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HerSfeld, Mittwoch den 1. März

DasKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabend». Prei» desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal bei den Postanstalten kommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen Mit» die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit <0 Pfg. berechnet

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für die

Kreise Hersfeld und Hünfeld

L8TG

Amtliches.

Kreis Hersfeld.

Da die vom Herrn Minister des Innern angeordneten Nach- forschnngen nach dem wegen Ausgabe falscher Wechsel verfolgten ehemaligen Produktenhändler Sigismund Wellisch aus Pesth resul- tatlos geblieben sind, so weise ich unter Bezugnahme aus mein Aus- schreiben vom 8. April 1874 in Nr. 28 des Kreisblatts pro 1874 die Königlichen Gendarmen und die Ortspolizeibehörden des Kreises M Gemäßheit höherer Verfügung an, die polizeilichen Recherchen nach dem rc. Wellisch zu erneuern, denselben im Betretungsfalle alsbald festzunehmen und an mich abzuliefern.

Hersfeld, am 29. Februar 1876.

Der Königliche Landrath Auffarth.

Gefunden auf der Straße zwischen Asbach und HerSfeld: 1) ein Rückenkissen, 2) eine Wagenkapsel, 3) ein Paar wollene Hand­schuhe und *) zwei Schlüssel. Meldung der Eigenthümer bei dem Ortsvorstand zu Asbach.

Gefunden: auf der Straße zwischen Untergeis und Gittersdorf ein wollenes Tuch. Meldung des Eigenthümers bei dem Orts­vorstand zu Gittersdorf.

Kreis Hünfeld.

Proskau, im Februar 1876.

Das Sommer« Semester am Königlichen pomologischen Institute jU ProSkau in Schlesien beginnt den 1. April.

Der Unterricht umfaßt während des zweijährigen Cursus aus dem theoretischen und praktischen Gebiete:

Mathematik, Pyysik, Chemie, Mineralogie, Botanik (Anatomie, Morphologie, Physiologie, Geographie, Krankheiten der Pflanzen, mikroskopische Uebungen rc), Zoologie, Allgemeinen Pflanzenbau, Eßkultur, insbesondere Obstbaumzucht, die Lehre vom Baumschnitt, Obstkenntniß (Pomologie), Obstbenutzunz, Weinban, Gemüsebau, Reiberei, Blumenzucht, Gehölzzucht, Handelsgewächsbcm, Land- ^aftsgärtnerei, Plan- u. Früchtezeichnen, Feldmessen u. Rivelliren, Buchführung, Bienenzucht und Seidenbau mit Demonstrationen. ~2_ Anmeldungen zur Aufnahme haben unter Beibringund der Zeug- Niffe schriftlich oder mündlich bei dem unterzeichneten Direclor zu iu ert^ 0"^ bereit ist, auf portofreie Anfragen weitere Auskunft

Der Director des Königlichen pomologischen Instituts.

Stoll.

Die Landwirthschaftsschule zu Lüdinghausen.

-^ Aufnahme der Schüler in die^LandivirthschaftSschule findet im ^.UMhre jeden Jahres statt (Mitte April). Bei der Aufnahme befud)tU^^ verengt von der Schule, die der Schüler zuletzt

Ae Schüler wohnen bei den Bürgern der Stadt Lüdinghausen, ^^Ü bei den Lehrern der Anstalt. Das Kostgeld beträgt 400 « r Mark pro Schuljahr. Der Director unterstützt die Eltern vei Besorgung eines Kosthauses für ihre Söhne. Das halbjährlich

praenumerando an den Rendanten der Schulkaffe (zur Zeit Kreis- secretair Allard) zu zahlende Schulgeld ist für die Schüler der Vor­schule auf 60 Mark, für die der Landwirthschaftöschule auf 80 Mark pro Jahr festgesetzt.

Lüdinghausen, im Februar 1876.

Die Diiection der Landwirthfchastsschule.

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BerwaltungSbericht ver Stiftung Vationl-Dank für Veteranen für die Jahre 1870 bis 1874.

(Schluß.)

Bleibt es auch in erster Linie fortgesetzt die Aufgabe der Stif­tung, den bedürftigen Veteranen die erforderliche Hülfe und Unter­stützung angedeihen zu lassen, so tritt doch die Nothwendigkeit der Gewährung von Unterstützungen auch an Hülfsbedürftige, zur Selbst- ernährung jetzt ebenfalls unfähige Wittwen verstorbener alter Kriger aus den Jahren 1806 bis 1815 neuerdings in erhöhtem Maße gleichfalls immer dringender hervor.

Die Stiftungsorgane sind sich bewußt, in allen diesen Besieh« ungen nach besten Kräften bemüht zu sein, den alten hochbetagten würdigen Kriegern einer glorreichen Vergangenheit des Vaterlandes, sowie den Wittwen derselben den Lebensabend erleichtern zu helfen.

In den Jahren 1870 bis 1874 sind folgende Beträge an Ve­teranen und Veteranen-Wittwen gewährt worden und zwar in den Jahren:

1870 ..... 71,084 Thlr. 18 Sgr. 11 Pf.

1871 ..... 70,531 24 11

1872 ..... 74,474 22 4

1873 . ... 73,580 , 16 8

1874 ..... 77,492 16 4

Berlin und Potsdam, den 12. Dezember 1875.

Oas Kuratorium des National-Danks für Veteranen.

Berlin W., den 22. Februar 1876.

Bekanrltmachnrrg

Briefverkehr mit Rußland.

Auf Briefen.nach Rußland muß zur Sicherung regelmäßige Beförderung die Adresse mit deutscher oder lateinischer Schrift ge­schrieben und die Lage des Bestimmungsorts, sofern derselbe weni­ger bekannt ist, durch die zusätzliche Angabe des Gouvernements näher bezeichnet sein.

Kaiserliches General-Postamt.

Berlin, W.. den 17. Februar 1876. Bekanntmachung.

Vom 1. März 1876 ab beträgt die Gebühr für Telegramme im gesammten Reichs-Telegraphengebiet ohne Rücksicht auf die Entfernung:

eine Grundtaxe von zwanzig Pfennig für jedes Telegramm, und eine Worttaxe von fünf Pfennig für jedes Wort.

Dieselbe Taxe tritt zu gleichen Zeitpunkt für den Verkehr mit Bayern, Würtemberberg und Luxemburg in Kraft.

Der General-Postmeister.