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Hcrsseldtl Kreisblitt.

Mit wöchentlicher Hratis-ZLeitage „Illustrirtes ILnLerhatLungsßtaLt".

Nr. 5.

Donnerstag den 10. Januar

1889.

Aöonnements-Kinladung.

Bestellungen auf das

Hersfelder Kreisvlatt mit der wöchentlichen Gratis-Beilage ^Jllustrirtes Unterhaltungsblatt" für das 1. Quartal 1889 werden noch von allen Kaiserlichen Postanstalten, Landbriefträgern und von der Expedition angenommen.

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Landwirth Heinrich Fey zu Tann.

Landwirth Conrad Hildebrand zu Rohrbach. Bürgermeister Glebe zu Kohlhausen.

Awttiches.

Hersfeld, den 24. Dezember 1888.

Es wird hierdurch veröffentlicht, daß der Kreis­ausschuß des hiesigen Kreises in seiner Sitzung am 22. d. Mts. gemäß § 18 des Gesetzes vom 12. März 1881 betreffend die Abwehr und Unter­drückung der Viehseuchen, aus den sachverständigen Eingesessenen des Kreises für das Jahr 1889 _^—^ fvlg«4tze- «tS-SchtevEMiLter zu Den Schätzttn^s- Commissionen heranzuziehende Personen gewählt hat:

1. Oekonom Peter Heil zu Hersfeld.

2. Oekonom Friedrich Friedrich zu Hersfeld.

3. Oekonom Friedrich Heil zu Hersfeld.

4. Gutsbesitzer Richard Braun zu Oberrode.

5. Domainenpachter Freise zu Bingartes.

6. Domainenpachter Königl. Oberamtmann Ol­denburg zu Wilhelmshof.

— 7. Domainenpachter Suntheim zu Eichhof.

8. Gutsbesitzer Schwarz zu Unterhaun.

9. Landwirth Wilhelm Jacob daselbst.

10. Gutsbesitzer Franz Roll zu Meisebach.

11. Gutsbesitzer Ferd. Roll zu Obergeis.

12. Landwirth Johannes Claus zu Mecklar.

13. Landwirth Johannes Wetzel ll. zu Meckbach.

14. Landwirth Andreas Strüber zu Friedlos.

15. Landwirth Heinrich Schaub zu Tann.

WIR——

Das leidige Geld.

Erzählung von Hermann Frank.

(Fortsetzung.)

Härtung wartete. Kurt kehrte nicht sobald zu­rück, sondern plauderte sehr angelegentlich mit Magdas Mutter. Mit dem heitersten Ausdruck langte er endlich beim Papa wieder an, der über sein langes Ausbleiben ärgerlich war, aber ge­radezu in Zorn gerieth, als Kurt ihm unter Lachen erklärte, daß es ihm unmöglich sei, feinem gegebenen Versprechen nachzukommen, da die Zigeunerin nicht mehr im Hause verweile.

Der Vater zeigte stch betroffen. »Woher weißt Du das? Vorhin sagtest Du doch —*

»Daß ich Dich auf ihre Spur führen könne," fiel Kurt ein, »aber als ich mit Mama und Frau Rüdiger plauderte, sah ich die geheimnißvolle Maske im Ausgang verschwinden."

»Wenn Du wüßtest, in welcher Weise ste gegen mich die Maskenfreiheit mißbrauchte," erwiderte Peter Härtung, seine Hände ballend, »so würdest Du nicht mit lächelndem Munde vor mir stehen."

»Erkläre Dich deutlicher, lieber Papa," bat Kurt, der plötzlich sehr ernst wurde.

Der Vater zögerte einige Augenblicke, dann legte er seinen Arm in den des Sohnes und schritt langsam mit ihm davon.-------

Das Kostümkränzchen war die letzte Festlichkeit gewesen, welche im Hartung'schen Hause stattge- funden hatte. In der auf die Gesellschaft folgen­den Rocht was der reiche Erbe von eine« Schlag-

Gutsbesitzer Eschstruth zu Frielingen.

Gutsbesitzer Baron von Level zu Hattenbach. Oekonom Philipp Schäfer zu Mengshausen. Landwirth Jacob Grenzebach zu Niederaula. Oekonom Bezzenberger zu Kirchheim.

Oekonom Meister zu Beiersgraben.

Oekonom Johannes Jacob Schenk zu Kers- pcnhausen

26. Bürgermeister Nuhn zu Asbach.

27. Landwirth Philipp Thiel zu Kruspis.

28. Landwirth George Waitz zu tzarnrode.

29. Gutsbesitzer Gerlach zu Nippe.

29.

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Gutsbe

itzer Gerlach zu Nippe.

itzer Führer jun. zu Lautenhausen.

31. Gutsbesitzer Hoßbach zu Hof Weißenborn.

32. Gutsbesitzer Ernst Bippart zu Hermannshof.

itzer Ernst Bippart zu Hermannshof.

33. Gutsbesitzer Gliemeroth zu Wölfershausen.

34. Gastwirth Ruch zu Widdershausen.

35. Vicebürgermeister Grau zu Heringen.

.36^ AckEitanii Ichs. Volrenand zu Bengendorf.

37. Gutspächter Otto zu Oberlengsfeld.

38. Landwirth Burghard Rüger zu Unterweisen­born.

39. Oekonom Adolph Reinhard zu Unterweisen- born.

40. Ackermann Heinrich Burghardtl.zu Ransbach.

41. Gutsbesitzer August Aulepp zu Philippsthal.

42. Schmied Scheer zu Schenklengsfeld.

43. Ackermann Rudolph zu Ausbach

44. Ackermann Peter Bock zu Conrode.

45. Ackermann Oswald Steinhauer zu Wüstfeld.

selbe gilt, wenn an Stelle des beamteten Thier- arztes ein nicht beamteter Thierarzt zugezogen wird, für diesen, sofern derselbe nicht im Allge­meinen als Sachverständiger beeidigt ist.

