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Htlsstliier Kttisblitt.

Mit wöchentlicher Kratis-BeilageMustrirtes Anterhattungsötatt".__________

Nr. 115. Donnerstag den 29. September 1887.

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Mit dem 1. Octbr. beginnt ein neues Abonne ment auf das wöchentlich 3 Mal erscheinende Hersfelder Kreisklatt mit der wöchentlichen Gratis-Beilage

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* WWM Inserate finden die MÜck. Die Marke oder Empfangsbescheinigung wekt^elt^ BrrHreitnng und kostet die ist bei der Ausreichung der neuen Zinsscheine

viergespaltene Garmond-Zeile oder deren Raum

10 Pf.

Die Expedition

Amtliches

Bekanntmachung wegen Ausreichung der Zinsscheine Reihe XIII zu den Kurmärkischen Schuldverschreibungen.

Die Zinsscheine zu den Kurmärkischen Schuld verschreibungen Reihe XIII Nr. 1 bis 8 über die Zinsen für die Zeit vom 1. November 1887 bis 31. October 1891 werden vom 17. October d. I. ab von der Controlle der Staatspapiere hierselbst -

(Unbefugtes Nachdruck verboten.) Einquartierung.

Novelle von Carl E i s s e n - S t e i n.

(Fortsetzung.)

Käthe erhob den Kops und sah fragend zu ihrer Schwester auf. n r ,

Siehst Du mir nichts an?' fragte Claire und schlang den Arm um die Schulter der Andern. Käthe schüttelte den Kopf. o

Sehe ich nicht glücklich aus? Nicht? O, ich bin unbeschreiblich glücklich - weißt Du, was er sagte?"

Wer?*

'Wer? Nun, Baron Wolihart!--Er frug mich, ob er wiederkommen darf hörst Du, Käthchen? Er will wiederkommen I*

Gute Nacht, gute Nacht, Kind," sagte sie, ihre Schwester küssend und verließ das Zimmer. Käthe legte den Kopf auf das Fenstersims und schaute lange zum stillen Nachthimmel auf. Die Träume, die sie umgaukellen, waren wunderbar lieblich, und dazwischen glaubte sie Claires Stimme zu hören:--»Er will wiederkom­men! Er will wiederkommen!"

Es braust ein Ruf wie Dounerhall" tönte durch die Straßen l Dieselben Gesichter wie gestern überall l Alle Fenster dicht besetzt und des Tücher- schwcnkenS wollte es kein Ende nehmen, als die Einquartierung abzog. Auf demselben Platze stand auch Käthe, ihren Blumenstrauß in der

Oranienstraße 92 Vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage und der letzten drei Geschäftstage jeden Monats, aus- gereicht werden.

, Die Zinsscheine können bei der Kontrolle selbst in Empfang genommen oder durch die, f»-?? rungs - Hauptkassen, sowie.

durch die Kreistag»rontrolle selbst wünscht, Empfangnabnperiönlich oder durch einen Beauf- hat be^ie zur Abhebung der neuen Reihe be- .tAitigenden Zinsscheinanweisungen mit einem Verzeichnisse zu übergeben, zu welchem Formulare ebenda und in Hamburg bei dem Kaiserlichen Postamte Nr. 2 unentgeltlich zu haben sind. Ge­nügt dem Einreicher eine numerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das Verzeichniß einfach, wünscht er eine ausdrückliche Bescheinigung, so ist es doppelt vorzulegen. Im letzteren Falle erhalten die Einreicher das eine Exemplar mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sofort

zurückzugeben.

In Schriftwechsel kann die Kontrolle der Staatspapiere sich mit den innerhalb der Monarchie wohnenden Inhabern der Zinsscheinanweisungen

nicht einlassen.

Wer die Zinsscheine durch eine der oben ge­nannten Provinzialkassen beziehen will, hat der­selben die Anweisungen mit einem doppelten Ver­zeichnisse einzureichen.

Das eine Verzeichniß wird mit einer Empfangs­bescheinigung versehen sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der Zinsscheine wieder ab» zuliefern.

Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Provinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu be­zeichnenden sonstigen Kassen unentgeltlich zu haben.

