der Marine im nächsten Jahre sind 25 599 253 Dollars ausgeworfen worden.
(Asien.) Die ch i ne sts ch e R e gi erun g hat bei Krupp in Essen für 41/., Millionen Mark 36 schwere Geschütz; für die nördlichen Forts bestellt.;
Aus Provinz und Nachbargebiet.
H e r 8 f e l d, 6. Dezember 1889.
* Die im Jahre 1880 eingetragenen Waarenzeichen müssen gesetzlich im Jahre 1890 gelöscht werden, wenn nicht nie weitere Beibehaltung angemeldet wird. Es ist deshalb den Interessenten zu rathen, daß sie diese Neuanmeldung zur rechten Zeit bewirken.
* Der Vor st and des evangelischen Bundes hat bei dem Reichstag um Ablehnung des Centrums - Antrages wegen Befreiung der Theologen von der Militärpflicht petitionirt.
* Die städtische För sterstell e zu Neustadt, mit welcher ein Jahreseinkommen von 648 Mark verbunden ist, soll anderweit besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Vorlage der nöthigen Zeugnisse binnen 8 Wochen bei dem Bürgermeister Reichenbach in Neustadt melden.
* Zu Pfingsten 1890 wird der achte Handwerkertag der Zimmerleute Deutschlands in Frankfurt tagen.
* (Beschlüsse über P 0 rt 0 fre i h e i t.) Zur Hebung entstandener Zweifel hat das Königliche Staatsministerium in Uebereinstimmung mit dem Herrn Staatssecretär des Reichspostamtes zu Artikel 8 unter 4a des Regulativs über die Portofreiheiten vom 15. Dezember 1869 beschlossen, daß die Seitens der Anstellungsbehörden an Militäranwärter gerichteten, lediglich durch Bewerbungen solcher um ihnen vorbehaltene Stellen veranlaßten Sendungen, ebenso wie die betreffenden Gesuche selbst, portofrei zu befördern sind; daß dagegen Sendungen von Civilbehörden an untergebene Beamte und Militärbehörden behufs Feststellung der die Civildienstverhälnisse jener Bediensteten beeinflussenden - insbesondere für Berechnung ihrer pensionsfähigen Dienstzeit maßgebenden - Militärdienste keinen Anspruch an Portofreiheit haben.
* Seit dem 1. d M. sind auf den preußischen Staatsbahnen die Z u s ch l a g s k a r t e n abgeschafft und erfreulicher Weise auch Rückfahrt- %WW1imÄ beginnt mit dem 2. Januar und endigt mit dem 15. Januar. D'e Meßbörse für die Leder- Industrie wird am 2. Januar Nachmittags von 2-4 Uhr im Saale der neuen Börse abgehalten.
* Zur Warnung möge der folgende Fall dienen: Ein Herr L. in Berlin hatte sich den Kopf mit Eau de Chinin gewaschen und dann, in der Meinung, die Hände an den Haaren trocken gerieben zu haben, ein Streichholz entzündet, um sich eine Cigarre anzustecken. Während er das Streichholz in der hohlen Handfläche hielt, gerieth diese plötzlich in Brand, und in seiner Verwirrung fuhr sich Herr L. mit der Hand durch die Haare, die, mit dem spiritusreichen Wasser durchtränkt, gleichfalls Feuer fingen und sofort in hellen Flammen standen. Obwohl auf sein Hilfegeschrei seine im Nebenzimmer befindlichen Angehörigen herbeigeeilt kamen und die Flammen durch aufgelegte Tücher und Bettstücke erstickten, hatte Herr L. dennoch bereits so schwere Brandwunden an Kopf und Stirn erlitten, daß er nach einem Krankenhause überführt werden mußte.
* Oberforstmeister Guse, seither bei der Königlichen Regierung (Abtheilung für directe Steuern, Domänen und Forsten) in Cassel, ist der Regierung in Frankfurt a. O überwiesen worden. Zugleich ist er zum Mitdirigenten der bete. Abtheilung ernannt worden.
