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den 14. August in Hofgeismar,

„ 19. „ „ Fritzlar,

„ 20. „ „ Weisungen,

„ 21. „ „ Rotenburg,

„ 22. „ „ Hersfeid,

„ 30. „ „ Marburg,

„ 31. „ „ Ziegenhain,

„ 2. Septb. „ Homberg,

, , 3. „ ,, §assei.

Die von den Militair - Commissionen erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen stem- pekpflichtige Quittung sofort baar bezahlt.

Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Bun­desgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Ver­käufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem zweckmäßigen Gebiß, eine starke Kopfhalter von Leder oder Hanf mit Wer mindestens sechs Fuß langen starken Stricken ohne besondere Vergütigung mitzugeben.

Kriegs-Mnisterium Abtheilung für das Remonte-Wesen. gez. von Schoen. gz. Wenzel, gz. Schmich.

Wrrd veröffentlicht.

Hersfeld, den 28. März 1872.

Der Königliche Landrath Auffarth.

Im nächsten Jahre wird in Wien eine Welt­ausstellung statlfinden, welche nach dem Programm Landwirthschast, Industrie und Kunst umfassen, über­haupt das Culturleben der Gegenwart und das Ge- sämmtgebiet der Bolkswirthschaft umfassen soll. Das deutsche Aeich wird aus dieser Ausstellung zum ersten Male als ein einheitliches Productionsgebiet erscheinen. In dem von der Kaiserlich Oesterreichischen Ausstellungs­Commission veröffentlichten Specialprogramm über den landwirthjchaftlichen Theil wird ein besonderer Werth auf die Herstellung von Collectivausstellungen gelegt, welche den Stand und die Ergebnisse des landwirth- schastlichen Betriebes- in charakteristischer Darstellung veranschaulichen. Durch Ausstellungen dieser Art wird die landwirthschaftliche Cultur der verschiedenen Länder und Landescheile allerdings in anziehender und belehren­der Weise zur Anschauung gebracht. Die Königlich Preußische Landes-Commission für die Wiener Ausstel­lung hegt den Wunsch, ein solches Culturbild aus Sammlungen in den verschiedenen Provinzen der Mon­archie herMttellen und die Beschaffung der erstem nach einem einheitlichen Plane erfolgen zu lassen.

Es ist gewiß eine patriotische Pflicht, der sich Nie­mand entziehen sollte, mitzuwirken, die Leistungsfähig­keit der Landwirthschaft im deutschen Reich dortselbst zu vollstem Ausdruck zu bringen. An alle Landwjrthe, insbesondere an die Mitglieder unserer Vereine, richten wir die ergebene Bitte, uns demnächst, und spätestens bis zum 1. November d. I., landwirthschaftliche Er­zeugnisse, Ulsammengestellt nach den hierunter genauer explieirten Grundsätzen, und zwar nach Ar. 2 und 3 ay die Adresse des Gärtners des pomologischen Insti­tuts , N o s e m u n d, zu Cassel, Frankfurter Chaussee Ar. 18, sowie nach Nr. 4 an den Herrn Elsner von Gronow auf Kaltnowitz in Schlesien gefälligst ein- senden zu wollen.

Für die zweckentsprechende Ordnung, weitere Ver­

packung und Uebermittelung nach Wien dieser aus dem Regierungsbezirk zusammengestellten Probesammlungen, werden wir von hieraus Sorge tragen.

Cassel, im August 1872.

Landwirthschaftlicher Central - Verein für den Regie­rungsbezirk Caffel.

Der Vorsitzende: Der General-Secretar:

Wendelstadt, Vogeley, Regierungsrath. Oeconomierath.

Grundsätze,

nach welchen die Beschaffung von Sammlungen land- Wirthschaftlichce Producte für die Weltausstellung in Wien 185'3 erfolgen soll.

1) Die Sammlungen sollen sich aus die Erzeugnisse der eigent­lichen Bodencultur, vor ihrer industriellen Verarbeitung, beschränken. Die industriell bereits verwertheten Producre (Mehl, Bier, Oel u. dergl.) erscheinen nach dem Ausstellungs­programm in anderen Gruppen. In Betreff der Viehzucht werden später noch besondere Anordnungen ergehen; Boden- producte in frischem Zustande bilden den Gegenstand soge­nannter temporärer Ausstellungen. Jene wie diese bleiben hier zunächst außer Betracht.

2) Unter den in Frage kommenden Bodenerzeugnissen sollen nur diejenigen berücksichtigt werden, welche in dem einzelnen Landestheite, wenn auch nur innerhalb eines beschränkten Gebietes, für die Landwirthschaft eine gewisse Bedeutung haben. Diese Producte sind aber thunlichst in ihren ver- . schiedenen Arten zu berücksichtigen. Die Erzeugnisse sollen in folgender Weise klassificirt und repräsentirt werden:

a. «Körnerfrüchte: Jede Probe hat eine Menge von etwa 3 Litern zu umfassen. Der einzelnen Probe ist, soweit thunlich, auch ein Strauß von Achren mit dem Hal­men beizufügen;

b. Hülsenfruchte: Auch hier soll jede Probe etwa 3 Liter Inhalt haben; es bedarf Indessen nur der Einsendung der wirtlichen Frucht;

c. Futterkräuter: Sie sind zu berücksichtigen, soweit sie sich überhaupt in getrocknetem Zustande zur Ausstellung eignen, und in Mengen zur Ausstellung zu bringen, welche das Gewicht von 10 Pfund haben;

d. HandelSpstanzen, insbesondere Oelpflanzen, Gewürz­pflanzen (Anis, Hopfen, Kümmel), Farbepflanzen (Krapp, Waid), Gespinustpflanzen und sonstige in den Handel kommende Gewächse (Tabak, Karden, Medizinalpflanzen, Weiden). Die Menge, in welcher dieselben zu beschaffen sind, richtet sich nach ihrem eigenthümlichen Charakter. Sie ist so zu bestimmen, daß sie einerseits den übrigen Fruchtproben gegenüber nicht zu groß ist und andererseits eine Beurtheilung des Productes ermöglicht.

e. Wurzel- und «Knollengewächse: Auch diese sind nach den vorher angedeuteten Gesichtspunkten in angemessen großen Proben zu beschaffen.

3) Alle Proben sind mit einer deutlichen und,gleichmäßigen Aus­schrift zu versehen, worin auch das Gebiet ihres Anbaues und die ausstellenden Producenten kurz angegeben werden. Die Verpackung erfolgt bei den Körner- und Hülfenfrüch- ten in Säckchen von Segel-Leinwand, die an der Mündung mit rothem Bande eingefaßt siild und mit gleichem Bande zum Binden versehen werden. Die Aehrenproben werden mit dem Stroh an Stäbe gebunden. Flachsproben sind auf Tafeln aus starker Pappe- die, mit mattem lasurblauen Papier überzogen sind und eine Länge von 1 Meter besitzen mit hellblauem Seidenband von etwa 25 Millimeter dielte zu befestigen. Die listigen Früchte sind, jede Probe für sich, angemessen zu verschnüren.

4) . Einen wichtigen und- für Ausstellungen besonders geeigneten Gegenstand-unserer landwEthschaftüchen Production bilden die Wollen. Die Wollen werden, ebenso wie, einzelne an­dere Erzeugnisse (Käse, Honig), m Betreff deren die Besinn mungen vorbehalten bleiben, voraussichtlich in einer Gesammt- collection für das ganze Reich zur Ausstellung gelangen, Herr Elsner von Gronow auf Kalinowitz in Schlesien