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„Wieder nach Hause zuruckkehren. Ich mag hier der da kurirt nach seiner Art! Zu Geraszell, nicht langer bleiben," erwiderte diese kurz, aber mit einem Dorfe im Straubinger Bezirk, litt ein niedergeschlagenem Blick. ...

„Du hast also Dein an Beta begangenes Un­recht eingesehen, Du willst eine Versöhnung mit ihm anbahnen?" jubelte der alte Herr, seelenver- gnügt.

„Nein!" antwortete ihm hierauf kalt und fest Elise, „das werde ich niemals; ich würde mich durch solche Handlungsweise unsterblich lächerlich machen. Er muß den ersten Schritt in dieser Sache thun, denn er hat mich verletzt. Seit acht Tagen sind wir nun hier in Venedig, — durch feinen Freund Braun wird er wissen, wohin wir gegangen — und bisher fand er es nicht der Mühe werth, . an mich zu schreiben."

„Mein Kind!" entschuldigte Herr von Kronwald, „ein Mann von Ehre darf sich nicht zum Spiel­ball einer Mädchenlaune machen —"

„Und ein Weib von Ehre — sich nicht sklavisch knechten lassen. Kein Wort weiter in dieser Sache, lieber Papa, ich bitte Dich darum!"

Achselzuckend, aber innerlich froh darüber, daß ihre Rückkehr nach Wien stattfinden sollte, nach welcher er sich von Herzen schon gesehnt hatte, schwieg dieser und bald darauf stiegen die Beiden die Treppen zu ihrer Wohnung hinauf.

i Posen. Eine erschütternde Katastrophe hat Frau von ^oldvary war so eben hier, um dem sich auf dem Eise eines der Seen unserer Provinz nad) eingetretener Thauwitterung zugetragen. Von der Besitzung Grzybin im Kreise Kosten sollte die Dampf-Dreschmaschine, welche auf dem Gute in Thätigkeit war, über den See transportirt werden. Als der schwere Zug ungefähr in der Mitte des

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gnädigen Fräulein einen Besuch abzustatten. Sie hat ihre Karte hier gelassen." Mit diesen Worten trat Anna ihrer Herrin entgegen.

„Ich werde denselben sofort erwidern," erklärte Fräulein von Kronwald. — — — — — —

Auf einer Chaiselongue hin gestreckt, ruhte ein bleiches, schönes fast überzartes Mädchen, halb Kind noch, dessen Antlitz aber mit seinem durch­sichtigen Teint, tiefer Gram und ein Ernst beschattete, wie man solchen nur auf dem Gesicht eines Menschen findet, der mit allen irdischen Freuden längst ab­geschlossen hat.

Es war Irma, von Földvary. Sie hatte die Augen geschlossen und schien zu schlummern, denn sie regte sich nicht und nur die feinen schlanken Fingerchen, die sie über dem Herzen gefaltet hielt, zuckten hier und da leise.

Frau von Földvary saß ihrer Tochter gegenüber, scheinbar in einem Buche lesend, in der That aber nur mit dem Schmerz um ihr krankes Kind beschäftigt und alle Augenblicke zu diesem hinüberschauend in Angst und Sorge.

Jetzt trat die Kammerfrau leise und auf den Fußspitzen in's Gemach: „Fräulein Kronwald läßt um die Ehre bitten, der gnädigen, Frau ihre Aufwartung machen zu dürfen!" flüsterte sie.

Irma schien nicht geschlafen zu haben. denn sie schlug jetzt plötzlich ihre großen dunklen Augen auf und wandte den Kopf nach der Mutter. „Muß auch ich die fremde Dame empfangen, Mama?" kam es jetzt wie ein schwaches, schmerzliches Lispeln über ihre Lippen.

„Von einem Zwang Deinerseits kann keine Rede sein, mein theueres Kind!" erwiderte Frau von Földvary, „aber ich dächte, es würde Dir vielleicht eine kleine Zerstreuung gewähren, dieses liebens­würdige Mädchen kennen zu lernen, welches sich in verflossener Nacht so hübsch gegen mich benommen hat."

„Dir zu Liebe denn, süße Mama!" nickte die Kranke und schloß dann wieder die Augen. (F f.)

Vermischtes.

— Zu Oberkirch bei Carlsruhe hat sich ein be­dauerlicher Unglücksfall ereignet. Zwei Bäcker­burschen wollten, als sie Morgen 4 Uhr ihr Ge­schäft vollendet hatten, die Stube warm erhalten. Sie füllten deshalb einen Bügelofen, der zufällig in der Backstube stand, mit glühendeil Kohlen, gössen noch etwas Petroleum darauf und legten sich zur pfiuhe. Als man sie um 6 Uhr wecken wollte, war der' Eine im Kohlengas erstickt, der Andere lag in so tiefer. Betäubung, daß es große Mühe kostete, ihn znm Leben zurückzubringen.

