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Turnfestes, mit welchem die Grundsteinlegung zum Jahndenkmal m der Haseuhaide verbunden war, ebenfalls m Berlin abgehalten.

- ® I ab bad), 8. Febr. Nicht weniger als sechsmal versuchte ein lebensmüder Dienstmann hierselbst stch aus der Welt zu schaffen, bis er vor- gestern Abend feinen traurigen Zweck erreichte. Zweimal hatte er versucht, sich auszuhängen, war aber beidemal noch lebend abgeschnitten worden, zweimal warf er sich auf die Schienen, um sich von der Eisenbahn überfahren zu lassen, einmal versuchte er, sich durch Phosphor zu vergiften und zuletzt jagt er sich eine Revolverkugel durch den Kopf.

- — Düsseldorf, 15. Februar. Wie die „El- berf. Ztg." nachträglich erfährt, fand am Sonntag in dem unserer Stadt nahe gelegenen sog. Tannen- wäldchen zwischen zwei jungen Malern ein Pistolen- Duell statt, welches damit endete, daß der Maler R. durch die Brust geschossen wurde und in Folge dessen seinen Geist aufgab. Beide Herren waren Reserve-Lieutenants. Ueber die Ursache des Duells ist noch nichts Gewisses bekannt.

— Biersen, 14. Febr. Soeben verbreitete sich die schreckliche Kunde, daß eine größere Anzahl Kinder, welche sich in der Nähe der Dülkener- Landwehr aufs Eis begeben hatten, durchgebrochen und mehrere derselben ertrunken seien. Eine un­zählige Menschenmenge eilte nach der Unglücks­stätte; viele Personen mit Leitern, Stangen und Haken, um etwa noch Stellung und Hülfe zu brin­gen — Alles jedoch vergebens. Auf dem Eise liegen sechs Knabenmützen, deren Eigenthümer höchst wahrscheinlich ertrunken sind. Von einem größeren Knaben, der sich mit genauer Noth noch rettete, erfährt man, daß zwei Mädchen, darunter eins von 10 Jahren, und sechs Knaben ertrunken sein müssen. Wahrscheinlich sei es aber, daß die Zahl der Verunglückten eine weit größere ist.

— Cöln, 16 Februar. Mit der Niederlegung der Baugerüste an den beiden Hanptthürmen des Domes hat man begonnen. Bereits ragen die beiden Kreuzblumen mit ihren mächtigen Blattstielen aus dem Holzbau hervor. Die colossalen Kronen gewähren nunmehr einen prächtigen Anblick. Das Schwerfällige, welches den Riesenblättern anhastete, ist durch das Nacharbeiten beseitigt worden, und das Auge der unten Stehenden erfreut sich nun an der leichten und vielfach gegliederten Gestalt.

— Man berichtet dem „W. Frdbl. aus Prag, den 17. d. M>: In Pilsen wurde bekanntlich in voriger Woche ein Sensationsprozeß abgeschlossen. Einer der Vernommenen gab auf die Frage, wie denn die von ihm vertretene Firma in so kurzer Zeit zu einem so enormen Reichthum gelangt sei, die Antwort, daß das Geschäft jährlich ein Reiner- trägniß von 10,000 fl. abgeworfen habe. Die Finanzbehörde, die bekanntlich für solche Geständ­nisse ein seines Gefühl besitzt, forschte nun in den Einkommensteuer-Bekenntnissen nach und fand, daß die Firma blos ein jährliches Reineinkommen von 5000 fl. angegeben hatte. Die Folge war die Aus­fertigung eines nachträglichen Zahlungsauftrages, in welchem der Firma das nette Sümmchen von 105,000 fl. vorgeschrieben wurde.

— Von König Humbert erzählt die „Italic" einen Zug, welcher seinem Herzen alle Ehre macht. Auf der Königsreise fragte Humbert während der Vorstellung der Behörden zu Potenza, ob ein Repräsentant der Gemeinde von Salvia zugegen wäre, wo bekanntlich der Attentäter Passa- nante geboren ist. Der Deputirte Marolda wird dem König vorgestellt und dieser fragt, ob Paffauante noch Verwandte in Salvia habe. „Seine Mutter lebt noch in Salvia", antwortete Marolda. — „Die arme Frau! In welchen Verhältnissen befindet sie sich?" — „Sie ist sehr unglücklich, Sire, sehr arm." — Am folgenden Tage sandte Humbert 500 Frcs. an die Mutter des Mannes, ab, der einst die Hand zum Morde gegen den König erhoben hatte.

