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ttsftlitr Kreisdliitt.
Mit wöchentlicher chratit-Meilage „IllnSrirte« Nnteryallnngrklatt".__________
Nr. 45.
Sonnabend den 19. April
1890.
Amtliche«.
Bekanntmachung betreffend die Hauptergebnisse der Rechnung der Elementarlehrer-Wittwen- und Waisenkasse für den Regierungsbezirk Cassel vom Rechnungsjahr 1. April 1888/89.
Nachdem die vorbezeichnete von der Königlichen Regierungs-Hauptkasse zu Cassel aufgestellte Rechnung geprüft, den Kassen-Curatoren nebst den Belägen vorgelegt, von denselben als richtig anerkannt und daraufhin abgeschlossen, sowie die Entlastung von uns ertheilt worden ist, theilen wir deren Hauptergebnisse nach §. 48 der Statuten den Mitgliedern dieser Wittwen- und Waisenkasse in Nachstehendem mit:
Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben bet der Elementarlehrer-Wtttwen- und Waisenkasse des Regierungsbezirks Cassel für das Rechnungsjahr 1. April 1888/89.
Bezug auf meine Verfügung vom 28. August v. Js. A. II. 7039, mit dem Ersuchen, die Ortspolizei» behördeu Ihres Kreises entsprechend zu bescheiden. Der Regieruugs-Präsident. Rothe.
An die Königlichen Landrathe des Bezirks.
A. II. 2698.
*
*
Soll
§ 8
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Dagegen ist
8
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051
Gegenstand,
L?
7311
13
165397
5830-
7483'97
1621370
198'—
7311 iq ^3499 671
I.
21791
28
21791
28
955
20836
27912
27912
217
28129
11a. II b. III.
22456
300
8965101
22456
135
22321
IV.
86
300
86,
9
78290
14
87255 24 16439 90
128b,
30986
102407 14
3392 18200- 59206 98
849,24
3392
18200 -
59206 98
84924
11461
07
860
7490-
62579
25'32 107101- 70668 05
223 45
I. n. m. IV.
7829014 782901411461107;
8124,39 81626 82
Ein nähme.
Bestand nach der vorigen Rechnung . . .
Antritts- und Gehalts- verbesserungsgelder .
Kopitalzinsen . . . .
Jahresbeiträge'd. Soffen» Mitglieder . . . .
Jahresbeiträge der Gemeinden .....
Sonstige Einnahmen Zufchußausd.Staatskasse Summa der Einnahme
Ausgabe.
Verwaltungskosten . . Zur Anlegung als Kapital Tensionen..... Sonstige Ausgaben . .
Summa der Ausgabe
Mit der Einnahme ver> glichen bleibt Bestand
7311
1!
12450 531
20836 28
28114
11049
20
22321 -
30986
91343;-
14
15
11064
2532
10710
70668
05
45
8162682
971618||
14
*
Hersfeld, den 16. April 1890.
Wird den Herren Ortspolizeiverwalteru des Kreises mit Bezug aus mein Ausschreiben vom 12. September v. I. Nr. 8547, Kreisblatt Nr. 111, zur Kenntnißnahme und Beachtung mitgetheilt. 3585. Der Königliche Laudrath
Freiherr von Schleinitz.
Hersfeld, den 16. April 1890.
Die Herren Bürgermeister zu Kleinensee, Widdershausen, Letmbach, Heringen, LeugerS und Philippsthal mache ich, unter Bezugnahme auf meine Verfügung vom 25. April 1884 Nr. 5384 — abgedruckt M Kreisblatt Nr. 51 — darauf aufmerksam, daß am 1. Mai d. J. die Begehung der Landesgrenze stattzufinden hat. 3577. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz.
Hersfeld, deu 16. April 1890.
Den Herren Ortsvorständen des Kreises gehen in den nächsten Tagen die nach den festgesetzten Unikaten berichtigten zweiten Ausfertigungen der Klassensteuer-Zu- und Abgangslisten pro II. Semester 1889/90 mit der Auflage zu, die Ab» gäuge nach Zeit und Betrag in deu Klassensteuer» rollen vom abgelaufenen Steuerjahre zu notiren, und hiernach die qu. Listen in der Repofttur aufzubewahren.
