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jNaphegyi (bessert eigentlicher Name Gabriel Sonnenberg lauten soll) geschloffen hat und worin dieser sich verpflichtet, Maschinen zur Papierfabrikation und die dazu nothwendigen Arbeiter sowie ferner i Llinen-Jngenieuce aus Europa nach Venezuela einzuführen.

I j Die Papierarbeiter sollen nach Inhalt des betreffenden Kom : Laktes „als Auswanderer betrachtet werden" b. h. also in Gemäß, Hut der bekannten venezolanischen Vorschriften mindestens ein Jahr im Lande zu bleiben gezwungen sein und während dieser Jett als f Venezolaner gelten, mithin sich namentlich nicht an bte Vertreter ihres Heimathlandes um Hülfe wenden können.

I Die Minen-Jngenreure, welche man nicht wohl von vornherein im Wege der Fiktion zu Auswanderern stempeln konnte, sollen durch Vertrag in gleicher Weise auf ein Jahr gebunden werden.

In beiden Kontrakten ist ausdrücklich stipulirt, daß etwaige Streitigkeiten niemals zum Gegenstände internationaler Rektama- ttionen gemacht werden können. *)

Naphegyi erhält von der Negierung für jede engagirte Person , nach der Ankunft 35 Venezolanos als Passagegeld, ein Betrag, welcher kaum für die Kosten der Reise im Zwischendeck eines Segel- < schifftS ausreicht.

Den Minen-Jngenieuren werden 100 Venezolanos als Monats­gehalt verheißen, eine Summe, welche in Europa hoch erscheinen mag, in Venezuela aber für den Lebensunterhalt durchaus unge­nügend ist.,

In Venezuela nimmt man an, daß Nuphegyi, welcher Anfangs Mai nach Europa abgereist ist, sein Augenmerk bei den Engagements­versuchen zunächst auf Frankreich und Italien richten werde.

Feuilleton.

Das Geheimniß von Glenhampton.

Dem amerikanischen Originale von Lucy Randal Comfort nacherzählt von Lina Freifrau von Berlepsch.

(Fortsetzung.)

„Verirrt? hm! wo kommt ihr her?"

„Wir kommen von Frankreich."

„Dann könnt ihr euch doch nicht verirrt haben; wem gehört ihr?" „Wir gehören Niemand."

s Das arme Kind ahnte nicht welche Tiefe der Verlassenheit diese. Worte in sich schloffen.

„Wollt ihr nach London gehen?"

»Ist London weit?"

„Ziemlich." Die Zigeunerin deutete gen Norden, „mit euren frischen Lungen aber ginge es leicht. Die Kleine hat den Fuß ver- letzt; ich will ihn verbinden."

Sie holte ein zerknittertes Tuch aus ihrem Bündel und wickelte es sorgsam um das wunde Füßchen.

[ „Nun, ists nicht bester?"

. ’) Anm. b. Einsenders. Eine Stipulation, deren Rechtsver­bindlichkeit mindestens sehr zweifelhast erscheint.

„Ja, Madame, danke."

Das Weib blickte einen Moment sinnend auf die Kinder, dann bückte sie sich und nahm Cara auf den Arm

„Sie wiegt beinahe nichts, ich will sie eine Strecke tragen, wenn — „Dürfen wir bei Ihnen bleiben?" fragte Bella zögernd.

„Meinetwegen; London ist ein schöner Ort für Alle, die ihr Brod verdienen muffen, es braucht dort Niemand Hungers zu sterben."

„Also können wir doch auch etwas verdienen?"

So jung Bella war, sie wußte wie viel vom täglichen Brod abhing

„Das will ich glauben," entgegnete das Weib und schritt rüstig dahin, „wartet nur, ich will Euch lehren wie.,,

„Schläft Cara?"

„Wie ein Murmelthier. Armes Ding, wie müde sie sein muß. Kommt ihr weither?"

„Ich weiß nicht wie weit; es war in der Nähe von Sankt HUdas Kirche."

