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Herssel-er Kreisblstt.
Mit wöchentlicher Kraiis-Meilags „Mugrirks AnterhaktungMatt".
Nr. 61. Dienstag den 27. Mai" 1890.
Amtliches.
Hersfeld, den 23. Mai 1890.
Für die am 3. September 1869 zu Kerspen- Hausen geborene Anna Catharina Freund und den am 1. März 1871 daselbst geborenen Taglöhner ConradFreund ist um Entlassung auS dem diesseitigen Staalsverbande behufs Auswanderung nach Nordamerika nachgesucht worden.
4937. Der Königliche Landrath
Freiherr von S ch l e i n i tz.
Bei der am heutigen Tage stattgefundenen Ausloosung von Rentenbriefen der Provinz tessen-Nassau für das Halbjahr vom 1. pril bis 30ften September 1890 sind folgende AppointS gezogen worden:
1) Litt. A ä 3000 Mark.
Nr. 39 43 49 52 81 145 170 171 197 203 205 227 269 299 327 335 343 357 379 404
431 458 474 496 497 502 505 529 547 550
564 581 588 598 620 632 637 657 663 677
687 726 758 759 804 836 898 930 933 965
969 978 985 1020 1021 1032 1037 1038.
2) Litt. B ä 1500 Mark.
Nr. 12 22 48 54 97 147 154 164 165 169
201 224 225 240 241 246 252 266 270 273
280 336 354 386 452 479 481 510 512 514
525 529 566 573 578 587 593 687.
3) Litt. C ä 300 Mark.
Nr. 4 13 71 89 93 120 131 136 152 153 154 178 201 204 206 230 252 283 297 357
358 359 375 409 429 448 465 468 479 480
487 585 589 593 611 628 629 645 656 665
668 682 686 701 711 726 747 766 774 786
808 813 815 834 854 881 902 904 906 918
919 926 981 1002 1003 1082 1083 1091 1123 1162 1168 1170 1175 1295 1337 1345 1354 1459 1541 1568 1583 1798 1815 1858 1866 1909 1932 1962 1968 2093 2094 2096 2119 2189 2227 2237 2251 2354 2402 2450 2475 2531 2564 2569 2593 2758 2762 2780 2783 2826 2836 2899 2906 2985 2990 2999 3011 3067 3069 3107 3116 3192 3209 3259 3264 3396 3438 3450 3465 3539 3555 3559 3572 8659 3664 3693 3695 8759 3760 3781 3806 3912 3922 3932 3936
1007 1010 1031 1078 1125 1130 1133 1144 1176 1218 1258 1263 1377 1383 1384 1385 1589 1753 1757 1792 1869 1876 1894 1905 1976 2001 2007 2021 2135 2144 2164 2179 2289 2302 2312 2340 2482 2501 2511 2528 2614 2646 2713 2733 2785 2795 2804 2814 2955 2966 2977 2981 3020 3025 3050 3051 3120 3149 3159 3191 3273 3286 3299 3384 3486 3490 3510 3519 3577 3585 3603 3628 3697 3710 3727 3734 3812 3841 3843 3849 3992 4012 4033.
4) Litt. D ä 75 Mark.
174 212 Sä43"“ “ 68 77 96 97
416 420 437
527 535 562
651 654 672
785 787 795
936 974 975
242
443
579
676
841
258 453
582 688
848
261
475
585
697
275
499
588
743
296
500
598
747
1167
1254
1450
1600
1828
1172
1320
1454
1602
1831
855 863 886
1025 1048 1067 1137 :
1206 1211
117
I 369 । 501
624
' 766 i 910 1156
1326
1468
1694
1330
1499
1738
1832 1851
1215
1379
1550
1779
1877
1228
1380
1551
1802
1884
1244
1424
1580
1820
1905
157
372
526
629
767
933
1157
1252
1432
1591
1823
1908
1937 1943 1945 1952 1961 1986 2003 2019
2042 2056 2069 2087 2139 2162 2190 2196
2197 2204 2206 2239 2259 2276 2278 2301
2308 2309 2310 2312 2364 2384 2468 2481
2483 2534 2548 2552 2576 2585 2589 2594 2626 2633 2651 2664 2675 2681 2702 2714
2735 2737 2743 2809 2837 2838 2949 2964
3004 3006 3031 3033 3049 3074 3080 3102
3124 3153 3208 3217 3220 3243 3265 3271
3280 3294 3314 3347 3348 3350 3386 3388
3400 3416 3460 346 4 3487 3506 3519 3522
3525 3530 3576 3577 3582.
Die ausgelooften Rentenbriefe, deren Verzinsung vom 1. October 1890 ab aufhört, werden den Inhabern derselben mit der Aufforderung ge- kündigt den Kapitalbetrag gegen Quittung und Rückgabe der Rentenbriefe im coursfähigen Zustande mit den dazu gehörigen, nicht mehr zahlbaren Zinscoupons Serie II Nr. 12 bis 16 nebst Talons vom 1. October 1890 ab bei der Rentenbankkasse hierselbst, in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr, in Empfang zu nehmen.
Auswärts wohnenden Inhabern der gekündigten Rentenbriefe ist es gestattet, dieselben mit der Post, aber frankirt und unter Beifügung einer nach folgendem Formulare:
....... Mark, buchstäblich . ...... Mark Valuta für d . . zum 1......18 . .
gekündigten Hessen-Nassautschen Rentenbrief. . Litt. . . Nr.....habe ich aus der Königlichen Rentenbank-Kasse in Münster erhalten, worüber diese Quittung.