Bei Dessau eine große Hetzjagd statt, zu welcher außerdem noch zahlreiche Einladungen ergangen waren. - Abends 11 Uhr hat Se. Majestät der Kaiser dann mit den Herren seiner Begleitung Dessau wieder verlassen und sich mittels Sonder- zuges über Halle und Hanau 2c. nach Darmstadt begeben.
Ihre Majestät die Kaiserin leidet äugen« blicklich an einem ganz leichten Erkältungszu« stände und hat auf ärztlichen Rath deshalb auch Se. Majestät den Kaiser nach Dessau nicht begleitet.
Dem „Hamburgischen Korrespondenten" zufolge richtete Se. Majestät Der Kaiser an Emin Pascha und Stanley Telegramme, worin er beiden Forschern die Theilnahme an ihren Schicksalen ausspricht, sie zur Beendigung der gefährlichen Reise beglückwünscht und ihnen den Willkommen in der civilistrten Heimath bietet.
Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich beabsichtigt, während des Monats Dezember in Neapel zu verbleiben. . _
Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht, daß der Bundesrath am 14. November c. beschlossen habe, der Kameruner Land- und Plantagengesellschaft die Fähigkeit beizulegen, Rechte, Eigenthum, andere dingliche Rechte an Grundstücken zu erwerben, Verbindlichkeiten einzugehen 2C. Nach dem gleichfalls veröffentlichten Auszuge aus dem Gesellichaftsvertrage sind Mitglieder der Gesellschaft: a) die persönlich haftenden Gesellschafter und- Commanditisten der früheren Kameruner Land- und Plantagen-Gesellschaft Woermann, Thormaedlen u. Comp., welche zusammen für 280 OUO Mark Antheile erwarben, b) die lieber» nehmer von ferneren Antheilen bis zu 220 000 Mark. Das Vermögen der früheren Gesellschaft geht mit allm Rechten und Pflichten auf die gegenwärtige über.
Der Bundesrath hat beschlossen, daß die Pharmakopöe (das amtliche Verzeichniß der Arzneimittel) künftig in deutscherSprache abzufaffen sei, daß jedoch die Ueberschriften der einzelnen Artikel wie bisher in lateinischer Sprache weiterzuführen und die deutschen Bezeichnungen daneben zu setzen seien.
So wett bis jetzt bekannt, werden die Weih- nachtSferien des Reichstags voraussichtlich mit dem 15. d. M. beginnen und bis zum 8. Januar dauern.
(Italien.) Der itMnische Kriegsminister hat der Deputirtenkammer einen Gesetzentwurf vorgelegt, in welchem 17*/2 Millionen Lire als außerordentlicher Credit zur Fabrikation des neuen für die Gewehre bestimmten Pulvers in der Pulverfabrik zu Terni gefordert werden. Ferner verlangt der Minister einen außerordentlichen Credit von 10 600 000 Lire aus Grund des Gesetzes vom 2. Juli 1885 über die Landesvertheidigung. Endlich hat der Marineminister einen Gesetzentwurf vorgelegt, durch den derselbe ermächtigt wird, das Ausgabebudget für 1889,90 um 31/2 Millionen Lire zum Ankauf von Stein« kohlen zu überschreiten, sowie zur Beschaffung von Munition nach dem neuen Muster P/2 Millionen Lire mehr zu verausgaben. Sämmtliche Gesetzentwürfe wurden der Budgetcommission überwiesen.
(Amerik a.) Auch die Vereinigten Staaten gehen an die Verstärkung ihrer Flotte. Der Secretär der Marine, Tracy, empfiehlt in dem Jahresbericht an den Congreß den Bau von 2 Flotten bestehend aus 20 Panzerschiffen für die Vertheidigung der Küsten, ferner den Bau von 3 Kanonenbooten von je 1000 Tonnen Tragkraft und 5 Torpedobooten erster Klaffe. Von den Kriegsschiffen sollen 8 für den Stillen und 12 für den Atlantischen Ocean bestimmt werden. Für die Bestreitung der Bedürfnisse
* Hersfeld, 6. Dezember. Heute Morgen '/,6Uhr passirte Se. Majestät der Kaiser auf der Reise nach Darmstadt mittels Sonder« zuges die hiesige Station.
