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Nr. 9.

Mittwoch den 1. Februar 1882.

DasKreisblatt" erscheint wöchent­lich zweimal, Mittwochs u. Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal, bei den Postanstal­ten kommt der Postausschlag hinzu.

für den

Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die einspaltige Gar- mondzeile oder deren Raum mit 10 Pfg. berechnet und wird bei Wiederho- lung entsprechender Rabatt gewährt.

; Schließlich mache ich zur Verhütung bezl. un- j Hersfeld, am 1. Februar 1882.

brauchbarer Angaben noch ausdrücklich darauf auf-: Diejenigen Herren Bürgermeister rc. des Kreises, merksam, daß Seitens des gedachten statistischen welche meine Verfügung vom 4. Mai 1880 Nr. .... n"'oi nhiphntrH? 'jwnnm^ Büreaus auch bei den Zusammenstellungen der 4917 - Kreisblatt Nr. 86-, die Führung des

S brtS b Erndteerträge des Vorjahres die gleiche Erfahrung, Ortsbürger- und Beisitzer-Verzeichnisses betreffend, machung vom Wien desselben Monats, b^ . in früheren Jahren, gemacht wurde daß für noch nicht erledigt haben, werden hieran mit welche auf kleineren, nur Bruchtheile^eines i Frist bis zum 10. dieses Monats bei Meidung der Zusendung eines Srafboten erinnert. 1296. Der Königliche Landrath.

J. V.:

ßnitiWs.

Unter Bezugnahme auf unsere im

die beiii Deutschen Samariter-Ordensstifte _ zu

Craschnitz bewilligte Hauskollekte, sowie mit Bezug H^ars betragenden Flächen gebaut werden, häufig auf unsere wettere, denselben Gegenstand betreffende Gesammtertrag der Anbaufläche anstatt des Bekanntmachung vom 20. October 1880, Amtsblatt '

S. 276, bringen wir hiermit zur allgemeinen Kennt- niß,daß obengedachte Hauskollekte mit Genehmigung des Herrn Ministers des Innern noch bis zum 1. Juli b. I. an solchen Orten abgehalten werden darf, an welchen sie nicht bereits stattgefunden hat.

Caffel den 11. Januar 1882.

Königliche Regierung, Abtheilung des Innern.

... Hectarertrages angegeben wurde, was fernerhin unbedingt vermieden werden muß.

855. Der Königliche Landrath.

i I. V.:

tzeeg, ^kreissecretair.

Heeg, Kreissecretair.

Kreis Hersfeld

Hersfeld, am 31. Januar 1882.

Der Schreiner Conrad Emmerich zu Gitters­dorf, 21 Jahre alt, hat um Entlassung aus dem preußischen Unterthauenverbaude behuss Auswande­rung nach Amerika nachgesucht.

1241. Der Königliche Landrath.

Hersfeld, am 31. Januar 1882. i Diejenigen Herren Bürgermeister 2c. des Kreises, welche meine Verfügung von: 9. d. Mts. 9lr. 179 Kreisblatt Nr. 3, die mit Epilepsie be-1 hafteten Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren ivtiu betreffend, noch nicht erledigt haben, werden hieran Seitens der Körungs-Commission für den Amts mit Frist bis zum 10. F-brnar c. bei Mel- --------- * - - ----

dung der Zusendung eines Strafboten erinnert. 179. Der Königliche Landrath.

, Hersfeld, am 1. Februar 1882.

Dleienigen Herren Bürgermeister 20. des Kreises, welche mir den durch meine Verfügung vom 30. Mai 1879 Nr. 6471 Kreisblatt Nr. 41 geforderten Bericht, das Einbinden der Kreisblätter betreffend, noch nicht erstattet haben, werden hieran mit Frist bis zum 10. dieses Monats bei Meidung der Zusendung eines Strafboten er- muert.

Heeg, Kreissecretair.

Hersfeld, am 30. Januar 1882.

Es wird hierdurch veröffentlicht, daß in einem

1297.

Der Königliche Landrath.

J. V.: Heeg, Kreissecretair.

Heeg, Kreissecretair

Hersfeld, am 30. Januar 1882.

Nach Beschluß des Bundesraths findet auch für; das Jahr 1881 im Dentscheu Reiche eine Ermitte- ; lung des Erndteertrages statt, die den Zweck ! hat, durch directe Umfrage möglichst zuverlässige Angaben über die im Jahre 1881 wirklich geerntete Menge an Bodeuproducten zu gewinnen.

Diese Erndteermittelung findet in der zweiten Hälfte desMonatsFebruar

- gerichtsbezirk Schenklengsfeld am 26. b. Mts. frei­willig abgehaltenen Nachprüfungstermin der Zucht­bulle der Gemeinde Schenklengsfeld, 1h Jahre alt, gelb ohne Abzeichen, Frankenrace, für durchaus gut und zur Zucht geeignet befunden worden ist.

; 1117. Der Königliche Landrath.

Gefunden:,eine Pferdedecke. Meldung des Eigen- thümers bei dem Ortsvorstand zu Oberhaun.

Gefunden: ein Gebund Flachs. Meldung des Eigenthümers bei dem Ortsvorstand zu Mengs- hausen.

Heeg, Kreissecretair.

1882 statt.

Es werden demgemäß den Herren Bürgermeistern und Ortsverwaltern des Kreises in den nächsten Tagen je 2 Exemplare des zur Erhebung des Erndteertrages dienenden Formulars (B.) zugehen, welche übereinstimmend nach Maßgabe der dem Formulare vorgedruckten Anleitung Ihrerseits aus- zufüllen sind. Beide Formulare enthaltenzur leichteren Bildung eines richtigen Urtheils über die Erndte im Jahre 1881 die im Königlichen statistischen Büreau handschriftlich, eingetragenen Nachweise des 1880er Erndteergebnisses des Kreises und der Gemeinde, bezw. des Gutsbezirks, uebst den Bouitätsziffern für Ackerländereien und Wiesen. Diese Ziffern geben das ungefähre Verhältniß au, in welchem die Durchschnittserndteerträge des Kreises zu denen der Gemeinde oder des GutSbezirks stehen sollten.

