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— Centralblatt de 1873 Seite 15 — betreffend die von C. Keller hier herausgegebene Wochenschrift: „Deutsche Schulgesetz-Sammlung, Centralorgan für das gesammte Schulwesen im Deutschen Reiche, in Oesterreich und in der Schweiz," veranlaffe ich die Königlichen Regierungen ic. die Anschaffung derselben für die Kreis-Lehrer« Bibliotheken, bezw. Lehrer-Lesevereine zu empfehlen.
Im Auftrage (gez.) Greifs.
An sämmtliche Königliche Regierungen, die Königlichen Consistorien der Provinz Hannover und den Königlichen Oberkirchenrath zu Nordhorn.
Caffel den 3. Januar 1876.
Abschriftlich mit Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 27. Januar 187 3 B. 12365 | 12 zur Kenntnißnahme und geeigneten weiteren Veranlassung.
Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen-' und Schulsachen. (gez.) Mittler.
An die Königlichen Landräthe rc.
Wird hierdurch zur Kenntnisnahme für die Herrn Lehrer des Kreises veröffentlicht.
Hünfeld, am 14. Januar 1876.
Der Königliche Landrath Götz.
Hünfeld, am 14. Januar 1876.
Zugelaufen: Ein Hund. Meldung des Eigenthümers bei dem Ortsvorstande zu Oberweisenboru.
Der Königliche Landrath Götz.
BekarrrrtMKchnng
des Resultates der in diesem Jahre im Bereiche des land- wirthschaftlichen Central-Vereins Caffel abgehaltenen Prämienschauen für Pferdezuchtmaterial.
^Fortsetzung.)
7. Schaubezirk Fohlenweide Biederstem.
1. In der Abtheilung der einjährigen Stutsüllen:
a) des Oekonom Fahrenbach aus Unterrieden, Kreis Witzenhausen, braunes Füllen von unbekannter Abkunft 2b Mark.
b) des Oekonom Nordmann aus Niegis, Kreis Fulda, braunes Fülleu vom Thunderclap 20 Aiark.
c) des Oekonom Collmann aus Raufen,' Kreis Ziegenham, braunes Füllen vom Thunderclap 20 Mark.
d) des Peter Grebe aus Friedlos, Kreis Hersfeld, braunes Füllen vom Barabas 20 Mark.
2. In der Abtheilung der zweijährigen Stutsüllen:
s) des Friedrich Schott aus Wehrda, Kreis Hünfeld, Rapp-Füllen vom Confidence 30 Mark.
b) des Wilhelm Claus aus Hünfeld, Kreis Hünfeld, braunes Füllen vom Robust 25 Mark.
c) des Mauritius Trapp aus Eiters, Kreis Fulda, Schimmelfüllen vom Eglan 25 Mark.
3. In der Abtheilung der dreijährigen Stutsüllen:
a) des Pächter Menz aus Ziers, Kreis Fulda, braunes Füllen vom Thunderclap 35 Mark.
b) desselben braunes Füllen von demselben Hengst 30 Mark.
c) des Adam Bleul aus Hofbieber, Kreis Fulda, braunes Füllen vom Thunderclap 20 Mark.
4. In der Abtheilung der Mutterstuten:
a) des Pächters Thaler aus Weihershos, Kreis Fulda, braune Stute von unbekannter Abkunft, dem starken Reitschlage angehörig und noch nicht bedeckt 40 Mark.
b) des Mauritius Trapp aus Eiters, Kreis Fulda, Schimmelstnte vom Tajus, dem leichten Reitschlage angehörig, bedeckt vom Scherz 40 Mark.
8. Schaubezirk Ziegenham.
1. In der Abtheilung der einjährigen Stutsüllen:
a) des Heinrich Schmid aus Ascherode, Kreis Ziegenham, Fuchsfüllen vom Alfenes 25 Mark.
bj des Heinrich Schäfer aus Willingshausen, Kreis Ziegenhain, braunes Füllen vom Goldfinder 20 Mark.
c) des Georg Heinrich Mattheis aus Ransbach, Kreis Ziegenham, Rapp- süllen vom Jajon 20 Mark.
d) des Bürgermeister Junghans aus Steina, Kreis Ziegenhain, braunes Füllen vom Tartusfe 20 Mark.
2. In der Abtheilung der zweijährigen Stutsüllen:
a) des Sebastian Kniling aus Röllshausen, Kreis Ziegenhain, Fuchsfüllen vom Jafon 30 Mark.
b) des Mathias Keller aus Wasenbergg Kreis Ziegenham, braunes Füllen vom Goldfinder 25 Mark.
c) des Georg H. Fieser aus Wasenberg, Kreis Ziegenhain, braunes Füllen vom Hinko 25 Mark. ,
3. In der Abtheitung der, dreijährigen Stutsüllen:
- des Johann Georg Tenner aus Niedergrenzebach, Kreis Ziegenhain, braunes Füllen vom Eglan 30 Mark.
4. In der Abtheilung der Mutterstuten:
a) des Claus Heinrich Tenner aus Niedergrenzebach, Kreis Ziegenhain, braune Stute vom Hinko, dem starken Reitschlage ungehörig, mit Füllen vom Adam und bedeckt vom Adam 40 Mark.
b) des Bürgermeister Glintzer aus Ransbach, Kreis Ziegenhain, braune Stute vom Eglan, dem leichten Reitschlage angehörig mit Füllen vom Sarastro und bedeckt vom Adam 40 Mark.
c) des Bürgermeisters Seil aus Ascherode, Kreis Ziegenhain, braune Stute vom Mandarin, jüst vom Hinko und bedeckt vom Adam-30 Mark.
