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(Nachdruck verboten.)

Das Kriegsspiel. (Zu unserem Bilde auf Seite 17.)

Komm' der Feind, wenn's ihn gelüstet, Stark an Muth und wohl gerüstet Zieh'n wir aus zur heißen Schlacht. Sagt, wo steht des Feindes Macht?

Wie die Schlacht kaum hat begonnen, Ist auch schon der Sieg gewonnen, Und der Feind voll Schrecken flieht, Wie er sich geschlagen sieht.

Naht ein Bote sich, zu melden: Mutter schickt mich, kommt ihr Helden! Denn die Suppe wartet schon Auf dem Tisch als Siegerlohn.

Spricht der Feldherr drauf gemessen: Nun im Sturmmarsch auf zum Essen! Und mit wehendem Panier

; Rückt das KriegSheer ins Quartier.

KSndel's HedanKen. Der Komponist Händel erhielt einst, so erzählt man, von einem unbekannten Gönner ein Dutzend Flaschen alten Johannisberger. An demselben Tage hatte er einige Freunde zu sich geladen, und aus Furcht, es möchte ihm nicht viel davon übrig bleiben, wenn seine Freunde mittrinken würden, ließ er die Flaschen in sein Arbeitszimmer stellen, das unmittelbar an^das Gesellschaftszimmer stieß. Während der Unterhaltung entpfand er große Sehnsucht nach dem Johannisberger. Die Sehn­sucht ward immer stärker; plötzlich sprang er auf und eilte mit dem Rufe:Ein Gedanke, ein Gedanke," in das Arbeitszimmer. Dort that er einen tüchtigen Zug aus einer der Flaschen uno kehrte mit heiterm Blick zur Gesellschaft zurück, die in ehrfurchtsvoller Stimmung auf ihn harrte. Doch nicht lange, so kam ihm ein neuer Gedanke, öem bald ein dritter und vierter folgte. Das fiel den Freunden auf und einer schlich ihm nach, um zu sehen, wie Händel seine großen Gedanken ausführte. Da stand nun der Komponist unter Flaschen und that eben einen herzhaften Zug. Bei seiner Zurückkunft empfing ihn lautes Gelächter, und vpn dieser Stunde an hieß der Johannisberger unter Händel's Freunden: Händel's Gedanken."

Aus der Instruktionsfiun-e. Hauptmann: Sie, Infanterist Stangl, was werden Sie thun, wenn Sie in der Schlacht in das Knie getroffen werden?" Stangl:Ich werde umfallen, Herr Hauptmann."

Immer nobel. Gräfin:Herr Direktor, ich möchte einen Extrazug nehmen; aber bitte gleich zwei- Lokomotiven vorzuspannen; ich fahre nie einspännig."

Zwei Schusterjungen stehen vor einem Geschäfts­schild und sehen hinauf auf die Worte: en gros et en detail.

Erster Schusterjunge:Du, Fritze, wie heeßt denn det ejentlich?"

Nerchlesgaden. (Zu unserem Bilde auf Seite 19.) Einer der schönsten Punkte der Alpenwelt ist das Berchtesgadner Ländchen, das wohl Zeder einmal besucht hat, der je in die Alpen gepilgert ist. Der freundliche nette Markt mit seinen schönen Villen liegt zwischen den gewaltigen Gebirgsstöcken des Untersberges, Gölls und des doppelgipfligen Watzmann; unfern dem Königssee, dessen majestätische Er­habenheit und großartige Romantik ihn wahr­

Auflösung der Schachaufgabe Wr. 2,

Weiß.

1) £. A 1 E 1 ....

2) E 2 E 4......

3) £. E 1 - D 1 setzt Matt.

Schwarz.

1) K. L 3 nimmt D 4.

2) F 4 nimmt E 3.

(Schwarz hat keinen anderen Zug.)

Charade.

Es munden die trefflichsten Speisen dir nicht, Wenn ihnen die erste der Silben gebricht;

Was Neues die Kochkunst auch vorgeschrieben, Sie ist bei gleichem Werthe geblieben.

Die Zweite? An ihr waren Töchter und Frauen Der Alten mit kostbaren Krügen ju schauen, Doch hat dies Geschäft nun die Mode der Zeit Seit lange der dienenden Klasse geweiht.

Das Ganze es giebt der Gesundheit Glück Der'leidenden Menschheit oft zurück, Und kannst das Wahre du noch nicht ergründen, So wiffe, in Schlesien ist es zu finden.

(Auflösung folgt tn nächster Nummer.)

Kogogriph.

Kommt meine Zeit, ihr könnt mir nicht ent- weichen,

Verzögr' ich und beflügl' ich euren Lauf;

Ein Zeichen mehr, so speiset ihr mich auf.

Noch Eins! und Kindern werd' ich manchmal gleichen,

Jedoch mein Ziel wünscht jeder zu erreichen, [tluflifung folgt in nächster Nummerd

Die Definition

Zweiter Schusterjunge:Det weeßte is ja französch und heeßt uff Deitsch: Ende Talg."