Bis spätestens zum 1. März d. i|t mir sodann das eine Exemplar des richtig und

S t a t i st i s ch e Angaben über den telegraphischen Verkehr für den landräthlichen Kreis Hersfeld für das Jahr 1881.

Name des Telegraphenamts.

1.

Bet dem Amte sind

Zahl der am Schluffe des Jahres bei dem Amte beschäftigt gewesenen

Beamten. Boten.

6

Zahl der im Betriebe befind- Llichen Appa­rate.

8.

Bemerkungen.

9.

ausgegeben Tele­gramme

|| an s Tele- Gebühren gramme Frhoben, an- einschl. derfgekonimen Gebühren inländische " für das und aus- Ausland, läudische.

Mark. Stück.

4. 5.

in­ländische.

Stück.

2.

aus­ländische

Stück.

3.

Friedewald

38

2

23 5 0

1

Fernsprecher. Am 23.

Hersfeld

2656

166

2120 : 2755

1

Juni eröffnet.

Niederaula

219

10

148 |l 260

2

Darunter 1 Fernsprecher

Schenklengsfeld

273

14

| 230 2 36

1

Fernsprecher.

Summe

3186

192

2521 3303

I

5

Caffel, den 21. Januar 1882.

Der Kaiserliche Ober-Postdireetor zur Linde.

politische Kachrichten

Deutschland

Der Reichstag ist nicht wie allgemein erwartet wurde, mit Ende der vorigen Woche geschlossen worden, sondern erst am Montag den 30. Januar. Die Schuld au dieser Verzögerung trug der noch kurz vor Thoresschluß eingebrachte Antrag des Abg. Richter-Hagen, betreffend die Einstellung von Ueberschüssen aus dem abgelaufenen Etatsjahre in den Etat anstatt der Erhöhung der Matricularbei- träge. Der Antrag wurde in der Sonuabendsitzung des Reichstages fast einstimmig angenommen, ob­wohl Schatzsecretair Scholz ' erklärte, daß der Bundesrath sich hierüber noch nicht schlüssig ge-

deutlich auszusüllenden und sauber zu halten­den Formulars, mit Datum und Unterschrift des betreffenden Ortsvorstandes versehen, bei Meidung der Zusendung eines Strafboten, wieder einzureichen, während das andere Exemplar in der Gemeinde- Repositur sorgfältig aufzubewahren ist.

Sofern bei Ermittelung der Erndteerträge die Mitwirkung besonderer Schätzungs-Commissionen als nothwendig erachtet werden sollte, ist milderen Bildung, hinsichtlich welcher ich anf die Verfügung vom 1.' Juni 1878 im Kreisblatt Nr. 45 Hinweise, sofort vorzugehen; im Uebrigen nehme ich Bezug _______, ^ ^....... ö.

auf den Inhalt der im Kreisblatt Nr. 45 vom : macht habe. Im Uebrigen wurde am Sonnabend Jahre 1878 abgedruckten Ansprache des KömgUchen die Etatsberathung in dritter Lesung zu Ende ge- statistischen Büreaus über Wesen und Bedeutung ! führt und genehmigte das Haus die einzelnen Etats bet Ermittelung der landwirthschaftlichen Boden- ohne erhebliche Debatte. In seiner letzten Sitzung benutzung und des Erndteertrages, und erwarte am Montag erledigte der Reichstag nur noch ver- in Anbetracht des darin dargelegten Zweckes und schiedene Petitionen. Ob noch eine Frühjahrssession der Wichtigkeit der bezl. Ermittelungen, daß die des Reichstages stattfinden wird, erscheint noch Herren Ortsvorstände diese Sache mit der erforder- immer zweifelhaft, denn die großen socialpolitischen Uchen Gründlichkeit und Sorgfalt erledigen werden. Vorlagen, welche den Reichstag bei seinem nächsten

Zusammentritte erwarten, würden denselben jeden falls bis in den Sommer hinein beschäftigen, was aus verschiedenen Gründen nicht räthlich erscheint.

Fast zur selben Stunde, wo der Reichstag seine Arbeiten beendigt hat, ist das preußische Abge­ordnetenhaus nach vierzehutägiger Pause wieder zusainmengetreten. Bei der Menge und Wichtig­keit der zu berathenden Vorlagen ist kaum anzu- nehmen, daß das Haus seine Berathungen bis Ostern zu Ende geführt haben wird. Nach der ersten Lesung des Etats werden die Eisenbahn- Vorlagen, die Kreisordnnng für Hannover und zu­letzt das kirchenpolitische Gesetz folgen und schon die ersten Lesungen dieser hauptsächlichsten Vorlagen dürften geraume Zeit in Anspruch nehmen. Am interessantesten werden sich natürlich die Debatte über den kirchenpolitischen Gesetzentwurf gestalten und darf man dem Verhalten des Centruins gegen­über dieser Borlage mit Spannung entgegenseheu. Von maßgebendem Einflüsse auf den Gang der kirchenpolitischen Debatten im preußischen Abge­ordnetenhause werden die fortgesetzten Verhandlungen zwischen der preußischen Regierung und dem Vatican sein; Herr von Schlözer, der preußische Unter­händler, wird behufs Wiederaufnahme dieser Ver­handlungen, von welchen man in Regierungskreisen