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Der Bericht ist in der öffentlichen Versammlung des Ge- fammtvorstandes vom 10. Mai d. J. erstattet und der Ver- waltungs-Ausschuß auf Grund der gelegten Rechnung entlastet worden.
Der finanzielle Theil des Berichts konnte sich diesmal nur mit der Wirksamkeit und Verwaltung des Central-Fonds beschäftigen. Die Einzelvereine, welche der Stiftung angchören, sind zum Theil erst gegen Ende oder nach Ablauf des Jahres 1871 in die Stiftung ausgenommen worden, zum Theil noch jetzt in der Bildung begriffen. Unter diesen Umständen konnten nur von wenigen Vereinen für das Jahr 1871 besondere Finanz- Uebersichten ausgestellt werden und es mußte deshalb vorbehalten werden, über die allen Einzelvereinen zur Verfügung gestellten Mittel und deren Verwendung erst nach Ablauf des Jahres 1872 einen förmlichen Bericht zu erstatten.
Um aber so weit thunlich den finanziellen Entwickelungsgang der Stiftung bis zum Abschlüsse des Berichts wenigstens nachrichtlich zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, ist der Rech- nung über die Verwaltung des Central-Fonds im Jahre 1871 eine generelle Finanz-Uebersicht pro 1. Quartal 1872 hinzugefügt worden.
Die sonach in dem Bericht zusammengefaßten Resultate der Verwaltung des Central - Fonds bis zum Schlüsse des Jahres 1871 sind folgende:
Es sind für die Zwecke der Stiftung an Einnahmen erzielt worden und zwar:
Thlr. Sgr. Pfg. durch das deutsche Central - Comite zur
Pflege verwundeter und ertränkter Krieger 1,074,380. 12. 8. durch die Victoria - National - Jnvaliden-
Stiftung........... 342,930. 28. 7.
durch die Kaiser Wilhelms-Stiftung selbst seit ihrer Lonstituirung (einschließlich des Betrages von 28,350 Thlr. 28 Sgr. an Zinserträgen).......... 296,876, 29. 4.
zusammen 1,714,188. 10. 7.
Die Ausgaben belaufen sich für Unterstützungen:
Thlr. Sgr. Pfg.
durch das Deutsche Central-Comite vor der Constituirung des Verwaltungs-Aus- schuffes............ 195,336. 17. —.
durch die Victoria-National-Jnvaliden- Stiftung cbenso......... 98,216. 20. —. durch den Verwaltungs-Ausschuß selbst . 31,694. 12. — insgesammt Unterstützungen . . 325,247. 19. — für diverse Kosten...... 2,140. 16. 9. zusammen 327,388. 5, 9.' hiernach verblieb ult. December 1871 Bestand ........... 1,386,800. 4. 10.
Die Finanz-Uebersicht der dem Centralfonds während des 1. Quartals 1872 zugeflossenen Einnahmen und der gewährten Unterstützungen ergiebt als Einnahmen:
Thlr. Sgr. Pfg.
Bestand des Fonds am Schlüsse des Jahres 1871 ......... 1,386,800. 4. 10. neue Gaben.......... 76,480. 6. 3. Zinserträge u. s. w. . ...... 14,598, 17. 7. zusammen 1,477,878. 28. 8. zu Unterstützungen verausgabt . . . 25,657. —. —. so daß unter Hinzurechnung der bis zum Schlüsse des Jahres 1871 gezahlten Unterstützungen mit . ....... 325,247. 19. —.
an Unterstützungen bis zum Ablauf des 1. Quartals aus dem Central - Fonds überhaupt gewährt sind...... 350,904. 19. —.
