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HerrKfsld, Sonnabend den 1. Januar

IAAG.

DasKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal bei ben Postanstalten kommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Xrt werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile ober deren Raum mit 10 Pig. berechnet

amtliches.

Kreis Hersfeld.

Die Ortsvorstände zu

Biedebach, Friedlos, Meckbach, Mecklar, Meisebach, Obergeis, Sieglos, Untergeis, Unterbaun, Gersdorf, Mengshausen, stiert« gendorf, Lautenhausen, Leimbach, Lengers, Malkomes, Motzfeld, Philippsthal, Nansbach und Unterneurode

werden hierdurch an Einzckhlung der unter'm 23. v. M. ausgeschrie­benen Kreissteuer pro 1875 binnen 2mal 24 Stunden bei Vermei' dung der Execution erinnert.

Hersfeld, am 30. Dezember 1875.

Der Königliche Landrath Auffarth.

Gefunden: auf dem Wege von Solms nach Unternschwarz ein blauer Herrn Tuch-Mantel mit rothem Futter unter dem Ära« | gen. Der Eigenthümer kann denselben bei dem Ortsvorstand zu SolmS in Empfang nehmen.

Homberger-Straße zwischen Kalkobes und Allmershausen eine Peitsche. Meldung des Eigenthümers bei dem Ortsvorstand zu Karkobes.

Uebersicht über die in der Bakanzenliste für Militär-Anwärter (Nr. 19) enthaltenen erledigten Stellen.

7. A.-C. Bückeburg, Postamt, Postbotenstelle, 360 M. Crefeld, Polizei­verwaltung, 7 Polizeisergeanten, 1200 M. Dortmund, Kreisgericht, Kanzlei­diätar, 100 M. monatlich. Dortmund, Bochum, Duisburg, Hagen, Jserlohn, Essen, Kreisgerichte, Hülssgerichtsboten, 65 M. monatlich. Plettenberg, Ger richtskommission, Hülfsgerichtsbote, 65 M. monatlich.

8. A.-C. Aachen, Strafanstalts-Direkt, Hülfsgesangenaufseher, 900 M. Boppard, Bürgermeisteramt, Polizeisergeant, 900 M. Grumbach und Sulzbach Bürgermeisteramt, Feldhüter 288 M. Niederbreisig, Postexped., Landbriefträger 555 M. Niederscheiden, Postexped, Landbriefträgeo, 600 M. Trarbach, Post­exped., Hülfslandbriefträger 216 M. Dampfschiff Nymphe, Rheinstrom-Bauver­waltung, Maschinenmeister, 1050 M. Dampfbagger 3, Rheinstrom-Bauver- waltung, Maschinenmeister, 1050 M. Dampfbagger 4, Rheinstrom-Bauverwal­tung, 1050 M. Dampsbagger 3, Rheinstrom-Bauverwaltung, Baggermeister 900 M. Dampfbagger 4, Rheinstrom-Bauverwaltung, Baggermeister, 900 M. Dampfbagger 5, Rheinstrom-Bauverwaltung, Baggermeister, 900 M.

9, A.-C. Lilienthal, Postexped. Landbriefträger, 540 M. Geh. Lübeck ,, Qberpostamt, Hülfsunterbeamter, 2 M. 25 Pf. pro Tag.

11. A.-C. Marburg, Postamt, Stadtpostbote, 570 M.

machen die Tümmelplätze in der Zeit von Herbst bis zum Frühjahr entbehrlich. Erst müßen die Züchter zeigen, daß sie sich selbst rüh­ren und helfen können, dann werden die Anrrage auf Unterstützungen zu Weideanlagen eine ganz andere Berücksichtigung erfahren.

Die jetzt für die verschiedenen Prämiirungsbezirke aus den be­treffenden landwirthschaftlichen Vereinen gewählten Lokal-Preisrichter werden es sich gewiß angelegen sein lassen die Kreis-Thierärzte zu unterstützen und ebenso wie diese, den Züchtern mit Rath und That an die Hand gehen.