— (Ein wackeres Dienstmädchen.) „Dem W. Merk." wird unterm 14. Februar von Koes-

feld geschrieben: In der stürmischen Nacht von Montag auf Dienstag hörte ein Herr, der vor Gescher wohnt, ein Geräusch im Hause, was ihn bewog, d'e Thür seines Schlafzimmers zu verschließen. Kaum war das geschehen, als die Thüre gesprengt wurde und drei Männer auf ihn einbrangen, ihm die Pistole auf die Brust setzten und Schweigen forderten. Während sie den hülflosen Herrn knebelten, stürzte das von dem Geräusch erwachte Dienstmädchen herbei und unerschrocken aus die Räuber ein, um ihren Herrn zu befreien. Als sie endlich über­wunden selbst am Boden lag, erklärte sie sich be­reit, zu zeigen, wo das Geld liege, wenn man ihren Herrn schonen wolle. Hierauf gingen die Strolche „ein; auf dem Wege nach dem oberen Stock rang sich das Mädchen los, stürbe zur Thür Hinaus und rief durch die Nacht um Hülfe, was die Räuber veranlaßte, das Weite zu suchen. Wie es heißt, sollen diese kürzlich aus der Strafanstalt zu Werden entlassene Zuchthäusler sein. Sie hattten die Tele­graphenlinie von Koesfeld nach Gescher zerstört. Das ist der Grund, weshalb eine von dort abge­gangene telegraphische Warnung fruchtlos ge­blieben ist.

— (Hohes Alter.) Bei der letzten Volks­zählung" fand sich in Stadeln eine 101 Jahre alte Ausgedingerin Namens Margarethe Kufner vor. Ihre Nachkommenschaft Hesteht aus 124 Personen, von denen 84 am Leben sind. Ihre älteste Tochter ist 69 Jahre alt. Die Greisin geht noch allein aus und begab sich ohne Begleitung zur Volkszäh- lungskommisssvn, um die Richtigkeit der Daten im Anmeldungsbogen zu bestätigen. Die wurde bereits zweiundzwanzig Mal mit den Sterbe-Sakramenten versehen, aber ärztliche Hülse hat sie in ihrem Leben nicht in Anspruch genommen.

— (Eine Eisenbahn auf dem Eise.) Ans Petersburg wird gemeldet: Am Dienstag wurde der Betrieb der auf dem Eise der Newa angelegten Eisenbahn Oranienbaum-Kronstadt mit Gottesdienst, einem besonderen Festzuge und Festessen eröffnet.

— (Der höchste Baum der Erde.) Der höchste genau gemessene Sesguoia (Wellingtonia) befindet' sich in Calaveras Grove bei Stockton in Californien; sie ist 9915 Zentimeter (etwa 325 Fuß) hoch und wird wohl von keinem andern Baume dieser Art in der Höhe übertroffen.

— (Zustände in der britischen Armee.) Einem in der „Police Gazette" veröffentlichten amtlichen Ausweise zufolge sind im ab gelaufenen Jahre nicht weniger als 6110 Soldaten des bri­tischen Heeres fahnenflüchtig geworden. Die Zahl der Deserteure in der Miliz beläuft sich auf 10,610.

Die Zusamineisteguiig Der HrmMücke als Jlliltes zur Hebung Der LaudwirUchast

(Borttag gehalten vorn Feldmesser Hüser in der Aus­schußsitzung des landw. Kreisverein »ersfeld, am 12. Januar 1880 zu Oberlengsseld )

(Fortsetzung)

In diesem Falle ging es noch, da er einer der größten Schafhalter war. Wie aber nun, wenn es il)m einmal eingefallen wäre, keine Schafe mehr zu halten? Dann hätte er von seinem Grundstück weiter Nichts, gehabt als die Ehre die Grundsteuer 2e. davon ,zu 'bezahlen. Den Gemeindehntungen geht es durch die Bank so, die ganze Gemeinde be­zahlt die Steuer und nur einzelne Mitglieder haben den Nutzen davon, ebenso wie von den Dreesch- ländereien nur die Schafhalter Vortheil haben.

Wie heißt nun das Radikalmittel gegen diese, ge­linde gesagt, jeden Fortschritt hemmenden Zustände? Es giebt bei der jetzigen Lage der Gesetzgebung nur einesund dieses ist die Zusammenlegung oder Verkoppeln na mit der durch das Gesetz bedingten gleichzeitigen Ablösnng der Servituten und Gerechtsame.

Ich weiß, m. H., die Verkoppelung hat ihre

Freunde, sie hat aber auch ihre Feinde. Aus Freunden werden Feinde, aus Feinden werden Freunde. Die Wahrheit dieses Sprichwortes er­fährt Niemand mehr, als der Verkoppelungsbeamte, und unter diesen vorzugsweise der ausführende Feldmesser. Glücklicherweise ist aber die Zahl der­jenigen, die aus Feinden Freunde werden, eine b e- deutend größere als umgekehrt, und als Beleg für diese Behauptung will ich nur die Thatsache anführen, daß in den 6 östlichen Provinzen des preußischen Staates in fast sämmtlichen und in der Provinz Westfalen in einer großen Anzahl von Ge- markungen das Verfahren mit Glück durchgeführt worden ist. Die kleinen Staaten Meiningen, Schaum­burg, Lippe und Waldeck haben Staatsverträge mit Preußen geschlossen und dort ist das Verfahren unter preußischer Leitung in vollem Gange. — Ebenso steht es hier in der Provinz Hessen. Die Anträge haben sich von Jahr zu Jahr vermehrt und erst in den letzten Jahren sind wir in ein ruhigeres Fahrwasser gekommen, wohl aus dem Grunde, weil überhaupt die Verhältnisse in den letzten Jahren recht gedrückt waren, und die Land­leute vor den Kosten zurückschreckten. Da ist nun aber der Staat mit dem neuen Kostengesetze zu Hilfe gekommen worauf ich später noch zurück- kommen werde.

