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genehmigt, daß für die, durch die Feuer-brunst am 31. v.M. schwer geschädigten Einwohner der Gemeinde Salden, Kreis HofgeiSmar, eine Haus- Collecte im Regierungsbezirk Cassel abgehalten werde. Durch das Brandunglück sind in Salden 47 Wobnstätten mit Zu­behör zerstört und dadurch 266 Personen obdachlos geworden. Für die mitverbrannten Mobilien steht nur vier Personen, welche Ver- sicherungen abgeschlossen haben, eine Entschädigung in Aussicht.

Die Herren Ort-vorstände der Stadt- und Landgemeinden, ein» schließlich der Ortsvermalter, des Kreises HerSfeld fordere ich daher auf, alsbald eine Toilette in ihren Gemeinden bezw. Verwaltungs­bezirken von Hans zu Hans zu erbeben und den Ertrag an die betreffende Königliche Steuerkasse mit einem Beleg abzu- liefern, auch dem LandrathSamt davon unter Vorlage eines speciel­len Verzeichnisses der Geber sowie der von denselben gespendeten Gaben bis zum 1 5. Juli b. I. Anzeige zu machen.

Hersseld, am 24. Juni 1876.

Der Königliche Lundrath Auffarth.

einer Schankstube ober an öffentlichen Vergnügungsorten übeti^al gebotene Polizeistunde hinaus verweilt, ungeachtet er zumFartzMr aufgefordert worden ist, mit Geldstrafe bis zu fünf Tbalern btjil L In Beziehung auf diese Bestimmung hat der rheinische 6enal|w Ober-Tribunals in einem Erkenntniß vom 20. April d. I. sprachen, daß Personen, welche zu dem Zwecke, diese gesetzliche

stimmung zu umgehen, scheinbar eine geschlossene GesellschaftWren und das öffentliche Lokal, in welchem sie verweilen woll-n, MH tz?

von dem Wirthe abmiethen, dadurch nicht straffrei werden.

Ew. Hochwohlgeboren rc. geben wir hiervon zur QMI, Nachricht.

An

Königliche Regierung, Abtheilung der Innern, (gez.) Kühne.

den Königl Polizei-Director hier und die Königl. Landrätz

Wird hierdurch veröffentlicht.

Hünfeld, am 21. Juni 1876.

Der königliche Landrath Eos

bet 9« ras

Der Kaiserlich Russische Botschafter zu Berlin hat unter'm 9 v. MtS. an den Herrn Reichskanzler das Ersuchen gerichtet, den in Rußland wegen Fälschung und Betrugs verfolgten, angeblich in Preußen sich aushaltenden Pierre Janson zu ermitteln, eventuell zu verhaften und nach Rußland auszuliefern

In Gemäßheit höherer Verfügung weise ich daher die König­lichen Gendarmen und die Ort-polizeibehörden des Kreises an, nach dem rc Janson, dessen Signalement hierunter*) abgedruckt ist, zu vigiliren, ihn im Betretung-falle festzunehmen und mir alsbald vorzuführen

HerSfeld, am 24. Juni 1876.

Der Königliche Landralh Auffarth.

*) Signalement des Pierre Janson. Aller: ungefähr 30 Jahre, Statur klein, Haare und Augenbrauen: schwarz, Augen: grau, Bart: schwarz, kurz, Gesichtsfarbe: dunkel.

Das diesjährige Ober-Erfatz-Geschäft für den Kreis HerSfeld wird Freilag, den 28. Juli d. I., von Morgens präzr- z 8 Uhr an

im hiesigen städtischen Rathhause abgehalten n erben.

Die Herren Orttvorstände der Stadt- und Landgemeinden deS hiesigen Kreises werden angewiesen, die ihnen demnächst zugehenden Vorladungen den in Betracht kommenden Militairpflichtigen sofort auSzuhändigen und mit denselben pünktlich im Termine zu erschei­nen, auch ihnen zu eröffnen, daß diejenigen, welche bei Ausrufung ihrer Namen im AuShebungSlokale nicht anwesend sind oder über­haupt ohne genügende Entschuldigung fehlen, neben einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder Hast bis zu 3 Tagen die im §. 24 bezwse. §. 65 der Ersatz Ordnung bezeichneten Verluste sowie nach Lage der Sache die sofortige Einstellung als unsichere Dienstpflichtige zu ge­wärtigen haben.

Gleichzeitig wird noch Folgendes bemerkt:

In dem oben bezeichneten Termine haben sich zur Superrevision vor der Ober-Ersatz Commission zu stellen:

alle Militairpflichnge, welche im laufenden Jahre von der Ersatz-Commission gemustert und entweder

a. als dauernd unbrauchbar bezeichnet, oder

b. zur ten und bezwse 2ten Klasse der Ersatz - Reserve in Vorschlag gebracht, oder

c. für tauglich und einstellung-fähig erklärt worden sind.

Die von der Ersatz-Commission auf ein Jahr zurückgestellten Militairpflichtigen haben nicht zu erscheinen.

Beim Ober - Ersatz - Geschäft werden Die Reklamationen, auf Grund deren taugliche Militairpstichtige zur Ersatz - Reserve in Vorschlag gebracht worden, sowie die RektamationSanträge, auf welche eine abweisende Entscheidung durch die Ersatz Commission erfolgt ist, der Ober > Ersatz-Commission zur Entscheidung vorgelegt, weshalb alle Familienglieder, auf deren Arbeit-- oder Richtarbeits- fähigkeit et bei Beurtheilung der Reklamation ankomiut, im Termine mit zu erscheinen haben, widrigenfalls eine Berücksichtigung der Reklamation nicht ftattfinb<n kann.

