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In das neue Jahr nehmen wir die guten Eindrücke, aber auch die Pflicht« und Sorgen deS alten herüber: bald soll das deutsche Volk bekunden, was eS über die leidenschaftliche Agitation denkt, welche ihm seine Ruhe zu rauben und den Wagen der segensreichen, so lange be wähnen Polttik umzuwerfen droht. Wir denken, daß es an dem Volke sein wird, weiter die Babu« zu wandeln, auf denen sein Kann ihm die Fahne voranwägt. Möge das neue Jahr dem Sauer Kran und Ge'unddeit für seinen hrhen Sems, dem Volke Lcha^ens'reudigkrü und Einüch: ^t die Erfindung der ihm von der $:rebu« gestellten Ausgaben verleih«, damit mir über? Jahr mit gleicher Geunaihnnna zurück- blrck« und ei: gleicher Z-verficht ronwöns schauen Snaee mir mw es Dank der ärmliches Fügung bei diesem Jadreswech'el tönn können.

Zkoktische AachrichLeu.

Berlin, 28. Dezember. Während der heu­tigen Vormittagsstunden arbeitete Se Majestät der Kaiser rw Neuen PalatS zu Potsdam zunächst allein und arbeitete darauf von 10 Uhr ab mit dem Chef des MiliiärcadiuetS General- Lieutenant und General-Adjutant v Hahuke, sowie später mit dem Kriegsminister General der Infanterie von Verdy da Vernois und von Mittags 12 Uhr ab mit dem Chef deS Geueral- stabeS der Armee General der Cavallerie Graf« von Walderfe«. Am Nachmittage empstu^ Se. Majestät der Kaiser Se. Großherzogl. Hoheit den Prinzen Wilhelm von Baden, welcher aus Anlaß seiner Stellung ä la suite des ®arbe» Feld ArtLerie-Regiments aus Karlsruhe gestern früh in Berlin eingetroffen ist und sich Mittags nach dem Neuen PalaiS begeben hatte. Später sahen die Kaiserlichen Majestäten den Prinzen Wilhelm von Baden, sowie dessen Sobn, den Prinzen Max von Baden, auch als Gäste bei sich zur Mittagstafel im Neuen Palais. Das Befinden der Kaiserlichen Majestäten, wie auch der Kaiserlich« Prinzen ist gegenwärtig ganz vortrefflich. Die Uebersiedelung der Kaiserlichen Familie vom Neuen Palais nach Berlin wird am Montag, den 30. d. Mts., erfolgen.

Der Reichskanzler Fürst Bismarck trifft am 8. Januar in Berlin ein.

etwa 30 lereres Nässers öi Kranes bestehen der Torsten »abmimstrarir Vew Leckrer", welcher dem Stet - Sssverwesr eine Drtttisu über« re:L« laffeu so3k. aa? gering^üMer Ursache, aas^iueus eines MißoerüLaSMes wegen, von einer Mrlttärabrheüsllg mir Kugel und Bajoart angegriffen worden wäre. Von den Verschickten seien dabei 6 sofort getödtet und neun verwundet worden sein, äusser Langen des Vice-GouverurnrS habe man dann noch wegen «Aufruhrs* eine kriegsgerichtliche Prozedur eingeleitet, die damit endete, daß von den Ueberlebenden drei zum Tod« durch den Strang, die übrigen, mit einer einzigen Ausnahme, zu langen Zuchthausstrafen verurtheilt wurden.

(Frankreich.) Der Papst verwarf Bou» langer? Gesuch um Nichtigerklärung seiner Ehe. Vielleicht ist es ihm ein Trost, daß seine Freundin, Madame de Bonuemain, dieser Tage eine Erbschaft von zehn Millionen gemacht hat, so daß er auf absehbare Zeit vor Noth geschützt ist. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat dem Ministerrath den Baustlaa einer Gesellschaft zur Ueberbrückung des Canals la Manche vorgelegt. Die Regierung hat einen Ausschuß mit d.'m Studium des Planes betraut.

(Belgien) Der Streik der belgisches K o h l e n g r u b e n a r b e i t e r hat in den Feier­tagen an Ansbehnurig zugesommeu. Die Rnh« wurde nidjt gestört. Nach Berichten aus Charleroi wurden daselbst ernste Errigu^ffe erwartet, ohne daß jedoch zunächst Ruhestörunzen brürebtet wurden. Aus Stü^d sind B Gendarmen ei» getrogen, auch wurden dir Bürzergarden ei» berufe».

(8 a I! a n ü 2 a t e n.) Vor einigen Tagen kamen erma 250 Aruauten bei Toplißa über die serbische Grenze unter dem Porwande, Holz holen zu wollen, und beantmorteten die Aufforderung des dommanbanten der serbischen Grellzwachr zur Umkehr mit Gewehrschüffen. Bei dem darauf emstandenen Kampfe und Handgemenge wurden der Commandant und ein Unterofficier der serbischen Grenzwache verwundet. Die serbische Regierung hat in Folge deffen bei der Pforte Vorstellungen erhoben.

