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mit Holzfällen im Malsburg-Escheburger Forste seinen Tagelohn verdiente, wurde bei letzterer Beschäftigung von einem stürzenden Baum so unglücklich auf den Kopf getroffen, daß der Schädel brach, ein Bruchstück desselben in vas Gehirn eindrang und der Verunglückte noch am Abend Desselben Tages starb.

— Di e Ausbildung von Handwerkslehrlingen in den großen Reparaturwerkstätten der preußischen Staatseisenbahnen wird jetzt in größerem Umfange betrieben. Die allgemeinen Bedingungen für die Aufnahme und Aus­bildung von Handwerkslehrlingen sind folgende: Der Lehrling muß älter als 14 und jünger als 16 Jahre sein; nur ausnahmsweisr können auch Lehrlinge * im Alter bis zu 18 Jahren ausgenommen werden. Der junge Mann muß konfirmirt sein, die Elementarschule vollständig absolvirt haben und vollkommen gesund und zur Ausübung des betreffenden Handwerkes geeignet sein. Auf Grund der hierüber vorzulegenden Zeugnisse wird von der Eisenbahnverwaltung mit dem Vater resp, dem Vormunde des Lehriinges ein schriftlicher Vertrag auf die Dauer von 4 Jahren abgeschlossen. Falls der Lehrling bereits in einem Lehrverhältnisse gestanden, wird derselbe nur ausgenommen, wenn das Verhältniß in gütlicher und vorschriftsmäßiger Form gelöst ist. Alsdann kann auch die 4jährige Lehrzeit angemessen gekürzt werden. Neben der praktischen Lehre ist der Lehrling verpflichtet, an dem von der Werkstättenverwaltung ein­gerichteten oder vorgeschriebenen Schulunterrichte theilzunehmen. Nach Ab- schließung des Lehrvertrages und vor Einstellung des Lehrlings in die Werk­stätte hat derselbe ein polizeiliches Arbeitsbuch beizubringen. Während der Lehrzeit steht der Lehrling unter der väterlichen Zucht des Vorstandes der Werkstätte. Bei groben Verstößen gegen die Disciplin kann der Lehrling auch in Geldstrafe genommen werden, insbesondere erfolgt bei ungerechtfertigter Schulverfäumniß die Entziehung des Tagegeldes, welches 60 bis 86 Pf. bezw.

■' i M. beträgt. Die tägliche Beschäftigung des Lehrlinges in der Werkstätte dauert 10 Stunden unter Ausschluß von Sonntags- und Nachtarbeit. Die

Probezeit dauert 8 Wochen, während welcher die Lösung des Lehrverhältnisses jederzeit statthaft ist.

— ©jer Juhabereines gro ßen Hotels war zugleich seinbester Kunde, den er denn auch entsprechend bevorzugte. Eines Tages befand er sich in der Küche, als ein Kellner dorthin die Bestellung brächte, ein Gast wünsche ein Huhn zum Frühstück. — Unser Wirth nimmt die Bestellung entgegen, macht ein nachdenkliches Gestcht und erwidert: „Sagen Sie dem Gaste, es wäre nur ein einziges Huhn da, und das könne er nicht bekommen, weil ich selbst Appetit darauf habe." — Der Kellner überbrachte getreulich die Antwort, der Gast aber gab es auf mit dem Wirth bei dem Wirth zu concurriren.

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Weizen 100 Kilogr- 21 M. 15 Pf. bis 22 M. - Pf. Roggen 100 Kilogr. 20 M. 65 Pf. bis 21 M. 70 Pf. Gerste 100 Kilogr. 16 M. 60 Pf. bis 17 M. 50 Pf. Hafer 100 Kilogr. 13M.35Pf. bis 13 M. 40 Pf.

Der heutigen Nr. liegt für die Herren Bürgermeister des Kreises das Sach - Register zum Hersfelder Kreisblatt pro 1880 bei.

W8^ Die nächste Nummer d. Bl. erscheint Freitag den 31. d. Mts.

In Gemäßheit bestehender Vorschrift wird publicirt, daß

die Hessische Morgenzeituuq und baS Hersfelder Kreisblatt

als diejenigen Blätter hier bestimmt worden sind, in welchen die Bekanntmachungen nach Art. 13 Deutschen Handelsgesetzbuchs er­folgen.

Riederaula, am 1. Dezember 1880.

Königliche- Amtsgericht.

v. Milchlin g.

Iagd-Uerpachtung.

Die der hiesigen Gemeinde zustehende Jagdgerechtsame soll anderweit auf 3 Jahre verpachtet werden und ist Termin hierzu auf

Montag den 10» Januar 1881 Vormittags 10 Uhr

in die Wohnung des Unterzeichneten anbe- raumt worden, wozu Pachtliebhaber mit dem Bemerken eingeladen sind, daß die Bedingungen im Termin bekannt gemacht werden.

Goßmannsrode, am 27. Dezember 1880.

Der Bürgermeister Möhl.

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Der von den städtischen Behörden be- schloffene Nachtrag zum Statut für die Stadt Hersfeld, vom 20. September 1873, betreffend die Erhebung der städtischen Um­lagen, liegt von heute an zwei Monate lang, zu Jedermanns Einsicht im Stadt- serretariat offen, woselbst Erinnerungen, welche Einzelne oder gewisse Classen von Gemeindegliedern dagegen zu machenfinden, entgegen genommen werden.

HerSfeld, am 29. Dezember 1880.

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