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ur Einsicht gegeben werde, so fordere ich die betreffenden Herrn Bürgermeister auf, den am Ort wohnenden Herrn Geistlichen das Kreisblatt durch den Ortsdiener alsbald nach Empfang zur Einsichtsnahme vorlegen zu lassen.
Hünfeld, am 10. April 1872.
Der Königliche Landrath Götz.
Hünfeld, am 9. April 1872.
Der Reservist Wilhelm Eisenbach aus Rothen- kirchen hat um Entlassung aus dem Unterthanenver- baude behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht.
Der Königliche Landrath Götz.
Landrathsamt Ziegenhain.
Die Herrn Ortsvorstände werden hinsichtlich der Ausfertigung der Gesindebücher auf die im Amtsblatt Nr. 11 vom 13. März d. I. enthaltene Jnstruction aufmerksam gemacht und Befolgung derselben erwartet.
Ziegenhain, am 9. April 1872.
Der Königliche Landrath Günther.
Am 25. v. Mts. ist auf dem Wege von Asterode nach Neukirchen eine Hemmschraube gefunden und an den Herrn Bürgermeister zu Riebelsdorf abgeliefert worden. — Der Eigenthümer kann die Schraube dort abholen lassen gegen Erlegung von 2 Sgr. Transport-, kosten, welche der Finder vergütet erhalten hat.
Ziegenhain, am 8. April 1872.
Der Königliche Landrath Günther.
Die städtische Sparkasse zu Hersfeld besteht nun 56 Jadre und ist, wenn nicht die älteste, doch eine der ältesten in Hessen.
Anfänglich nur darauf berechnet die Ersparnisse der geringen Leute, des Gesindes, Tagelöhner rc. anzusamm- len und zinstragend zu machen, hai sie sich später, nachdem durch die LundeSkredickasse Gelegenheit geboten war: die Gelder alsbald verzinslich anzulegen, allmälich erweitert.
Durch die Sparkasse ist gar manches Dienstmädchen zu einem selbstständigen Hausstand und gar mancher geringer Mann zu einigem Vermögen gekommen, auch hat dieselbe schon seit Jahren dem Wohlhabendem Gelegenheit gegeben, sein Geld verzinslich sicher anzulegen, und zwar mit dem Vorzug, zu jeder Zeit, nach Bedürfniß, Theile der DarlehnS zurückziehen zn können.
Die Sparkasse bietet Sicherheit
a) durch eigenes Vermögen: die Activa betrugen
am Jahresschluß 1870 . . . 315,400 Thlr.
und die Passiva ... 282,800. „
b) durch die Garantie der Stadt Hersfeld mit ihrem sämmtlichen Vermögen, und
v) durch die in Hypotheken und Staatspapieren angelegten Kapitalien.
Ende 1871 betrugen die Einlagen bei der Sparkasse nahe an 300,000 Thlr. Ob noch eine größere Ausdehnung räthlich, das möchte von den städlsschen Bebörten in. Betracht zu ziehen sein, denn mit der Vergrößerung wächst auch die VerantwoUlichkeit und das Risico der Stadt.
In Friedenszeit kann allerdings von einem Risico kaum die Rede sein, aber im Falle eines Kriegs kann
die Sparkasse und somit die Stadt durch unbesonnenes Andringen der Gläubiger in Verlegenheit und Gefahr kommen. Der vernünftige Mann wird in KriegSzeit, wo sein HauS und seine Habe der rohen Gewalt des Feindes preis gegeben ist, frob sein, wenn er sein Kapital bei einer Anstalt wie die Sparkasse sicher geborgen weiß, aber wieviele von der Angst bethörte, jeder vernünftigen Vorstellung unzugängliche, Leute gibt e« welche anstürmen und alsbald ihre ganzen Einlagen zurückverlangen.
Gegen solchen Fall muß sich die Stadt, sowohl im eignen oder der Sparkasse Interesse, als im Interesse derer welche der Anstalt ihr Vermögen anverrraur haben, möglichst schützen, und wild hierzu eine Verlängerung der Kündigungsfrist bis zu 1 Jahr, das einfachste Mittel sein.
Von dieser Knudigungssrist wird selbstverständlich nur im Nothfall Gebrauch gemacht werden dürfen, und es wird bei der Gefahr eines Kriegs immer" Aufgabe der Sparkasse bleiben — wie sich dies ihre Verwaltung auch seither — namentlich in den Jahren 1866 und 18'0 zur Pflicht gemacht hat — schnell, wenn auch mit Dp fern, für Leschastung eines größeren KaffenvorrathS zu sorgen, um den Ansprüchen der Gläubiger begegnen zu können.
R.
Vorschuß-Verein zu Hünfeld
eingetragene Genossenschaft.
General=Versammlung
Donnerstag den 35 ^pvil c. Nachmittags 2 Ube
in dem Gastzimmer des Herrn Conrad August Malkmus zu Hünfeld
Tagebordnung:
1) Geschäftsbericht und Rechnungs-Ablage pro 1871.
2) Festsetzung der Dividende.
3) Wahl des Vorstands und
4) Wahl von 4 Ausschußmitgliedern.
Hünfeld, am 8. April 1872.
Der Vorstand.
Mittwoch den 17 April S. J.
von Morgens 9 u h r a n
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