(Amerika.) Ja Brasilien soll nichtS weniger denn Ordnung und Ruhe herrschen. Man hat Nachrichten auf Umwegen erhalten, denen zufolge die Unzufriedenheit mit der neuen ReatzrunL^br.perbreitet und im Heere sogar verschiedene ' Versuche zu Meutereien gemacht worden sein sollen.

Sie die Münchener »Aögrmrmr Zrirnur' meldet, hm der Prinz-Negrar rrs Stiers rruehm'S, daß dir Mtrräen Sriefisarken is Jen tar dir Srnc.irie-, des Wrl'rrstZerems geltenden Farben her gestellt werden. Die «a« Marken werden von Neujahr 1890 ab respective nach Jem gänzlichen Verbrauch der alten bayrischen Marken verkan'i werden

Nach einer Verfügung des Kölliglichen Haupt- tzeueramis für isländische Gegenstände müssen alle diejenigen Gewerbetreibenden (Apotheker, Drozaist« 2C.), welche von den kürzlich erlassenen Controlloorschriften für die st e u e r f r e i e B e r - wendung uu denaturi r t en Brannt­weins zu Heil-, wissenschaftlich« und gewerb» lichen Zwecken betroffen werden, für die Anschaffung eines dezw. mehrerer Standgefäße sorgen, welche geaicht und mit einer Einrichtung (Skala) ver­sehen sind, welche die Menge des darin enthaltenen Branntweins stets erkennen läßt.

? Ueber das Landstreicherwesen werden gegenwärtig Erhebungen nach folgenden Richtungen angestellt: 1) wie viele Bettler und Landstreicher eines Polizeibezirks in der Zeit vom 1. Juli d. I i bis 1. Januar k. I. aufgegriffen, 2) wie viele von diesen a. an die Gerichtsbehörden zur Be­strafung abgeliefert, b. polizeilich bestraft worden sind, und 3) wie viele der unter a und unter b Verzeichuet« dem betreffenden Kreise angedörren und wie viele außerhalb des Kreises heimaths- bereSrigt waren.

Der '«Herr österreichisch-ungarische Botschafter in Berlin und London Graf Karolyi ist, wir aus Pest rom Freitag gemeldet wird, während des Tages an';einer Besitzang Stamps« zrstrrben.

Der «General-Anzeiger' verö^emlicht einer, soeben eingetruffenen, vom achten October datirten Brief 0r. Peter's an seinen in Nürnberg lebenden Bruder Dr, PeterS befand sich bereits jenseits der waffenlosen Steppe, hatte eine befestigte Kasiedlung errichtet uud die Gegend bis Kenia untersucht. Dr. PeterS befand sich mit seinen Leutill wohl unb hatte aaS reichende LebenSmittel.

Der Zustand E m i n P a s ch a S hat sich, einer Meldung deS Reuterschen Bureaus auS Sansibar zufolge, wieder verschlimmert, der fort­dauernde Ausffuß auS dem Ohr beunruhigt die Aerzte und wird als ein ungünstiges Anzeichen ' ^n lem Ekßerseld ri Nöcl all sienst roi"' sind am Freitag die Verhandlungen geschlossen worden. Die Angeklagten waren angewiesen, sich Montag Nachmittag im Gerichtssaale wieder einzufinden, wo die Verkündigung des Urtheils erfolgen sollte.

Die Influenza nimmt neuerdings, wie aus verschiedenen Hauptstädten, so aus PariS gemeldet wird, einen ernsteren Charakter an und ist namentlich häufig von Erkrankungen der Athmungsorgane begleitet. Auch nach den Ver­einigten Staaten von Nordamerika ist die Krank­heit jetzt vorgedrungen.

(Rußland.) Aus Jakutzk in Sibirien bringt die »Times* eine angeblich auf actenmäßige Berichte und die Aussagen von Augenzeugen sich stützende Mittheilung, der zufolge dort ein auS

AuS Provinz und Nachbargebiet.

H e r S f e l d, 30. Dezember 1889.

* (Ausnahme von Geisteskranken in Privat- Irr enan st alten.) In Ergänzung eines Ministerialerlasse« vom 19. Januar v. JS. ist neuerdings bestimmt worden, daß, wenn ein Geisteskranker auf Veranlassung oder unter Zustimmung der zuständigen Gerichts- oder OrtSpolizei-Behörde in einer Privat-Jrrenanstalt untergebracht werden soll, e< hierzu der Beibringung eines Atteste« der Kreirphysiku« oder KreiS-WundarzteS nicht bedarf. Den vorbezeichneten Behörden bleibt es alsdann überlassen, sich vorher die ersorderliche Ueberzeugung von dem geisteskranken Zustande der betreuen­den Person auch durch ein zuverlässiges Attest einer anderen approbirten Arzte« zu oersckaneu.