— Ultenburg, 1 Februar. Der hier im 92. Lebensjahre verstorbene Finanzrath Reichenbach, Inhaber Der Firma I. C. Reichenbach, hat unserer Stadt zur Erbauung zweier neuen Schulen 750,000 Mk. und zur Erbauung eines Hospitals, welches den Namen Reichenbach'sches Hospital führen soll, 450,000 Mk. vermacht. Zur Unterstützung von Töchtern armer Communalbeamten, Rechtsanwälten oder Staatsbeamten hat er 240,000 Mk. bestimmt. Die Universität Jena erhielt 750,000 Mk. Außer­dem sollen noch viele kleinere Legate ausgesetzt sein. Der ganze Nachlaß soll 5 bis 6 Millionen betragen.

— (Selbsthilfe.) Ein neuer Doktor Eisenbart,

70jähriger Äusnahmebauer seit längerer Zeit an einem Fuße große, unleidliche Schmerzen und faßte den Entschluß, durch eine gründliche Ope­ration sich zu helfen. Er schnitzte sich eine Knie­stelze und als er damit fertig war, ergriff er Montag Abends ein Handbeil, legte den kranken Fuß auf einen Hackstock und hieb ihn mit drei, sage drei Beilschlägen ab. Als man dazu kam, war er durch den Blutverlust ohnmächtig gewor­den; man holte den Geistlichen und der bis dahin wieder zu vollem Bewußtsein erwachte Mann empfing die heiligen Sterbesakramente. Während der Nacht äußerte er: Besser als zuvor sei es doch; die Schmerzen seiner Operation befriedigten ihn. Wie es weiter geht, muß man eben abwarten.

— Am 2. Februar feierte der einzige noch lebende Lützower, welcher Theodor Körner näher gestanden unb seinen todtwunden Körper aus dem Gefecht getragen, der ehemalige Rector der Stadtschule zu Fürstenberg in Mecklenburg-Strelitz, Anton Probst- han, der sich auch als Mitbegründer der Jenenser Burschenschaft bekannt gemachtJat, seine diamantene Hochzeit, freilich nur in aller Stille, denn Krankheit und Altersschwäche fesselten ihn an's Bett.

Sees angelangt war, dessen Eis durch die Than- Witterung schon dünn geworden zu sein scheint, brach die Eisdecke und es soll die sämmtliche Bedienungs­mannschaft, sowie nicht weniger als 15 Pferde ein Ofer des Sees geworden sein.

Der Hund oCsjuimütesöareUrsiW verschiedener gMhrticher RrankWeit des Rienschen und der

Hausthiere.

Dr. B r ü m m e r» Leipzig.

(Fortsetzung).

Gewöhnlich soll er seinen Wirth innerhalb 5 Jahren zu Tode bringen; übrigens sind auch Fälle bekannt, daß Menschen sich 20 ja 30 Jahre mit ausgebildeten Hülsenwürmern in der Leber, am Leben erhalten haben, sowie, daß die Hülsenwürmer abstarben, ohne die Gesundheit zu gefährden.

Durch Genuß solcher Blasen erhält der Hund wieder den bezüglichen Bandwurm.

3) Den gesägten Kettenbandwurm (Taenin sen-ata). Er erreicht bis 1 Meter Länge und bis 5 Millimeter Breite. Die erbsenförmige Finne gpysticercus pisiformis) dieses Bandwurms ist 6—12 Millimeter lang, 4-6 Millimeter breit und bewohnt als Lieblingsplatz die Leber des Hasen und des Kaninchen. Der Waidmann erklärt diese Krankheit fälschlich als „Venerie des Hasen unb des Kaninchen,"

Der Genuß solcher finniger Körpertheile erzeugt beim Hunde wieder den betreffenden Bandwurm.

4) Den geränderten Bandwurm (Taenia margi-

nataT Dieser ist der größte Bandwurm im Hunde- . . . _,

barm, erreicht ausnahmsweise 5 Meter,Länge. Welse der Mackwaaren Seme ZugEStdurchlebt er als sogenannte lang- für bie ^adt H°rsfe-d vom bis 15. Februar issi palfige ßinne (Cysticeicus tenuicollis) an serösen nach der eigenen Angabe der Bäcker und sonstigen Brod- Ueberzugen der Darme, an Brust- und Bauchfell, ' ■ - - ~ .....

an der Leber und Milz der Wiederkäuer und Schweine, gelegentlich auch des Menschen. Die Finnen erreichen unter Umständen die Größe einer

Faust. In mäßiger Anzahl bedingen sie allerlei Gesundheitsstörungen, in großer Anzahl Darm- und Bauchfellentzündungen, welche leicht zum Tode führen.

Diese Finne erzeugt beim Hunde wieder den be­züglichen Bandwurm.

Auch kommt beim Hunde noch ein kürbisähn- licher Bandwurm (Taenia cucumerina) vor, dessen Finnenzustand noch nicht bekannt ist.

Diese Wechselwirthschaft zwischen Finne und Bandwurm, welche wir oben kennen gelernt haben, I zieht durch eine große Reihe von Thieren hin. Ich will in dieser Beziehung nur noch daran erinnern, daß die Finne des Kettenbandwurms oder Ein­siedlerbandwurms des Menschen (Taenia solium) j im Schweine, die Finne des unbewaffneten Band­wurms des Menschen (Tapnia mediocanellata) dagegen im Rinde wohnt.

