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| Kraft Hcröfeld und Hünfeld. _________ M 28. HerSfeld, Mittwoch den 5. April
185«.
W Das Kreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der «lpedtiion l Mark pre Quartal »*t Ä Pvstanstaltcn"tommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Xrt werden ausgenommen un» btt breispattige Zeile oder »eren «-am mi - Pig. berechnet
<HuilMes.
Kreis Hers seid.
W In Folge eines an den Herrn Reichskanzler gerichteten Ersuchens MAiederlMdischen Gesandtschaft zu Berlin, werfen wir die sammt- Wen Polizeibehörden unseres Bezirks hierdurch au, nach dem unten näher beschriebenen, von den Niederländischen Gerichten wegen Fäl- Mun^ und betrügerischen Bankerotts verfolgten Georg Delin zu Merchneir und im Falle der Ermittelung unverzüglich dem Herrn MmNr des Innern und uns Anzeige zu machen.
U ?bclin, inuthmaßlich von Belgischer Abstammung, ist ungefähr „ .alt/ von kräftigem Aeußern, breitschultrig, mit kurzen Kasten, 1,7 Mtr. groß, hat ein breites und volles Gesicht, Munde Gesichtsfarbe, dunkel-braunes Haar, starke und dunkle Au- Mwrauneg, dunklen Bollbart, dünnen Knebelbart, blaue Augen, ^"- gewöhnliche Rase und Mund, dicke Hände, spricht Fran- WNch und gebrochen Holländisch, ist ein wenig vornüber gebogen "ie ein Hochschultriger. Er ist vetheirathet und hatte zu Mam ein Töchterchen von ungefähr fünf Jahren bei sich, seine J^"^ Französisch und gebrochen Holländisch, sein Kind Casssi, am 23. März 1876.
Königliche Regierung, Abtheilung des Innern. Kühne.
»u-.^ französische General-Consulat zu Frankfurt a. M wünscht
! über; den Aufenthaltsort des Leon Berthelot aus Fraiik- —^'^kpartement Vendoe, welcher sich in der Provinz Hessen-Nassau E^n H uuo dessen Anwesenheit in Frankreich zum Ordnen von ^l^ichasts-Angelegenheiten unabweislich nothwendig ist Wir v^^n daher sänrmtliche Polizei-Behörden unseres BezirkeS, ent- » Milde Nachforschungen vorzunehmen und im Falle der Ermitte- loln "n Aufenthaltsortes des rc. Berthelot alsbald dem Königlichen I "^Präsidenten zu Frankfurt a M. davon Mittheilung zu machen, ^"stel, am 20. März 1876.
Königliche Regierung, Abtheilung des Innern. Kühne.
er^N.ein Rescrtpt des Herrn Ministers des Innern und des !„i,' ^ünisters der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angele- jj °om 23. Juni v. I. ist bestimmt worden, daß für wieder- lt ^Peinigungen über bewirkte Impfung, soweit diese Bescheinig- ^u> von Behörden auf Grund der bei ihnen verwahrteu Jmpf- »L/^ill werden, Copialien zum Satze von 25 Pfennige zu er» ..M Die Herren Ortsvorstände haben dies mit dem Anfügen L "ffentlichen Kennluiß zu bringen, baß es nothwendig ist, die Jmpsarzte zu ertheilenden Bescheinigungen aus daS Sorg- I e aufzubewahren.
H"sfeld, am 1. April 1876.
[ Dek Königliche Landrath Aufarth.
L'M einer N ittheilung Königlichen Landrathsamis zu Roten- vom 3I.Riärz d. I ist die unter dem Rindvieh des Loh- re (£ar[ Nösss„g jun. daselbst anSgebrochene Maul- u. Klauen- ^loschen, was hierdurch veröffentlicht ivird.
H°rsfeld, am 5. April 1876.
Der Königliche Landrath Aufarth.
Die Herren Ortsvorstände deS Kreises werden angewiesen, die noch nicht unterrichteten Hirten ihrer Gemeinden zum vorgeschriebe» neu Unterricht in die Wohnung des Herrn KreiSthierarztS Für er dahier vorzuladen, und zwar:
1) die Kuhhirten auf Montag den 10. d. M., Morgen- 9 Uhr,
2) die Schweinehirten auf Dienstag den I I. d. M., Morgens 9 U-x, 3) die Schäfer auf Mittwoch den 12 d M, Morgen« 9 Uhr.
HerSfeld, am 5. April 1876
Der Königliche Landrath Nuffarth.
Gefunden: auf dem von HerSfeld nach Rohrbach führende, Wege ein Halstuch mit Franzen. Drt Eigenthümer kann dasfeib« bei dem OrtSvorstand zu Rohrbach in Empfang nehmen.
Kreis Hünfeld
Lasset, am 14. März 1876.
Unter Hinweisung auf die Bekanntmachnng des Herrn Landes» Directors dahier vom 28. Februar'cr. betreffend die fernere Behandlung der Anträge zur Aufnahme Kranker in die Landkranken» Häuser des hiesigen communalständischen Verwaltungsbezirkes (Amts» blau Seite 58) entbinden wir Euer Hochwohlgeboren rc. Hiermit bis auf Weiteres vom 1. April d. I an von der Ihnen bisher oblie» genden Mitwirkung bei Stellung von Anträgen zu dem vorerwähn» en Zweck.
Gleichzeitig beauftragen wir Sie, die Ortsvorstände Ihres Be» zirks durch entspkchMi Bekanntmachung auf die Anordnung des Herrn LandesdirectorS besonder« aufmerksam und ihnen deren pünkt» lrche Befolgung zur strengsten Pflicht zu machen. Um Unvollständig» keil der Aufnahme -Anträge, daraus folgende Bemängelungen und nachtheilige Verzögerungen im Interesse der Kranken zu verhüten, haben die Ortsvorstände sich überall der vorgefchrttdenen Formulare nach dem dem Aim«dlatl S. 13 beigefügten Muster zu bedienen, die geforderten Angaben genau zu erstatten und einen grn»grnden Vor» rath an Formularen, welche an« der Hof» und Walsenhsus»BiKH. binderet dahier zum Preise von 60 Pfennige pr. Buch zu beziehen und deren Kosten von zahlungsfähigen Kranken zu erstatten sind, für
alle Fälle bereit zu halten.
Schließlich unterlassen wir nicht Euer Hochwohlgeboren daran zu erinnern, daß es sich bei dem neuerdings ungeordneten Betfah», zunächst um einen Versuch handelt, wie eS demnach geboten erscheint, dem Erfolg desselben ein besonderes Augenmerk zu schenken und bei vorkommenoen llnzutrüglichkeiten darüber ungesäumt anher zu berichten.
Königliche Regierung, Abtheilung deS Innern. gez. Kühne.
An sämmtliche Königliche Landräthe rc.
Hünfeld, am 29 März 1876
Wird hierdurch zur strengsten Beachtung für die Herrn Bürger» meister und OrtSverwalter des Kreises veröffentlicht. Binnen 10 Tagen ist die Beschaffung eines Vorraths Formularpapter anzuzeigen. Der Königliche Landrath.
I. V.
Soock.
Hünfeld, am 1. April 1876
Unter dem Schaafvieh des Adam Otto zu Dermbach ist die Räudekrankheit ausgebrochen, was hierdurch veröffentlicht wird.
Der Königliche Landrat- Götz.