(Ort, Datum und Unterschrift.)" ausgestellten Quittung über den Empfang der Valuta der gedachten Kasse einzusenden und die Uebersendung des Geldbetrages auf gleichem Wege, jedoch auf Gefahr und Kosten des Empfängers, zu beantragen.
Auch werden die Inhaber der folgenden, in früheren Terminen ausgelooften und bereits seit zwei Jahren rückständigen Rentenbriefe auS den Fälligkeitsterminen:
a. 1 (fett October 1885: Litt. C Nr. 2799, Litt. D Nr. 780,
b. 1 stell April 1886: Litt. B Nr. 422, Litt. C Nr. 196 1978, Litt. D Nr. 594,
c. 1 ften April 1887: Litt. C Nr. 414,
d. 1 fien October 1887: Litt. C Nr. 1973,
e. 1 ften April 1888: Litt. A Nr. 882, Litt. C Nr. 1875, Litt. D Nr. 402 2751 3452,
hierdurch aufgefordert, dieselben unserer Kasse zur Zahlung der Valuta zu präsenttren.
Schließlich machen wir darauf aufmerksam, daß die Nummern aller gekündigten resp, noch rückständigen Rentenbriefe durch die Seitens der Redaction des Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats Anzeigers herausgegebene Allgemeine Verloosungstabelle sowohl im Monat Mai, als auch im Monat November jeden Jahres veröffentlicht werden und daß das betreffende Stück dieser Tabelle bet der gedachten Redaction zum Preise von 25 Pfennigen bezogen werden kann.
Münster am 17. Mai 1890.
Königliche Direktion der Rentenbank für die Provinz Westfalen, die Rheinprovinz und die Provinz Hessen-Nassau.
* * *
Wird den Königlichen Localschulinspectoren des Kreises zur gefälligen Kenntnißnahme unter dem Ersuchen mitgetheilt, mir zwecks Einziehung der bezüglichen Valuta, davon Nachricht geben zu
! wollen, wenn etwa ein oder der andere der
Rentenbriefe zu den in dem betr. Kirchenkasten für die Ihnen untergebenen Schulstellen deponirte» Coupons zur Ausloosung gekommen sein sollte. 4922. Der Königliche Landrath
_________ Freiherr von Schleinitz.
Zugelaufen: ein schwarzer Jagdhund. Der Eigenthümer kann denselben gegen Erstattung der Futterkosten bei dem Handelsmann Johs, Rehs zu Obergeis in Empfang nehmen.
Gefunden: in der Gemarkung Mecklar 10 Stück Rechen. Meldung des Eigenthümers bei dem Ortsvorstand zu Meckbach.
Mlitische Nachrichten.
Se. Majestät der Kaiser traf am Freitag früh 8 Uhr 20 Minuten im allerbesten Wohlsein anf Bahnhof Friedrichstraße wieder in Berlin ein, verweilte, dortselbst kurze Zeit und begab sich hierauf vom Bahnhöfe aus, in Begleitung des Flügeladjutanten vom Dienst, Oberstlieutenants v. Kassel, dte Friedrichstraße entlang, zum Halleschen Thor hinaus und durch die Bellealliancestraße nach dem Tempelhofer Felde, um daselbst über die in Berlin garnisonirenden Garde-Regimenter die große Frühjahrsparade abzuhalten. Die Parade ist glänzend verlaufen. Nach dem Abreiten der Fronten nahm der Kaiser einen zweimaligen Vorbeimarsch der Garnison ab. Die Kaiserin sah mit der Erbprinzesfin von Meiningen in einem sechsspännigen offenen Wagen dem Schauspiele zu. Nach der Parade ritt der Kaiser an der Spitze der Fahnen-Compagnie nach dem Schlosse, von der dichtgedrängten Menschenmenge überall enthusiastisch begrüßt.
PotSdam, 26. Mai. Als der Kaiser sich mit dem Erbprinzen von Sachsen-Meiningen gestern Nachmittag in einem Einspänner von dem neuen PalaiS nach der Dampferstation begab, scheute das Pferd, dessen Zügel der Kaiser selbst führte, bet der Kreuzung der Marienstraße und der Jäger-Allee. Bei einem. starken Anprall des Wagens gegen den Rinn- steinbord sprang der Kaiser heraus und fiel auf den rechten Atm, wenige Schritte weiter schlug der Wagen um, wobei auch der Erbprinz von Meiningen herausfiel. Der Kaiser und der Erbprinz traten darauf in eine nahegelegene Villa, wohin sich auch die Kaiserin, welche in einem zweiten Wagen mit den kaiserlichen Prinzen gefolgt war, begab, und warteten daselbst die Ankunft deS neuen WagenS «ab. Mit diesem setzten dann daS Katserpaar und der Erbprinz von Meiningen die Fahrt nach der Dampfer- station fort, von wo mit der „Alexandra" eine Spazierfahrt nach der Pfaueninsel unternommen wurde. — Der Kaiser hat bet dem Wagenunfall eine Dfftorston des rechten Fußes davongetragen. Die durch den etwa einen Handteller großen Bluterguß verursachte Schwellung deS Fußes verhinderte Se. Majestät, dem heutigen Stiftungsfest des Lehr - Infanterie - Bataillons persönlich bet- zuwohnen.
Se. Majestät der Kaiser und König hat dem Feldmarschall Grafen von Moltke in Folge der letzten Retchstagsrede desselben folgendes Telegramm zugesandt:
„Feldmarschall Graf Moltke
Berlin, Generalstabs Gebäude.
Ich kann es Mir nicht versagen, Ihnen Meinen wärmsten Dank auszusprechen für die Art und Weise, wie Sie durch Ihre Rede im Reichstag?