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sollen in der zweiten Hälfte des August Statt finden und die Vor- bereitungen dazu werden jetzt schon begonnen.

C.öin, 1. April. Entgegen den viel verbreiteten Nachrichten aus letzter Zeit über den Transport und das Probeläuten der Kaiserglocke theilt heute die „Elberf. Ztg." mit, daß gegen Mitte dieses Monats der Transport der Glocke erfolgen soll. Meister Hamm werde ein eigenes Fahrzeug dazu Herrichten, welches den Kanal und den Rheinstrom befahren solle. Eine Festlichkeit werde hier noch nicht gehalten werden, da die Glocke erst ein Jahr Probe stehen müsse.

London, 3 April. Die heutige Morgennummer der „Times" enthält einen Artikel, welcher die dem Reichskanzler Fürsten Bis- marck zu seinem Geburtstage aus allen Theilen des Deutschen Reichs gewordenen überaus zahlreichen Kundgebungen bespricht und hervorhebt, das deutsche Volk habe diese Gelegenheit benutzt, dem Kanzler in unzweideutiger Weise varzuthun, daß alle gegen ihn, ge­richteten Angriffe seiner Feinde im Auslande, alle Intriguen seiner Gegner im Innern und alle Bosheiten des unzufriedenen Clerus nur die Folge gehabt hätten, die Anhänglichkeit und das Vertrauen des Volkes stärker zu machen als je vorher. Aus dem Verhalten des deutschen Volkes gehe unumstößlich hervor, daß daffelbe die von dem Reichskanzler eingeschlagene Politik rückhaltslos und mit aller Entschiedenheit billige.

Venedig, 5. April. Der Kaiser von Oesterreich ist heute Mittag hier eingetroffeu. Auf der Fahrt von Cormons hierher wurde der Kaiser an allen Stationsn festlich empfangen. Die Bahn­höfe waren mit italienischen und österreichischen Fahnen geschmückt

und Ehrenkompagnien an denselben aufgestellt. Die königlichen und Kommunalbehörden hatten sich zum Empfange des Kaisers ein- gefunden, der von der Bevölkerung allenthalben mit den lebhaftesten Kundgebungen begrüßt wurde. . Auf dem hiesigen Bahnhöfe waren der König, die königlichen Prinzen und die sämmtlichen Civil- und Militär-Behörden zum Empfange anwesend. Eine Kompagnie des 71. Linien-Regiments gab die Ehrenwache. Als der Hofzug in den Bahnhof einfuhr, ging der König Viktor Emanuel dem Kaiser ent­gegen und umarmte denselben. Die Militärkapelle spielte die öster­reichische Volkshymne. Als die Souveräne im Pavillon des Lan­dungsplatzes erschienen, brach die unübersehbare Volksmenge welche dort der Ankunft des Kaisers harrte, in enthusiastische Hockrufe aus. Die Artillerie gab mehrere L-alven ab. In einer eigens für den Kaiser hergerichteten Gondel nahmen der Kaiser, der König und der Kronprinz Platz. Die Prinzen Amadeus und Thomas, Graf v. Wimpffen, General Menabrea und das gesammte Gefolge des Kaisers schlössen sich in anderen Gondeln an. Unzählige Fahrzeuge, worunter alle Gondeln der venetianischen Nobili in Gala, folgten. Die Ufer, Trevpen und Paläste waren von Zuschauern überfüllt und die prachtvoll dekorirten Balköne besonders von Damen dicht besetzt. Auf der Fahrt durch den Canal grande, welche eine halbe Stunde dauerte, wurden die beiden Monarchen überall mit Enthu­siasmus empfangen. In den lauten Jubel der Bevölkerung mischten sich die Klänge der österreichischen Volkshymne, die von den zahl­reichen Musikkapellen beim Borüberfahren der Souveräne angestimmt wurde.

Verfügung

in Sachen tzes Handelsmanns Jsaak Goldschmidt zu Mühlbach, Klägers, gegen den Schlosser Justus Grenzebach aus Mühlbach, Verklagten, dermalen in un­bekannter Ferne abwesend,

wegen Forderung.

Der Kläger hat vorgestellt, daß der Ver­klagte im Jahre 1869 etu baares Darlehn von 17 Mark 50 Pfennige von ihm erhal­ten und dessen Verzinsung mit 5 Procent versprochen habe, zugleich hat der Kläger nachgewiesen, daß der Verklagte mit unbe­kanntem Aufenthaltsorte von seiner Heimath abwesend ist und hat um öffentliche Zustel­lung des Zahlungs-Mandats gebeten.

