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KreisWvlatt

für die

Kreise Dträfdb/ Hünseld und Zlegenhaln.

^ S1« KevS^eLd, Mittwoch den 16. Juli 1813.

DaS.RretSblatt" erscheint wöcbenttich zweimal. Mittwochs und Sonnabends. Breis desselben bei der Expedition 84 ögr. aro D.uartaL*het den Voitanitalten kommt der $oftauffcblag brnzu. Bekanntmachunpen aller Art werden ausgenommen und die Barmond-Zeile oder deren Sftanm mit 1 Sgr. berechnen

Amtlicher Theil.

Landrathsamt Hersseld.

Durch Beschluß des Königlichen Kreisgerichts zu Posen vom 0. Juni d I. ist die Beschlagnahme der Druckschrift:

Pionski.

Dumki i Arye marodowe, zebrat i wydat so'zef Chociszewski, Czesc I.

Wydanie drugie,

-Poznan.

Naktadem J. Chociszewskiego.

1873. auf Grund der §. §. 41, 42 und 130 St.-G.-B. und der §. § 29 und 50 des Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 aufrecht erhalten worden, was hierdurch ver­öffentlicht wird.

Hersfeld, am 14. Juli 1873.

Der Königliche Landrath Auffarth.

Landrathsamt Hünfeld.

Hünfeld, am 15. Juli 1873.

Nachdem der Maurer- und Steinhauermeister Augustin Hartmann von Eiterfeld als Taxator zu Bersicherungen von Gebäuden in der Brandkasse und Abschätzung von Brandschäden am 27. Mai d. I. verpflichtet worden ist, wird solches hierdurch zur öf­fentlichen Kenntnis gebracht.

Der Königliche Landrath Götz.

Vermischtes.

Köln, 6. Juli. Gestern Abend verbreitete sich in dein zoologischen Garten und in der Flora die erschüt­ternde Kunde, an dem nahen Holzplatze seien drei Brüder im Alter von 11 bis 17 Jahren im Rheine Heim Baden ertrunken. Alsbald sammelte sich an der

Unglücksstätte eine große Menge Volkes und gewahrte, wie von den Holzarbeitern die drei Leichen gelandet wurden. Augenzeugen erzählen, daß, als der eine Knabe beim Sinken um Hülfe gerufen, die beiden Brüder sofort herbeigeeilt und beim Rettungsversuche in dem Strome verschwunden seien. Man kann sich denken, wie erschütternd diese Unglücksnachricht auf den Vater, einen Bäcker und Conditor in der Venloerstraße zu Ehrenfeld, einwirkte; aber dennoch eilte er sofort zum Rheine, um die Leichen seiner hoffnungsvollen Söhne nach dem Trauerhause bringen zu lassen.

Köln, 3. Juli. Eine große Zuschauermenge zog dieser Tage unter Sachsenha^en hinter einem Fuhr­manneyer, welcher von sememPserde nach Hause gebracht wurde. Der treue Gaul schob nämlich seinen Lenker, der derart angeduselt war, daß er kaum einen Fuß vor dem anderen setzen konnte und daher jeden Augenblick stehen blieb, mit hem Kopfe immer vorstch hin, zog ihn auch, als er einige Mal in eine Seiten­gasse einbiegen wollte, auf die Straße zurück, welche nach seinem Stalle führte. So bugsirte das gescheidte Thier zur größten Heiterkeit der folgenden Menge seinen Herrn mit vielem Stoßen und Schieben durch mehrere Straßen endlich bis vor die ihm wohlbekannte Stallthür. Wie uns mitgetheilt wird, hat dasselbe leinen Führer auf diese Weise schon wiederholt nach Hause gebracht. (K. Z.)

Vor Kurzem beging ein Zunmermann in Klagenfurt einen Selbstmord in einer so gräßlichen Weise wie sie bis jetzt wohl noch nicht vorgekommen ist Er tränkte seine Kleider mit Petroleum und zünvete hierauf sich selbst mit einem Zündhölzchen an. Der Unglückliche stand sogleich in Flammen eingehüllt und stieß nun vor Schmerz und Verzweiflung ein erschüttern­des Gebrüll aus, das alsbalo Hülfsbereite herbeiführte, die ihn jedoch nicht mehr retten konnten. Als er oem Krankenhause übergeben wurde, war die Haut verkohlt und der Tod des Selbstmörders erfolgte in kurzer Zeit, ohne daß derselbe, scheinbar wenigstens, noch zur Be­sinnung gelangte oder Schmerzeneäußerungen machte.

_ In der Gemeinde Szacs in Ungarn ereignete sich vor Kurzem ein Vorfall, der deutlich beweist, von