* Zur Vermeidung unnöthiger Thierauälereien bei der jüdischen Methode der Viehschlachten«

Denn er nennt das Höchste fein eigen, das ihm irdische Glückseligkeit za bieten vermag.

War Viola ein solches Weib? Sonnte sie S jemals für ihn werden?

Da staub sie in der Thür, strahlend voll 3ngeab und Schönheit. Durch das entfesselte Gold ihrer Locken schlangen sich halbgrörinete RosenknosSen; Rosen im Haar, Rosen auf den Wangen und in d« Händen.

In schneeiger Weiße fimiegte sich das Saftige Geweb: an bu jugendlich schwellenden Formen, anwwttsig nerfchlnugene Rssengswiander ziert« der Lnk'chniL deS Kleides -rb die lange Schleppe, die sich mit leisem Rsnfch« «nf dem glänzen:« Berten hinzog.

»Hier bin ich,' tagte Viola mit einem re^nben Lächeln, im Bvllbewnßrsem ihrer Schönheit Ismafam näher tretend.

Der Freiherr stand einen Augenblick wie ge- blendtt vor dieser zanberisch schönen Erscheinnng.

»Meine süße Viola!' flüsterte er, einen leisen, innigen Kuß auf ihr« entblößt« Arm drückend.

Mit raschem Blicke hatte Mazda Violas Gestatt überflogen. Sie fand den Ausschuitt des Kleides etwas za tief nud die in die Stirn fallenden Löckchev gar zu kokett geordnet, aber sie wollte Viola die Freude uicht verderbeu und sagte nichts.

Nach dem Feste aber wollte sie sie doch darauf anfmertfam machen, daß derlei kokette Wüste picht für Gerhards Braut paßten, und daß er

diesem jedenfalls angenehmer sein werde, wenn sich Viola weniger ausfallend kleide.

Jetzt ertönte das Rollen eines Wagen-, uud gleich darauf trat Herr von Rotteck ein.

Mit freundlichem Lächeln ging ihm Magda entgegen, ihm die Hand bieteud, die er warm und fest in der seinen drückte; bis zn einem Handkasie hatte es feine Galanterie noch nicht gebracht.

Kaum hatte man die erstes Begrüßung-worte gewechselt, als neue Gäste etatraten, welche Gerhards and Mazdas lafwifamteii in 8a« spruch nabaun

Unter den ersten Bitten besass sich Wilhelm vor Touuberg. der sich kaum Bett nahm, den Herrn des HrnseS «nd deß« Schwester zn be­grüßen, so eilig hatte er es, um an Viola- Seite in komm«, die ihn mit einem strahlend« Auf­leuchten ihrer frönen Lagen empfing.

»Himmlisch! entzückead! eine Rosensee im wahrst« Sinne deS WoneS!' flüsterte er ihr leidenschaftlich zu.

Die Schmeichelei war von einem so glühenden Blicke begleitet gewesen, daß ViolaS Wangen eine heiße Rothe übersiog. Sie war in diesem Augen­blicke reizender denu je, und Tonnberg mußte seine ganze Selbstbeherrschung zusammenraffen, um da- fange Mädchen nicht in seine Arme zu ziehen und an sein stürmisch pochende- Herz za drücken.

Aber heute wollte er die Satscheidung herbei­

führen, das gelobte er bei sich selbst, heute sollt« fit ihm nicht mehr entschlüpfen. DaS reizend« Mädchen mußte seine Gattin werd«, und er freute sich schon im voraus auf die Sensation, die er mit seiner jungen, wundtrschönen Gattin in den Refidenzkreisen erregen würde.

Er war es ja gewohnt, von sich reden zu mach«, and er lächelte jetzt schon bei der Vor- stellnna. wie viele schöne Lippen da erblassen, wie viele ürablenbe Sagen sich verdüstern würden« wenn es hieß. V'^hel» von Tosuberg habe eine Heirat- aus Lieb: gtfchloffr».

Daß Viola fein reiches Mädchen war, bei kümmerte ihn merg; er war rech eul hatte es nie verstand«, a rechnen.

Das reizende Mädchen gefiel ihm, ihre An und Weise, sich za geben, sagte Hm zu, warum sollte er sich also nicht den LaxaS einer Frau gestatten?

Ob seine Liebe tief genug fei, um ein ganze» Measchenl-d« zu baucin, danach fragte er nicht, woza auch? Wenv die Flamme erlosch, wurde sie sich darin zu finben wissen, er gewiß, und warum sollte die- acht auch bei ihr der Fall fein?

DaS Ballfest nahm einen sehr günstigen Ver­lauf; die Gesellschaft amüsirte sich vorzüglich, unb eS herrschte die fröhlichste Stimmung.

(Fortsetzung folgt )

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