für die greife Herold und Hümeld.
^ 85. ^esS^LtV. Sonnabend Den 24. October 1814»
Das „Kreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal', Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 10 Sgr. pro Quartal bei den Postanstalten kommt der Postausschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit 1 Sgr. berechnet
Amtliches.
Gefunden: auf dem Wege von Sorga nach Petersberg ein Thaler. — Der rechtmäßige Eigenthümer kann denselben bei Herm Lehrer Mal zu Sorga in Empfang nehmen.
Kreis Hersfeld.
Die Kreisstände des Kreises Hersf.eld werden hierdurch zu einem Kreistage auf
Montag den 16. November d. J.
V 0Hmittags 9 j Uhr in den hiesigen Rathhaussaal unter Hinweisung auf die unten *) ab» gedruckte Tagesordnung berufen.
Hersfeld, am 23. October 1874.
Der Königliche Landrath Auffarth.
*) Tages-Ordnung
für den Kreistag des Kreises Hersfeld am 16. November 1874.
1) Begutachtung des Landwegebau-Etats für den Kreis pro 1875. 2) Auf- und Feststellung des Etats über den Kreishaushalt für das Jahr 1875.
3) Berathung eines Statuten-Entwurfs für die Gemeinde Heringen, die Aufhebung der Natural - Dienstpflicht zum Landwegebau betreffend.
4) Beschlußfassung über das Gesuch des Wagners Konrad Klee dahier um Gestattung der allmäligen Abtragung eines Darlehns von 100 Tblr.
5) Wahl der Commissionsmitglieder zur Begutachtung der dem- nächstigen Klassensteuer-Reklamationen.
6) Wahl der Gerichtsschöffen für das Jahr 1875.
7) Vortrag der Commission wegen Errichtung eines Denkmals für die im Kriege gegen Frankreich gefallenen, dem Kreise Hersfeld angehörigen Krieger, über den Stand dieser Angelegenheit.
Unter Bezugnahme auf das diesseitige Ausschreiben vom 26. November 1868, — abgedruckt in Nr. 96 des KreisblatteS — werden die Herren Bürgermeister zu
Niederaula, Schenklengsfelo, Friedewald, Heringen, Mecklar, Friedlos, Kirchheim und Obergeis
angewiesen, den hiernach vorgeschriebenen Grund-Etat für das Jahr 1875 aufzustellen und bis zum 1. Dezember d.J. anher einzusenden. Hersfeld, am 23. October 1874.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Der 12 Jahre alte Friedrich Lehn, Sohn deß Dienstknechts Heinrich Lehn zu Kathus, hat sich am 18. d. Mts. von zu Haus heimlich entfernt.
Derselbe ist bekleidet mit blauen leinenen Hosen und einem desgl. Kittel, hat blonde Haare und graue Augen.
Um Festnahme und Zurücklieferung wird gebeten Hersfeld, am 22. Oktober 1874.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Unter dem Rindvieh zu Oberlengsfeld ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, was hierdurch veröffentlicht wird.
HerSfeld, am 22. Oktober 1874.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Nach Mittheilung Königlichen Landrathsamts zu Ziegenhain ist unter dem Rindvieh des Schmieds Johannes Siemon und des Ackermanns Friedrich Rös zu Oberaula die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, was hierdurch veröffentlicht wird.
Hersfeld, am 23. Oktober 1874.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Kreis Hünfeld.
Hünfeld, am 17. Oktober 1874.
Nach Mittheilung der Großherzogl. Bezirks-Direction zu Derm- bach ist unter dem Rindvieh in Unteralba, Wiesenfeld, Zitters und Gerthausen und unter dem Rind- und Schafvieh in Oberalba und Brumchartshausen die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, was hierdurch veröffentlicht wird.
Der Königliche Landrath.
I. V: Wagner Kreis-Secretar.
Hünfeld, am 21. Oktober 1874.
In den Stallungen der Wittwe Katharina Both und des Heinrich Schleicher zu Schlitzenhausen, Kreises Gersfeld, ist die Lungen- seuche ausgebrochen, was hierdurch veröffentlicht wird.
Der Königliche Landrath
J. V.: Wagner Kreis-Secretar.
Hünfeld, am 22. Oktober 1874.
Die Urliste der Personen des Kreises, welche zu Geschworenen für das Jahr 1875 berufen werden können, liegt vom 30. d. Mts. an in dem Locale des Landrathsamtes zu Jedermanns Einsicht 8 Tage lang offen.
Der Königliche Land rath
I. B.: Wagner Kreis-Secretar.
Tagesbegebenheiten.
Deutsches Reich.
Berlin, 21. Oktober. Dem Vernehmen nach wird der Reichskanzler Fürst Bismarck gegen den 25. oder 26. Oktober zu einem kurzen Aufenthalte hier erwartet. Derselbe nimmt sodann noch einen Herbst-Aufenthalt in Friedrichsruhe.,
— Der dem Bundesrath vorgelegte Etat des Reichsinvalidenfonds für das Jahr 1875 weist im Verhältniß zum diesjährigen Etat eine erhebliche Verminderung der Ausgaben und Vermehrung der Einnahmen auf. Der Zinsertrag der aus dem Fonds verliehenen Kapitalien war nämlich zu 4, Procent angenommen, hat sich aber erheblich höher gestellt. Der ganze Unterschied gegen das Vorjahr, Mehr-Einnahme und Minder-Ausgaben zusammengerechnet, belauft sich auf mehr als 13 Millionen Mark. Die ganze an Jn- validenpensionen, Unterstützungen an Hinterbliebene u. s. w. für das Jahr 1875 zu zahlende Summe beträgt 28,870,148 Mark. Davon kommen auf Preußen 21,560,000, auf Sachsen 1,212,635, auf Württemberg 791,868 Mark, Baiern 4,175,340 Mark, ferner auf die Marine 17,205 Mark.
— Verschiedene Anzeichen berechtigen, wie man der „Sp. Ztg." schreibt, zu der Annahme, daß man dem excommunicirten Propst Kubeczak in Tions sogar nach dem Leben trachte. An einem Sonnabend drängte sich zu später Abendstunde ein unbekannter Mensch frech in die Wohnung desselben unter dem Vorgeben, dort über Nacht bleiben zu wollen, um am folgenden Tage dem Gottesdienste beizuwohnen, und machte sich erst dann eiligst aus dem Staube, als draußen Schritte laut wurden. Ein anderes Mal wurde ein Bürger d^s Abends pon mehreren Kerlen angefallen. Er gab sich