3561. Der Königliche Laudrath
Freiherr von Schleinitz.
Cassel, den 81. März
Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen. O p i tz.
Berlin, den 27. März 1890.
Zur Beseitigung der Zweifel, die nach Euer Hochwohlgeboren gefälligen Berichte vom 17. Dezember v. Js. bei Auslegung der Bestimmung meines Erlasses vom 19. August v. Js. (B. 3291) darüber entstanden sind, unter welchen Umständen die den Ortspolizeibehörden angemeldeten Außer- betriebsstellungen von Dampf-Dreschmaschinen die Nichtanrechnung der StillstandSdauer bei Bemessung der Revisionsperiode bedingen, bestimme ich, daß die Stillstände von Dampf-Dreschmaschinen als „Außerbetriebsetzungen- nur dann zu berücksichtigen sind, wenn der angemeldete Stillstand auf eine erheblich längere Zeitdauer als Jahresfrist sich erstreckt. Nur in diesem Falle kann die Zeit deS Stillstandes von der Revisions- frist in Abzug gebracht und eventuell von der Vornahme der regelmäßigen Revision der betreffenden Kessel ausnahmsweise abgesehen werden; jedoch ist eS rathsam, nach jedem längeren Still- stand vor der Wiederinbetriebnahme der Loco- mobile eine innere Kesselrevision vornehmen zu lassen.
Euer Hochwohlgeboren ersuche ich ergebenst, die betheiligten Königlichen Behörden des dortigen Verwaltungsbezirks hiernach gefälligst mit Anweisung zu versehen.
Der Minister für Handel und Gewerbe.
In Vertretung: gez. Magdeburg.
An den Königlichen Regierungs-Präsidenten Herrn Dr. von Heydebrand und der Lasa Hochwohlgeboren zu Königsberg.
* * *
Abschrift übersende ich Euer Hochwohlgeboren mit Bezug auf meinen Erlaß vom 19. August v. I. zur gefälligen Kenntnißnahme und gleichen Beachtung.
Der Minister für Handel und Gewerbe.
In Vertretung: gez. Magdeburg.
An den Königlichen Regierungs-Präsidenten Herrn Rothe Hochwohlgeboren zu Cassel. B. 1604.
* « *
Cassel, den 3. April 1890.
Abschrift erhalten Ew. Hochwohlgeboren mit
spräche.
In der Monatsschrift für deutsche Beamte ist ein Vortrag veröffentlicht worden, den der Regierungspräsident Rothe im Caffeler Beamtenverein über den Kanzleistil gehalten hat. Die geistvollen Betrachtungen, welche der Vortrag über die Schwächen des Kanzleistils, seine Wett» schweifigkeit, seine übertriebene Höflichkett, seinen Reichthum an überflüssigen und selbst sprachwidrigen Wörtern enthält, berühren in vielen Punkten Mißbrauche, die überhaupt in der Schriftsprache namentlich unter dem Einflüsse der Zeitungsdeutsch aufgekommen sind.
Die altpreußische Regterungs-Jnstruction von 1817, selbst ein Muster der Amtssprache, stellt die Regel auf: „Berichte sollen gründlich, klar, bestimmt und erschöpfend, aber auch möglichst kurz und gedrängt, ohne unnütze Worlüber« füllung und Weitschweifigkeit abgefaßt werden.- Diese Vorschrift, die gegenwärtig fast nur von den Militärbehörden beobachtet wird, darf für die allgemeine Schriftsprache natürlich nur in den» jentgen Fällen Geltung beanspruchen, in denen es sich um einfache Unterrichtung des LeserS handelt. Eine Hauptfehlerquelle liegt dann häufig in der Absicht, möglichst deutlich sein zu wollen. So verführt z. B. das Bedürfniß, bei Bezeichnung eines Gegenstandes, von dem schon die Rede gewesen ist, dies dem Leser immer wieder vorzurücken, zu der Anwendung von Zu» sätzen wie: der die das gedachte, genannte,