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'ttwoch das 600jährige burg gefeiert worden.

1 wird über Patrio- ^—In Wien nahmen uhzu nächst an einem feier­nd empfingen alsdann ver-

Ene Deputationen zur Entgegennahme der MwUche. Auf die Seitens des Bürgermeisters ' — Kaiser gerichtete Ansprache erwiderte dieser if herzlichen Ausdruck seiner Wünsche für deihen der alten Kaiserstadt und ihrer Be-

as

Frankreich.

Frankreich ist man gegenwärtig mit der stung eines Expeditionskorps nach Toukin tigt, zu dessen Einschiffung in Toulon mehrere schiffe in Bereitschaft gesetzt werden. Da orgeheu Frankreichs möglicher Weise zu Conflict mit China führen könnte, so wird Platze sein, kurz an den Zusammenhang e Entstehung'der Angelegenheit zu erinnern, i bildet die nördliche Provinz des Reiches und grenzt au China. Im Süden davon Cochinchina, das nominell gleichfalls eine inz von Anam, thatsächlich aber schon seit im Besitze der Franzosen ist. Im Jahre kam es zu einem Vertrage zwischen Frank- und Anam, wonach letzteres allein im Besitze __Provinz Toukin bleiben, zugleich aber ver- äst sollte, Toukin dem französischen Handel eMm und die Schifffahrt auf dem Rothen WiU khugebeu. Gegenwärtig behaupten die Hranzosevsie hätten ihre Verpflichtungen voll- L-Mg Et, Anam aber sei dem Vertrage nicht aefföngMekommen. Die Bewohner von Tonrin, welche tuandelsbeziehungen zu Frankreich ge- eveteu, V^n härtester Weise bestraft undaußer- dem i^ ^chifffahrt auf dem Rothen Flusse durch Mbanden unmöglich gemacht worden. Darum hch Frankreich zu der in Rede stehen- peu Expet entschlossen, welche bem in Hanoi flattolurtinnmandeur Riviöre Verstärkungen Mähren Dem Umstände daß China sich ein- mwffcheu. indem es die Souzeränetät über Kontur bucht, wird französischer Seits keine besondere lang zugeschrieben, da China mit

AuS Heffen-Nassau.

Hersfeld, 30. December. Herr Rentmeister Wiskemann dahier ist zum Rechnungsrath er­nannt worden.

J Hers feld, 30. Dezember. Wegen Diebstahls rud der Unterschlagung angeklagt, stand der wie- xrholt rückfällige Kürschnergeselle Hermann Wil- ;elm Kitzelmann aus Lissa am 27. d. Alts, oor den Schranken der Strafkammer Königlichen Landgerichts zu Cassel. Im Monat November o. I. dahier bei Herrn Kürschner Seelig in Arbeit stehend, stahl er seinem Meister Felle und zum Werkzeug gehörige Gegenstände im Gesammt- werthe von 19 Mark. In demselben Monate entwendete er einem Mitgesellen Namens Kehl ein Halstuch und ein Hemd. Einer Unterschlagung atte sich der Angeklagte dadurch schuldig gemacht, Nh^aar Mn von Letzterem zur Aufbe- Lefeln sich aueiguete und enen Nutzen veMMM. Der Gerichtshof gegen den Angeklagten unter Ausschluß iernder Umstände auf eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 1 Monat. — Ferner standen die Handelsleute David Wallach und Datier Wallach von Oberaula unter der Anklage der Bestechung eines Aufsichtsbeamten vor den Schranken der Strafkammer Königlichen Landgerichts zu Cassel. Vom Feldhüter Schäfer betroffen, als sie gelegentlich des hiesigen Viehmarktes am 6. September d. I., Morgens, zwei von ihnen zu Markte gebrachte Ochsen — denmarktpolizeilichen Bestimmungen zuwider — frei herumlaufen ließen, *Li*te Mayer Wallach diesen unter Versprechung eil« Geschenkes, keine Anzeige davon zu machen. Allsodaun die beiden Angeklagten Nachmittags Wie. Schäfer wieder begegneten, gab ihm David WM 10 Pfennige, die Bitte, sie nicht anzu- zeWviederholeud. Der Feldhüter aber lieferte die Pfennige bei der Behörde ab und machte vo«