Die Herren OrtSvorstände rc. haben daS Vorstehende in ihren Gemeinden wiederholt zu veröffentlichen und namentlich zur Kennt­niß der betreffenden Militairpflichtigen und deren Angehörigen zu bringen, auch den Militairpflichtigen noch besonders einzuschärien, daß sie mit o o l L st a n b i g reinem Körper und reinem Hemde zu erscheinen haben.

HerSfeld, am 9. Juni 1876.

Der Königliche Landrath Auffarth.

Kreis Hünfelv.

Cassel, den 14. Juni 1876.

Nach §. 365 des Strafgesetzbuches wird derjenige, welcher in

Tagesbegebeuheiteil. I

®e r n- ^^r ^^'ch^kanzler Fürst BiSmarck k wie derD. R. von angeblich unterrichteter Seite m# | ronb Verhärtung einer Fußader, welche der Arzt für so bete? erachtet hat, daß er ein Unterlassen der Kissinger Kur alt <! l rabeju lebensgefährlich erklärte. Erst in Folge dieser sehr besti» gehaltenen arzlichen Ausspruchs entschloß sich der Reichskanzler |i Reise nach Kissingen.

DaS deutsche Rittelme er-G eschwad er ist vorgchr Abend 6 Uhr von Malta aus in See gegangen. Am Vormitti! nahmen der Gouverneur von Malta nnd die Civil- und Militär

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Hürden an einem ihnen zu Ehren in Erwiderung der während s! Anwesenheit der deutschen Flotte in Malta veranstalteten W ketten gegebenen Gabelfrühstücke von 160 Gedenken an Bord Tp

Rlesa, 19. Juni. (Ein großes Unglück) ist gnädiz an w. m vorübergegangen. Gestern Abend waren zwei Mann des bW P PiouierkorpS beschäftigt, einige Posten Dynamit nach dem Depots ^ tragen. Als Beide am Elbufer, grade dem Beamtenhause oeS fenwerkeSLauchhammer" gegenüber, angekommen, ruft der mann auf einmal dem Vordermann zu, daß das von ihm geW^ Dynamitpacket brenne. Letzterer wirft sofort den Kasten mit W|| dem Inhalte von circa 10 Kilo Dynamit auf die Erde und legteF selbst mehrere Meter abseits ebenfalls hin. Unmittelbar folgte unter donnerähnlichem Knall die Detonation, glücklicher MM ohne ein Menschenleben gefährdet zu haben. Der Kasten in dem v y gefährliche Masse getragen worden war, war in Atome zerspl»» M im Erdboden warenchie Pflastersteine tief hineingedrückt worden und > A Beamtenhause derLauchhammer" war von den 36 Fenstern ° I Vorderfront kaum eine einzige Scheibe mehr ganz geblieben. also ein wahres Glück zu nennen, daß dieser Unfall ohne I größere Unglück abgegangen ist, und namentlich können Die Pioniere nicht genug der Vorsehung bauten, daß der Brano W Dynamitpalrone rechtzeitig von ihnen bemerkt und sie ohne alle $ jede Verletzung davon gekommen sind. Auf welche Weise die P ! ^ trone in Brand gerathen kennte, ist bis jetzt unaufgeklärt ' k

In f/anzösischen Regierungskreisen ist man vielfach der daß dem Mvrde der türkischen Minister tiefere und politisch^ zu Grunde liegen. Es macht sich dabei mehr und mehr Die . L( nung geltend, daß der Zersetzungsprozeß der Türkei unaufya «h, sei. Gleichzeitig aber giebt man auch. England Schuld, Dur® i be) Haltung der Jungtürken-Parler zu solchen Excessen ecinulö ^ haben, und ein erneutes näheres Hinneigen Frankreichs zum r Kaiser-Bündniß macht sich sehr bemertbar. r ^1^

Daß Die Lage in Serbien in der That sehr emst m, ec von allen Seiten bestätigt DieD. A. C." will sogar 8 bt eine Kriegserklärung Serbiens an die Türkei jeden Tag zu ($ 31a ten sei. Das zweite Aufgebot der serbischen Miliz ist an Dte t de marschirt Die Pforte ist nach wie vor fest entschlossen, 's P äußersten Grenze des Möglichen nachgiebig zu sein, aber r i ^i ul loS in einem Kampfe auf Leben ober Tod einzutreten, fausub den Frieden brache. .,r(linimt

In Folge der letzten Mordthaten ist der Sultan sehr v i Es verlautet, daß der Großvezier in Ungnade .^j und seine Entlassung erhalten wird. Die Investitur des ^ ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Minister sind U'1 . n| der uneinig. Das Projekt einer Volksvertretung ist so gur »^ aufgehoben, die Atmosphäre sehr gedrückt Man erwarte, s "^ den AuSbruch eines AufstandeS." So lautet eine gestern ' °jsiker fene Depesche derD. A. C." Jeden vorurtherl- reten ^ mußte in Der That klar sein, daß der Vorfall im turkliche flJ rath nicht ohne Folgewirkungen bleiben kann. Murad g,.

unbestrittener Thronfolger und legitim im Besitze der yolyi

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