Es kann so das nothwendige rege leben im Betriebe einer ge­deihlichen Pferdezucht auch außer der Zeit der Deckperiode und der Prämienschauen durch diese einflußreichen Persönlichkeiten, die stets in Mitten der Züchter leben, sehr gefördert werden.

Für die äußere Haltung und Pflege der ausgestellten Pferde konnte den Züchtern in allen Schaubezirken das wohlverdiente Lob ausgesprochen werden; jedoch war auch in mehreren Fällen zu ta­deln, daß selbst zweijährige Füllen mit Beschlag, und meistens mit recht schlechtem, vorgeführt wurden.

Wenn es nun auch nicht unbedingt ein Fehler ist, ein zweijäh­riges gut entwickeltes Füllen etwas anzuspannen auch diese Be­wegung ist besser als gar keine so darf solch junges Thier doch nur auf dem Äcker verwendet werden, und sind zu solcher Arbeit keine Eisen erforderlich.

In dem den Prämienschauen vorausgegangenen Ausschreiben waren zwar die Kategorien bezeichnet, die zur Concurrenz um Prä­mien zugelassen werden sollten, auch war die Anzahl und Höhe der Prämien angegeben, indessen haben die Schaucommissionen in ein­zelnen Prämiirungsbezirken von dem Schema abweichen müssen, um den lokalen Verhältnissen Rechnung zu tragen.

Preisgeeignete Privat-Deckhengste wurden an keinem Schauorte vorgesührt.

Am Tage vor der Schau auf der Fohlenweide Biederstem be­suchte Seine Exellenz, der Herr Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten, diese Weide und nahm von der ganzen Anlage in eingehendster Weise Kenntniß.

Seine Exellenz ließ sich auch die aus einigen 50 Füllen beste­hende Heerde in einer Coppel vortreiben und sprach seine volle Be­friedigung, sowohl über die vortrefflichen Anlagen als auch über den sehr guten Zustand der Thiere, besonders über einige hervorragende Exemplare, die einzeln gemustert wurden, aus. (Forts, f.)

Tagesbegebenheiten.

Bekanntmach srng

des Resultates der in diesem Jahre im Bereiche des land- wirthschaftlichen Central-Vereins Cassel abgehaltenen Prämienschauen für Pferdezuchtmaterial.

(Fortsetzung.)

Machten sich die Züchter diesen Mißstand recht klar und ver­gegenwärtigten sie sich immer wieder, daß alle Mühe und Sorge vergeudet ist, wenn ein Füllen sich nicht dauernd nach Gefallen im Freien bewegen kann, so würde man bald in den Ställen und bei den Prämienschauen eine größere Anzahl besserer zwei und dreijäh­riger Füllen sehen, wie jetzt und namentlich würden sie es bald in ihrem Geldbeutel spüren. Erfreulich ist zwar der überall sich kund­gebende Wunsch nach Weiden; mit diesen ist dem Uebelstande aber immer noch nicht vollkommen abgeholfen, denn die schönsten Weiden

Berlin,. 27 Decbr. Dem Prinzen Friedrich Wilhelm, ältesten Sohne unseres Kronprinzen, ist vom Könige von Spanien der hohe Orden vom Goldenen Vließ verliehen worden. Die In­vestitur wird morgen im kaiserlichen Palais durch den Kaiser, im Beisein der hier weilenden Ritter des Ordens und des spanischen Gesandten Herrn Merry y Colon, sowie den Mitgliedern der spa­nischen Gesandtschaft erfolgen.

Mainz, 26. Dec. Die Erweiterung des gegenwärtig in Berlin liegenden Eisenbahn-Bataillons zu zwei Eisenbahn-Regimentern wird in den nächsten Monaten vorgenommen werden. Das erste Regi­ment wird in Berlin, das zweite soll hier stationirt werden. Zur Ausbildung desselben im Bau und im Dienste dürften, wie wir hö­ren, einige demnächst in Angriff kommende Bauten, der Ludwigs- Bahn und die jenseitigen Staatsstrecken dienen. tzFr. I)