gefallen,? Er: Im Gegentheil: durch dir Thür aus d em Ha us!

Gedankensplitter.

8ufrieden sein ist große Kunst, ufrieden scheinen bloßer Dunst, ufrteden werden großes Glück, Zufrieden bleiben Meisterstück.

Hofgeismar, 26. September. Ein blutiger Akt hat sich gestern Abend in unserer benachbarten Colonie Friedrichsdorf abgespielt. Beim Dreschen mit der Maschine gerieth der Arbeiter Fülling aus Zwergen mit dem Arbeiter Fehring aus demselben Orte und dem Oekonom Großjah» aus Friedrichsdorf in Streit. Nachdem der Streit anscheinend geschlichtet, sagt der rc. Fülling, , er werde Beide todt stechen, holt sich aus eine» | Nachbarhause ein großes Messer, dringt auf den achtlosen Fehring ein und reißt demselben die ganze Brusthöhle auf, stürzt dann auf Großjahn und verletzt diesen durch einen kräftigen Stich in die Lunge. Fehring ist so schwer verletzt, daß der Arzt an seinem Aufkommen zweifelt, ebenso ist die Verletzung des Andern nicht ohne Lebensgefahr. Der Mörder wurde durch den Gensdarmen Rohde noch gestern Abend dein hiesigen Amtsgericht eingeliefert. Fülling hat schon wegen einer Messer-Affaire drei Monate gesessen.

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