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b) vom 19. v. M. die Beschlagnahme des Gedichtes beginnend: „In einem Hotel zu Bonn am Rhein" u. f. w.
auf Grund der ß. §. 184, 40, 41, des St. G. B's. bestätigt hat. Hersfeld, am 23. November 1877.
11,894. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.
Notenburg, am 15. November 1877.
Heute Morgen 6 Uhr sind aus dem hiesigen Gefängniß entsprungen, die Untersuchungsgefangenen
1) Carl Bach gebürtig ausMansbach zuletzt wohnhaft in Cassel, 31 Jahre alt, 1,70 M. groß, Haare blond, ohne Bart, bekleidet mit grauem Rock, Weste, Hose, Stiefeln, weißem Hemd gez G. J/, dunkelm Hut.
2) Geschäftsreisender Carl Schmidt von Züllichau (angeblich),
ca. 24 Jahre alt, 1,76 M. groß, schlank, Haare blond, Bart im Entstehen, Augen blau, bekleidet mit xdunkelgrauem Rock, Hose, Weste, gelbem Halstuch, weißem Hemd, Stiefeln.
Ich ersuche ergebend schleunigst Fahndung durch die Gendarmerie zu veranlasien und alle Polizeibeamten des Kreises in Kenntniß zu setzen.
Der Staatsanwalt Rabe An Königliches Landrathsamt in Hersseld.
* * •
Hersfeld, am 15. November 1877.
Wird der Königlichen Gendarmerie und OltspoUzeibehörden deS Kreises zur Kenntnißnahme und schleunigsten Fahndung mitgetheilt. 11,537. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.
Durchschnitts-Berechnung über die Marktpreise an den Garnisonsorten in dem Regierungsbezirk Cassel für den Monot Octoder 1877.
Durchschnitts- Preis.
S
8
Bezeichnung
für 1 00 Kilogramm.
b. für 1 Kilogramm.
c. für
der
60 Stück
Marktorte.
8
1
2
3
5
6
7
8
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Eier.
M.
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M.
M.
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64
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$14
Cassel
23
63
16,41
18
50
13,92,
22
75
34,50
30
44
6 55
2
92
1 4
95
1
48
1 55
1
20
1
28
1,75
2
45
4
50
Fritzlar
23
361
17
—-1
18
oJ
13
94
28
88
30
59
31
11
5
20
3
56
1 »
72
1
35
1
37,
1
06
99!
2
2
12
3
42
Fulva
22
618
76;
19
90,
16
14
54
23
70
26
16
25
13
6
51
4
80
6
18
1
26
1
39
95
1
06
2
05
2
20
4
13
Hanau
22
17
83)
18
—
15
38
31
20
85
32
5
16
3
42
5
50
1
40
1
60*
1
40
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20'
2
08
2
22
4
30
Hersfeld
23
16]
18
_
16
5a
14
16
27
37
29
37
33
37
6
3
4
1
33
1
30
90
1
20
2
2
3
Hofgeismar
23
öd
16
—
17
75
H
16
21
20
5
34
4
4
46
1
40
l 1
22
1
05
1
20
1
80
2
50
2
40
Marburg
25
—
18
—
17
—
15
19
50
32
35
7
50
5
6
50
1
40
1
4ol
1
20
i
20
2
2
4
80
Rotenburg
24
17
—
17,5(1
15
24
24
30
6
4
5
1
40
1 1
401
1
1
20k
2
2
40
3
15
Summa
188,02,140
141,139
133,115,94
193,20218
47,
237105
48
26
29
70
41131.11,02,11
23
8
76,
9
33
151681,171891
29 ,
70
Durchschnittsbetrag
23150,
17
52
17
142
14,49
24|151
27
31|
29,63
6
03,
3
711
5|16| 1138|
1
40,
1
1Q
l|17l
1I96|
2|24|
3|
71
Cassel, den 9. November 1877,
Königliche Regierung, Abth. des Innern.
Am 28. October 1877 smd dem MühlenbesitzerHeinrich Mohr von Bölkershain mittels Einbruchs folgende Gegenstände: 1) eine silberne Cylinder-Uhr mit Porzellan-Zifferblatt und römischen Zahlen, auf der Rückseite wellenförmig gravirt; 2) eine alle, dicke, silberne Repetiruhr mit Porzellan-Zifferblatt und deutschen Zahlen; 3) eine goldene Uhrkette mit Haken und Uhrschlüssel; 4) ein rundes Medaillon von Gold; 5) ein Siegelring von Gold ohne Stein, Siegelfläche glatt, entwendet worden.
Der vorbezeichneten That, sowie eines weiteren Diebstahls dringend verdächtig ist der Dienstknecht August Bräuer von Lieb - stadt (.Kreis Mohrungen) zuletzt bei Mohr in Dienst, und ist gegen denselben Haftbefehl erlassen.
Ich ersuche um dessen Festnahme und Ablieferung an die nächste Gerichtsbehörde, sowie um Nachforschungen nach den entwendeten Sachen.
