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10 Uhr, für die Gemeinden Rasdorf, Grüsselbach, Haselstein und Setzelbach,
den 5.'October 1874 zu Steinbach Morgens 10 Uhr, für die Gemeinden Steinbach, B etzenrod, Dittlofrod, Körnbach und Giesenhain,
den 7. Oktober 1874 zu Soisdorf Morgens 10 Uhr, für die Gemeinden Soisdorf, Soislieden, Mansbach, Oberbreitzbach, Glaam, Treischfeld und Großentast,
den 7. October 1874 zu Ob er uff Haus en Mittags 1 Uhr für die Gemeinden OberUffhausen und Unteruffhausen,
den 12. October 1874 zu Wehrda Morgens 10 Uhr, für die Gemeinden Wehrda, Wetzlos und Schletzenrod,
den 12. October 1874 zu Neukirchen Mittags 1 Uhr, für die Gemeinden Neukirchen, Rhina, Mauers, Meisenbach, Müsenbach, Odensachsen fund Herrmanspiegel,
den 14. Ottober 1874 zu Schwarzbach Morgens 10 Uhr, für die Gemeinden Schwarzbach, Gotthards mit Kermes, Obernüst, Mahlerts, Unterbernhards und Gruben,
den 14. October 1874 zu M ittelaschenbach, Nachmittags 2 Uhr für die Gemeinden Mittelaschen- bach, Oberascbenbach, Morles, Rimmels und Silges,
den 17. October 1874 zu Eit erf eld Morgens 10 Uhr für die Gemeinden Eiterfcld, Arzell, Leimbach, Malzes, Leibolz, Wölf, Oberweisenborn, Mengers, Reckrod, Erdmannrod, Fischbach, Bodes und Buchenau,
den 19. October 1874 zu Rothenkirchen Morgens 10 Uhr für die Gemeinden Rothenkirchen, Grotzenmoor, Kleinmoor, Hechelmannskirchen und Langenschwarz,
den 19. October 1874 zu Burg haun Nachmittags 1 Uhr für die Gemeinden Burghaun, Gruben und Hünhan,
den 24. October 1874 zu Michelsrombach Morgens 10 Uhr für die Gemeinden Michelsrombach, Oberrombach, Oberfeld, Rudolphshan und Schlotzau,
den 30. October 1874 zu Hünfeld Morgeus 8 Uhr, für Stadt Hünfeld, Rosbach, Großenbach, Kirchhasel, Molzbach, Mackenzell, Sargenzell, Rückers und Dammersbach.
Hünfeld, am 15. September 1874.
Der Königliche Kreisthierarzt Knips.
Central - Blatt für das Deutsche Reich pro 1874 (S. 294).
Bekanntmachung, betreffend die Militairpflicht der Theologen.
Gemäß §. 22 des Reichs-Militairgesetzes vom 2. Mai d. I. lReichs-Gesetzblatt S. 45) dürfen Befreiungen der Theologen vom Ml- litairdienste in Berücksichtigung ihres Berufes nicht mehr von den Ersatzbehörden dritter Instanz, sondern nur in der Ministerial- Jnstanz ausnahmsweise bewilligt werden. Bon der letzteren ist hierbei als Regel fest« zuhalten, daß nur solchen Theologen geeigneten Falls die Befreiung zu gewähren ist, welche bei dem Inkrafttreten des Reichs- Milirairgesetzes das 23. Lebensjahr bereits überschritten hatten, da alle diejenigen, welche zu dem gedachten Zeitpunkte im Le- bensalter noch nicht so weit vorgeschritten waren, der einjährig-freiwilligen Dienstpflicht ohne erheblichen Nachtheil für ihr Studium genügen können.
Theologen, welche bisher auf Grund des §. 44 Nr. 1 der Militair-Ersatz-Jnstruction zurückgestellt worden sind, darf ohne Rücksicht auf ihr Lebensalter die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst von den Ersatz-Behörden dritter Instanz nachträglich ertheilt werden, sofern sie bei dem Abläufe des ihnen ertheilten Ausstandes die erforderliche Bildung nachweisen.
Berlin, den 22. Juli 1874.
Der Reichskanzler. Der Kriegsminister Im Auftrage gez. v. Kameke. gez. Eck.
Wird veröffentlicht.
Hünfeld, am 16. September 1874.
Der Königliche Landrath Götz.
Tagesbegebenheitem
Deutsches Reich.
Lübeck, 21. September. Se. Majestät' d er Kaiser, der um 7 Uhr von Kiel ab- reiste, um 8 Uhr mit den fürstlichen Herrschaften in Eutin den Thee genommen und darauf die Weiterreise angetreten ' hatte, wurde auf allen Stationen, wo sich viele Tauseude versammelt hatten, herzlich und enthusiastisch begrüßt. Der Kaiser gab seinem Danke für den überaus herzlichen Empfang, der ihm auf feiner ganzen Reise und auch hier zu Theil geworden, in seiner Antwort auf die Ansprache, die der Bürgermeister von Lübeck, Herr Curtius, auf dem hiesigen Bahnhöfe an .ihn richtete, Ausdruck. Nachdem sich hier General von Treskow an der Grenze seines Armeekorps- Bezirks vom Kaiser verabschiedet hatte, trat AUerhöchstderselbe die Rückreise nach Berlin an, wo derselbe um 4 Uhr eintraf.
Berlin, 21.September AusMetz wird hiesigen Blättern gemeldet, der Oberpräsi- dent der Provinz Hannover, Graf Eulen- burg, früher Bezirkspräsident von Lothringen, werde an Stelle des Herrn v. Möller znm Oberpräsidenten von Elsaß-Lothringen ernannt, letzterer aber zu einer hohen Stelle nach Berlin berufen werden.