Lorgefallenen ausführliche Dteldung. M^tshof verurteilte die Angeklagten un­ter ‘ gung von Milderungsgründen zu je 10 ‘ dbuße.

ngsbestrebungen der deutschen Krie­cht endlich eine greifbare Ge- f dem am 8. Okt. d. I. chen Kriegertage der W gegründet wor­

den ist. Auf diesem Kriegertage waren 16 Einzel­verbände mit 180,418 Mitglieder vertreten, während noch 3 andere Verbände'Verbandszuschriften ein­gesandt hatten. Den Vorsitz führte Herr Oberst z. D. von Elpons. Bei der Berathung über die Art und Weise der Abstimmung trat zwar eine Meinungsverschiedenheit hervor, indem der Deutsche Kriegerbund in Berlin auf Abgabe der Stimmen nach Maßgabe der Mitgliederzahl bestand. Da jedoch in diesem Falle derselbe mit seiner Mitglie­derzahl von 117,000 die Abstimmungen majorisirt haben würde, so konnte hierauf nicht eingegangen werden und wurde jedem vertretenen Verbände nur eine Stimme zuerkannt, worauf sich der Deutsche Kriegerbund der ferneren Abstimmung enthielt. Trotzdem wurde in den Berarhungen fortgefahren, der ursprüngliche Würtemberger Entwurf zu den Satzungen angenommen, der Deutsche Krieger- Verband, wenn vorerst auch nur mit einer 9)lit= gliederzahl von 64,000, definitiv konstituirt und ein provisorischer Ausschuß zur Fortführung der Geschäfte gewählt. Es ist jedoch zu hoffen, daß nunmehr auch die übrigen Landes- und Einzelver­bände sich dieseM-Kerne bald anschließen werden, so daß alsdann öe. Majestät der Kaiser das Pro­tektorat über den Deutschen Krieger-Verband über­nehmen kann. Die wesentlichsten Bestimmungen der Satzungen für den Deutschen Krieger-Verband sind folgende: Se. Majestät der Kaiser werden allcrunterthänigst um Uebernahme des Protektorats und um Ernennung eines Präsidenten und eines Verbands-Sekretairs gebeten. Der Zweck des Deutschen Krieger-Verbandes ist 1) Die militairische Kameradschaft aller bei der Fahne gestandenen deutschen Männer auch im bürgerlichen Leben zu erhalten und in patriotischer Gesinnung zn bethä­tigen. 2) Das Nationalbewußtsein zu fördern, die guten Gesinnungen für Kaiser und Reich, Landesfürst und Vaterland in Liebe und Treue zu pflegen und zu befestigen. Die Einrichtung des Deutschen Krieger-Verbandes erfolgt im Allgemei­nen auf Grund von Verbänden. Einrichtung, Verfassung, Kassen- und Unterstützungswesen der Einzelverbünde sind unantastbar. Regelmäßige Kosten dürfen den Eiuzelverbänden nur durch Be­schickung des Verbands-Ausschusses entstehen. Kleinere Auslagen werden auf die Einzelverbände umgelegt und regelmäßige Beiträge nicht erhoben. Zur Vertretung, Wahrung und Förderung der ^LlmPffaEu Jutcrcff«t-4fl-^-Berbands-Ansfchufi berufen, rdelcher sich alljährlich einmal an dem Vororte eines Einzelverbandes in entsprechendem Wechsel versammelt. Die Verbands-Ausschuß- Mitglieder vertreten die ihrem Einzelverbände zu- tommenbe Stimmenzahl; letztere beträgt für je angefangene 10,000 beitragzahlende Mitglieder eine Stimme. Die schon laug projektirte Einigungs­frage bezüglich des Deutschen Kriegervereinswesens ist nun also perfekt geworden und es kommt nun noch darauf an, daß sich sämmtliche Einzelverbände an deu gegründeten Kern des Deutschen Krieger- Verbandes anschließen, damit dieses patriotische Werk durch die Uebernahme des Protektorats Sr. Majestät des Kaisers gekrönt werden kann. Vor- zugsweise aber wäre es sehr wünschenswerth, ja nothwendig, daß diejenigen Kriegervereine, welche noch keinem Einzelverbände angehören, sich einem solchen anschließen möchten. Dem Hessischen Krie­ger-Verbände, welcher bereits dem Deutschen Krie­ger-Verband beigetreten ist, und zu seinem Aus­schußmitglied den Herrn Hauptmann z. D. S ch m id t gewählt hat, gehören bereits Kriegervereine aus den Kreisen Fulda, Hünfeld, Hersfeld, Rotenburg, Schlächtern und Gelnhausen an und wäre zu wünschen, daß die übrigen Kriegervereine in dem Regierungsbezirk Kassel, sofern sie noch keinem anderen Verbände angeboren, ihren Anschluß an den Hessischen Krieger-Verband recht bald ausführ- ten, damit in dem Bereiche dieses Verbandes eine Einigung zu Stande kommt. Etwaige diesbezüg­liche Anträge sind an den Präses des genannten Verbandes, Herrn Hauptmann z. D. Schmidt in Fulda zu sichten, welcher die näheren Beding­ungen resp. Statuten mittheilen wird. Der Bei­tritt zum Hessischen Kriegerverbande in Fulda empfiehlt sich schon um deswillen, weil die Ver­bandsbeiträge um die Hälfte geringer sind, als die anderer Verbände und nur in 5 Pf. pro Mitglied und Jahr bestehen, während außerdem die dem deutschen Kriegerverbande in Berlin angehörenden Verbände noch 2 Pf. Verwaltungskosten und die­jenigen Kriegervereine, welche an der Unterstützungs- kasse genannten Kriegerbuudes Antheil nehmen wollen, weitere noch 20 Pf. Beiträge pro Kopf und Jahr zu zahlen haben.