Signalement: geboren 2. Juni 1850, Größe 1,71 Mir., Haare und Augenbrauen blond, Augen blau, Bart blonden Vollbart, Statur schlank.
Rotenburg a. F., am 15. November 1877.
______Der Staatsanwalt. Winkler, St. A. G.
Der gegen den Ernst Fern aus Frielingen Behufs Vollziehung einer wegen Bettelns gegen ihn erkannte Utägige Haftstrafe erlas- fene Steckbrief wird erneuert.
Hersfeld, am 31. October 1877.
____ Der Polizeianwalt Kempf.
Der gegen den Weißbinder Heinrich Most aus Rotensee Behufs Vollziehung einer wegen Forstfrevels gegen ihn erkannten 1 ltägigen Gefängnißstrafe erlassene Steckbrief wird erneuert.
Hersseld, am 31. October 1877.
________Der Polizeianwalt K e m p f.
Der gegen den Schmied Ernst Glebe aus Unterhaun Behufs Vollziehung einer wegen Unterschlagung gegen ihn erkannte l4tägige Gefängnißstrase erlassene Steckbrief wird erneuert.
Hersseld, am 3. November 1877.
Der Polizeianwalt Kemy f.
Unter dem Rindvieh dahier ist Die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Ernsthausen, Kr. Frankenberg, am 19. November 1877.
Der Bürgermeister Schwieder.
Hersseld, den 5. November 1877.
V. Ausschubsitzung des landwirthschaftlichen Kreisvereins für den Kreis Hersseld im Hütel zum Stern.
(Schluß.)
ad 5 der Tagesordnung wird auf die Generalversammlung verschoben.
Auf Wunsch des Herrn Heil referirt Herr Oldenburg über die
von ihm besuchte Pflugprobe zu Wilhelmshöhe. Die sämmtlichen vorgeführten Pflüge stammen aus der Eckert'schen Fabrik zu Berlin; sie waren alle sehr solid und sinnreich construirt, doch hält Redner mit Ausnahme der 3- und 4schaarigen Schälpflüge keinen für unsere Verhältnisse passend. Herr Rehren lobt hierauf seine einfachen Thüringer Pflüge, die bei sorgfältiger Behandlung durch den betreffenden Schmied allen billigen Ansprüchen genügen. — Sodann wird die Tagesordnung für die nächste am Montag, den 3. December, Nachmittags 3 Uhr im Hotel zum Stern zu Hersfeld stattfindenden Ausschußsitzung wie folgt, festgestellt:
1) Erledigung etwaiger eingegangener Litteralien.
2) Debatte über die zur Zeit im Kreise grassirende Rotzkrankheit, ein geleitet von Herrn Kreisthierarzt Fürer.
3) Welches ist die zweckmäßigste Methode Kälber zu entwöhnen, eingeleitet von Herrn Oldenburg.
4) Ist ein Untergrundspflug in hiesigen Verhältnissen angebracht? eingeleitet von Herrn Bippart.
5) Vortrag deS Herrn KreiSthierarzteS Fürer über das Viehge- währschaftSgesetz.
Der Ausschußvorsteher F. Oldenburg.
Tagesbegebenheiten.
Hamburg, 24. Nov. Eine neue Sorte Kaffee wurde dem Hamburger Gesundheitsrath von einem Handwerker zur Untersuchung übergeben. Der gemahlene Kaffee machte sich durch seinen widerli- liefen Geschmack verdächtig. Die Untersuchung ergab, daß der Kaffee mit fein gemahlenem Cigarrenkistenholz stark vermengt war. Die Sache ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden.
Petersburg, 25. Novbr. Osficielles Telegramm aus Bogot vom 24. d: Gestern, nach zweistündigem Kampf nahmen unsere Truppen die schwer zugängliche, durch den Feind sehr stark befestigte türkische Position bei dem Dorfe Provetz (Prawez) zwischen Orkhanie und Etropol ein. Der Ausgang des Kampfes wurde durch die Um- gehungscolonne des Generals Rauch, bestehend aus dem Seme- nowskl'schen Regiment und den Schützenbataillonen Sr. Majestät, entschieden. Der Feind, gegen 10 Bataillone stark, flüchtete in voller Unordnung. Das äußerst coupirte Terrain, die eingetretene Dunkelheit und die Ermattung der Truppen verhinderten die Verfolgung. Unser Verlust ist noch nicht genau festgestellt, aber nicht bedeutend. Gestern 10 Uhr Morgens griffen zwei türkische Tabors mit Caval- lerie Tetewen an und wurden 4 Uhr Nachmittags unter großen Verlusten zurückgeschlagen. Unser Verlust betrug 2 Mann todt, 1 Mann verwundet.
— Offizielles russisches Telegramm aus Bogot vom 25. d. M.: „Gestern Abend 6 Uhr haben die Truppenabtheilungen des Prinzen