27
2. des Adam Möller aus Elsershausen, Kreis Melsungen, RappMen vom Othello mit 10 Thlr.
e. in der Abtheilung der l jährigen Stutfüllen:
1. des Georg Kolbe aus Neuern, Kreis Melsungen, braunes Füllen vom Onus mit 8 Thlr. .
2. des Conrad Strauch aus Neuern, Kreis Melsungen, Fuchssullen vom Diamant mit 6 Thlr.
3. des Herm. Hocke aus Melsungen, Kreis Weisungen, ^uchsfullen vom Onus mit 6 Thlr. ,
4. des Heinr. Schmidt aus Mosheim, Kreis Homberg, Schimmel- füllen vom Protector mit 6 Thlr
5. des Georg Heim aus Wosheim, Kreis Homberg, braunes Füllen vom Protector mit 6 Thlr. . m „
6. des August Werner aus Empershausen, Kreis Weisungen, Napp- füllen vom Pax mit 6 Thlr. .
Die Schau war durchweg recht gut beschickt wie ich es mau anders erwartet hatte, namentlich war unter den jungen Thieren eine befriedigende Auswahl vorhanden. w* U
Daca«;en-Lifke
der bei den Vrhörden in den Provinzen Brandenbury und Pommern durch WilULr-«n marter zu defchende» Stellen.
Mr 3. Berlin, den 19. Januar 1975.
Die Vacanzen-Listen »oben den Trurpiucheilr» der Garde-, II. und IH «rmee-Corps mugethellt und liegen sowohl in den hiesigen mir auswärtigen Bureaus der Lnnoneen-Expeditionen det Invalide«'Dank», von Rudolph Masse und d-aienilnn u. Boqln zur waentgklUich-u Wnfrcht oui ; auch sind dieselbe» zu dem Preise von 1 L gr pro Sluü bei der Cxpeduiv» des T-eurschen Reichs- Anzeiger», Berlin, S W L UHeUnsuasj, SL. (nach außerhalb ßtgni Einsendung von 14 bar in Pnesmarlenz zu haben.
Liste enrhült der Reihe nach folgende «^nhülunge»: 1> Cri und Behörde, bei welcher die Stelle va-ani ist. 8) AlShere Bezeichnunii der Stelle 3» klemmen der Stelle. 8> Ld die ÄnurCung aui Leben»,eu oder aus Kündigung erfolgt. 5) verrog der zu stellenden Kaution nnd ob dieselbe durch G«-»11»abzug gedeckt werden sann ü) Cb Rutstcht aus Derbestening vord-ndin ist. 7) Ansprüche, welche an d-- Brwnb« gestellt werden. 8) Lohm die Bewerbungen einzureichen sind. 9) Bewertungen.
Provinz Brandenburg.
t Berlin, «ön.gliche M imflmsl», Witter. und Bau-Kommission. 2. Hau». Wächter tut Ttenstgebäude, Riederwallstratze Ri S9. S 51" Wart min einer kleinen Wohn««!, gegen Zahlung von 51 Work jährlicher Winde, vnbunden [md der Bnpfltchiuni-. Hit da« n#* den Beständen der Behörde zu enlneh, r-ende i»t nrmn aimei hn murrchadraun» den 29 Matt 78 Pf. zu zoolen, »ierw.'chen,l.ch- 6- nhn. 7. gliche ^st^erl.
In n bk Macht Übe, zu machen hat. K Borstehe, der Köm^lichen Mulsterial-, l'^lriar- »--,: VaU'Komwissie» zu Berlin. Muderwallstroste $t. 88, *. b» L -znung besteht nur aus einer Dachstube ohne Küche.
I. 6 i’pmtä. «arnstrot. & Aorstausteh«. 8 M» Mntt Vehall und 18 Meter r reiwhotg. i 5. hier, 6. ja. 7. Best, br» 7i0i sidir!orgung»schein«, t.
■ t ihm ü-öpeütch 9. auch jüngere Zöget bn Klasse A. D und A. iL lünne» sich mildni.
1. 5m«h Mon'st'at, X Bureau-Assifient und Regist' olor, ". Wf Wart # Ü «lrerbzutage von 180 Mail alle ^ Jahre, bik zu 16N> Mark aussteigend, i. aus i ebkULzett noch einem gut bestandenen sechsmonatlichen Piebedienst, !.. keine, <1 nein, 7. bereit» einigte längere Be'chästtHun, in einem Gntcht»- ebn «inwallung».Bureau und gute Handschrift. * Magistrat So,ou.
*..... । ■ ...... —>—— ——•
Tagcsl'cgcbcichtitcn.
/ins Reffen.
Lasset, 21. Jan. Wie Berliner Blätter melden, wurde Oder» bürgermelster Nedklthau am IV. Stachmttiaga vom Kronprinzen empfanden und auberdem von den Majeststlen mu einer Einladung »um Diner beehrt.
— Au» Änlich des Ablebens des Kurfürsten von Hessen hat der Petersburger Hof eine viertehntilgtge Trauer andrlijj.
