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Festtagen findet während der Zeit, -in welcher der Ausgabedienst geschlossen ist, eine Brief- und Packetbestellung nicht statt. Die Landbriefbestellung erfolgt täglich, mit Ausnahme der Sonntage, des Charfreitages, des Bußtages, des Himmelfahrtstages und des ersten Weihnachtsfeiertags.

Die Briefkasten: a) in der Breitenstraße (am Hotel deutsches Haus), b) in der Johannesstraße (bei G. W. Schimmelpfeizg) werden gelten: 7ao Vorm., 930 Vorm., 1130 Vorm.. 1230 Nachm., 230 Nachm., 4° Nachm, 10 Nachm.

Uebersicht

der zum Landbestellbezirke des Postamts-in Hersfeld gehörenden Ortschaften u s. w.

Allmershauseu, Aspenknittel, Biedebach, Bingartes, Brückenmühle, Cathus, Eichhof, Friedlos, Gerterode, Gittersdorf, Glimmsmühle, Grimmmühle, Hähl- gans, HeeneS, Hermanushof, Johannesberg, Kalkobes, Kienbach, Kupfermühle, Lindenmühlc, Ludwigsaumühle, Meisebach, Mönches (Forsthaus) Obergeis, Oberhaun, Oberrode, Petersberg, Papiermühle, Rotensee, Rohrbach, Rcilos, Sieglos, Sorga, Sorgaerhöfe, Sölzerhöfe, Tann, Untergeis, Unterhaun, Aol- mersburg, Wilhelmshos, Wehneberg, Wippershain.

Tagesbegebenhelten.

Berlin, 8. August- Von der Kaiserlichen Werft zu Wilhelms - Hafen im Großen angestellte Untersuchungen haben ergeben, daß die beste englische Steinkohle bezüglich der Heizkraft, des Aschengehalts, des verbrannten Quantums und der Zeitdauer des Rauches von unserer westphälrschen Kohle übertroffen wird.

In der serbischen Armee beginnt sich in Folge der Nie­derlagen ein gefährlicher Geist zu regen Dis' Freiwilligen so telegraphirt man derN. Fr. Pr." aus Semlin erschießen ihre eigenen Offiziere, angeblich wegen Feigheit, und verlangen von der Regierung einen neuen Führer, welchen diese ihnen in dem wieder zu Gnaden gekommenen Despotooich gewährt. Despotovich wurde zu Anfang des Krieges wegen Insubordination gegen Tscher- najeff vor ein Kriegsgericht gestellt. Die meuterischen Freiwilligen haben nun auch einen meuterischen Commandanten. Andernseits beginnt sich in serbischen Offizierskreisen der Geist der Empörung gegen die zahlreichen importirten russischen Generale zu regen Die serbischen Offiziere verweigern den russischen Führern den Gehorsam, da diese von Rußland bezahlt wären und daher mehr im russischen als rm serbischen Interesse handeln AlsoVerrath!"

Wie es heißt, sind in den letzten Kämpfen insbesondere die egyptischen Hülfstruppen der Türken hart mitgenommen wo.den, so daß sie fast ganz aufgerieben worden.

Aus Con stantinopel, 7 August, meldet dieN. Fr Pr.": In einem gegenüber Sienitza stattgehabten Treffen haben die tür. krschen Truppen den Feind von den Höhen vertrieben und die er­richteten Schanzen genommen. Der Feind wurde bis über die Grenze verfolgt. Die Türken machten zahlreiche Gefangene und große Beute. Auf der Seite vonSupowatz wurden die Türken von den an der Morawa postirlen Serben angegriffen; nach siebenftün- digem Kampfe wurden die Serben geschlagen und in die Flucht gejagt. Die türkischen Dörfer Krajkowatz, Bülek, Dom, Petza gingen bei dieser Gelegenheit in Flammen auf. Die kaiserlichen Truppen nahmen die serbische Redoute im Sturme "und erbeuteten viele Waffen. Auch bei Klein-Zwornik wurden die Serben zurückgewor- fen, nachdem sie den vergeblichen Versuch gemacht, die türkischen Verschanzungen auf dem Berge anzugreifen

Wie dieAg rusie" mittheilt, hat b.e englisch Kommission in Bulgarien, welche mehrere Dörfer flüchtig untersucht hat, allein im District Philippobel i0,000 Ermordete konstatirt, von denen noch 1000 Leichen unbeerbigt lagen Die Anwesenheit von Kiamil- Pascha ist absolut ohne Effekt, da die Autorität jedes Bodens er­mangelt; noch ist kein Raub zurückersta'tet, die Türken verhindern sogar den Wiederaufbau der niedergebrannten Häuser. Die Ernte verdirbt aus Mangel an Arbeitern auf dem Felde, das Vieh ist weggetrieden, der Typhus wüthet unter den Kindern und die ge- sammte Bevölkerung ist in riefet Verzweiflung. Die amerikanischen, französischen und deutschen Correspon: enten sind in ihren Berichten entsetzt, Angesichts der in Bulgarien verübten Grausamkeiten. Der bekannte Banquier des russischen Hofes, Baron Stieglitz hat dem Patriarchen von Serbien 500,000 Rubeln zur Verfügung gestellt.

Die türkische Regierung veröffentlicht folgende amtliche Nach­richt aus Sienica vom 7 d.: Die türkischen Truppen haben nach einem hartnäckigen Artilleriekampse die serbischen Schanzen auf den Höhen bei Javor genommen.

