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hards und Hünhan ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, was hierdurch veröffentlicht wird.
Der Königliche Landratd G ö tz.
Landrathsamt Zicgcnhain.
Berlin, den 21. September 1872.
Aufforderung.
Unter Bezugnahme auf den §.21 des Gesetzes vom 11. Mai 1851 (Gesetz - Sammlung Seite 362) werden alle diejenigen, welche ihre Ansprüche auf Vergütung der während des mobilen Zustandes der Armee in den Monaten Juli 1870 bis einschließlich Juni 1871 von ihnen bewirkten Kriegsleistungen noch nicht angemeldet haben, hierdurch aufgefordert, dieselben innerhalb einer präklusivischen Frist von drei Monaten vom Tage der ersten Publication gegenwärtiger Aufforderung durch das betreffende Amtsblatt an gerechnet, bei dem zuständigen Landrathe, in der Provinz Hannover bei dem Kreis-Hauptmann und in den hohenMernschen Landen bei dem Oberamtmann, unter Vorlegung der nöthigen Bescheinigungen anzumelden.
Die bis zum Ablauf der Präclusivfrist nicht angemeldeten Ansprüche sind nach der angezogenen Gesetzesstelle vonZeder Befriedigung ausgeschlossen.
Der Kriegs - Minister. Der Finanz - Minister, gez. von Roon. gez. Camphausen.
Der Minister des Innern.
In Vertretung gez. Bitter.
Wird veröffentlicht.— -------------*—“--
Zregenhain, am 10. Oktober 1872.
Der Königliche Landrath Günther.
. Termin zur Veraccordirung der Gefangenen- Transportsuhren für das Jahr 1873 ist auf Donnerstag den 31. October d. I.
Vormittags 11 Uhr anher anberaumt worden, was Accordslustigen zur Nachricht dient.
Ziegenhain, am 8. October 1872.
Der Königliche Landrath Günther.
Der Kalender für den Preußischen Volks-Verein
£633
(Berlin, Verlag von O. Goedsche, Potsdamcrstr. 106a.
Preis 12i Sgr. geb. 15 Sgr.) ist soeben erschienen und bietet ein ebenso reiches, als gediegenes und unterhaltendes Material. Die Redaction versteht es in der That, ihn zum praktischen Volksbuch zu machen, und hat m den 23 Druckbogen mit mehr als 300 Holzschnitten so Vieles zusammengedrängt, wie sonst kaum zwei Bände liefern. Aus dem praktischen Theile heben wir die gediegene, für alle Stände passende Einrichtung des Kalendariums hervor, welches neben dem Astronomischen auf vielen anderen Gebieten, wie Haus, Hof, Stall, Garten, Küche, Wald, Jagd rc. beste Winke giebt. Dre Ordnung der Biebelsprüche für jeden Tag ist wohlgewählt. Ein Verzeichniß aller Truppenteile Per deutschen Armee mit ihren Commandeuren und Standorte» ersetzt ein besonderes Hülssbuch. Post, Telegrap h ie, Maaß und Gewicht, Münz- währung/ Stempelsteuer, Pcnsionssütze, Eisenbahnen finden sich
in praktischer Auskunft vertreten. Einer BevölkerungsStatistik des deutschen Reiches und dem Staatshaushalts- Etat reihen sich eine mit Portraits illustrirte Geschichte der parlamentarischen Session und ein mit Kraft und Verständniß geschriebener politischer Jahresbericht an. Das Jahrmarkts- Verzeichniß umfaßt ganz Deutschland. Der Wappenbogen bringt eine neue Reihefolge von Städtesiegeln und Wappen adeliger und bürgerlicher Geschlechter. Ein gediegener und werth- voller Beitrag ist die mit warmer patriotischer Feder geschriebene Lebensgeschichte Seiner Königl. Hoheit des Prinzen Albrecht unter dem Titel: „Ein Preußischer Reiter-General." — Die Novelle „Ulan und Füsilier" von S. J. Retcliffe, darf unter die besten Arbeiten des vielbekannten Vorfassers gezählt werden. „Allerle i aus Krieg und Frieden" bringt eine Reihe von Ansichten der Denkmäler, welche das Vaterland seinen 1870 und 71 in Frankreich gefallenen Tapferen bereits gesetzt hat, daneben verschiedene andere Abbildungen, Kriegs-Aneldoten u. s. w. Zum ersten Mal sehen wir dabei den inneren Plan des Palais Sr. Majestät unseres Kaisers und Königs veröffentlicht und treten damit in Sein häusliches Walten. Das Titelbild enthält die Zusammenstellung der Kaiserlichen Reichswappen und Fahnen. — Mit patriotischem Ernst, mit fruchtlos preußischem Herzen sind die „Kalenderbriefe" über ernste Fragen der inneren Entwickelung geschrieben. — Derim FamilienKeis so beliebt gewordene W eihnachtsb o gen des Kalenders ist diesmal so reichhaltig, daß er seinen jungen Freunden für den ganzen Winter unterhaltendes Material liefern wird. Der billige Preis von 12j und 15 Sgr. ist trotz des starken Umfangs und der soliden Ausstattung festgehalten. Der Kalender, dessen Auflagen im vorigen Jahr schon im November gänzlich vergriffen waren, ist durch ganz Deutschland und auch bei den Deutschen im Auslande viel verbreitet.
Die Presse Deutschlands hat vielfach zu interessan- ten Vergleichungen mit dem Zeitungswesen in England, -Frankreich und—Nordamerika Veranlassung gegeben. Nicht minbeT interessant dürfte eine Vergleichung der sechs größten illustrirten Zeitschriften Deutschlands untereinander sein.
Den ersten Rang nimmt die „Gartenlaube" ein mit 310,000 Abonnenten bei zwanzigjährigem Bestehen, den zweiten die in elf Sprachen erscheinende „Modenwelt" mit 165,000 in Deutschland gedruckten Exemplaren bei nur achtjährigem Bestehen. Der dritte und vierte Platz gebührt „Ueber Land und Meer" mit 150,000 Abonnenten bei vierzehnjährigem und dem „Bazar", der wie die „Modenwelt" gleichfalls in vielen Sprachen erscheint, mit 140,000 Abonnenten bei achtzehnjährigem Bestehen. Sodann folgen das „Daheim", welches soeben seinen achten Jahrgang beendet, mit 80,000 Abonnenten und die seit 29 Jahren bestehende Leipziger „Illustrirte Zeitung", die, wenn auch weniger Abonnenten als die vorgenannten Blätter zählend, dennoch nach Inhalt und Ausstattung einen hervorragenden Platz in der deutschen Journalistik behauptet.
Setzen wir die Dauer des Erscheinens zu der Höhe der Auflagen in Beziehung, so ergiebt sich für jedes Jahr ein Zuwachs an Abonnenten;
1) . auf die „Modenwelt" 23,571
2) auf die „Gartenlaube" 15,500
3) auf „Ueber Land und Meer" 10,714
4) am das „Daheim" 10,000
5) auf den „Bazar" 7,777
Im Ganzen betrachtet, hat die deutsche Journalistik^, was die illustrirten Blätter betrifft, sich jedenfalls weit