Der Gesammtbetrag dieser Unterstützungen hat sonach bereits etwa den fünften Theil der dem Ceneralfonds zugeflosfe- nen Gaben in Anspruch genommen, welche mit Ausschluß der aufgekommenen Zinsen sich auf rund 1,762,600 Thlr. belaufen. Nichtsdestoweniger hält der Verwaltungs-Ausschuß an dem Grundsätze fest, daß. da die Stiftung vorzugsweise dazu bestimmt ist, den Opfern des Krieges die Fürsorge, welche das
Land ihnen schuldet, in zureichender Weise zu Theil, werden zu lassen, bei Bemessung der zu gewährenden Unterstützungen weder die Dauer des Bedarfs, noch die künftigen Bedürfnihsälle in Betracht kommen dürfen. Denn das Statut bestimmt: daß die Mittel der Stiftung, sowohl Capital wie Zinsen, dem Bedürfnisse gemäß verausgabt werden sollen.
Mit Rücksicht Hierauf muß daher unausgesetzt auf die Beschaffung weiterer Mittel hingewirkt werden, damit es der Stiftung auch in Zukunft an den nöthigen Mitteln nicht fehle.
Wir leben der Zuversicht, daß es unseren Bemühungen und denjenigen der Zweigvereine gelingen werde, diese Aufgabe zu lösen und daß der bewährte Patriotismus des ganzen Landes uns hierbei zur Seite stehen werde. .
Möchte der Aufruf, welchen wir hierdurch wiederholt an alle Deutschen richten, zu erneuerter Betheiligung der ganzen Nation an dem Werke der Stiftung führen, die nur eine Pflicht der Dankbarkeit gegen diejenigen erfüllen will, welche mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit uns die Einheit, die Größe und Selbstständigkeit des Deutschen Vaterlandes erkauft, mit Opfern erkauft haben, für welche die nothwendig in engen und genau bestimmten Grenzen sich bewegende staatliche Hülfe in überaus zahlreichen Fällen einen nur unvollständigen Ersatz leisten kann! Berlin, den 10. Mai 1872.
Der VerwaltungS - Ausschuß der Kaiser Wilhems- Stistung für Deutsche Invaliden.
Berlin, den 22. August 1872.
Bekanntmachung.
Es ist von Wichtigkeit, daß bei den Adressen der Briefe rc. namentlich nach großen Orten, die Wohuungs» Angabe stets an einer bestimmten Stelle, unb zwar unten recht», unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes erfolge. Wo Tausende von Briefen in den kürzesten, oft nur nach Minuten zävlenden Zeiträumen sortirl werden müssen, bat es sich als sehr störend erwiesen, wenn die WohnungS-Ängaoe bald links, bald recht», oben oder unten, oder in der Mitte der Adresse bei dem Namen des Adressaten, oder sogar aus der Siegelseite sich befindet. Durch das Umchrirren des Auges der sortireuden Beamten aus den Adressen entstehen Verzögerungen, welche, da der Betrieb aus Verwerthung auch des kleinsten ZeittheileS berechnet ist, bei der Gesammt-Abwickelung des Geschäfts empfindlich iu's Gewicht fallen, und den rechtzeitigen Antritt der Bestellungsgänge der Briefträger in Frage stellen.
An das correspvudirende Publicum ergeht daher daS Ersuchen, bei Anfertigung der Brief-Adressen den obigen Punkt im gemeinsamen Interesse gefälligst zu beachten.
Kaiserliches General-Postamt Stephan.
Nutz- u. Brennholz-Berfteigerung in der Oberförsterei Wippershain Montag den 9. September 1 87 2, von Morgens £9 Uhr an, in den Districten des Staatswaldes des Reviertheils KerSpenhausrn: Schnere, Samenecke x, Rehrain Cu. djx, Kohlhäusertannen x u. x2, Kohlgraben b und c:
a. Eichen — 105 Stämme, 2,6 bis 9,8 Meter lang, 20 bis 66 Centimtr. dick, 9 Rmtr. Schalholz, 72 Rmtr. Scheite, 1 Rmtr. Astprügel, 17,25 Hunderte Zopfreis;
b. Buchen und Hainbuchen — 12 Abschnitte, 4 bis 7 Meter lang, 33 bis 66 Centimtr. dick, 16 Rmtr. Felgenholz, 5 Rmtr. Hainbuchen-Werkholz, 287 Rmtr.