Königsberg i. Pr., 21. September. Für die Beerdigung eines Altkatholiken, welche heute stattfinden sollte, hatte der katholische Propst Dinder das Grab auf un- geweihtem Boden Herrichten lassen. Die Wittwe des Verstorbenen protessirte jedoch gegen die Beisetzung der Leiche an unge- weihter Stelle und ist die Beerdigung deshalb vorläufig unterblieben.
Königsberg i. Pr., 22. September. Das Erkenntniß der ersten Instanz gegen den Bischof Crementz von Ermland, welches denselben wegen widerrechtlicher Anstellung des Geistlichen Seeburg in Wuhsen zu einer Geldbuße von 200 Thalern event, zu einer Gefängnißstrafe von 6 Wochen verurtheilt, ist vom ostpreußifchen Tribunal heute bestätigt worden.
Köln, 22. September. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Paderborn vom gestrigen Tage, der Bischof Martin sei wegen seines unterm 14. März d. I. erlaffenen Hirtenbriefes in erster Instanz zn viermonat- licher Festungshaft verurtheilt worden.
Schweinfurt, 21. September. Heute wurde Kullmann von hier nach Würzburg abgeführt, um vor das im nächsten Monat daselbst zusammentretende Schwurgericht gestellt zu werden.
Spanien.
Madrid, 21. September. Die amtliche „Gacela" veröffentlicht eine Verfügung der Regierung, betreffend die Neuorganisirung der Armee und die Erhöhung der Löhnung für die im Felde stehenden Soldaten. — Das Journal „Politica" bringt einen Artikel, welcher ausführt, daß ein gemeinsames Vorgehen der auswärtigen Mächte gegen die Karttsten geboten erscheine, falls die Grenzsperre von der französischen Regierung nicht gehandhabt werde. — Die deutschen Kanonenboote, an deren Bord sich der deutsche Konsul in Bayonne, Richard Lindau, befindet, sind durch das stürmische Meer bisher am Auslaufen aus dem Hafen von Bilbao verhindert.
Ein Korrespondent der „Post" in Barcelona erzählt neue intereffante Details über die Kriegführung der Karlisten. Deren grausamer Charakter sei es vor Allem
gewesen, der Puycerda zu so heldenmüthi- gem Widerstände entflammte. „Puycerda's ganze Garnison bestand aus 300 Mann Infanterie und 120 Artilleristen. Und dennoch, angegriffen von allen.karlistischen Kräften Kataloniens, und ihrer eigenen Kraft ganz überlassen, leistet sie 14 Tage lang den tapferstenWiderstand, wies sieben Stürme der Belagerer zurück, demontirte alle Geschütze des Feindes und verursachte ihm einen Berlüst von mehr als 1000 Todten und Verwundeten. Diese 6000 Karlisten konnten jener Handvoll Braven nicht Meister werden, die geschworen hatten, zu siegen oder sich unter den Trümmern ihrer Häuser zir begraben. Sie haben Wort gehalten; denn nach vierzehn Tagen unausgesetzter Angriffe sahen sich die Karlisten gezwungen, beim Herannahen unserer Truppen zu fliehen, nachdem sie schon einige Tage vorher ihre Sturmleitern, Thürme, Faschinen und andere Werkzeuge zur Sturm-Vorbereitung in den Händen der Belagerten hatten zurück- lasten müssen, au die sie schließlich sogar noch ihre Artillerie verloren."
Madrid, 22. September. Nach hier eingegangenen Meldungen fahren |bie Karlisten fort, Eisenbahnen und Telegraphenleitungen zu zerstören. Der General Mo- riones steht den Karlisten bei Carrascal gegenüber und verhindert sie an derUeber- schreitung des Ebro.
Amerika.
New-Wrk, 19. September. Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Fall-River (Massachusetts) ist daselbst in einer Granitmühle eine große Feuersbrunst ausgebrochen, bei welcher 28 Personen ums Leben kamen und einige 30 verwundet wurden. Der angerichtete Schaden wird auf 500,000 Doll. veranschlagt.
New-Aork, 18. September. Nach weiteren Nachrichten aus New-Orleans sind die Waffen und die öffentlichen Gebäude, deren sich die Aufständischen bemächtigt hatten, dem Befehlshaber der Unionstruppen durch Mac Henry—wiewohl unter Protest — zurückgestellt worden. Die Aufständischen selbst gehen freiwillig auseinander. Oberst Brooke ist bis zur Reorganisation der Regierung zum Gouverneur von New-Orleans ernannt worden. Die Absendung weiterer Truppen und der Weitermarsch der bereits abgesendeten wurde fistirt.
Anzeigen.
Bekanntmachung.
Im Gange der zu Hersfeld ankommenden bezwse. abgebenden Posten treten vom 21. d. Mts. ab folgende Veränderungn ein:
1) Die Personenpost aus TreysaBahnhof wird aus Treysa Bahnhof abgefertigt 7 ’5 Uhr früh und trifft in Hersfeld ein bis Ultimo September lso Uhr Nachm., vom 1. Octv- ber ab 25 Uhr Nachmittags.
2) Die Personenpost aus Hersfeld nach Friedewald wird abgefertigt:
aus Hersfeld 41’ Uhr Nachmittags,
aus SchenklengSfeld 620 Uhr Abends, Ankunft in Friedewald 7" Uhr Abends. Von demselben Tage ab geht die Personenpost von SchenklengSfeld nach Mannsbach aus SchenklengSfeld 630 Uhr Abends ab und trifft in Mannsbach 8 Uhr Abends ein. Hersfeld, den 19. September 1874.
Kaiserliches Postamt. Ma scher.