Ronshausen, 26. December. Wie oft jugend­licher Uebermuth gestraft wird, beweist folgender Fall. Ein hiesiges Mädchen im Alter von 14 bis 15 Jahren verkleidete sich am vergangenen Sonnabend und wickelte Werg um den Kopf, um

auf diese Weise den gehörigen Effect zu machen. Zu Hause wieder angelangt, entledigte sich das Mädchen seiner Kleidung, kam hierbei dem Lichte zu nahe und die leicht zündbare Masse — der Werg — fing Feuer. Die gehabte Freude hatte nun ein trauriges Nachspiel. Die Arme hatte so große Brandwunden am Kopfe davongetragen, daß ärzt­liche Hülfe beansprucht werden mußte. (H. M.)

Hanau, 28. December. Zum zweiten Male in diesem Jahre werden wir, nachdem kaum die erste Bedrängniß vorüber, von neuen Wasser- calamitäten heimgesucht. Durch den anhaltenden Regen und die in den Gebirgen lagernden Schnee­massen, welche in Folge der abnorm milden Witterung rasch geschmolzen sind, bringen unsere Flüsse große Wassermassen. Die Kinzig ist zwar aus ihren Ufern getreten, seit gestern Abend aber nicht mehr gestiegen. Dagegen ist der Main in fortwährendem rapiden Steigen begriffen. Das Wasser steht be­reits auf den Trottoirs der Philippsruher Allee. Die Gefahr erneuten Hochwassers in gleichem oder noch größerem Umfange wie das letzte Mal steht dringend zu befürchten. Herr Vicebürgermeister Nickel hat durch Ausrufer die Bewohner der zu­nächst bedrohten Stadttheile heute Mittag warnen lassen und auch umfassende Vorkehrungen für einen nothwendigen Kahnverkehr, Pritschen ec., deren Fehlen bei dem letzten Hochwasser sehr lebhaft empfunden wurde, getroffen.

Vermischtes.