Die den Schiedsmännern als Ersatz für Reise­kosten und Auslagen zu gewährende Vergütung wird im Verwaltungswege festgesetzt und aus der Staatskasse bestritten.

Die Herren Ortsvorstände des Kreises haben die vorstehend genannten Personen alsbald von der auf sie gefallenen Wahl in Kenntniß zu setzen und denselben zugleich zu eröffnen, daß sie verpflichtet seien, auf amtliche Requisition erfor­derlichen Falles an allen Orten des Kreises Abschätzungen vorzunehmen.

J. A. Nr. 844. Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinttz.

Hersfeld, den 7. Januar 1889.

Der Schreiner und Ackermann Heinrich Brod zu Lengers ist als Bürgermeister dieser Gemeinde auf 8 Jahre gewählt Md heute eidlich verpflichtet worden.

187. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz.

Aus der Zahl dieser Personen hat die Orts- Polizeibehörde die Schiedsmänner für jeden ein­zelnen Schätzungsfall zu ernennen. Die Schätz­ung erfolgt durch die aus dem beamteten Thier-| arzte und zwei Schiedsmännern gebildete Com-' mission, und sind die Schiedsmänner von der i Ortspolizeibehörde eidlich zu verpflichten. Das-'

Bekanntmachung.

Der Herr Steuerkassen - Gehülfe Ludwig T h e u n e dahier wird unter Bezugnahme aus die Regierungs-Verfügung vom 30. August 1887 C. 1. Nr. 7061 zur Vertretung des Unterzeichneten zur Empfangnahme von Einzahlungen und Er- theilung von Quittungen von Neuem bevollmäch­tigt unter Widerruf der Bekanntmachung vom 31. v. M.

Friedewald, den 8. Januar 1889.

Königliche Steuerkasse

Schenk, Königlicher Rentmeister.

anfall heimgesucht worden, der sich glücklicherweise zwar nur als ein leichter erwies, der ihn aber doch für längere Zeit an's Bett fesselte und jede gesellschaftliche Erregung von selbst untersagte.

Als Peter Härtung endlich soweit genesen war, um, auf feinen Stock gestützt, durch's Zimmer gehen zu können, schien bereits die Frühlingssonne zum Fenster herein. Der Arzt verordnete Land- luft, und so erhielt der alte Jakob Befehl, alles auf Friedas-Ruhe vorzubereiten, damit die Ueber- stedelung in die Villa bald stattfinden könne. Frau Härtung hielt alle Besuche vom Gatten fern. Sie errang sich damit zwar nicht den Dank der zahlreichen Bekannten, die sie für unltebenswürdtg und taktlos erklärten, hatte dafür aber die Freude, den Gatten wieder aufleben zu sehen. Die Füße wollten zwar nicht mehr recht vorwärts und die Hände zitterten nervös, indessen hoffte der Arzt das Beste von der frischen Landlust, einem ruhigen, stillbeschaulichen Leben und strenger Diät.

Peter Härtung entzückten diese Vorschriften ge­rade nicht. Die völlige Abgeschiedenheit von der Gesellschaft erschien ihm wie die Ruhe des Grabes, daS Verbot von Wein und schwerverdaulichen Speisen kam ihm wie eine Verurthetlung zu gelin­der Gefängnißhast vor, und das stillbeschauliche Leben schloß für ihn eine Art von Martyrium in sich, wo quälende Gedanken ihn langsam zu Tode marterten. Indessen mußte er sich fügen, und mit wehmüthiger Miene trank er das ihm ärztlich ge- stattete Selterwasser, die Augen badet schltehend

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und sich der süßen Täuschung überlaffend, daß el Champagner sei.

Wennschon ihm die treue Gattin möglichst oft Gesellschaft leistete, so war er doch viele Stunden allein. Thekla be'and stch zumeist auf Besuch in der Nachbarschaft da ihr die Einsamkeit der Villa und deS Parkes unerträglich schien, und Frau Härtung brächte einen großen Theil deS Tages auf dem Gute zu, dessen Bewirthschaktung sie energisch in die Hand genommen, wennschon sie mehr und mehr emsah, daß das Versäumte nicht mehr eingeholt werden konnte. Der Betrieb deS Gutes war in dem einen Jahre zu sehr zurückge- gangen.

Die einzigen Stunden, welche Peter Härtung erwünschte Abwechslung brachten, waren die, wenn Kurt auf Besuch kam. Er verstand so hübsch zu plaudern und wußte den Vater aufzuheitern. Der Letztere ahnte nicht, wie schwer dies dem Sohne fiel, der, außerhalb von FridaSRuhe, recht ernst und besorgt ausschaute. Gleich dem Vater, ging auch ihm jene Zigeunerin mit ihren seltsamen Reben n'cht aus dem Sinn, die Peter Härtung so namenloS aufgeregt. AlS der Vater ihm das kleine Abenteuer mitgetheilt, hatte Kurt sofort die ihm wohlbekannte Maske zur Rechenschaft ziehe« wollen, aber nur zu bald gekühlt, daß er eS nicht könne, nicht dürfe, weil Rücksichten der zartesten Art ihm Zwang auserlegten. Dennoch gab er sein Vorhaben nicht auf, sondern wartete nur auf eine paffende Gelegenheit.

Er war eben von einem Besuch in Frieda-«