DemReuter'schen Bureau" wird aus Semlin vom 9 d. gemeldet: Die Herzegowina ist fast ganz von den türkischen Trup­pen geräumt worden; alle türkischen Streitkräfte sind gegen Serbien konzentrirt. . . r t . . .

Während von montenegrinischer Seite gemeldet wird, daß die Montenegriner in Bosnien einrücken wollen, da die Auf­gabe derselben in der Herzegowina erfüllt sei, hört man von türki­scher Seite, daß in Podgorizza ein starkes Korps formirt wird, wel­ches gegen Montenegro operiren soll. Fürst Nikita dürfte es unter

sothanen Umständen aufgeben, in die Ferne zu schweifen, wo bii Schlimme so nahe liegt.

London, 10. August. DemStandard" wird aus Trebiß telegraphische gemeldet, Wluftar Pascha habe am Dienstag mit einem 3000 Mann starken Korps unter Mustapha seine Vereinig mit Bilek bewerkstelligt, die Montenegriner hätten die nächste U« gebung von Bilek geräumt, ein Theil ihrer Steitkräfte sei an ö« Südgrenze von Montenegro geschickt worden.

Durch die Stürme der letzten Tage sind and» schottischen Küste an 50 Menschen umgekommen 'und ein Schad« an Eigenthum entstanden, der 20- bis 30,000 Pfd. St. beträgt.

Aus Hessen

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HerSseid, 9. August. Die in der Nacht vom 12 auf bei E

l3. März 1876 vom Sturm geworfenen Holzmaffen belaufen sich - nach einer vorläufigen Zusammenstellung in der forstlichen Beilff

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(1876,5) der Zeitschrift des Vereins Naffauischer Land- und Fch Wirthe auf die preußischen Staatsforsten auf nicht weniger al!

832,728 Festmeter. Diese colossale Holzmasse vertheilt sich auf d« | " einzelnen Regierungsbezirke wie folgt: Koblenz 14,300, Düsselm | u 5,730, Köln 29,600, Trier 6,500, Aachen 27,910, Königsberg 3,30 I " Gumbinnen 2,050, Marienwerder 4,850, Botsoam 1,400, Fraß furt 15,210, Liegnitz 3,300, Merseburg 4 :,113, Erfurt 109,öM

Arnsberg 11,000, Cassel 382,217, Wiesbaden 172,748. ® kommen noch aus den Gemeindewaldungen des Regierungs-BeziiM Cassel 7 2,637 und Wiesbaden 394,476. Aus einzelnen BeziilM respect. Oberförstereien fehlten die Berichte noch M

Fulda. Am 9. d. Mts. wurde im Fuldafluß zwischen zell und Ho ras eine weibliche Leiche aufgefunden. DemVerueh:« nach soll es die Leiche der erst kürzlich von Frankfurt in front® Zustande hierher zurückgekehrten Maria Elisabeth Gärtner auMwDl

ras sein und vermuthet man, daß diese sich selbst entleibt hat. z Marburg, den 8. August. Wie wir vernehmen, hat sii 4. d. in Rollshausen der Bauer Sch., nachdem er sich vorher innj einen tüchtigen Rausch Muth zur That verschafft, mit einem Rev^ vec erschossen Ob wirklich, Me mau vermuthet, in zerrütte Vermögensverhältnissen das Motiv des Selbstmordes zu suchen,I bis jetzt noch nicht festgestellt. (M. T.)

Oldendorf,6. August In der hiesigen Zuckerfabrik enr nete sich am Sonnabend ein beklagenswerther Unfall. Zwei Knad« des Gastwirths Fischer spielten an einer Drehscheibe. $i«|

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gerieth eins der beiden Kinder so unglücklich zwischen dieFugenM Apparates, daß sein eines Bein zwei Mal stark zerquetscht M und der Knabe sofort bewußtlos nach Hause getragen werden in*

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Feuilleton.

Das Geheimniß von Glenhampton.

Dem amerikanischen Originale von Lucy Randal Conifx^ nacherzählt von Lina Freifrau von Berlepsch.

(Fortsetz-ung.)

___ via

Ganz dunkel-blau, auf den ersten Blick scheinen sie sAM und braune Haare hat er, nicht?" Das ist wahr." «ei

Und hübsch ist er, wie ein junger Prinz; er würde DiW gleich heimführen, wenn"

Was schwatzt ihr dem Mädel für Dummheiten vor," der Bauer, der mit einem Milcheimer eintrat,machen EiueW genug zu schaffen, ohne daß man ihnen dazu hilft. Ihr hablW^^ gegessen und getrunken, geht Eures Weges, und Du, Marie, V Tich an die Arbeit, das ist der sicherste Weg, einen Mann zu kÜM?^ wenn Du's nur glauben wolltest."

Die Zigeunerin gehorchte der Aufforderung und verließ Segenswünschen den Hof. M

Nachdem sie eine Weile gewandert waren, nahm sie einen aus der Tasche und schöpfte Waffer. Diesen Becher glaubte in der Küche des Bairern gesehen zu haben. W.

Woher haben Sie das?" fragte sie beklommen.

Als ob ich den Becher nicht schon lange gehabt hätte

Das ist nicht wahr; ich sah ihn in der Küche, währen meine Milch trank." Äatl