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Kreise Hersfeld/ Hünfeld und Ziegenhain.

JXI 104«, HerSfeld, Mttwoch, den 28. December. 1870*

Dar »KreiSblatt» erscheint wöchentlich zweimal, Mittwoch« und Sonnabend«. Preis "beweiben bei der Lrpedition 84 ®gr. pro Quartal, bei den Postanstalten kommt der Postausschlag hinzu. Bekanntmachungeu aller Art werden ausgenommen und die Gär. wond-Zeile oder deren Raum mit 9 Heller berechnet.

WM* Da mit Schluß dieses Monats das Abonnement des laufenden Quartals zu Ende geht, so bitten wir Bestellungen auf das mit dem 1. Januar k. I. beginnende neue Qnartal rechtzeitig zu machen, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt.

Bekanntmachungen aller Art finden-durch dasKreisblatt" die wei­teste Verbreitung.

Die Expedition.

Amtlicher Theil.

Landrathsamt Herssetd.

Bekanntmachung.

Die opferwillige Thätigkeit der Vereine und unzäh­liger einzelner Personen hat sich während des Krieges mit Frankreich in größtem Umfange und in segenbriugendster Weise entfaltet. Dadurch allein ist es mögUch geworden, an den Stellen des Bedarfes Lazarethe und DepotS, Nacht­lager-, Verbands- undErfrischungs-Slationen zu errichten, warme Kleidungsstücke reichlich zu vertheilen, sowie die sämmtlichen, der freiwilligen Krankenpflege dienenden An­stalten dem Bedürfnisse entsprechend zu versorgen, mit einem Wort die Leiden, welche der Krieg in seinem Ge­folge hat, zu heilen oder wenigstens zu lindern. Doch ist die Aufgabe hiermit noch nicht gelöst. Durch die Dauer des Krieges ^und die weite Ausdehnung des Kriegsschau­platzes hat das Bedürfniß einen unerwarteten Umfang angenommen und seine zeitliche Begrenzung bleibt noch unabsehbar, da sich die Thätigkeit der sreiwilligen Kranken­pflege naturgemäß selbst über Waffenstillstand und Frieden hinaus erstrecken muß.

Ich weiß, daß die Stimme, die sich an das warme Herz und die offene Hand des Deutschen Volkes für ein« wahrhaft gute und die nationale Sache wendet, nieunge« hört bleibt, und ich spreche daher in der vollen Zuversicht reichen Erfolge« von Neuem die Bitte au», durch Zuwen­dung von Geldmitteln und zweckentspechenden Gaben je­der Art die Durchführung des unternommenen Werke»

unterstützen und bis zu seinem guten Ende sichern zu wollen.

-------Wer helfen will, der helfe rasch. Die in Deutsch- land bestehende Organisation der Vereine zur Pflege rwr» wundeter und erkrankten Krieger bietet das Mittel, die gegebenen Unterstützungen schleunigst und planmäßig der Absicht der Geber gemäß den Verwundeten und Kranken zuzuführen und für dieselben bestimmungsmäßig zu ver­wenden. Möge daher Jeder seine Geldbeiträge und son­stigen Gaben an das Central-Comitee der Deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und ertränkter Krieger (Berlin, Unter den Linden Nr. 12) oder an die mit demselben in Verbindung stehenden Landes- und Provinzial-Vereine ablieseru, da nur durch dieZusammen- saffung der Gaben in einer Hand deren nützliche und planmäßige Verwendung gesichert erscheint.

Versailles, den 1. Dezember 1870.

Der Königliche Kommissar und Militair-Inspecteur der freiwilligen Krankenpflege bei der Armee im Felde.

- gez. Fürst von Pleß.

Wird veröffentlicht, und werden die Herrn Orts- Vorstände sowie die Herrn Pfarrer des hiesigen Kreises aufgesordert, sich der Sauvulung von Geldbeiträgen und sonstigen Gaben nach .Kräften unterziehen und den Er- trag an mich einsenden zu wollen.

Hersseld, am 27. December 1870.

Der Königliche Landralv Auffartb.

Den Herzn OrtSvorständen der hiesigen Kreises wird zur Nachricht undNachachtung eröffnet, daß in der Ent- dindungSanstalt zu Marburg Schwangere, welche sich m