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a Erscheint wöchentlich drei Mal
" ; Dienstag, Donnerstag und Sonnabend,
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। vierteljährlich 1 Mark 40 Psg. excl.
t Postaufschlag,
Die Insertionbgebühren betragen für den Raum einer Spallzeile 10 Psg., im amtlichen Theile 15 Psg. Reklamen die Zeile 20 Psg.
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Herchlittl Kreislillitt.
__________Mit wöchentlicher Kratis-Aeilage „Illustrirles Nuterhaltungsölatt".__________
Nr. 69. Dienstag den 11. Juni ~" 1889.
Amtliches.
Hersfeld, den 29. Mai 1889.
Der am 15. November 1882 zu Kathus geborenen Anna Elisabeth D a m e r, unehelichen Tochter der Dienstmagd Anna Maria Damer, ist seitens der Königlichen Regierung zu Cassel unterm 22. Mai d. I. gestattet worden, fortan den Familiennamen S ch e l l e r zu führen, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. 5058. Der Königliche Landrath.
In Vertretung:
______________Braun, Kreisdeputirter.
Hersfeld, den 6. Juni 1889.
Der Ernst Wagner zu Conrode hat für seine Kinder Barbara Elisabeth, Heinrich und Johann Heinrich W a g n e r um Entlassung aus dem diesseitigen Staatsverbande behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht.
• 5308, Der Königliche Landrath.
In Vertretung:
H______________Braun, Kreisdeputirter.__
Hersfeld, den 5. Juni 1889.
Das diesjährige Ober-Ersatz-Geschäft für den hiesigen Kreis findet am
Sonnabend den 15. Juni d. Js. und
Montag den 17. Juni d. Js.
-jedesmal von Morgens präzts6Uhr animhiestgen städtischen Rath Hause statt, und zwar gelangen zur Vorstellung:
' . »am 15. Juni d. Js.
1. die beim diesjährigen Ersatz-Geschäft als dauernd untauglich bezeichneten Militair- Pflichtigen,
8 2. sämmtliche daselbst zum Landsturm 1. Aufgebots designirten Militairpflichtigen,
.3. sämmtliche daselbst zur Ersatz - Reserve in Vorschlag gebrachten Militairpflichtigen,
4. die zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften, über welche endgültig zu entscheiden ist, ö
- 5. die zur Zeit des Aushebungsgeschäfts noch f vorläufig beurlaubten Rekruten, o- die von den Truppentheilen abgewiesenen g Einjahrig-Freiwilligen,
; '♦ die gemäß §. 36 pos. 5 der Heer-Ordnung zu berücksichtigenden Reservisten rc.,
; 8. diejenigen beim Ersatzgeschäft für tauglich befundenen Militairpflichtigen, von deren Seite reklamirt worden ist, und ‘ 9. sämmtliche Zugänge.
tz b. am 17. Juni d. Js.
s samlNttiche beim diesjährigen Ersatz-Geschäft für Ä soweit sie S?$ Vorstehendem (a. Nr. 8) nicht schon am ersten Tage zur Vorstellung gelangen.
Ortsvorstände der Stadt- und einschließlich der Herren Guts- | ?^Aasigen Kreises werden angewiesen, Kurze zugehenden Vorladungen den i ^^e '^n Militairpflichtigen alsbald aus- 1 ^prmPJp^ti^w^ ^" letzteren in den besagten i ^W^en Pünktlich zu erscheinen, auch ihnen zu 1, d, diesenigeti, welche bet Ausrufung I Musterungslokale nicht anwesend
3 "^rhaupt ohne genügende Entschuldt-
1 Ne!Alen, neben einer Geldstrafe bis zu 30 M. I ^y Haft bis zu 3 Tage« die im 8. 26 bezwse. 66 | „S ^??^D^ bezeichneten Verluste sowie I Äp£ökSÄ söhlige Einstellung als t pusichere Heerespflichttge zu gewärtigen haben.
Beim Ober-Ersatz-Geschäft werden die Reklamationen, auf Grund deren taugliche Militair- Pflichtige zur Ersatz-Reserve in Vorschlag gebracht worden, sowie die Reklamations-Anträge, auf welche eine abweisende Entscheidung durch die Ersatz-Commission erfolgt ist, der Ober-Ersatz- Commission zur Entscheidung vorgelegt, weshalb alle Familienglieder, auf deren Arbeits- oder Nichtarbeits- fähigkeit es bei Beurtheilung der Reklamation ankommt, (also auch die etwaigen jüngeren oder älteren Brüder des Reklamirten) im Termine mit zu erscheinen haben, widrigenfalls eine Berücksichtigung der be« treffenden Reklamationen nicht statt« finden kann.
Die Herren Ortsvorstände haben das Vorstehende in ihren Bezirken wiederholt veröffentlichen und namentlich zur Kenntniß der betreffenden Militairpflichtigen und deren Angehörigen bringen zu lassen, auch haben sie den Militairpflichtigen noch besonders einzuschärfen, daß sie mit voll ständig reinem Körper und reinerWäsche zu erscheinen haben.
5301. Der Königliche Landrath.
In Vertretung: ___ Braun, Kreisdeputirter.