Dem Verklagten wird daher aufgegeben, dem-Kläger 17 Mark 50 Pfennige mit 5 Procent Zinsen seit dem 1. Januar 1870 und dieses Rechtsstreites Kosten zu bezahlen, oder gegen dieses Mandat binnen 4 Mo­naten von heute an schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei dem unterzeichneten Ge­richte Widerspruch zu erheben, widrigenfalls dies Mandat die Kraft eines Erkenntnisses er­langen und nach dem Anträge desKlägers ohne Weiteres zur Vollstreckung gebracht werden wird, mnd es wird dem Verklagten eröffnet, daß ihm alle in dieser Sache ferner ergehen­den Verfügungen ihm nur durch Anschlag am Gerichtsbrette werden bekannt gemacht werden.

Hersfeld, am 25. März 1875.

Königliches Amtsgericht, Abth. II.

Schoedde.

vdt. Jäger.

A Kgl. Preuß. Lotterie-Loose 2g zur Hauptziehung 151. Lotterie (16. April bis 3. Mai 1875) versendet gegen baar: Originale i st 50 $ a 25 Thlr., Antheile | st 10, st 5, |j a 2| Thlr.

Carl Hahn

in Berlin 8., Kommandantenstr. 30.

Anzeigen.

Donnerstag den 22. April 1875 von Vormittags 10 Uhr ab sollen in der Möller'schen Gastwirthschaft zu Meck- bach folgende Hölzer aus der Oberförsterei Meckbach aus das Meistgebot verstei­gert werden: in den Districten Kessel', Abth. a und b* — 1014 Rmtr. Buchen Scheit, 12 Rmtr. dergl. Stammprügel und 2,75 Schock dergl. Zopfreis

Meckbach, den 3. April 1875.

Der Oberförster Jassoy.

Zur Verpachtung folgender Grund stücke hiesiger Gemarkung:

1) des Herrn Gymnasiallehrers Dr. Klip- pert dahier:

M. 166. iz Ar. 9 Rt. Wiese auf der Angersbach am Fußpfad,

Ca. 21. E Ar. 36 Rt.Land im Heurings.

2) den Erben des Herrn Partikulier B. Braun sen. dahier:

1 Sattel.Grabland vor dem Clausthor am Wehneberger Weg,

1 Sattel Grabland binterm Hain,

3) des Herrn Partikuliers Ph. Stock sen. zu Lauterbach:

3z Ar. 21 Rth. t Land am Obersberg am

3 „ — „ »Wege,

4) des Herrn Jacob H. Sunkel zu Jn- terlaken in der Schweiz:

M. 46. 48. 1 Ar. z Rth. Land ) im

„ 47. 49. 1| „ 4J „ Wiese- großen Brückengarten, bildet zusammen ein Dreieck, habe ich Termin auf Donnerstag den 8. d. Mts. Nachmittags 2 Uhr in mein Geschäftszimmer bestimmt. Hersfeld, den 5. April 1875.

Münstermann, k. A.

Mittel gegen Trunksucht.

Trunksucht, wodurch Tausender Familien- glück und ehelicher Frieden gestört, wird durch mein der Gesundheit unschädliches Mittel, das mit oder ohne Wissen des Trin­kers genommen werden kann, geheilt. E. A. Schmidtchen, Guben, Dillet­tant der Chemie.

Ersatz für Kaffee!

Kaffeemehl in | Pfd. Paqueten pro Pfd. 50 Pfge und lose pro Pfd. 40 Pfge empfiehlt bei den hohen Kaffeepreisen den geehrten Hausfrauen als beachtenswerth

Bekanntmachung.

Montag den 19. d. Mts.

Nachmittags 1 Uhr sollen in der Gastwirthschaft desV. Claus dahier die zur Reparatur der Fuldabrücke erforderlichen Schmiede- und Zimmer-Ar­beiten an den Wenigstnehmenden verakkor- dirt werden.

Kostenanschläge und Bedingungen wer­den im Termine vorgelegt.

Mecklar den 7. April 1875.

Der Bürgermeister Buchbach.

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halte zur Saat bestens empfohlen.

Conrad Gesing.

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