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iHsftliier Ircishliitt.
Mit wöchentlicher Kratis-ZLeilage „ILlultrirtes UnterhaltungsötaLt".
Nr. 126. Dienstag den 25. October 1887.
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auf das „Hsrsfelder Kreisblatt" mit der wöchentlichen Beilage „Jllustrirtes UnterhaltungsBlatt" für die Monate Novemberund December werden von allen Kaiserlichen Postanstalten, Landbriefträgern und von der Expedition angenommen.
Amtliches.
Hersfeld, den 20. October 1887.
Den Herren Ortsvorständen des Kreises werde ich in den nächsten Tagen das nöthige Formular' Papier für die
Klassensteuer-Veranlagung pro 1888/89 (Klassensteuer - Rollen und Einkommens • Nach- Weisungen sowie außerdem die nöthigen Formulare zu den Klassensteuer-Zu- und Abgangslisten 2C.) mittheilen und zugleich zwecks Benutzung bei Aufstellung der neuen Einkommens-Nachweisung, die Einkommens-Nachweisung pro 1887/88 beifügen.
In Betreff der Vorarbeiten für die Klassen- teuer-Veranlagung verweise ich auf das Aus- chreiben vom 17. October 1877 Nr. 10576, Kreis- ,latt Nr. 84 pro 1877.
DiePersouenstandsaufnahme erfolgt, wie alljährlich, am 12. November. Es bleibt den Herren Ortsvorständen überlassen, diese Personenstandsaufnahme auf die Ihnen am geeignetsten dünkende Weise zu bewirken; für größere Gemeinden wird es sich empfehlen, daß seitens des Ortsvorstandes an die Haushaltungsvorstände und Einzelnsteuernden schon vor dem 12. November entsprechende Formulare zur ordnungsmäßigen Ausfüllung und Rückgabe ausgehändigt werden. Die Herren Ortsvorstände sind speciell dafür ver
Sayaed.
Von Helene P i ch l e r. (Schluß.)
„Und Sie, Miß Gilian d" fragte Ohlsen.
Mit einer tiefen Verbeugung sagte sie: „bin an meinem Bestimmungsort angelangt, wie Sie sehen." Zutraulich schob sie ihre Hand in Mr. Humphreys Arm.
Da erhob sich abermals Ohlsens Faust, aber sie richtete sich gegen die eigene Stirn. Ohne ein weiteres Wort ging er in seine Kabine und dort hörte man ihn räumen und packen. Denn in der Cajüte herrschte derweil Windstille. Hätte aber der Engländer weniger aus die Räumung seines Feindes und mehr aus seine „Braut" geachtet; es wäre ihm der Sturm, der hinter dem weißen Frauengesichte wüthete, nicht entgangen. Ich sah es zucken und beben in diesem Gesichte, aber Mr. Humphrey unterlag nur einem Bedürfniß, von dem lästigen Gegner möglichst rasch befreit zu werden.
Nach zehn Minuten pfiff der Capitan zwei Mann, die seine Effecten in den Sampan tragen sollten. Ich wie der Wind mit in die Cajüte, um einzupacken. Da saßen Mr. Humphrey und Miß Gilian nebeneinander. Captlän Ohlsen lüftete seinen Basthut.
„Mr. Humphrey, mit meinem Willen sehen wir uns nicht wieder," und der Dame die Hand reichend: „Miß Gilian, werden Sie so glücklich, als Sie es verdienen." Damit ging er, Miß
antwortlich, daß die Personenstandsaufnahme richtig und vollständig erfolgt.
Sodann haben die Herren Ortsvorstände:
1. auf Grund des bei der Personenstandsaufnahme oder auf sonstige Weise gewonnenen Materials die Einträge in den Spalten 1 bis incl. 20 der Einkommens-Nachweisung bezw.
1 bis incl. 6 der beiden Klassensteuer-Rollen pro 1888/89 genau und sauber zu bewirken.
2. die Schulden-Nachweisung in vorgeschriebener Weise aufzustellen und deren Resultate in Spalte 17a und 17b der Einkommens-Nachweisung anzumerken, inzwischen auch
3. die Mitglieder der Einschätzungs-Commission wählen zu lassen (wegen deren Zahl cfr. Ausschreiben vom 17. October 1877 Kreisblatt Nr. 84 pro 1877) und hierauf,
4. noch vor d e m 1. D e c e m b e r d. I. die Einschätzung zur Klassensteuer unter Ausfüllung der Spalten 7 bis 27 der Klassensteuer-Rollen bezw.. 21 und 22 der Einkommens-Nachweisung bewirken und die vorgeschriebenen Bescheinigungen auf dem Titelblatte vollziehen zu lassen resp, solche selbst zu vollziehen.
Bei der Einschätzung sind die den Ortsvorständen mitgetheilten Revisionsbemerkungen der Königlichen Regierung zur 1887/88er Klassen- teuer-Veranlagung gehörig zu beachten; insbe- ondere aber muß ich erwarten, daß in den Ein- Vmmens-Nachweisungen die Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer-Angaben richtig sind, daß die Größe des vorhandenen Grundbesitzes nach Hec- taren gewissenhaft eingetragen, und daß dieser Grundbesitz wieder nach Ackerland und Wiesen rc. getrennt angegeben wird.