— Die vom Kurfürsten von Hesien dem Kaiser Fran» Joseph von Oesterreich verwalkn »moss Fsubellen sind, wie man aus Pras, »elegraphirt, vorgestern mit dem Al'knd»uge mub Wien abaegangen. Man schätzt den Werth der Pferde auf f^M Thal er. (LTpsl)
— Ein Sträfling des hiessgen Zuchthauses versuchte dieser Tag» den Ltreetor der Strafanstalt, p. Zt,,ilcBKlipphausrn zu ermor» den. Bei der Borfuhrung stürzte der Perbrecher mit einemMester, welches er im Aermel verfkiti arhaiten, auf den Direkior. Der Stasi wurde mit solcher Wucht und so fröstln geführt, hab der «t knhilft dabei htnstür»te, H»n. v Ziegler nlücklicher Weise aber nur den Arm »e,fletschte. Fünf Aufsrhe, hatten ihre Noth, den Mann zu bändige«, wobei er noch einem Aufseher mit dem Messer den
Fuß verletzte. Der Mann soll nicht die geringste Ursache für die That gehabt haben, und man argwöhnt, daß mehrere Zuchthausge« fangene geloost haben, wer die That vollbringen solle.
Feuilleton.
Launen des Zufalls.
Erzählung von Sophie Marie Schwartz.
Aus dem schwedischen von J. Jonas.
(Fortsetzung.)
Aller Augen wandten sich der Gegend zu, woher die Stimme kam. —
Tie beiden Gegner erkannten sofort den Obersten, der jetzt den Duellplatz betrat und gerade auf den Baron BUrenfält zuschritt, der den Marquis unterstützte, während der Arzt die Wunde untersuchte.
»Hast Du Dich schon wieder duellirt, Du leichtsinniger Mensch ?" schrie Der alte Krieger und stritte den Varon mit einem Ausdruck, als hatte er ihn ermorden wollen.
Beim Erscheinen des Obersten erblaßte der Baron und glich in seiner charakterlosen Haltung eher einem Schulknaden, den man bei einem tollen Streiche überrascht hatte.
,^örst Du nicht, daß ich Trch fragte, ob Du Dich geschlagen bafi^' rief der Oberst.
„Freilich hotte ich daS, aber da ch nur als Zeuge diente —"
„So frage ich Dich, was Du hier in Bttlin machst, da Du doch wußtest, daß wir in drei Tagen zu Hause ankommm würden?" nahm der Oberst wieder das Wort.
„3$ komme um mit Euch zusammemutresten", erwiedette der Baron, und ein feine? Lächttn umspielte seinen Mund.
„Du lügst, aber drüben werden wir un» spater sprechen.'"
Der Oberst, der bisher seine Augen nur auf den Baron gerichtet hatte, warf jetzt nnen Blick auf bie übrigen Thnlnehmer am Duell.
„Was sehr ich V — rief er aus — „meine Leiden Rttstkame- raben! Sie, meine Herren, sind es doch nicht ttwa gewesen, welche sich duellirt haben?" fügte er auf Französisch hinzu, dre niage so» wv^l an den MarqmS als an den Hicuteuaut WUlLexL.
T er Letztere schwieg, der Marquis antwortet!- nach"elftem Au- gesblick der Nachdenkens und mu einer gewisten Avstrenguna:
„Wir haben uns in der That gefchtageu, mein Herr, uns zwar wegen Ihrer Tochter", fügte er mit rmem Blick auf Oskar hinzu, als ob er hätte sagen wollen, „jetzt wird der Vater nicht erhuben, mit seiner Tochter zu frühstücken."
Der Oberst schaute bis Gegner an und dann den Baron und fing daraus laut zu lachen an.
„Und der Baron ist des Lieutenants Sekundant hier gewesen?" äußerte er unter fortgesrtztem Gelächter. „Diese Grschichte grenzt fast an daS Lächerliche, mein lieber BlisrnfäU! Du spielst ja eine herrliche Rolle hier", setzte er mit immer größerer Heitrrketl hinzu.
Der Baron war purpurroth geworden
„Sagen Sir mir, Herr Oberst, von welcher Ihrer Töchter ist hier bie Revek" fragte er mit einer Helligkeit, dir ein sehr lebhaf- k» Interesse zu verrathen schien.
„Bon Deiner Frau natürlich!" erwiederte der Oberst. „ülifc ist in Paris zurück geblieben, nnd wie Dir bekannt, würde sich kein Mensch wegen ihrer Schönheit geschlagen haben. — Meine Herren", fügte der Oberst heiter blneu — „ ich habe nunmehr das Bergnü» gen, Ihnen den Mann meiner Tochter Karna vorzuftrUrn, der da» unvergleichlich» Glück geholt hat, den Anbetern seiner Gattin al» Sekundant zu dienen. Zweifelsohne werden Sie mir »»gestehen, daß das ein paffender Stoff »n einem Lustspiel ist."
Der Oberst brach in schallendes Gclachter aus, allein der Baron und die beiden Duellanten zeigten einen Ausdruck in den Gesichtern, all ob sie dem Posten, den ihnen der Zufall gespielt hatte, wenig banfbar wäre«.
Den Marquis brächte man In einem helbeigeholten Wagen in? Hotel zurück. Der Ltrulenaul Ällnnström reiste bereite mit dem nächste» Sourter»uge nach Stettin, um sich über Kopenhagen nach Schiveden zurück zu degeben.
Der Oberst und der Baron gingen »usammen nach dem Hotel zurück.
„Wohin gedachtest Du zu reisend fragte der ObeiO in kurzem und strengen Tone.