Ich will Sie nicht durch einzelne Aufzählung der Vortheile, welche die Verkoppelung mit sich bringt, ermüden, lassen Sie uns einmal die land­läufigsten Einreden betrachten, so werden sich die Vortheile schon von selber ergeben.

Diese Einreden lauten:

1) Wir besitzen schon große Grundstücke!

Ich will diesen Einwand für vereinzelte Fälle als thatsächlich richtig annehmen, obgleich die Be­griffe von groß und klein sehr verschieden sein können, und es mir aus meiner Praxis bekannt ist, daß viele Leute ein Grundstück von 1—2 Acker schon für sehr groß halten. Aber davon abgesehen, und angenommen, die Fläche der einzelnen Grund­stücke könne durch die Zusammenlegung nur wenig vergrößert werden, so treten doch viele Faktoren ein, die der Verkoppelung entschieden das Wort reden. Diese sind: a. Die Regulirung und Be- steinung der Grenzen. Es werden aus krummen Grenzen grade gemacht, natürlich stets unter Berück- sichtigung des Terrains, b. Die zweckmäßigere Ver- theilung des Grund und Bodens nach der Lage des Wohnhauses und der Wirthschaftsgebäude, c. Die Aufhebung der Servituten, d. DieVerschaffung von Zugängen undVorfluth und e. Die mit diesen beiden letzten Punkten verbundene Aufhebung des mit den alten Verhältnissen sich ergebenden Flur­zwanges, mag er als Recht in der Gemeinde be­stehen oder nicht. (F. f.)

Die Königl. Gewerbe- u. Handelsschule zu Cassel beginnt Montag den 25. April c. einen neuen Cursus. Dieselbe besteht aus 6 Klaffen (Sexta bis Prima) mit je einjährigem Cursus und aus einer Fach­schule. Schüler, welche das Lehrziel der Prima genügend erreicht haben, erlangen die Berechtigung für den einjährigen Militärdienst. Näheres be­sagen die Prospecte, welche von der Anstalt franco versandt werden. Anfragen und Anmeldungen wolle man an den Direktor richten.

Der Schulvorstand: Schwarzenberg.

Z r » ch t p r e i s e.

Weizen 100 Kilogr. 21 M. 25 Pf. bis 22 M. 15 Pf. Roggen 100 Kilogr. 20 M. 55 Pf. bis 20 M. 80 Pf. Gerste 100 Kilogr. — M. — Pf. bis — M. — Pf. Hafer 100 Kilogr. 14 M 35 Pf. bis 15 M - Pf.

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DekünntmachuW. « £?* ^ 7 *8

Der aus den 28. Februar anbe' ^2^ warne^ daher vor Ankauf oder räumte Verpachtungstermin der hie- SS? ™ n1{d? ohne Entscbä- sigen Jagdgerechtsame Z nicht statt.

Gershausen, am 22. Februar 1881 Der Bürgermeister

finbet Herausgabe an mich ohne Entschä 1 digung von meiner Seite.

Tann, den 19. Februar 1881. Gastwirth Knoth.

Gieff

r^um Verkaufe der Besitzung des Dotor Heil hier, bestehend

____________ tritt Verkaufe

^Unterzeichneter kaufte am heutigen ÜQerruPeter ,,

Tage von Herrn Möbes zu Hof O in 2 Wohnhauzer« (Neustadt Webneberg dessen sämmtliche Win- 528, 529), 1 jgro^eH ^^»ue, teraussaaten bestehend in Der Erndte 1 Marstall für Landbeschaler (neu

eingerichtet), Hintergeb., Holz- remiese und Sielenlaqer, 8 h Land und Wiesen, habe ich zufolge Auftrags Termin auf Montag den 54. März d, J. Morgens 11 Uhr, in meinem Geschäftszimmer bestimmt. Außer Oekonomie wird! in den Gebäuden Schankwirthschaft und Holzhandel betrieben. Ein Teil des Kaufgelds kann gegen 4; £ Zinsen hypothekarisch stehen bleiben.

Hersfeld, am 8. Februar 1881.

Münstermann. I

1 Ofen

Feldbrandsteine ca. 50000 ®tu«f bei Friedewald stehend, ist zu verkaufen.

Näheres in der Exped. d. Bl.

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Lipzig (Dr. Killisch)

Vorder, f. alle Mil. Ex. it. für alle Klassen höhererSchulen incl. Abit.-Ex.