Cassel, 6. Dezember. Der Husarenunter« officier W. hat seinem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht. Liebesgram wird als Motiv angegeben.
Hanau, 2. Dezember. Gestern Abend erschoß sich auf dem Gange des Frankfurter Ostt-ahn- Hofes ein etwa 22jähriger junger Mann. Derselbe hatte sich aus eine Bank gesetzt und mit einem Revolver sich eine Kugel durch den Kopf gejagt. Ueber die Person und die Motive des Selbstmordes ist noch nichts Näheres bekannt.
Erbach i. O., 1. Dezember. In der Wasch- Bütte ertrunken ist am Freitag das dreijährige Söhnchen des Weißbindergesellen Dick von hier. Die Mutter des Kindes hatte das letztere allein gelassen, ohne vorher die auf dem Boden stehende Waschbütte zu entfernen.
Wiesbaden, 3. Dezember. Zu den ä l t e st e n Bäumen Deutschlands gehört die am östlichen Eingang des Dorfes Okriftel stehende Eiche. Nach einer am 5. Mai 1851 durch den als Botaniker berühmten Apotheker Fuckel-Oestrich vorgenommenen Messung betrug damals ihr Umfang in der geringsten Dicke 18 nassauische Werk« fuß; als Ergebniß des Alters dieser Eiche stellten sich 768 Jahre heraus. Der Baum ist also jetzt gut 800 Jahre alt, steht aber immer noch in voller Lebenskraft und wird noch manchem Sturme Trotz bieten können.
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Mit vollem Recht legen verständige Eltern bei der Wahl eines Spielzeuges dar Hauptgewicht nicht auf-das Aussehen Bier auf die Größe des Gegenstandes) sondern auf den inneren Werth desselben. Darum werden seit Jahren die Anker-Steinbaukasten den weit größeren Holzbaukasten usw. vorgezogen. Man hat sich überzeugt, daß es nicht auf die Größe des Kastens, sondern auf die richtige Wahl und Form der Steine, vor allem aber auf die sachverständige Ausführung der Bauvorlagen ankommt. Die Richtersche Steinbaukasten-Fabrik in Rudolstadt ist deshalb seit zehn Jahren unausgesetzt bemüht gewesen, die Steine und Bor« lagen zu vervollkommnen, sodaß deren berühmte Anker- Steinbaukasten jetzt unerreicht dastehen. Sie hat sich in anerkennender Weise von der Sucht fern gehalten, die Eon- currenz durch Lieferung größerer Kasten mit minderwerthigen Steinen und schlechten Vorlagen überflügeln zu wollen. E» wäre zu wünschen, wenn die Fabrik auch ferner ihrem Grundsätze: für die Kinder nur das Beste zu liefern, treu bleiben wollte, damit der herrliche Steinbaukasten nicht zu einem gewöhnlichen Spielzeug herabgedrückt wird, sondern zum Besten der Jugend eine immer größere Vervollkommnung erfahre. Wir glauben im Interesse der Leser nicht unerwähnt lassen zu sollen, daß jeder Richtersche Anker-Steinbaukasten zum Beweise der Echtheit mit der Fabrikmarke „Anker" versehen ist.
Kirchliche Nachrichten.
Gottesdienst Sonntag den 8. Dezember. Vormittags: Herr Superintendent Dr. Vtal. Nachmittags: Herr Pfarrer Hosbach.
Mittwoch den 11. d. M. AbendgotteSdienst: Herr Pfarrer Schaub.
Danksagung.
Dem Herrn
Dr. med. Fritz Knilmann
in Oberaula sagen wir hiermit öffentlich unsern besten Dank für die ausgezeichnet gelungene Operation der doppelseitigen Hasenscharte, die er an unserm 1 Tag alten, neugeborenen Kinde vorgenommen hat.
Wahlshausen bei Oberaula im November 1889.
Mühlenbesitzer Pfleging und Frau.
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