Nach diesen kurzen Bemerkungen wird sich der Leser überzeugt haben, daß man dem Hund gewiß kein Unrecht zufügt, wenn man ihn als die größte und gefährlichste Parasitenherberge und als einen ganz gefährlichen Feind der Landwirthe bezeichnet. Wir wollen anderseits freilich nicht verkennen, daß

die Hunde zu vielen Leistungen nothwendig sind und kaum durch ein anderes Thier ersetzt werden können, aber immerhin müssen wir bedenken, daß doch wenigstens § aller Hunde zum Vergnügen gehalten werden, und diesen unnützen Luxushunden müssen wir den Krieg erklären, welchen wir mittelst einer recht hohen Besteuerung der unnützen Köter am .

ersten und schnellsten gewinnen werden.

Was hilft es dem intelligenten Oekonom, jähr- lich„ seine unentbehrlichen Schäferhunde von den gefährlichen Bandwürmern durch wurmtreibende Whttel zu befreien, wenn doch andere unnütze Hunde auf seinen Feldern unb Weiden reiche Bandwurm- eier mit dem Koth absetzen. Darum nochmals: Krieg allen unnützen Luxushunden.

Ferner beachte man:

1) die unentbehrlichen Hunde (Schäferhunde u. s. w.) jährlich zweimal eine richtige Band­wurmkur durchmachen zu lassen, damit sie von den gefährlichen Parasiten befreit werden;

2) die Hunde vor Ausnahme finnigen Fleisches sowievor dem Fressen des Gehirns drehkranker Lämmer möglichst zu schützen;

3) die Zahl der Hunde, auch die der eigenen Wirthschaft, nach Möglichkeit zu beschränken und

4) verlange man, daß auch jeder Luxushund jährlich wenigstens einmal unter polizeilicher Aufsicht eine Bandwurm-Kur durchwache.

Will man Hunde von den ihnen innewohnenden Bandwürmern befreien, so kann man folgende Mittel dazu anwenden:

a. 1—6 Gramm Reinfarnextrakt (je nach der Größe des Hundes);

b. 15—80 Gramm frisch gepulvertes Kousso mit Mehl und Honig zusammengemischt und daraus mehrere Pillen gemacht, die auf ein­mal gegeben werden.

6. Pillen, bereitet aus geglühtem schwarzem Kupferoxyd (fünf Gramm), weißer Kreide und weißem Bolus (von jeden 2,5 Gramm) und so viel Wasser, um Pillen (100 läng­liche) daraus machen zu können. Von diesen Pillen, welche sich jahrelang halten, bekommt ein großer Hund täglich und dreimal 9 Stück mit Fstisch oder Butterbrod und zwar 10 Tage lang fortgesetzt.

d. 25—50 Stück enthülste Kürbiskerne mit Mehl und Honig zusammengemischt.

e. 2—8 Gramm Kamala mit Weißbrod und Milch angerührt; eine Beigabe von Abfüh- ruugsmittelu ist gewöhnlich unnöthig, weil Kamala selbst purgtreube Eigenschaften besitzt.

Am Tage vor und während der Kur reicht man nur dünne Nahrung, besonders gesalzene Suppen mit wenig Brod und der Hund muß während der Behandlung angekettet sein, damit die Bandwürmer nicht überall auf Weiden, auf Futterfeldern, in Ställen abgesetzt werden. Die abgetriebenen Band­würmer vernichtet man durch kochendes Wasser, Aetzstoffe oder Feuer. Wendet man die unter a. b. und d, 'angegebenen Medikamente an, dann muß man etwa nach Verlauf einer Stunde einige Löffel voll Ricinusöl nachschicken, um die Darmthätigkeit in energische Bewegung zu bringen.

(Ldw. Z.) ' ‘ W. P. L. M.

und Wecke-Verkäufer.

Namen bet Bäckermeister unb Brodverkäufer.

Roggenbrod

Wasser­wecke 4 Psg.

Grm.

Milch brod

6 4Pf Grm.

schwarz 500 Grm.

Pfg.

weiß 500 Grm.

Pfg.

B. Knaufs . . .

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50

J. Heck.....

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50

Herm. Spangenberg .

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50

H. H. Walpert

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50

W. Reinhard

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15

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50

Braun G. H.

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Heinrich Fischer

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50

Herm. Bettler Ww.

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50

Abraham Bolz

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60

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Nicol. Huth Ww.

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14

60

50

Wilhelm Huth . .

124

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60

50

U. H. Huth . .

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60

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Adam Spangenberg .

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60

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Heinr. Rehn . .

12

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60

50

H. W Hettler

12

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60

50

Frledr. Hell . .

12

144

60

40

Hartmann Huth .

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H. Mausehund Ww. .

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60

40

Hersseld, am 2. Februar 1881.

Der Bürgermeister Braun.