Nach Verfügung der Direction der Landeskreditkasse zu Cassel vom 21. v. Mts. Nr. 9711/89 L. K. P. (man vergl. auch deren Bekanntmachung vom 13.Novbr. 1888 Amtsblatt Nr. 52/88 Seiten 240/41) hat die Umrechnung der Tilgungspläne von den mittelst Baarzahlung, nicht zu Ablösungszwecken, bewilligten Darlehen — Abtheilungen A. 3 und B. 1 sowie der Serie 15 — von 4'/2 °/o auf 4°/0 stattgefunden mit Ausnahme derjenigen, welche bis Ende des Jahres 1890 zur planmäßigen Tilgung gelangen. Für diese letzteren Darlehen bleiben die alten Tilgungs- Pläne mit 4'/, °/oiger Verzinsung in Kraft. Die Schuldner werden hierauf mit dem Bemerken aufmerksam gemacht, daß die Zinsermäßigung, welche gleichzeitig die Zahlung eines halben Procents von dem am 1- Januar 1889 verbliebenen Darlehnsrest als Beitrag zu den Kosten der Conversion bedingt, ihnen keinerlei Vortheil gewährt und es sich daher empfiehlt, die betreffenden Darlehnsreste alsbald abzutragen. Die Erhebung der 4 °/oigen Zinsen erfolgt vom 2. Januar 1890 ab.
Die neuen Quittungsbücher werden den Dar- lehnsschuldnern schon in den nächsten Tagen gegen Zahlung der Umrechnungsgebühren ausgehändigt. Die letzteren betragen von einem Darlehnsrest: a. von 300 bis 500 Mark — Mk. 50 Pf. b. „ 500 „ 1000 „ 1 „ - „ c. „ 1000 „ 2000 „ 1 „ 50 „
d, „ 2000 Mark und mehr 2 „ — „ Hersfeld, den 7. Juni 1889.
Königliche Steuerkasse. H e ck e r.
Kolitiscyc Nachrichten.
(Deutschland.) Se. Majestät der Kaiser hat mit den Herren seiner Begleitung am Sonn abend Nachmittag Pröckelwitz wieder verlassen und ist mittelst Sonderzuges am Sonntag Morgen im besten Wohlsein auf der Wildpark- station bei Potsdam eingetroffen. Mit der Begleitung Sr. Majestät des Kaisers traf auch der Ober-Jätzermeister Graf Richard zu Dohna-
। Schlobitten von Pröckelwitz dort ein. Vormit- tags um 10 Uhr begaben sich Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Schloß Friedrichs- kron zu Wagen nach Potsdam und wohnten daselbst dem Gottesdienste in der Friedenskirche bet.
Der Schah von Persien trat am Sonntag um 6 Uhr 5 Mio. aus dem reichgeschmückten Centralbahnhofe in Berlin ein. Bei der Ankunst intonirte die Musik die persische Nationalhymne, während die Ehrenwache vräsentirte. Der Kaiser, welcher die Garde du Corps-Uniform mit dem persischen Orden angelegt hatte, empfing, umgeben von sämmtlichen Prinzen, dem Staatssecretär Grasen Herbert Bismarck, dem Feldmarschall v. Blumenthal, den Generalen und Flügeladjutanten, der gesummten Generalität, dem Gouverneur, dem Stadt-Commandanten, den Stadtverordneten, dem zweiten Bürgermeister, dem Personal der persischen Gesandtschaft und des persischen Con- sulats, des russischen Militärattaches rc. den Schah, umarmte ihn und drückte ihm wiederholt die Hand. Nach der Vorstellung der Prinzen schritten der Kaiser und der Schah die Ehrenwache ab und ließen dieselbe im Parademarsch defiliren. Hierauf begaben sich der Kaiser und der Schah im vierspännigen Galawageu, welchem Spitzreiter und eine Escadron Ulanen voraus» ritten, während eine wettere Escadron dem Wagen folgte, dem sich die übrige Wagenreihe in programmmäßiger Weise anschloß, nach dem Schlöffe Bellevue, von der zahlreichen Menschenmenge mit brausenden Hochs begrüßt. Beim Passiren des Brandenburger Thors ertönte der Salut der Geschütze. Bei der Ankunft am Schlosse Bellevue präsentirte die dort ausgestellte Ehrenwache. Nach dem Parademarsch derselben begaben sich die Herrschaften in das Schloß, wo die Vorstellung der Oderhof- und Hofstaaten stattsand. Der Kaiser fuhr alsdann nach dem Schlöffe zurück, wo der Schah bald darauf ebenso wie bei den in Berlin anwesenden Prinzen und Prinzessinnen Besuche abstattete. Später begab sich der Kaiser wieder nach Schloß Bellevue, wo die Abendtafel stattsand.
Die Ankündigung eines neuen kräftigen-Vorstoßes gegen die Aufständischen in Deutsch-Ost- Afrika hat sich als zutreffend erwiesen. Wie aus Sansibar unter dem 6. d. M. telepraphisch berichtet worden, ist es dem Reichscommissar wiederum gelungen, den Eingeborenen und ihren arabischen Führern bei Saadani (nördlich von Bagamoyo) eine empfindliche Niederlage betzu- bringen. Nach Einleitung des Gefechts durch das Feuer des Geschwaders hat Hauptmann Wißmann Saadani und Unwindji genommen und verbrannt. Auf deutscher Seite ein Mann todt, ein Officier, ein Unterofficier und sechs Schwarze leicht, Unterofficier Wille und ein Zulu schwer verwundet. Die Verluste des Feindes sind noch unbekannt
Aus Sydney wird gemeldet, daß der daselbst eingetroffene Lloyddampfer „Lübeck" bis zum 28. Mal zurückreichende Nachrichten aus S a m o a gebracht hat. Danach verhielten sich die Eingeborenen ruhig, der Waffenstillstand dauert fort; jedoch hatte Mataafa aus die Nachricht hin, daß eine Anzahl deutscher Kriegsschiffe nach Samoa kämen, seine Anhänger zurückve« rufen und man erwartete, es würden sich demnächst deren dreitausend um ihn schaaren, Ta- masese verblieb in seinem Lager zu Ätna mit zweitausend Anhängern.