B i s z u m 1. D e c e m b e r d. I. sind sodann die ordnungsmäßig summirten beiden Klassensteuer-Rollen und die Einkommens-Nachweisung pro 1888/89, welche sämmtlich mit den vorge
Gilian sprang auf und streckte die Arme aus, als müsse sie ihn zurückhalten. Stöhnend aber sank sie zurück und mit verzerrtem Lächeln wandte sie sich zu Mr. Humphrey: „es ist gut, daß wir den unbequemen Menschen auf so leichte Art losgeworden sind. Munter, Mr. Humphrey, munter! ich gedenke mein Leben zu genießen an Ihrer Seite!
Der Abgang unseres Capitäns dünkte uns der Anfang vom Ende. Ein Weib regierte. Mit einem Male war der Zauberduft um Miß Gilian geschwunden, die Leute lachten über das Weiberregiment, jeder that und ließ nach eigenem Willen. Jede Disciplin hörte auf, wo früher Musterwirthschaft gewesen. Noch keine einzige Formalität des Haienreglements erfüllt, nicht mal der Hafenmeister war an Bord gewesen und doch ließ die Dame der ganzen Mannschaft einen freien Abend und soviel Vorschuß anbieten, als jeder haben wollte.
Ganz vorsichtig wagte ich beim Steuermann Vorstellungen über diese unkluge Art. Der aber zuckte die Schultern und meinte, er habe keine Verantwortung, denn der Rheder selbst sei an Bord, habe aber's Commando ihm nicht übertragen.
Mit Halloh und Juchhe gingen die Leute vom Schiff, auch der Steuermann benutzte den Urlaub und zwar, wie ich seinem schmunzelnden Gesicht ablas, mit ’ner Tasche voll Geld. Nur vorn auf der Back blieb der Chinese über seinen zerrissenen Kittel mit Nadel und Garn kauern und ich selbst spürte es wie Unheil in der Lust schweben, hatte drum nicht Lust zu Tollheit und Uebermuth.
schriebenen starken Pappumschlägen und entsprechender Aufschrift versehen sein müssen, nebst der Schulden-Nachweisung, einem amtlich als richtig zu 'bescheinigenden Verzeichniß der Mitglieder der Klassensteuer-Einschätzungs-Commistion und den vorgeschriebenen „Bemerkungen zur Klassensteuer-Rolle" zur Prüfung und Vorreviston mir einzureichen.
In Betreff der Schulden-Nachweisung und der von den Ortsvorständen auf besonderem Bogen aufzustellenden Bemerkungen zur Klassensteuer- Rolle verweise ich auf die §§. 33 und 44 der Anweisung zur Aufstellung der Klassensteuer-Rollen und Einkommens-Nachweisungen vom 19. Juli 1875, abgedruckt in Nr. 34 des Amtsblattes pro 1875.
Schließlich bemerke ich noch, daß die Abrechnung von Schuldenzinsen bet der Veranlagung des steuerpflichtigen Einkommens nur insoweit stattfindet, als das wirkliche Bestehen der Schulden und der Zinsverpflichtungen nach der gewissenhaften Ueberzeugung der Veranlagungsorgane keinem begründeten Zweifel unterliegt.
Die Steuerpflichtigen können nicht angehalten werden, behufs ihrer Einschätzung Angaben über ihre Schuldverhältnisse zu machen, indeß bleibt es ihnen unbenommen, freiwillige Angaben hierüber zu machen, um zu verhüten, daß die Berücksichtigung der Schuldenzinsen bei der Einschätzung unterbleibe oder nach irriger Annahme erfolge. Die Bescheinigung unter der Schulden-Nachweisung hat deshalb fortab auch wie folgt, zu lauten: „Daß in der Schuldennachwei- sung nur solche Schuldbeträge verzeichnet sind, von deren wirklichem Bestehen der unterzeichnete Ortsvorstand in glaubhafter Weise Kenntniß erhalten hat, daß die Kapitalforderungen der in der Gemeinde wohnhaften Gläubiger in die Einkommens- Nachweisung eingetragen und daß bezüglich der auswärtigen Gläubiger den Bürgermeistern ihres
Ganz öde war's auf dem Bayard. Wie damals in Stngapore lag er gleich 'nem Sarg auf dem Wasser. Wie damals hörte ich durch's Skylight zwei Menschen in der Cajüte reden. Aber an Stelle unseres heldenhaften Capitäns stand Mr. Humphrey und was geredet wurde, waren lustige Worte voll Herausforderung und schöner Verheißung. Mir begann zu grauen vor dieser schönen Hexe. Solchen Schmeichelreden zu widerstehen, hätte es einer steinernen Brust bedurft und die hatte Frauenreizen gegenüber Mr. Humphrey sicherlich nicht.
Kommt Nahida von hinten 'rangeschltchen und hält mir mit ihren kleinen dunklen Fingern die Augen zu. Das junge Ding ist geputzt wie eine Dame. Sie hält die Händchen zusammen und klappert mit fünf blanken Goldstücken. „Komm mit, wollen glücklich sein. Mr. Humphrey und Miß Gilian sind auch glücklich. Komm!"
Sie bat und schmeichelte so allerliebst, daß ich nachgab. Ueberdem, was ging mich dies Weib and Diese Miß Gilian, welche mit zuckendem Munde einen Mann wie 'Nicolaus Ohlsen fort- schickte und gleich darnach mit einem Mr. Humphrey Liebesgeständnisse austauschte? Der Kuckuck hole alle Weiber!
Ich ging mit der malayischen Dirn' an Land und verbrachte mit ihr ein paar lustige Stunden.
Mitten im Freudentaumel packt's mich wie mit eisernem Griff. Aller Dunst ist verflogen. Mich übersällt ’ne Gewissensangst, als hätt' ich ’n Dienstversäumntß aus meinem Kerbholz. So schnell,