Hand. Sie schaute auf die bunte Menge; sie grüßte nicht; sie lauschte mit Herz und Ohr der ihr so lieb gewordenen Weise, sie wartete aus et­was und es kam. Mit einem Male ging eine Rosengluth über ihr schönes Gesicht; in der Co- lonne wandle sich ein Kopf nach ihr herauf und da erhob sie ihr feines Spitzentuch zum ersten Male, um es grüßend zu schwingen, ein Blumen­strauß flog gleichzeitig herunter und fand seinen Platz an einer jungen Soldatenbrust. Mit den Händen ihr Gesicht bedeckend, enteilte Käthe dem Kreise der Ihren--wett, weit fort wollte er an sie denken und weit, weithin hatte sie den leisen Blumengruß ihm mitgegeben Keiner sollte es wissen und ahnen--so hatte er ja gesagt ? aber sie war traurig, tieftraurig und wußte nicht warum!

Es vergingen einige Wochen. Claires Heiter­keit hatte ein wenig nachgelassen, denn die bald er­wartete Nachricht blieb aus.

Mrs. Smits Launen wurden immer unerträg­licher, Herr Hans Carl mußte häufiger denn je die Flucht ergreifen und nur Käthe blieb sich immer gleich; sie hoffte und wünschte nichts, sie dachte an die Ferne, von woher man ihrer denken wollte, ohne Hoffnung und Glück, aber mit einer Ruhe des Gemüthes, die sie fast beseligte, weil sie ihr so neu war. Es hatte noch nie Jemand ge­sagt, daß er an sie denken wolle, noch Niemand sie deshalb um Erlaubniß gefragt, sie hatte diese Erlaubniß noch keinem Menschen gegeben, außer jenem Einen. Denken durste sie doch an ihn

Der Einreichung der Schuldverschreibungen be darf es zur Erlangung der neuen Zinsschein- nur dann, wenn die ZinsschetnanmeL^n» ' ker ÄL^ der Kannten Pw- ^Kaltassen mittels besonderer Eingabe einzu­reichen.

Berlin, den 8. September 1887.

Hauptverwaltung der Staatsschulden.

I. 2103. gez. SydoW.

Die vorstehende Bekanntmachung wird hier­durch mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die Formulare zu den Verzeichnissen über die zur Empfangnahme der neuen Zinsscheine einzureichen« den Zinsschein-Anweisungen bei der hiesigen Re- gierungs-Hauptkasse und den sämmtlichen Steuer­kassen unseres Bezirks unentgeltlich zu haben sind. Cassel, den 13. September 1887.

Königliche Regierung.

Schwarzenberg, i. V.

Hersfeld, den 27. September 1887.

Für den am 13. April 1868 geborenen Johann Heinrich M o s e b a ch zu Unterneurode ist um Entlassung aus dem diesseitigen Staatsverbande behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht worden.

9465. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz.

Bekanntmachung.

Das Königliche Katasteramt wird von der Breitenstraße nach dem Hintergebäude meiner Besitzung vor dem Johannesthor C. 29 vom heutigen Tage ab verlegt.

Der Eingang zu demselben findet durch den Garten statt.

Die Sprechstunden bleiben unverändert, Mitt-

sich freuen durste sie, daß er ihrer gedachte und sie fühlte es, er hielt Wort; seine Gedanken begleiteten sie immer, wie er es gesagt hatte, und gaben den ihren die Richtung.

Es war ein heißer Augustmorgen, als Mr. Smit, als er mit seinen Angehörigen am Früh- stücksttsch saß, ein Brief überbracht wurde.

Mrs. Smit griff nach dem Briese. Ihre Züge verklärten sich.

»Ein Wappen! Herr von Wolfhart schreibt, Kinder!"

Mr. Smit erbrach bedächtig das Siegel, nach­dem er es von allen Seiten ausmerksam geprüft hatte, las langsam den Inhalt für sich und lächelte, als er seine Frau fragte: »Rathe ein­mal, was der Brief enthält?"

»Wie Du mich folterst," eiferte Mistreß und nahm hastig den Brief aus ihres Gatten Hand. »Da ist nicht viel zu rathen, wenn endlich das kömmt, worauf man vergeblich wochenlang wartete."

»Zeig her, Mama," fuhr Claire auf, »Du ließ nicht Deutsch."

»Bitte, der Brief ist an mich." Herr HanS Carl nahm bet diesen Worten den Brief aus Clairens Hand, legte ihn aus den Tisch, seine Brille daraus und über dem Ganzen die Hände faltend, fuhr er bedächtig fort: »Von mir er­bittet Herr von Wolshart die Hand meiner Toch­ter, er bietet ihr eine gesicherte, bequeme Lebens­stellung, seine Liebe und was weiß ich, was noch alles an. Er ist Ihrer Zuneigung gewiß! Hast Du ihm Hoffnungen gemacht, meine Tochter?'