Aolgen des ßrdvevens in Nizza,

die Küche tretend):Was ist denn das?

nich? Det een großet

Frau (in Mir scheint

gar, eiferte, Du hast hier einen Soldaten bei Dir in der Küche! Wie kommt denn der hierher?" Sijette (verlegen):Ach Madame ich weiß wirklich nicht, auf welche Weise er hierherkommt aber jetzt bei diesen Erdbeben geschehen so viele seltsame Dinge--

(Auflösung folgt in nächster Nummer.)

haft zum König aller deutschen Alpenseen machen. Die Ramsau mit dem Hintersee und der Wimbachklamm sind nicht minder berühmt und viel besucht. In der That sind auf diesem kleinen Fleckchen Erde so viel Naturschönheiten vereinigt, daß man Jeden glücklich preisen möchte, welchem es vergönnt ist, sein Leben dort zu verbringen.

ght alter Rentier, der mehr Geld als Kunst. Verständniß besaß, wollte seinem Schwiegersöhne, einem Geistlichen,. eine Freude mit einem Oelbilde machen. Er bestellte also bei einem Berliner Maler Daniel in der Löwengrube". Wie nicht anders zu erwarten war, gab der Künstler eine Durchschnitts- anficht von der Höhle: Daniel mit den Löwen unter der Erde, einige Palmen und Gestrüpp auf der felsigen Oberfläche derselben. Diese Auffassung war aber für den biederen Alten zu hoch, er bestand darauf, wenn Daniel in der Grube säße, könne man von ihm nichts sehen und von dem Löwen auch nichts, und der Maler mußte wohl oder übel den armen Daniel und seine Löwen mit Felsen übermalen. Verwundert fragte der Schwiergersohn, als er das merkwürdige Geschenk in Händen hielt, was das zu bedeuten habe. Man nannte ihm den Titel des Bildes.Aber ich sehe ja nichts von Daniel," hieß es.Ja der sitzt drin," antwortete eifrig der Alte, ich habe es selbst gesehen."

Ich lüge selbst. In einem Hamburger Hotel saß bei der table dhöte ein bekannter Lügner und erzählte einem Fremden, der zur Rechten saß, aller- Hand Münchhausiaden. Dieser bekam das Ausschneiden bald satt und sagte zu dem Erzähler:Seien Sie so gut und richten Sie Ihre Geschichten an Ihren Nach­bar zur Linken, ich lüge selbst."

Kauswirthschaftliches.

Zur Verwendung der Salicylsäure im Haushalte. Um Lebensmittel recht lange frisch zu erhalten, wendet man in neuester Zeit mit Vor­liebe Salicylsäure, an. Doch kann nach einem in der letzten Sitzung der Pariser Aeadifmie de Medecine erstatteten Gutachten nicht dringend genug davor gewarnt werden. Die Akademie hatte zur Untersuchung der Wirkung von Salicylsäure auf Lebensmittel einen Ausschuß eingesetzt, dessen Vor­sitz der ehemalige Unterrichts - Minister Bertelot führte. Im Auftrage dieses Ausschusses erstattete nun Dr. Vallin in der erwähnten Sitzung über das Resultat der Arbeiten desselben Bericht. Nachdem er Eingangs seines Berichtes zahlreiche Fälle an­geführt hätte, in denen Personen, die von Lebens- Mitteln gegessen hatten, welche auf Salicylsäure auf­bewahrt worden, erkrankt waren, theilte er das Gut- achten des Ausschusses mit, das folgenden Wortlaut hat: 1.Es ist durch ärztliche Beobachtung fest­gestellt, daß schwache, aber anhaltend wiederholte Gaben von Salicylsäure bei gewissen Personen, namentlich bei älteren und solchen, deren Nieren- apparat oder Verdauung nicht regelmäßig ist, be- merkenswerthe Gesundheitsstörungen herbeiführen können." 2.Folglich kann die Beimischung von Salicylsäure zu festen oder flüssigen Nahrungsmitteln selbst in schwachen Dosen nicht gestattet werden."

Scher^aufgabe.

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Welche Sprache ist am leichtesten zu $ erlernen? ä

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(Auflösung folgt in nächster Nummer.)

Auslösung der Scherzaufgabe aus voriger Nummer: Die Nachrede.

Auflösung des Rebus aus voriger Nummer:

Lieber Unrecht leite«, als thu«.

Räthsel.

Ich bin-, doch deckt ein Schleier mich, -« Hör' auf zu sein, enthüllst du mich;

Soll, was ich heiß', ich bleiben dir und sein, Dann fall' dir nie, mich zu enthüllen, ein.

(Auflösung folgt in nächster Nummer.)

Auflösung der Räthsel aus voriger Nummer:

Freimaiirer. Zunge. Bett.

Alle Recht« Vorbehalten.

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