(Schluß folgt.)
Uebersicht
über die in der Vakanzenliste.für Militär-Anwärter (Nr. 2) enthaltenen erledigten Stellen.
1. Armee-Corps. 5 Stellen: Barten, Etbing, Gawaiten und Rothfließ.
2. A.«C. 1 Stelle: Stettin.
3. A.-C. 9 Stellen: Dobrilugk, Golfen, Lebus, Neustadt E.jW, Spandau, Spcemderg und Zülichau.
4. A.-C. 1 Stelle: Wittenberg.
5. A.-C. 1 Stelle: Ruhbant.
6. A.-C. 3 Stellen: Breslau und Schweidnitz.
7. A.-C. 5 Stellen: Duisburg, Haspe, Kirchborchen, Münster und Remscheid.
8. A.-C. 2 Stellen: Düsseldorf und Capellen.
9. A.-C. 1 Stelle: Mölln in Lbg
10. A.-C. 2 Stellen: Oldenburg und Schulenburg.
11. A.-C. 4 Stellen: Berga, Lichten au und Wiesbaden.
Die Vakanzcnliste ist einzusehen bei den Landraths-Aemtern und den Land- wehr-Bezirks-Behörden.
Tagesbegebenheiten.
Berlin, 16. Januar. Die feierliche Eröffnung des preußischen Landtages hat heute Vormittag 11 Uhr im Weißen Saale des Königl. Schlosses durch den damit beauftragten Finanzminister Camp« Hausen stattgefunden. Nach Eröffnung der Session brächte der Präsident des Herrenhauses Graf von Stollberg-Wernigerode ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus. Die Eröffnungsrede berührte die mißlichen Handels- und Jndustrieverhältniffe, den Stand derStaats- einnabmen, die Ermöglichung einer reicheren Dotirung der Fonds zur Pflege geistiger Interessen, den Staatshaushaltetat, das Jns- lebentreten der Provinzialselbstverwaltung, die Städteordnung, die Bildung einer besonderen Provinz Berlin, die Wegeordnung und die Agrargesetzgebung, Vereinfachung der Gesetzgebung über die Ansiedelungen und Vertheilung der Abgaben in den östlichen Provinzen, die zu erlassenden Rechtsbestimmungen für land- und forstwirthschaftliche Arbeiter, die Vorlage neuer Waldschutzgesetze, die General-Synodal- ordnung und deren Sanction und das staatliche Aufsichtsrecht über die Vermögensverwaltung in den katholischen Kirchengemeinden. Die Rede schloß mit den Worten: Meine Herren! Wir stehen voraussichtlich vor der letzten Session einer Legislaturperiode, welche Dank dem vertrauensvollen Zusammenwirken der beiden Häuser des Landtages mit der Regierung Sr. Maj. schon seither bedeutende Erfolge gesetzgeberischer Arbeit aufzuweisen hat. Möge diese letzte Session weitere Ergebnisse desselben übereinstimmenden Strebens für die Wohlfahrt des Landes und die gedeihliche Entwickelung seiner Institutionen zur Reife bringen!
Ruda, 13. Januar. (Großes Gruben-Unglück.) In vergangener Nacht zwischen 11 und 12 Uhr entstand in dem gezimmerten Füllort des Hugo-Schachtes der Katharina Steinkohlengrube plötzlich ein mächtiges Feuer und schritt in der südwestlichen Grundstrecke weiter vor. Ein furchtbarer Qualm erfüllte plötzlich den Schacht und bald auch die sämmtlichen Grubenbaue. Die Belegschaft und der Nachtsteiger retteten sich durch die übrigen Schächte der Katharinagrube und durch den Elisabeth-Schacht der Karl Emanuelgrube. Nur die Belegschaft eines Pfeilers im südwestlichen Felde der Katharinagrube, bestehend aus drei Häuern, sowie die Belegschaft eines Pfeilers im angrenzenden Felde der Karl Emanuelgrube, ebenfalls aus drei Mann bestehend, konnte nicht benachrichtigt werden und ist bis jeßt — früh 19 Uhr — noch in der Grube. Schon um Mitternacht wurde ein Oberhäuer mit vierzehn Mann abgesendet, um auf Umwegen zu den zurückgebliebenen Bergleuten zu gelangen. Etwas später fuhr der Berginspektor Heger mit einem Steiger und mehreren Bergleuten im Elifabethenschacht ein und drang auch ein Stück vor. Bald aber fiel der Berginspektor und mehrere Bergleute ohnmächtig zu- sammen und sie konnten nur mit Mühe aus dem Schachte heraus- gezogen werden. Heute früh versuchte der Steiger Juretzek mit. mehreren Bergleuten vom Valentinschacht aus vorzudringen, aber auch er brach alsbald besinnungslos zusammen und mußte zurückgeschafft werden. — Durch diese Rettungsversuche ist konstatirt worden, daß die sämmtlichen Grubenbaue mit undurchdringlichem.Rauch erfüllt und es unmöglich ist, bis zu den zurückgebliebenen 6 Mann vorzudringen. Die Äermsten sind also rettungslos verloren. Es ist sogar ziemlich sicher, daß sie schon erstickt sind. / —