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von dem Tage, an welchem das die Bekanntmachung enthaltende Blatt ausgegeben wird.
Hersfeld, am 23. Juni 1874,
____________Der Königliche Landrath Auffarth.
Die von der Staatsanwaltschaft zu Breslau auf Grund der §§. 185. 95. des Reichsstrafgesetzbuches und §. 29 des Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 veranlaßte vorläufige Beschlagnahme der Druckschrift:
Faule Zustände im „Neuen Reiche." Bilder aus der Gegenwart, beleuchtet von einem alten Pa- trioten. Dem Volk in Hütten und Werkstätten gewidmet. Basel, Druck und Verlag von Chr. Krusi. 1873.
Motto: Es geht ein finsterer Geist durch dieses Reich, der böse Geist des Hochmuths und der Lüge, der Zwietracht und Verläumdung. ist durL Beschluß der Rathskammer des Königlichen Stadtgerichts zu Breslau vom 18. Mai d. I. bestätigt worden, was hierdurch veröffentlicht wird.
Hersfeld, am 23. Juni 1874.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Berlin, den 3 März 1874.
Regierungs-Bezirk Cassel.
Bekanntmachung betreffend den Remonte-Ankauf pro 1874.
Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Bereich der Königlichen Regierung zu Cassel für dieses Jahr nachstehende, Morgens 9 Uhr beginnende Märkte aiiberaumt worden und zwar
den 25. Juni in Hersfeld
„ 26. „ „ Hünfeld
, , 2 (. „ „ ^ulda
„ 30. „ „ Neuhos
„ 4. Juli „ Ziegenhain
„ 6. „ „ Gemünden
„ 7. „ „ Frankenberg
„ 9. „ „ Kirchhain
„ 10. „ „ Marburg
„ 16. „ ,, Hau au
d en 2,LSept. in Rinteln
„ 8. „ „ Hofgeismar.
Die von der Militair-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt.
Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen; auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschloffen.
Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebrß und Ringen versehen, eine starke Kopf- halfter von Leder oder Hanf mit zwei, mindestens zwei Meter langen, starken Hanfstricken — ohne besondere Vergütung — mitzugeben.
Kriegs-Ministerium, Abtheilung für das Remonte-Wesen. gez. von Schön, von Klüber.
Wird veröffentlicht, und erhalten die Herrn Ortsvorstände der Stadt- und Landgemeinden des Kreises
den Auftrag, dies wiederholt in ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen.
Hersfeld, am 27. März 1874.
Der Königliche Landrath Auffarth.
JmWxKshause zu Beiershausen ist am 1ö. Juni d. J. ein geräucherter Schweineschinken liegen geblieben, und kann daselbst vom rechtmäßigen Eigenthümer in Empfang genommen werden.
Vom 1. Juli 1874 ab werden die Postverwaltungs- geschäste für den Kreis Schmalkalden (mit den Post- anstalten Barchfeld, Brotterode, Herrenbreitungen, Kleinschmalkalden, Schmalkalden, Seligenthal und Steinbach -Hallenberg) von dem Geschäftsbereiche der Kaiserlichen Ober-Postdirection in Cassel abgezweigt und der Kaiserlichen Ober-Postdirection in Erfurt übertragen.
Cassel, den 23. Juni 1874.
Der Kaiserliche Ober-Postdirector Riesen.
Landrathsamt Hünfeld.
Hünfeld, am 20. Juni 1874.
Den Herrn Lehrern des Kreises Hünfeld wird zufolge höherer Verfügung hierdurch zur Nachachtung bekannt gemacht, daß der anstellenden Behörde auch das Recht, der Entlastung zusteht, und daß jener öffentliche Lehrer, welcher ohne zuvor bewirkte Entlastung eine zum Gefchäftsbereiche Königlicher Regierung, Abtheilung für Kirchen und Schulsachen, gehörige "Stelle verläßt, disciplinarlsche Maßnahme zu gewärtigen hat. Auch die etwa von Seiten einer anderen Königlichen Behörde erfolgende Berufung des Betreffenden entbindet ihn nicht von der Verpflichtung, um seine Entlassung bei Königlicher Regierung nachzusuchen.
____________________Der Königliche Landrath Götz.
Hünfeld, am 19. Juni 1874.
Das Waisenkind Anton Spruck aus Wölf, 12 Jahre alt, untersetzter Statur, mit etwas dickem Kopfe und schwarzem Haare, hat sich seit Montag den 15. d. Mts. von Hause entfernt und treibt sich bettelnd umher. Um Zuschiebung im Betretungssalle wird ersucht.
Der Königliche Landrath Götz.
Der Rechenschaftsbericht der I«ebensversicherungs- und Erwparnissbank in Stuttgart pro 1873 ist erschienen. Laut demselben ist die schwere Krisis, welche über die Börsen hereinbrach und welche auch den weiteren geschäftlichen Verkehr so wesentlich beeinträchtigte, auf diese Bank nicht nur ohne allen nachtheiligen Einfluß geblieben, sondern dieselbe hatte sich vielmehr eines Zugangs an neuen Versicherungen in einem Maaße zu erfreuen, das alle bisherigen Jahrgänge übertraf.
Auch die Rechnungs-Ergebnisse sind äußerst günstig ausgefallen. Es sind 3081 Anträge mit st. 7,817,984. eingegangen, wovon 2663 Anträge mit fl. 6,382,078. berücksichtigt werden konnten; nach Abrechnung des Abgangs durch Tod und Löschung hob sich der Versicherungsstard von 22,276 Policen für 20,340 Personen mit fl. 41,739,673. auf 24,249 Policen für 22,091 Personen mit fl. 46,933,346. Die Prämieneinnahme stieg von st. 1,394,386 auf fl. 1,574,979.
Nachdem für das Deckungskapital (Prämienreserve) die rechnungsmäßige Zuschreibung gemacht und solches einschließlich der Ueberträge bei den beiden Versicherungsbranchen von fl. 5,703,500, auf st. 6,593,601, erhöht, bezw. um st. 890,101. vec-