K a r l s r u h e, 28. December. Nach den einge­gangenen Berichten ist der Bodensee bei Konstanz seit gestern von 3,43 auf 3,67 und der Rhein bei Walbshut auf 5,60 gestiegen. Die Wiese-Hausener Brücke ist zerstört, ebenso der Damm bei Schopf- Heim; die Brücke Lörrach- Wiese ist zusammenge­stürzt und sollen dabei auch. Menschen verunglückt sein. Zerstört sind ferner -die Brücken bei Utzen- feld, Zell und Wehr.

K a r l s r u he, 28. December, Nachmittags. Bei dem Zusammenbruch der Lörracher Wiesenbrücke sind 20 Menschen in die Fluthen gestürzt, nur wenige davon wurden gerettet. Bei dem heute früh ausgeführten Versuch, einen Zug von Appen- weier nach Kork zu fahren, entgleiste die Lokomo­tive. Ein Reisender wurde dabei getödtet und 3 Eisenbahnbeamte verletzt.

— Wiesbaden, 29. December. Wegen Ueber- schwenimuntz-des- Lahnhofls-ÄN Eaflel ist der Ver­kehr mit Frankfurt unterbrochen; desgleichen der Verkehr der rechtsrheinischen Bahn Niederlahn- stein-Ober-Kassel. Bei Worms ist gestern Abend der Hammelsdamm gebrochen; sämmtliche unteren Stadttheile sind mehrere Fuß hoch überschwemmt. Die Bewohner retten sich fluchtartig.

— (Zur Warnung.) In. Eisenach hatte ein junges Mädchen bei Weihnachtsärbeiten den Faden stets mit den Zähnen abgebiffen und so war die wahrscheinlich gifthaltige Farbe in Berührung mit einer kleinen Wunde gekommen, die das Mädchen an der Lippe hatte. Es trat eine Blutvergiftung ein, an der das Mädchen starb.

— Bradford, 29. December. Durch deu Einsturz eines hohen Schornsteins, welcher auf die Banmwollenwerkstätten fiel, wurden 24 Personen getödtet, 40 schwer verletzt. Die Mehrzahl der Opfer sind Frauen und Kinder.

— Eine chinesische Ministerkrise. Wie zwei Minister durch einen Kometen gestürzt wurden, er­zählt das „Celistial Empire" in Shanghai. „Der Komet, der im Oktober am Himmel sichtbar war, wurde in Pecking zufällig zuerst von dem Minister des Aeußeren, Li-tzong-Tzang, gerade als er nach Mitternacht von einem Vortrage beim Kaiser nach Hause ging, erblickt. Der Minister lief schnell zurück und theilte dem Kaiser mit, daß ein unheil­verkündender Götterbote am Himmel erschienen.sei. Kaiser Ouang-su wurde bei dieser Meldung 'am ganzen Leibe von einem Zittern befallen; er ließ auch sogleich die Hof-Astrologen in sein Empfangs­zimmer bescheiden. Diese erklärten ihrem Sou­verän, das Erscheinen des Kometen bedeute, daß die Götter mit dem Riten- (Kultus-) und dem Justizminister höchst unzufrieden seien. Wenige Stunden später hatten beide Minister auch schon ihre Entlassungsdekrete in Händen.

— Newyork, 15. Der. Ein Telegramm des Gouverneurs von Jamaica meldet, daß die große Feuersbrunst in Kingston sich über einen Flächenraum von 40 Morgen Landes atttl- dehnre, daß 600 Häuser in verschiedenen Theilen der Stab niedergebrannt und große Quantitäten von Waaren gän vernichtet worden sind. Eine große Anzahl von Einw ist obdachlos und leidet Mangel an Allem. Mauhattan-Beach-Eisenbahnstation in Bayridge im Hasen brannte heute nebst bü Waggons und 10 nieder. Der entstandene VeÄust" beziffert Dollars. ' .

— Oekonomisch. „Nun, Clara, wah oder die Ohrgehänge oder das Bracelet schastlich, lieber Heinrich! Ich bin überzeug Du alle drei Gegenstände zusammen nehmen i sie gewiß billiger laufen möchtest.""