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cefühl, und die Kameraden hörten sie jedesmal mit denselben lächelnden Gesichtern an, bis auf Nasewitz, der sich im Stillen darüber ärgerte, daß er für seine Interessen kein Kapital daraus schlagen konnte.
Er dachte hin und dachte her, wie denn das wohl zu ermöglichen sei, und endlich wurden seine Bemühungen mit dem schönsten und nachhaltigsten Erfolg gekrönt.
Er kaufte sich nämlich beim Jnstrumentenmacher eine Trompete, und jedesmal wenn sein Freund, der Padderower, punkt elf Uhr vom Mühlenthor her nach dem Markt Heraufgeritlen kam und sich in gleicher Höhe mit feiner Wohnung befand, dann blies er das Galopp-Signal.
Wenn aber der alte Braune, der eine lebhafte Phantasie hatte, die Melodie außer dem Dienst hörte, dann fiel ihm die fatale Geschichte von der Windmühle wieder ein, die alte Wunde schmerzte ihn auf's Neue, er sprengte im Galopp an und, damit ihm nicht wieder etwas an seinem Schwanz passiren möchte, schlug er mit demselben einen gewaltigen Reif, wie um mögliche Gefahren ab- zuwenden.
Als Nasewitz das Experiment einige Male gemacht hatte, und der Braune immer bereitwilliger darauf einging, kam er eines guten Tages auf die Idee, seine Kaffeemühle zu nehmen und auf derselben die Schweisbewegungen des alten Pferdes zu parodiren.
Die Zeit bildete seinen Erfolg dann noch immer weiter aus.
Nach vier Wochen brauchte Nasewitz gar nicht mehr zu blasen, denn der Braune hatte sich die Situation bereits dermaßen angewöhnt, daß er schon zwanzig Schritte vor Nasewitzens Wohnung unruhig wurde, kam er aber in gleiche Höhe mit derselben, dann sprang er im Galopp an und fuchtelte mit dem Schweif durch die Luft, und wenn der Padderower sich wer weiß wie viele Mühe gab, um ihn daran zu verhindern.
Im Anfänge, als Nasewitz noch blies, hatte er genug deswegen mit ihm gezankt, jetzt aber konnte er zu seinem großen Verdruß die Sache absolut nicht mehr ändern.
Als Nasewitz sah, daß die Nachbarn auch schon Kaffee mahlten, wenn Padderow vorüber kam, enthielt er sich auch dieser Beschäftigung und stand blos lächelnd am Fenster, wenn jeden Morgen um elf Uhr die närrische Komödie vor seiner Wohnung aufgeiührt wurde.
Der alte Braune bekam aber von jener Veranlassung her den Scherznamen: die Kaffeemühle.
Zehn Jahre nach dem waghalsigen Ritt wurde er immer steifer und schwächer, aber seine Gewohnheiten behielt er bei, bis zu seinem letzten Athemzuge.
Eines Tages, als der Padderower wieder vom Mühlenthor nach dem Markt herausgeklappert kam und ungefähr noch zwei Dutzend Schritte von der Wohnung des Nasewitzers entfernt war, schien das alte Thier wieder aus tiefem Sinnen zu erwachen, es zuckt ihm in den knickrigen Knieen, namentlich im rechten Vorderfuß, das Hintertheil macht einen schwachen Versuch, sich heranzuschieben, und der kurze Schweif klemmt sich ängstlich in die Kerbe.
Als er aber vor des Nasewitzers Hausthür ist und seinen gewohnten quietschenden Ton ausstoßen will, da -versagt ihm die Stimme, der rechte Vorderfuß hebt sich zwar noch, um im Galopp anzuspringen, dann stolpert er aber, verliert das Gleichgewicht und schlägt mit seinem Reiter auf das harte, kalte Steinpflaster hin.
Bald darauf war er ebenso kalt, wie die Steine, auf denen er lag. —
Da lachte aber Nasewitz nicht mehr oben an seinem Fenster, und die Bürger und Handwerker mahlten auch von dem Tage an keinen Kaffee mehr; aber sie dachten noch lange des alten Gauls, bis er ihrer Erinnerung entschwand, wie sie jetzt auch bereits der Erinnerung entschwunden sind.
Das ist die wahre Geschichte vom Herrn von Padderow und seinem dicken Braunen, der immer im Galopp ansprang, wcnu er beim Lieutenant von Nasewitz vorbeikam.
Sanft ruhe ihre gemeinschaftliche Asche!
Landwirtschaftliches.
Dreschmaschinen verbreiten sich jetzt in so rapider Weise, daß fast in-in jeder mittleren und kleineren Wirthschaft eine solche anzutreffen ist.
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-Die der hiesigen Gemeinde zustehende Feldjagd soll anderweit verpachtet werden und ist hierzu Termin auf
Mittwo ch den 11. d. M.
Nachmittags 2 Uhr in die Wohnung des Unterzeichneten anbe-
raumt worden, wozu man Pachtliebhaber mit dem Bemerken einladet, daß die Bedingungen im Termine bekannt gemacht werden.
Malkomes, den 6. November 1874.
Der Bürgermeister Klotzbach.
Vom 14. Dezember bis zum JahreS- schluffe werden bei hiefiger Sparkasse Anlagen nicht angenommen und finden keine Rückzahlungen statt.
Am letzten Arbeitstage jeden Monats ist die. Sparkasse geschlossen. Hünfeld, am 5. November 1874.
Der Bürgermeister M. Comitti.
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