„Kenne den Ort nicht," erwiederte die Frau achselzuckend, „hat aber nichts zu sagen. Bist Du hungrig?"

„Ja."

„Siehst Du das Bauernhaus dort? Da wollen wir frühstücken."

„Kennen Sie die Leute?"

„Hab' sie nie gesehen."

„Aber--"

„Warte nur; wirst schon sehen, aber plaudere nicht."

Keck schritt sie auf das Gartengitter des Bauernhauses zu. Mit lautem Gekläffe stürzten zwei Hunde auf die Eindringlinge,

„Pfui, Kobold, nieder, Mirza!" rief ein junges Mädchen ab­wehrend, „wer seid ihr und was wollt ihr?" wandle sie sich an die Fremde.

„Nichts, als einen Bissen Brod," bat die Zigeunerin.

Die Tochter des Hauses blickte mitleidig auf die Kinder.

„Sind es die Euren?" fragte sie.

„Die meinen," antwortete das Weib, ohne sich zu besinnen, „vor zwei Jahren starb ihr Vater, und mir fällt's schwer, sie zu ernähren."

„Kommt hinein in die Küche, könnt Euch ein Bischen wärmen, die Morgenluft ist kalt"

Mit tausend Dankesversicherungen folgte das Weib dem jungen Mätzchen ÜL eine weite Küche, wo ein lustiges Feuer brannte. An den vor Alter geschwärzten Balken hingen (saftige Schinken, Rauch, fleisch und Zwiebelkränze. Das rebenumrankte Fenster ließ schräge Sonnenstrahlen auf die Fliesen des Bodens fallen, und ein Hänfling fang lärmend im schlichten Käfig.

„Wie schön'S hier ist," flüsterte Lara, „möchtest Du nicht hier bleiben?"

Gierig aßen die Kinder das frische Brod und tranken warme Milch, während das Weib sich schmeichelnd an das Mädchen machte.

„Laß bie alte Zigeunerin Deine Hand sehen, schönes Kind, ich lese die Zukunft, und der Schatz mit den schwarzen Augen —"

„Er hat ja blaue," unterbrach das Mädchen lachend und erröthend. (F- t)

Anzeigen.

Montag den 14. August 1876 ®on Vormittags 9 Uhr ab, sollen in der Wöller'schen Gastwirthschaft in M e ckba.ch, Agende, in der Oberförsterei Meck- «uch lagernde Hölzer, öffentlich meistbie- leiid versteigert werden.

/ Distrikt Schop penrück, Abth c., 8v e. Unb Balz: 368 Stück Fichten Nutz- |oljftämme von 5 bis 16 Meter Länge und 0 ins 45 Zentimeter Durchmesser; 299 Fichten Nutzholzstanqen Ir 61; 89 stuck dergl n. Cl.; 159 Stück bergt 111.

1 (56 Stück dergl. V. Cl und 66 Stück ^gl. VI. Cl.; 44 Nmtr. dergl. Stamm - s uuppel und 585 Nmtr. dergl. Reis IV. Cl. Distrikt HageIsberg b. 2 Nmtr. An Nutzholz 11. Cl; 9 Nmtr. Eichen m«te; 43 Nmtr. dergl Anbruch; 3 Nmtr. Ili^^^ttüppel; 300 Wellen dergl. Reis | ; 14 Nmtr. Buchen Anbruch. | ^teckbach, den 1. August 1876.

| __ Der Oberförster Jassoh.

> ^rch.die fortwährende Steigerung der

Preise sehen sich Un« ^nete veranlaßt bis auf Weiteres die-

sen Artikel en detail auch höher zu Der* kaufen und zwar von heute ; Liter a 20 Pfg. 2 75

Hersfeld, am 24. Juli 1876.

Peter Goepel,

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G. A Pfaff, 6. W. Schimmelpfen-, Gebr. Schreiber, I. H. Otto, Wilh. Hetz, Wilh. Zickendraht jun. Carl Zickendraht, H. Fischer, C. W. Münschrr jun.,

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